2480215

Morgenmagazin vom Montag, 13. Januar 2020

13.01.2020 | 07:07 Uhr | Peter Müller

Oprah WInfrey zeiht sich von Dokumentation zurück +++ Recycling: Apple will Daisy-Technologie teilen +++ Wie Apple seine Sicherheit weiter verbessern könnte +++ NASA entdeckt Sonnensystem mit zwei Sternen +++ Windows 11: Fan zeigt Microsoft, was sich ändern muss +++ CES: Laptop mit sieben aufklappbaren Bildschirmen +++ iPhone 11 64 GB mit 24 GB LTE im Vodafone-Netz: 340 Euro günstiger

13. Januar: Tieffliegende Tannen

Macwelt wünscht guten Morgen! Die erste volle Arbeitswoche des neuen Jahres bricht an, allmählich läuft alles wieder. Noch ein bisschen ausräumen, damit auch der Kopf frei wird für Neues.

Glaubt man ja der Werbung, fliegen heute am St.-Knuts-Tag  in Skandinavien wieder die Christbäume tief und Schweden, Norweger und Finnen machen Platz für neue Möbel. Das mit den neuen Möbeln ist natürlich Quatsch, das mit Knut aber nicht. In der Tat dauert die Weihnachtszeit in Norwegen, Schweden und Finnland 20 Tage lang, erst am 13. Januar wird der Christbaum abgeschmückt, etwaige daran angebrachte Süßigkeiten verspeist und der Baum entsorgt.

In Deutschland gibt es dafür keinen so weit verbreiteten Termin, wohl die meisten entweihnachten ihre Stube am 6. Januar, im Voralpenland vertrocknet der Baum gerne auch noch bis zum 2. Februar (Mariä Lichtmess) und andere können ihn an Neujahr schon nicht mehr sehen. Auch wenn die Bude nach dem Ende der Weihnachtszeit wieder geräumig aussieht, neue Möbel muss man deshalb nicht gleich anschaffen. Außer, man zündet am trockenen Nadelbaum noch mal ein paar Kerzen an und vergisst, sie rechtzeitig zu löschen. Dann braucht man womöglich mehr als nur neue Möbel.

Neues Interieur bekam unser Sonnensystem aber am 13. Januar vor 34 Jahren. Beziehungsweise war es eher so, dass der an Astronomie und Raumfahrt interessierte Teil der Menschheit endlich von Einrichtungsgegenständen erfuhr, die auch schon seit Milliarden Jahren um die Sonne eiern und sich dabei an einen der größeren Planeten angehängt haben. Die Raumsonde Voyager 2 entdeckte bei ihrem Vorbeiflug am Uranus drei weitere bis dato unbekannte Monde, die seither die Namen Desdemona, Rosalind und Belinda tragen - irgendwann gehen halt die Namen aus der griechisch-römischen Mythologie aus. Uranus hat einschließlich der drei "Neuzugänge" immerhin 27 Monde oder sogar noch ein paar mehr. Auch die fünf größten tragen Namen, die schon Shakespeare verwendete: Miranda, Ariel, Umbriel, Titania und Oberon. Der Mann im Mond soll sich schon beschwert haben, dass sein Heimattrabant einen so banalen Namen trägt…

Lesetipps für den Montag:

Rückzug : Oprah Winfrey hat sich als ausführende Produzentin einer bisher namentlich noch nicht bekannten Apple-TV+-Dokumentation über sexuelle Belästigung im Musikgeschäft zurückgezogen - kurz vor der für Ende des Monats auf dem Sundance-Filmfestival geplanten Premiere. Zur Begründung führte die Moderatorin künstlerische Differenzen an - nach ihrem Dafürhalten ist der Film noch längst nicht fertig. Vor allem den Opfern sollte er nach Ansicht Winfreys mehr Raum geben, berichtet Cnet. Den Film verantworten  Kirby Dick und Amy Ziering, deren Dokumentation über sexuelle Belästigung in der US-Army im Jahr 201 für einen Oscar nominiert war. "Der Film ist ein Leuchtturm der Hoffnung für Stimmen, die lange Zeit unterdrückt wurden, und eine Inspiration für jeden, der seine persönliche Kraft wiedergewinnen möchte", erklärten Dick und Zierung. "Wir sind zwar enttäuscht, dass Oprah Winfrey nicht mehr als ausführende Produzentin an dem Projekt beteiligt ist, aber wir sind dankbar, dass Winfrey unmissverständlich gesagt hat, dass sie an die Überlebenden des Films glaubt und sie unterstützt."

Mehr Sicherheit: Das FBI will man wieder an iPhone-Daten und alles, was Apple nach richterlicher Aufforderung anbieten kann, sind Backups auf der iCloud. Das ist auch gut so, dass Apple an seiner Datenschutz-Policy festhält, meint Dan Moren in seiner Kolumne "Stay Foolish". Apples Sicherheitsvorkehrungen sind gut, könnten an einigen Stellen aber noch besser werden. So wäre es etwa ein erster Schritt, E-Mails mit S/MIME zu verschlüsseln. Verschlüsselt ist zwar der Datenverkehr zwischen iCloud und Enduser, aber auf dem Server und auf den Client-Geräten liegen E-Mails offen herum. Eine zweite Maßnahme wäre, das schwächste Glied der Kette der Zwei-Faktor-Authentifizierung zu stärken, und Codes nicht mehr per SMS zu verschicken, sondern über Apps wie 1Password oder Authy - auch diese sind in der Lage, empfangene Codes in das Formular zur Authentifizierung weiter zu leiten. Wie ein Schatten hängt aber China über Apples Ansprüche besten Datenschutzes, iCloud-Daten sind auf chinesischen Servern bei einer staatlichen Firma gespeichert, auch sonst kommt Apple dem Regime öfter entgegen, indem es etwa VPN-Apps aus dem App Store entfernt. Apple ist zu abhänging von China als Absatzmarkt und Produktionsort, als dass Cupertino dagegen opponieren würde, Apple müsste aber seine Abhängigkeit von China reduzieren, um in Sachen Datenschutz und Provatsphäre nicht unglaubwürdig zu werden.

Ausweitung : Apple Pay ist sehr praktisch, mit einem Doppeltipp und einer Drehung des Handgelenks sind die Einkäufe bezahlt, an immer mehr Kassen. Doch oft fummelt man dennoch nach der Brieftasche und darin nach der passenden Karte, denn Kundenkarten sind nicht Bestandteil von Apple Pay. Die Wallet kan zwar die ein oder andere digitale Kundenkarte integrieren, aber dann muss man eben zwei unterschiedliche Karten an unterschiedlichen Stellen des Bezahlvorgangs aufrufen. Wie praktisch wäre es also, wenn Kunden- und Rabattkarten bereits in das Bezahlsystem integriert wären, die Apple Card gibt darauf einen Vorgeschmack. Es ist vor allem an Apple, derartiges umzusetzen, erklärt Jason Cross auf Macworld.

Spielspaß : Der jüngste Apple-Arcade-Titel "No Way Home" ist nach Ansicht unseres Macworld-Kollegen Leif Johnson eine unterhaltsame Mischung aus Space-Shooter à la "Asteroids" und eier Reise "Per Anhalter durch die Galaxis". Als Spieler helfen wir der jungen Frau Cho dabei, nach einem Unglück, das alle anderen Passagiere einer Billigkreuzfahrt getötet hat, in ihrem Rettungsboot nach Haus auf die Erde zu kommen, dabei ist sie ja nicht einmal in der gleichen Galaxis. Wir ballern uns den Weg frei, sammeln neue Waffen ein und der digitale Assistent des Rettungsbootes gibt seine launigen Kommentare dazu - so beschreibt der Rezensent das Gameplay.

Recycling: Apple will die Materialien für seine iPhones in einem geschlossenen Kreislauf verwenden, der weltweite Bedarf nach Kobalt, Lithium und seltenen Erden wird aufgrund der zunehmen Popularität von Elektroautos aber immer größer. In Konkurrenz mit Mineuren will man daher auch nicht treten, erklärt Apples Umwelt-Vorstand Lisa Jackson der Nachrichtenagentur Reuters bei deren Besuch in der Fabrik im texansichen Ausitin, wo Apples Recycling-Roboter Daisy alte iPhones in ihre Bestandteile zerlegt. Neben dem Aluminium für Gehäuse von Macbook und Co. gewinnt Daisy auch Zinn, Kobalt und aus den Batterien sogar Lithium zurück, wie Jackson vorführen lässt, Daisy zerlegt 200 iPhones pro Stunde. Die Technologie dahinter will Apple mit anderen Herstellern teilen, etwa auch Automobilherstellern. Skeptisch zeigt sich iFixit-Chef Kyle Wiens, der mehr Wert auf Reparaturfähigkeit legen würde und im Recycling Grenzen sieht: "Da ist dieses Ego, das glaubt, dass sie alle ihre Mineralien zurückbekommen können, und das ist nicht möglich."

Weitere Nachrichten:

NASA entdeckt Sonnensystem mit zwei Sternen

Die TESS-Mission der US-Raumfahrtbehörde NASA hat erstmals eine Welt in den Weiten des Universums entdeckt, in der ein Planet zwei Sonnen umkreist . Interessantes Detail: Konkret war der Schulpraktikant Wolf Cukier für diese Entdeckung verantwortlich. Er sollte nach Unterschieden in der Helligkeit der Sterne Ausschau halten, die vom Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) zur Erde gefunkt wurden. Nach nur drei Tagen fand der Praktikant ein System namens TOI 1338, in dem ein Planet zwei Sonnen umkreist.

Der Planet namens TOI 1338 b ist knapp siebenfach so groß wie die Erde. Eine der Sonnen ist ungefähr 10 Prozent größer als unsere Sonne. Die zweite Sonne ist kühler, dunkler und nur ein Drittel so groß wie unsere Sonne. Das Sonnensystem TOI 1338 liegt 1.300 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Maler. Bislang wurde nur ein Planet in diesem Sonnensystem entdeckt. Da dieser auf einer Ebene mit den Umlaufbahnen der beiden Sonnen liegt, kommt es sehr häufig zu einer Sonnenfinsternis. Von der Erde aus ist der Planet nur nachweisbar, da er seine Sonnen aller 93 bis 95 Tage verdeckt. Sichtbar ist aber nur das Vorbeiziehen an der größeren Sonne. In weiteren Untersuchungen wollen die Forscher zusätzliche Informationen zu dem bislang einzigen Planeten finden, der gleich zwei Sonnen umkreist. 

Windows 11: Fan zeigt Microsoft, was sich ändern muss

Die Oberfläche von Windows 10 könnte eine Generalüberholung vertragen - der Meinung sind viele Windows-Anwender und auch der Youtuber "the Hacker 34", der sich auf seinem Youtube-Kanal auf die Erstellung von Tech-Konzepten spezialisiert hat. In seinem jüngsten Video präsentiert er seinen Vorschlag für eine neue Oberfläche für Windows 11. Das Video ist durchaus sehenswert, denn "the Hacker 34" macht viele Design-Vorschläge, die Windows-Nutzern gefallen dürften. "The best Windows ever", so das Motto des Videos.

Einziges Problem: Ein Windows 11 soll es laut Angaben von Microsoft eigentlich gar nicht geben, denn Windows 10 soll die letzte Windows-Version sein. Allerdings spendiert Microsoft Windows 10 regelmäßig Updates und mit einem solchen Update könnte durchaus auch mal die Oberfläche im größeren Stil verändert und modernisiert werden. Der Vorschlag von "the Hacker 34" sieht wie folgt aus:

Komplett neu gestaltet hat er beispielsweise das Start-Menü und das Action Center. Die Kacheln und Einträge im Start-Menü werden deutlich übersichtlicher aufgelistet und das Action-Center nimmt deutlich weniger Platz im rechten Display-Bereich ein, sobald man es mit einem Klick auf den entsprechenden Button in der Systray aufruft.

Ebenfalls neu gestaltet wurde der Datei-Explorer, der die Inhalte nicht nur schicker und kompakter anzeigt, sondern auch eine Tab-Unterstützung spendiert bekommt. Tabs im Datei-Explorer gehören mit zu den am häufigsten gewünschten Neuerungen der Windows-10-Nutzer. Der Designer schlägt aber auch komplett neue Funktionen vor: etwa einen neuen Bereich in den Einstellungen, in denen die Nutzer die Nutzungszeit des Rechners überblicken können. Ähnlich wie bei Apple-Systemen können dann auch Windows-Nutzer direkt auf einem Blick sehen, wie lange sie täglich den Rechner genutzt haben und mit welcher Tätigkeit (Produktivität, Unterhaltung oder Kreativität) sie die Zeit verbracht haben.

Auch beim Dark Mode gibt es Vorschläge für Änderungen: So soll sich bei Aktivierung des Dark Mode auch das vom Nutzer ausgewählte Desktop-Wallpaper automatisch verdunkeln. Über alle Elemente der Oberfläche schlägt der Designer die Nutzung des Fluent-Designs vor. Schicke, flotte Animationen sollen beim Arbeiten am Windows-Rechner auch für einen optischen Spaß sorgen, ohne natürlich auf Kosten der Leistung zu gehen.

Für Nostalgiker gibt es ebenfalls einen Verbesserungsvorschlag: Per Mausklick kann ein Windows-XP-Theme eingeschaltet werden, bei dem die Windows-11-Oberfläche im Design von Windows XP dargestellt wird.

 

CES: Laptop mit sieben aufklappbaren Bildschirmen

Wer mit dem Bildschirmplatz auf seinem Notebook unzufrieden ist, der schließt einfach einen zweiten Monitor an. Das britische Start-up Expanscape will Nutzern auch abseits der eigenen vier Wände viel Bildschirmplatz spendieren. Das Aurora 7 getaufte Notebook besitzt hierzu sieben Bildschirme, die sich aufklappen lassen. Vier Monitore zeigen Inhalte in 4K-Auflösung an, zwei davon sind hochkant verbaut. Außerdem verfügt das Notebook über drei Bildschirme mit 7 Zoll und 1.920 x 1.200 Pixeln. Einer dieser kleineren Bildschirme wurde unterhalb der Tastatur verbaut.

Als Herz des Systems dient ein i9-9900K-Prozessor von Intel, die Bildschirme steuert ein Nvidia-GTX-Grafikchip an. Um die große Menge an sieben Bildschirmen ausreichend lang mit Strom versorgen zu können, verbaut Expanscape gleich zwei Akkus: Einer treibt den Rechner an, der andere ist für die Bildschirme zuständig. Konkrete Angaben zur Laufzeit macht der Hersteller nicht. Auch ein Preis für das noch als Prototyp bezeichnete Notebook steht nicht fest. Deutlich günstiger dürfte jedoch das TeenySERV Duo von Expanscape ausfallen. Es besitzt zwei Bildschirme mit sieben Zoll in der Diagonale sowie eine QWERTY-Tastatur. Das Design fällt jedoch recht klobig aus und es erinnert eher an Geräte aus der Anfangszeit der mobilen Computer.

 

iPhone 11 64 GB mit 24 GB LTE im Vodafone-Netz: 340 Euro günstiger

Gegenüber dem Original-Angebot bei Mobilcom-Debitel zahlen Sie bei Media Markt für das iPhone 11 64 GB inklusive 24 GB LTE-Datenvolumen im Vodafone-Netz satte 340 Euro weniger!

Hier geht's zum Angebot: iPhone 11 64 GB mit 24-GB-Tarif super günstig bei Media Markt

Das Apple iPhone 11 erhalten Sie im Tarif Green LTE 24 GB im Vodafone-Netz von Mobilcom-Debitel. Der Tarif beinhaltet eine Internet-Flat mit 24 GB Highspeed-Datenvolumen (maximal 50 Mbit/s), einer Telefon & SMS-Flatrate in alle Netze sowie eine Freenet-Hotspot-Flat. Für das iPhone 11 zahlen Sie einmalig 99 Euro, der Anschlusspreis beträgt 39,99 Euro. Und monatlich wird eine Grundgebühr von 39,99 Euro fällig. Insgesamt bezahlen Sie innerhalb von 24 Monaten 1099,74 Euro.

Und das ist wirklich günstig! Denn bei Mobilcom-Debitel direkt zahlen Sie für das iPhone 11 schon 199,99 Euro und pro Monat ganze 49,99 Euro . Die Anschlussgebühr ist gleich. In Summe sind das 1439,74 Euro über zwei Jahre und entsprechend 340 Euro mehr als bei Media Markt.

Alle Tarif-Deals mit Apple-Smartphones bei Media Markt

Und selbst wenn Sie beides separat kaufen, ist das Media-Markt-Angebot günstiger. Denn das iPhone 11 kostet im Preisvergleich bereits 789 Euro. Holen Sie dazu den 16 GB LTE-Tarif von Mobilcom-Debitel im Vodafone-Netz – die 24 GB gibt es aktuell nur in Kombination mit einem Gerät – kostet dieser über 24 Monate monatlich 19,99 Euro plus die einmalige Anschlussgebühr von 19,99 Euro. Gesamtpreis: 1288,75 Euro – immer noch 189 Euro teurer!

2480215