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Morgenmagazin vom Montag, 13. Juli 2015

13.07.2015 | 07:08 Uhr |

13. Juli 2015 +++ Supplemental Update für Public Beta von El Capitan +++ FTC untersucht App Store +++ Apple stundet Griechen die iCloud-Rechnung +++ Kleiner Überblick: Urlaubsbücher für iPhone, Mac & Co. +++ Mit Übersetzungs-Apps auf Urlaubs- und Geschäftsreisen +++ Samsung Galaxy Note 5 soll vor neuem iPhone erscheinen +++ BGH-Urteil zur Einbindung von YouTube-Videos +++ Hacker stehlen Daten von 21,5 Millionen US-Bürgern

Was heute wichtig wird: 13. Juli 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Heute vor einem Jahr sollte Mario Götze der Welt zeigen, dass er besser sei als Messi. Beschränkt man die These auf das eine Spiel am 13. Juli in Rio, ist der Beweis gelungen - Götze schoss Deutschland "zurück in den Fußball-Himmel", wie es der enthusiasmierte TV-Reporter Tom Bartels beschrieb. Niemand ist aber auf Dauer besser als Messi, was diverse Berufskollegen Götzes im vergangenen Jahr erleben mussten. Warum Messi aber nur mit seinem Verein alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt und mit der Nationalmannschaft nicht einmal den kontinentalen Titel in Südamerika, liegt daran, dass Fußball eben immer noch ein Mannschaftssport ist, bei dem herausragende Individualisten allenfalls in einem günstigen Moment einzelne Spiele entscheiden können. Aber an diesem Moment am 13. Juli 2014 erinnert man sich immer wieder gern, wenn man nicht gerade Messi ist. Peter Müller

Lesetipps für den Montag

Die Unzulänglichkeiten von Apple Music: Apples Streamingdienst stößt zwar meist auf positives Echo, es gibt jedoch noch einige Macken. Anwender erklären sich etwa unzufrieden mit der iCloud-Musikbibliothek, die in manchen Fällen die Metadaten der lokal gespeichterten Songs durcheinander wirft. Die Vielzahl der Menüs von Apple Music ist zudem ebenso verwirrend, auch hat es Apple versäumt so etwa wie Handoff in den Dienst einzubauen, man kann also keinen Song, den man auf dem Mac gestartet hat, auf dem iPhone weiter hören.

El-Capitan-Features ohne Update : Mit dem Update auf OS X 10.11 El Capitan bringt Apple wieder einige nützlich neue Funktionen auf den Mac. Doch muss man nicht auf die finale Fassung warten oder gar die Public Beta ausprobieren, um die neuen Features zu nutzen. Diverse Tools bringen etwa einen Cursor-Locator oder einen Split Screen im Vollbildmodus zusammen. Auch muss man nicht auf die erweiterte Notizen-App warten wenn Evernote den Job genau so erledigt.

Unterstützendes Update: Apple hat am Freitag ein Supplemental Update für die Public Beta von OS X 10.11 El Capitan nachgelegt. Dieses soll Probleme mit 32-Bit-Software beheben.

Einmalige Stundung: In Folge der dramatischen Zuspitzung der griechischen Finanzkrise hat das Land Kapitalverkehrskontrollen eingeführt und die Bezahlung mit griechischen Kreditkarten praktisch unmöglich gemacht. Apple hatte vergangene Woche zunächst seine griechischen Kunden darauf hingewiesen, dass der verfügbare Platz des iCloud-Speichers wieder auf 5 GB reduziert würde, wenn die Zahlung für die Speichererweiterung nicht rechtzeitig erfolge. Am Ende der Woche hat Apple jedoch umgedacht und Kunden in Griechenland eine 30-tägige Stundung gewährt: Das erweiterte iCloud wird also noch einen guten Monat nach Verstreichen des Verlängerungstermins bestehen. Bei der Aktion dürfte es sich jedoch um einen einmaligen Zahlungsaufschub handeln, bleibt zu hoffen, dass innerhalb der nächsten 30 Tage eine Lösung der Krise auf den Weg gebracht wird.

FTC untersucht Apples 30-Prozent-Beteiligung: Seit sieben Jahren verlangt Apple eine 30prozentige Beteiligung an den über den App Store generierten Umsätzen. Für Apple und Entwickler war das bisher ein fairer Deal, Entwickler hätten auf anderen Kanälen deutlich höhere Vertriebs- und Werbekosten zu bezahlen. Die Vereinbarung erstreckt sich auch auf In-App-Käufe und hier tritt nun die Federal Trade Commission (FTC) der USA im Zusammenhang mit Apple Music auf den Plan. Der Vorwurf: Die Beteiligung begünstige Apple im Wettbewerb, da die Konkurrenz seine Dienste über In-App-Käufe teurer machen muss als im Direktvertrieb, um auf den gleichen Umsatz zu kommen. So kostet etwa ein Monatsabo von Spotify über die iOS-App abgeschlossen 12,99 US-Dollar, Apple Music kostet nur 9,99 US-Dollar. So wie Spotify, schließt man das Abo über deren Website ab. Komplett umgangen hat etwa Amazon die Umsatzbeteiligung, aus der Kindle-App heraus lassen sich keine neuen Bücher kaufen. Das ist etwas unbequem, der Umsatz bleibt dafür komplett bei Amazon hängen.

Weitere Nachrichten

Kleiner Überblick: Urlaubsbücher für iPhone, Mac & Co.

Für die Urlaubslektüre muss es nicht immer nur der neueste Roman oder die aus Zeitgründen liegen gebliebene Fachliteratur sein. Da man in der Ferienzeit ohnehin gern mehr fotografiert oder Videos dreht, und dabei an irgendeiner Stelle fast immer der Mac oder das iPhone ins Spiel kommen, ist es sinnvoll, sich mit deren Grundlagen noch ein bisschen besser vertrauter zu machen. Gerade, was Apps und Programme zur Verwaltung und Verbesserung sowie Präsentationen von Fotos und Videos betrifft. Wir haben uns dafür ein bisschen umgesehen, welche Bücher oder E-Books gerade aktuell sind.

Die neueste Entwicklung dabei ist immer noch Apple Fotos für den Mac, das in der einen Richtung iPhoto, in der anderen Aperture abgelöst hat und nun bei beiden Nutzergruppen gelegentlich Stirnrunzeln auslösen. Obwohl gerade iPhoto-User sich durchaus über eine Reihe neuer Funktionen und Werkzeuge zur Bildbearbeitung freuen können. Doch die Bedienung ist in vielerlei Hinsicht anders und manchmal komplizierter.

Beim leichteren Einstieg und Umstieg auf die neue Foto-Mac-App von Apple behilflich sein will zum einen das Buch ” Fotos für Mac, iPhone und iPad - aktuell zu Yosemite, iOS 8 inkl. iCloud-Funktionen ” vom Mai 2015, Autor ist Giesbert Damaschke. In diesem Band mit 180 Seiten stellt der  Autor fest: ”Ein so radikaler Einschnitt in vertraute Programme und Arbeitsweisen wirft natürlich Fragen auf und sorgt für Unsicherheit.” Und Damaschke will die Fragen beantworten, die viele Nutzer zweifellos beschäftigen: ”Wie bekomme ich meine aufgebaute und gepflegte Bildersammlung nach Fotos? Was kann das Programm und was nicht? Was ist, wenn es mir nicht gefällt und ich lieber bei iPhoto oder Aperture bleiben möchte? Ist am Ende die Arbeit von Jahren vergeblich gewesen?” Den Band gibt es klassisch auf Papier zu lesen für 17 Euro – die digitale Kindle-Ausgabe   kostet dagegen lediglich etwas über zwei Euro!

Noch etwas frischer auf dem Markt und gerade im Juli erschienen, dabei mit ähnlicher Zielrichtung ist das ”Fotos”-Werk aus dem Mandl-Schwarz-Verlag, geschrieben von Daniel Mandl. Dieses trägt den ebenfalls recht ausführlichen Titel ” Fotos - die Bilder-App für OS X und iOS / Bilder organisieren, optimieren und präsentieren auf Mac, iPad, iPhone und iPod touch ”, kommt auf 336 Seiten und kostet 30 Euro. Dafür erhält man einen ausführlichen und detaillierten Band zu zahlreichen Aspekten der Fotos-App auf den unterschiedlichen Apple-Geräten mit zahlreichen Screenshots.

Wer im Urlaub gern eigene Videos mit dem iPhone oder iPad dreht, kann sie mit diesen Geräten auch gleich bearbeiten und präsentieren. Dazu will Manfred Krause mit seinem Buch ” iMovie: Eigene Videos professionell bearbeiten ”, das bei Mitp Grafik im Juli neu erscheint, seine Leser auf 256 Seiten fit machen und zeigen, wie man das Bildmaterial einfach verwaltet, sichtet und anschließend bearbeitet. Laut Verlag geht er auch auf das Erstellen von Vor-und Nachspann, die Anwendung von Effekten und das Komplementieren der Audiospur ein. Der Band kostet bei Erscheinen 25 Euro, die bereits erhältliche, aber etwas ältere Kindle-Ausgabe (2013) gibt es bei Amazon ”iMovie für iPhone und iPad” zum Preis von 4,50 Euro.

Auch Daniel Mandl hat sich der Thematik des Videoschnitts mit iMovie angenommen und bereits vor einem knappen Jahr sein Buch ” iMovie für OS X und iOS - Eigene Videos bearbeiten und präsentieren ” dazu veröffentlicht. In dem Buch mit 224 Seiten findet man außer den Beschreibungen, Hinweisen und Screenshots, wie man mit den verschiedenen Varianten von iMovie klarkommt, auch Tipps zu iTunes und Apple TV in der Zusammenarbeit mit der Film-App. Die Mandl-Schwarz-Bücher gibt es beim Verlag selbst zugleich als E-Book und manchmal als Kombination von beiden Ausgaben.

Vielleicht möchte man auch einfach sein neues iPad im Urlaub besser kennen lernen. Hierzu bietet etwa das Taschenbuch ” iPad für Dummies ” (Mai 2015) von Edward C. Baig im Stile dieser Reihe eine elementare, aber gründliche und mit Cartoons versehen auch witzige Einführung. Auf 382 Seiten bringt es dieser Band  zum Preis von 18 Euro.

Andere beschäftigt noch ihr neues iPhone 6 im kleineren oder größeren Format. Selbstverständlich gibt es auch dazu schon die passende Lektüre. So etwa wiederum von Daniel Mandl, ” iPhone 6 / 6 Plus in der Praxis mit iOS 8 : Infos zum Datentausch mit OS X Mavericks / Yosemite und iCloud / iCloud Drive ”, das auch auf ältere iPhones bis zurück zum 4S eingeht und mit 512 Seiten (Stand: Dezember 2014) für 28 Euro zu haben ist. Aus derselben Zeit stammt das 400-seitige Werk ” iPhone 6: Die verständliche Anleitung zum iPhone 6 und 6 Plus - aktuell zu iOS 8 ”  von Hans-Peter Kusserow für 20 Euro.

Ferner besteht gerade im Urlaub die willkommene Möglichkeit, mal ausführlich und ungestört Musik zu hören – vielleicht mittels iTunes. Ob man hierzu ein Buch empfehlen sollte, ist schwer zu entscheiden, denn auf dem neuesten Stand mit der Integration von Apple Music ist sicherlich noch keines, auch nicht das unserer Kenntnis nach aktuellste ”iTunes 12 Handbuch - Musik, Filme, TV, Apps für Mac, Windows, iPhone und iPad; aktuell zu OS X Yosemite, Microsoft Windows 8 und iOS 8” (Februar 2015) von Giesbert Damaschke. Dieser Band mit 364 Seiten kostet als Papierausgabe 17 Euro. Nimmt man die Kindle-Edition für zwei Euro, kann man in dieser Hinsicht kaum etwas falsch machen.

Ach ja, und auch zur neuen Apple Watch existieren schon ausführliche gedruckte Anleitungen und Kommentare, obwohl es erstaunen mag, dass manche Bücher sich über das kleine (aber teure) Gadget auf bald 300 Seiten auslassen, als wäre es ein ausgewachsener Mac. Wir verweisen hier nur summarisch auf die neuesten Erscheinungen zur Apple-Smartwatch, darunter den 15 Euro teuren Band Apple Watch - optimal nutzen und bedienen (Juni 2015) von Philip Kiefer; das ” Apple Watch Buch ” (ebenfalls Juni 2015), von Matthias Matting für 17 Euro, oder auch das mit 96 Seiten kürzer geratene E-Book aus der Kindle-Edition ”Apple WATCH - Ein Blick auf die Uhr: Einstiegs- und Entscheidungshilfe” von Michael Krimmer zum Preis von 69 Cent …

Diese kurzen Vorstellungen stellen natürlich nur eine Auswahl aus dem teilweise weit größeren Angebot dar, wenn man auch ältere Ausgaben berücksichtigt oder hier noch nicht gesichtete Neuerscheinungen.

Wie auch immer: Stets aktuell auf dem Laufenden, inklusive Tipps, Tricks und Anleitungen in Text, Bild und oft auch Videos bleiben Sie immer mit der Macwelt und ihren Schwesterausgaben. So etwa mit der aktuellen Macwelt 8/15, iPhone&iPad 5/15 und Macwelt 9/15, die am 31. Juli in digitaler Form erscheint und am 4. August am Kiosk liegt.

Wir wünschen jedenfalls einen erholsamen Urlaub, erfrischende Lektüre, viel Spaß mit Mac, iPhone & Co. und vielleicht auch einmal ein paar ganz entspannte Stunden völlig ohne elektronische Gadgets am Strand, im Meer oder in den Bergen. Denn schließlich, man sollte vor lauter Freude am digitalen Knipsen und Filmen nicht vergessen: Die Erinnerungen, die man persönlich und ungefiltert mit den eigenen Augen ohne ”Linse” davor sammelt, sind immer noch die eindrücklichsten und nachhaltigsten…

Mit Übersetzungs-Apps auf Urlaubs- und Geschäftsreisen

Wer meint, sich in Nah- oder Fernost mit Englisch durchschlagen zu können, wird möglicherweise sein blaues Wunder erleben - und danach brav dem Rat der Reiseleitung folgen, sich nicht zu weit vom Hotel zu entfernen. Aber wer Land und Leute wirklich kennenlernen will, tut gut daran, auch mal auf eigene Faust in die Stadt zu ziehen, um auf dem Markt zu feilschen und später nach dem Rückweg zu fragen. Gut, dass man sich heute Wörterbücher und Übersetzungs-Apps aufs Smartphone laden kann. Diese sind meist besser als ihr Ruf und bringen einen am Ende meist doch ans richtige Ziel.

Die von Google übernommene Funktion Wordlens funktioniert im Google-Übersetzer auch in Echtzeit - sogar ohne Internet.
Vergrößern Die von Google übernommene Funktion Wordlens funktioniert im Google-Übersetzer auch in Echtzeit - sogar ohne Internet.
© Google

Zweithandy gegen teures Roaming

In diesem Artikel geht es eben um solche Apps einschließlich Online-Wörterbüchern. Da nicht-lateinische Schrift für elektronische Übersetzungshilfen mit integrierter Texterkennung (OCR) zum Beispiel die größere Herausforderung darstellen, wurden die Apps im Praxistest unter anderem auf ihre Griechisch-, Chinesisch- und Arabischkenntnisse abgeklopft. China ist zwar für deutsche Urlauber meist zu weit oder zu teuer, wird aber ein immer wichtigeres Ziel für Geschäftsreisende. Man muss vorher ja keinen Crash-Sprachkurs belegen, aber mit ein paar Brocken öffnen sich im Ausland oft die Herzen.

Viele Übersetzungshilfen benötigen allerdings Internetzugang, was im nichteuropäischen Ausland mit empfindlich hohen Roaming-Gebühren verbunden sein kann. Will man sich dort länger aufhalten oder ist man aus beruflichen Gründen gezwungen, für die Geschäftspartner vor Ort immer erreichbar zu sein, ist es beispielsweise ratsam, ein ausrangiertes Zweithandy mitzunehmen und sich für das Smartphone eine lokale Prepaid-SIM-Karte zuzulegen. Für die Online-App-Nutzung sollte der Vertrag natürlich ausreichend Datenvolumen beinhalten.

Kekstorte "Cold dog"

Wie bereits schon erwähnt, bieten einige der Übersetzungs-Apps die Möglichkeit, über die Smartphone-Kamera Straßenschilder und Speisekarten zu lesen und zu übersetzen. Doch kann man bei falscher Erkennung dabei auch sehr in die Irre geführt werden. Mit Speisen tun sich auch viele menschliche Übersetzer schwer. "Cold dog" schlägt der Google Übersetzer (Google Übersetzer) für die Kekstorte Kalter Hund vor, umgekehrt findet er aber über hedgehog slice (wörtlich Igelstück) die richtige Übersetzung.

Im Westen bekannte chinesische Speisen tragen oft kantonesische Namen. Der in Hongkong gesprochene Dialekt wird in Nordchina aber nicht oder kaum verstanden. Gibt man etwa Dim Sum in sein elektronisches Wörterbuch ein, mag sich die Miene des Restaurantchefs zwar sofort aufhellen, wird man aber möglicherweise schwer enttäuscht. Europäer verbinden damit meist kleine gedämpfte oder frittierte Speisen im Teigmantel, viele Chinesen aber auch Nachtisch wie die Stinkfrucht vom Durianbaum.

"Dumping" und "Teekesselchen"

Gerade aus China finden sich im Internet viele lustige oder peinliche Schreib- und Übersetzungsfehler, die mitunter den Tools von Google oder Pons angelastet werden. Doch sind manche davon wohl eher der Gerüchteküche enthoben oder mittlerweile behoben. Die Übersetzungshilfen werden tatsächlich immer besser. Teils geschieht das über bestimmte Algorithmen selbständig, teilweise auch händisch aufgrund gemeldeter Fehler oder Verbesserungsvorschläge.

Schwierigkeiten bereiten immer wieder die vom " Teekesselchen " bekannten Homonyme und Polyseme, die gleich geschrieben oder gleichlautend unterschiedliche Bedeutung haben. Beispiele dafür sind "liebe Genossen, ich habe Liebe genossen" oder französisch mère für Mutter und maire für Bürgermeister. In dem sehr silbenarmen Chinesisch gibt es bei exakt gleicher Aussprache oft zig Zeichen mit unterschiedlicher Bedeutung. Es gibt aber auch eine Reihe von Zeichen, die je nach Aussprache eine andere Bedeutung bekommen. Meist erschließt sich der Sinn aber aus dem Kontext. Gute Wörterbücher haben daher oft Beispielssätze.

Wörterbücher, Übersetzer und Lernsoftware

Am PC findet man am schnellsten die Übersetzung für Wörter oder Satzteile, wenn man diese gefolgt von der gewünschten Zielsprache eingibt. In der Regel melden sich dann erst Dict.cc , Linguee (für Englisch), Leo , Bab.la und neuerdings auch Pons zu Wort. Sie sind alle auch als Smartphone-Apps verfügbar, die Bab.la App vorerst aber nur für iOS. Die reinen Übersetzer für ganze Sätze und Phrasen wie der Google Übersetzer (Translator), der Babylon Translator , iTranslate und Q Multi Language Translator von Nyxcore folgen in der Bilderstrecke später, am Schluss die Sprachlern-Apps Babbel und 50 Languages .

Die Wörterbücher und Übersetzungs-Apps leben natürlich von den Nutzern, die Verbesserungsvorschläge einreichen und mit ihren Einträgen die Datenbanken füllen. Bei der Spracherkennung war lange Zeit IBM führend, heute ist es Nuance (Dragon Naturally Speaking) dank stetigen Zukäufen.

Elektronische Wörterbücher gab es als Handhelds schon in den 1980er Jahren, die ersten von Casio . Seitdem hat sich viel getan; der von der Zahl der darstellbaren Zeichen sehr eingeschränkte ASCII-Code wurde zum Beispiel zum Unicode und UTF-8 erweitert. Das hat erst ermöglicht, dass so viele unterschiedliche Sprachen in einer App Platz finden. Die meisten von ihnen sind gut, andere eine Idee besser. Lernhilfen wie Vokabel- und Aussprachetrainer bieten sie mitunter auch an, aber natürlich nicht auf so hohem Niveau wie reine Sprachlernprogramme. Babbel gehört da, zumindest was die Präsenz im Internet angeht, sicherlich zu den führenden Lernprogrammen. (mb)

Samsung Galaxy Note 5 soll vor neuem iPhone erscheinen

Samsung wird mit einer Tradition brechen und das neue Galaxy Note 5 bereits im August vorstellen. Das berichtet jedenfalls das Wall Street Journal. In den vergangenen Jahren präsentierte Samsung die neuen Galaxy-Note-Modelle immer zur IFA-Zeit im September. In diesem Jahr findet die IFA in Berlin vom 4. bis 9. September statt. In der IFA-Zeit stellt Apple auch immer seine neuen iPhone-Modelle vor.

In diesem Jahr, so glaubt die Zeitung zu wissen, wird Samsung das neue Galaxy Note 5 ein paar Wochen früher und damit bereits im August präsentieren und dann zeitnah auf den Markt bringen. Samsung verfolge damit den Plan, sein neues Riesen-Smartphone noch vor Apples neuem iPhone anzubieten. Dadurch solle auch verhindert werden, dass das Galaxy Note in direkter Konkurrenz zu einem neuen iPhone auf den Markt komme und dadurch die Verkaufszahlen negativ beeinflusst werden.

BGH-Urteil zur Einbindung von YouTube-Videos

In die eigene Webseite eingebundene YouTube-Videos anderer Nutzer schienen bislang unbedenklich. Der Europäische Gerichtshof hatte 2014 geurteilt, dass eine Einbettung ohne Probleme möglich ist, wenn die betreffenden Videos schon vorher öffentlich im Netz zugänglich waren.

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe musste sich nun jedoch erneut mit dem „Framing“ von Videos beschäftigen. In seinem Urteil kam er zu dem Schluss, dass eine Einbindung nur möglich ist, wenn der Urheber dies erlaubt. Im konkreten Fall ging es um das Werbevideo einer Firma für Wassertechnik, welches plötzlich auf YouTube aufgetaucht war.

Die Richter sehen in dieser Art der ungewollten Verbreitung tatsächlich eine Verletzung des Urheberrechts. Abmahnungen könnten die Folge sein. Auch alle anderen Framing-Nutzer sollten vorsichtig sein: Ein Einbindungen von offensichtlichen Urheberrechtsverletzungen kann zu Abmahnungen führen – auch auf Facebook.

Hacker stehlen Daten von 21,5 Millionen US-Bürgern

Die gestohlenen Daten der 21,5 Millionen US-Bürger stammen von der Personalverwaltung der US-Regierung (Office of Personnel Management, OPM). Das OPM kümmert sich um die Sicherheits-Überprüfung von Bewerbern auf staatliche Stellen. Und sammelt dabei Unmengen von Daten. Die nun gestohlen wurden.

Betroffen sind vermutlich alle US-Amerikaner, die sich seit dem Jahr 2000 wegen einer Bewerbung auf einen Job bei einer Regierungsbehörde einer Sicherheits-Überprüfung unterzogen wurden. Bei rund 1,8 Millionen der betroffenen Personen handelt es sich aber auch um Angehörige und Bekannte von Stellenbewerbern. Diese hatten sich gar nicht selbst auf einen Job einer staatlichen Behörde beworben, sondern waren mitüberprüft worden, als sich ein Verwandter oder Bekannter von ihnen bewarb.

Die gestohlenen Daten umfassen Adressen, Geburtsdaten, Telefonnummern, Gesundheitsdaten, finanzielle Informationen, die Ergebnisse von polizeilichen Ermittlungen (zum Beispiel wegen Drogengebrauchs oder sonstiger Straftaten) sowie die in den USA zur Identifizierung besonders wichtige Sozialversicherungsnummern. Unter den gestohlenen Daten befinden sich aber auch 1,1 Millionen Fingerabdrücke. Auch Benutzernamen und Passwörter, die von Bewerbern für Online-Bewerbungsverfahren verwendet wurden, wurden gestohlen.

Daten aus den Bereichen Finanzen, Gesundheit, Steuerwesen und Renten sollen laut dem OPM nicht gestohlen worden sein. Diese sind wohl in separaten Datenbanken gespeichert.

Dieser Datenklau ist bereits der zweite große Hacker-Einbruch bei der OPM. Bereits im April 2015 bemerkte die OPM, dass persönliche Daten von 4,2 Million aktueller und ehemaliger Bundesbeamter/-Angestellter gestohlen worden sind. Bei der Untersuchung dieses Vorfalls kamen die Ermittler im Juni 2015 auf die Spur dieses viel größeren Hackerangriffs.

Das OPM hat laut eigenen Angaben bereits alle durch den im April entdeckten Hackerangriff Betroffenen informiert. US-Bürger, die von dem nun entdeckten deutlich größeren Hackerangriff betroffen sind, wurden dagegen noch nicht informiert.

Die US-Behörden vermuten chinesische Hacker hinter dem Angriff.

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