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Morgenmagazin vom Montag, 13. Juli 2020

13.07.2020 | 06:55 Uhr | Peter Müller

Greyhound: Gut, aber kein Knaller +++ Kuo: Macbook Pro 13'' bald mit Apple Silicon, iMac erst 2022 +++ Tanzen mit der Apple Watch +++ Google zeigt den Nest Smart Speaker mit Foto und Video +++ Samsung-Smartphones ab 2021 ohne Netzteil? +++ Deutsche Telekom testet Servicemobil für Kunden

13. Juli: Er macht ihn

Macwelt wünscht Guten Morgen! Auf in die neue Woche, es sieht so aus, als wäre sie eine sonnige. Frisch gehen wir ans Werk, wobei wir ja an sich ziemlich verkatert hätten sein sollen - und unausgeschlafen nach dem Finale der Euro 2020, das gestern in Wembley hätte gespielt werden sollen. Na gut, in einem Jahr dann, am 11. Juli, wenn alles gut geht.

So wie die Gruppen-Auslosung letztes Jahr im Dezember ausfiel, wäre es für die Mannschaft des DFB womöglich schon bald aus dem Turnier rausgegangen und nicht bis nach Wembley. Das wird nächstes Jahr nicht leichter, denn die wahlweise Hammer- oder Todesgruppe genannte,  in München und Budapest ausgespielte Vorrundengruppe versammelt neben dem Weltmeister und dem Europameister auch noch einen der Gastgeber, der ja immer noch amtierender Confedcup-Sieger ist. Dazu könnte noch Ungarn kommen oder Island, in einem unwahrscheinlicheren Fall Kosovo oder Weißrussland.

Heute ist es sechs Jahre her, dass die Mannschaft ihren vierten Weltmeistertitel holte, auf den sie ja gerne den vierten EM-Pokal folgen ließe. Wie fern die Zeit und die Protagonisten: Schweinsteiger blutet zwar nicht mehr aus all den von Argentiniern verursachten Platzwunden, steht dafür auf keinem Fußballplatz mehr. Torschütze Mario Götze und der Vorlagengeber André Schürrle suchen neue Arbeitgeber. Die haben Boateng, Müller und Hummels zwar noch, aber keine Berufung des Bundestrainers mehr bekommen. Sechs Jahre sind schon eine lange Zeit.

Aber wenn wir auf unsere Computer und deren Systeme von vor sechs Jahren zurück blicken, denken wir ja auch, wie wir damit klar kommen konnten. iOS 7 und OS X 10.9 Mavericks waren damals der aktuelle Stand der Dinge, die Nachfolger iOS 8 und OS X 10.10 Yosemite gerade erst angekündigt - in jenem Juli startete Apple aber erstmals ein Public-Beta-Programm für das neue Mac-System. Und die Apple Watch, deren künftiges System watchOS 7 in diesem Jahr erstmals im Beta-Programm auftaucht, war noch für ein paar Wochen ein vages Gerücht. Was sechs Jahre eben so ausmachen.

Lesetipps für den Montag

Kritik : Seit Freitag läuft der Weltkiregsfilm "Greyhound" von und mit Tom Hanks auf Apple TV+. Apple hatte den fertigen Film - erst den dritten, der keine Dokumentation ist - für seinen Streamigdienst gekauft, als Sony Pictures die KInopremiere wegen der Covid19-Pandemie absagen musste. Jason Cross hat den Film bereits gesehen und befindet, dieser sei für die große Leinwand geradezu gemacht. Zweifellos sei "Greyhound" ein guter Film, das Aufeinandertreffen des Zerstörers mit deutschen U-Booten im Nordatlantik dramatisch inszeniert. Doch sei der Streifen auch mit 1 Stunde und 20 Minuten überraschend kurz, so dass zwischen all der Action nur wenig Zeit für die Entwicklung der Figuren bleibe. "Greyhound" sei ein guter Film, aber wohl nicht der Leuchtturm, den sich Apple von dem Drama erhofft habe – in zwei Jahren werde man sich nicht mehr daran erinnern.

Roadmap : Die ersten Rechner mit Apple Silicon hat Cupertino für die zweite Jahreshälfte 2020 versprochen, laut Ming-Chi Kuo könnte der Umstieg schon bald losgehen. Beginnen werde Apple mit dem Macbook Pro 13 Zoll, das ja erst vor Kurzem eine Überarbeitung erfahren hatte, Apple werde in diesem und einem kurz darauf erscheinenden Macbook Air schlicht die Prozessoren tauschen, um zu zeigen, wie schnell die neuen Chips wirklich sind. Interessantere Produkte erwartet der Analyst für Mitte des Jahres 2021, Macbook Pro 16 Zoll und ein neues Macbook Pro 14 Zoll werde Apple in einen neuen Formfaktor packen. Den iMac werde Apple aber erst Ende 2021 oder Anfang 2022 umstellen, zunächst komme noch ein neues Intel-Modell heraus.

Navigation : Apple verbessert von Jahr zu Jahr seine Karten-App, bis aber die Änderungen auch hierzulande ankommen werden dauert es noch. Die neuesten Innovationen sind Routenplanung für Fahrräder und Guides, die aber bsiher nur auf wenige Städte beschränkt sind. Radwege finden kann iOS 14 in des San Francisco Bay Area, New York, Los Angeles, Shanghai und Peking, die Guides sind in San Francisco, New York, Los Angeles und London erhältlich. Nützlicher könnte daher die Hinweise auf Elektrotankstellen sein. Ebenso verspricht Maps Informationen über Blitzerampeln und Radarfallen, hier ist die Datenlage aber noch recht dürftig.

Ausgetanzt : Mit watchOS 7 führt Apple eine neue Aktivität ein, welche die Apple Watch vermessen kann – Tanz. Die Algorithmen zu entwickeln die halbwegs akkurat den Kalorienverbrauch zählen können, sei eine gewaltige Herausforderung gewesen, erklärt Apples Julz Arney im Interview mit der Hindustan Times. Denn beim Tanzen habe man es weniger mit repetitiven und vorhersagbaren Bewegungen zu tun, und da nicht nur die Arme in Bewegung sind, sondern auch die Hüften kreisen, sind die am Handgelenk gesammelten Daten nicht vollständig. Apple habe bei der Entwicklung der Prozesse aber beim Probetanzen auch Apple Watches an den Hüften montiert, um Zusammenhänge zwischen den dort und am Arm gesammelten Daten der Beschleunigungssensoren zu finden. Offensichtlich mit Erfolg, das Tanzen-Workout bietet nun die drei Unterpunkt Cardio-Tanz, Bollywood, Hip-Hop und Latin an.

Weitere Nachrichten:

Google zeigt den Nest Smart Speaker mit Foto und Video

Nachdem geleakte interne Dokumente und Fotos in dieser Woche bereits die Existenz eines neuen Nest Smart Speaker bestätigten , nutzt Google den Leak und reicht umgehend die offizielle Ankündigung des Lautsprechers nach. Gegenüber dem IT-Magazin The Verge bestätigte Google, dass das Nest-Team aus dem Home Office an einem neuen smarten Lautsprecher arbeitet. Der Konzern veröffentlichte im Zuge der Bestätigung außerdem ein erstes Produktfoto sowie ein kurzes Teaser-Video, das den Nest Smart Speaker im Hintergrund zeigt.

Der Nest Smart Speaker wirkt auf den ersten Blick wie eine geschrumpfte, vertikale Version des Google Home Max. Der Lautsprecher ist stoffbezogen, bietet ein kompaktes, abgerundetes Design und wird den Mutmaßungen zufolge, sowohl in Hellblau als auch in einem hellen Rosa-Ton verfügbar sein. Durch seinen Gummi-Fuß steht der Lautsprecher rutschfest. An der Rückseite findet sich ein Eingang für das Stromkabel sowie ein kleiner Schalter zum Stummschalten des Nest Smart Speakers. Welche Features der Lautsprecher bieten wird und wann er erscheinen soll, ist bislang noch unklar. Weitere Details folgen vermutlich in den nächsten Wochen.

Samsung-Smartphones ab 2021 ohne Netzteil?

Letzte Woche machte das Gerücht im Web die Runde, dass Apple seine neuen iPhones ohne Ladenetzteil und Ohrhörer ausliefern wird und Apple hat dazu auch eine Umfrage unter seinen Kunden gestartet. Laut asiatischen Medienberichten verfolgt Samsung offenbar ähnliche Pläne. Demnach plane Samsung ebenfalls, alle ausgelieferten Smartphones künftig ohne ein Ladenetzteil auszuliefern, um die Kosten zu senken, wie es heißt. Und weil die Käufer ohnehin schon im Besitz von Lade-Netzteilen seien.

Die Änderung könnte ab dem Jahr 2021 gelten, wie die koreanische ETNews von Brancheninsidern erfahren hat. Verwiesen werde in dem Zusammenhang auch darauf, dass die Kosten für die Herstellung von Smartphones unter anderem wegen der Unterstützung von 5G oder bei Falt-Smartphones steige und die Smartphone-Hersteller aufgrund der Marktsättigung nach neuen Mitteln suchen, um die Rentabilität zu steigern.

Die Käufer der neuen Samsung-Smartphones würden dann ein Gerät ohne ein dazugehöriges Lade-Netzteil erhalten und müssten sich es extra kaufen oder ein bereits in ihrem Besitz befindliches Netzteil verwenden. Offen sei derzeit noch, ob alle Samsung-Smartphones von der Änderung betroffen wären oder nur bestimmte Modelle.

Die Kostenersparnis durch das Weglassen des Ladenetzteils ist auf ein ausgeliefertes Smartphone gerechnet eher gering. Allerdings liefert Samsung im Jahr über 400 Millionen Smartphones aus, wodurch die Kostenersparnis sich doch für Samsung positiv bemerkbar machen würde, selbst wenn nur ein Teil der neuen Smartphones ohne Lade-Netzteile ausgeliefert werden würden. Aktuell nutzt Samsung drei Zulieferer von Lade-Netzteilen, die entsprechend ihre Produktionskapazitäten anpassen werden. Erwartet wird außerdem, dass wenn Samsung künftig neue Smartphones ohne Netzteile ausliefert, auch die Konkurrenten sich zu diesem Schritt gezwungen sehen könnten, um ebenfalls Kosten einsparen zu können.

Deutsche Telekom testet Servicemobil für Kunden

Mitarbeiter der Deutschen Telekom fahren jetzt mit dem Servicemobil durch das Land. Damit will die Telekom gerade in Zeiten von Covid-19 näher beim Kunden sein. Das Servicemobil kommt in abgelegenere Regionen, in denen kein Telekom-Shop in direkter Nähe ist. Das rollende Servicecenter soll an hochfrequentierten Orten wie auf Parkplätzen vor Einkaufszentren zum Einsatz kommen.

Das Servicemobil der Deutsche Telekom ist aktuell aber nur ein Pilotprojekt im rheinland-pfälzischen Boppard. Es steht noch bis zum 10. Juli 2020 von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr auf dem Kundenparkplatz von Edeka Wirz, Casinostraße 58, 56154 Boppard. Der Gedanke hinter der Standortwahl: Sie verbinden den Besuch im Servicemobil gleich mit den Besorgungen im Supermarkt. Schließlich will ja auch Edeka etwas davon haben, dass es das Telekom-Servicemobil auf seinem Gelände parken lässt.

„In der Testphase wollen wir herausfinden, ob die Menschen dieses innovative Angebot annehmen und wir den Kunden direkter und schneller vor Ort helfen können“, sagt Ferri Abolhassan, Service-Chef der Deutschen Telekom.

Das Servicemobil ist laut Telekom ein voll ausgestattetes mobiles Servicecenter für alle Bereiche des Telekomangebotes: Festnetz/DSL, Mobilfunk, Unterhaltung, zu Fragen zur Rechnung oder wenn eine Störung am eigenen Anschluss vorliegt oder der Tarif angepasst werden soll. Es besteht aus einem Zugfahrzeug und einem Anhänger mit drei Beratungsplätzen. Davon ist einer barrierefrei. Alle SARS-CoV-2-Schutzmaßnahmen werden eingehalten: Die Beratung erfolgt hinter Plexiglasscheiben mit Mundschutz und Mindestabstand.

Die klassischen Telekom-Shops sind übrigens wieder geöffnet und mittels Hygiene -und Abstandsregeln angepasst: Telekom öffnet wieder alle Shops - die Details .

Deutsche Telekom schließt jeden fünften Telekom-Shop



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