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Morgenmagazin vom Montag, 14. Juli 2014

14.07.2014 | 07:19 Uhr |

Was heute wichtig wird: 14. Juli 2014 +++ Apple legt Swift-Blog auf +++ Google dementiert Berichte über Sicherheitslücken von Gmail unter iOS +++ Apple hat drei Milliarden US-Dollar an kleinere Zulieferer gezahlt +++ Prognose: Bis 2019 mehr als 24 Millionen Autos mit Apples Car Play ausgestattet +++ Philips bietet vernetzte Kaffeemaschine an +++ Griffin und Algoriddim: DJ Connect für mobile DJs +++ YouTube Creator Studio für iOS erhältlich

Was heute wichtig wird: 14. Juli 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Eine Redensart sagt, es handle sich um die schönste Nebensache der Welt, in der gestern ein gebürtiger Allgäuer das wichtigste Spiel in vier Jahren entschied. Fußball ist aber nach wie eine Nebensache, sollte man dabei nicht vergessen. Heute vor 45 Jahren bot der Sport jedoch einen Auslöser für einen Krieg zwischen El Salvador und Honduras, der als "Fußballkrieg" in die Geschichte einging. Ursache war jedoch ein Konflikt über salvadorianische Armutsflüchtlinge, die das Nachbarland ausgewiesen hatte, Ausschreitungen bei einem Qualifikationsspiel zur Fußball-WM 1970 in Mexiko ließen jedoch die Waffen zum Sprechen bringen. Glücklicherweise war der Spuk nach vier Tagen vorbei - der ursächliche Konflikt bestand danach weiter.

Heutzutage ist kein Krieg zwischen Argentinien und Deutschland zu berfürchten, der Planet ist durch das vierwöchige Turnier aber nicht friedlicher geworden. Und der Gastgeber Brasilien bleibt auf Schulden sitzen, an denen es noch lange zu knabbern hat. Dafür haben Städte wie Manaus und Brasilia fantastische neue Stadien, in denen künftig die dritte Liga vor wenigen hundert zahlenden Zuschauern spielt. Auf jede Party folgt der Kater.

Aber freuen wir uns ein paar Tage für das DFB-Team, das im Prinzip seit der völlig missratenen Europameisterschaft im Jahr 2000 auf den gestrigen Tag hin gearbeitet hat. Seinerzeit hatte sich der deutsche Fußball in seiner Vergangenheit gesonnt, ohne an die Zukunft zu denken, die damals getroffenen Entscheidungen zur Ausbildung des Nachwuchses tragen nun Früchte . Auf Jahre hinaus unbesiegbar? Sicher nicht, wenn man sich aber konsequent hinterfragt und bestehende Strukturen zu Gunsten neuer stets zerstört kann man lange an der Spitze bleiben. Wobei wir wieder beim Thema Apple sind ... Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

Apple widerspricht Chinas Vorwürfen zur Sicherheit von iOS ( Macworld )

Die sechs größten Rivalen des iPad ( Macworld UK )

Was ist die UDID und wo finde ich sie? ( Macworld UK )

CEO Nadella hat Schwieirigkeiten, Microsoft in wenigen Worten zu erklären ( CNET )

Blindenverband lobt Apple für Barrierefreiheit ( Apple Insider )

Weitere Nachrichten:

Apple legt Swift-Blog auf

Am Freitag hat Apples Swift Team seinen offiziellen Blog gestartet. Swift wurde von Apples Vizepräsident Craid Federighi im Juni auf der WWDC 2014 als neue Programmiersprache vorgestellt, die künftig neben Objective-C für Apps unterstützt wird. Mit Swift bietet Apple den Entwicklern die Unterstützung von Programm-Konzepten, die in modernen Programmiersprachen verfügbar sind, aber in Objective-C fehlen.

Bemerkenswert ist dabei, dass der Blog völlig unerwartet kam. Apple bietet seit Jahren einen Blog auf seiner Entwickler-Webseite an, aber der Inhalt ist dort sehr formell und in erster Linie auf die aktuellen Entwickler-Richtlinien und nebenbei auf die gelegentliche Ausfallzeit begrenzt. Der Haupt-Fokus der WWDC 2014 war hingegen auf eine Verbesserung der Verhältnisse zwischen Apple und seinen App-Entwicklern ausgelegt. Der Blog ist jetzt nur ein Schritt in die neue Richtung.

Auf der anderen Seite aber zeigt der Swift-Blog aber auch, dass Apple wirklich in den Erfolg von Swift investiert. Apple hat jede Menge Ressourcen in Swift gesteckt; Tausende von APIs mussten angepasst werden, damit von der Graphik-Darstellung bis hin zur Datenverarbeitung auf der Hardware alles nahtlos funktioniert. Der Swift-Blog beweist, dass Apple seine künftigen Apps bevorzugt in Swift programmiert sehen will.

Nach Apples Investition fehlt also nur noch der letzte Baustein: Die Entwickler müssen auf Swift umsteigen, um der neuen Programmiersprache zum endgültigen Erfolg zu verhelfen. Swift ist letztendlich sehr spezifisch für die Apple-Plattform zugeschnitten und der Swift-Blog wird die Kommunikation zwischen den App-Entwicklern und Apple bestimmt verbessern. Gemäß den Vorschlägen der WWCD 2014 wird Apple kontinuierlich verbesserte Werkzeuge und Dienstprogramme zur Verfügung stellen. 

Google dementiert Berichte über Sicherheitslücken von Gmail unter iOS

Lacoon Mobile Security, eine Sicherheitsfirma mit Sitz in den USA und Israel, berichtete am letzten Donnerstag, dass Gmail-Daten unter iOS nicht ausreichend geschützt sind, weil die App keine Hard-Codierung seiner Authentifizierungs-Zertifikate einsetzt. Fehlen soll der Mechanismus zur Beglaubigung der Echtheit der eingesetzten Zertifikate, mit denen der Datenverkehr zwischen der App und dem Server verschlüsselt wird.

Google hingegen beteuerte postwendend, dass die Gmail-Daten sicher sind: Um die von Lacoon vorgestellte Sicherheitslücke auszunutzen müsse eine Hacker auf dem Gerät ein gefälschtes Root-Zertifikat installieren, um auf die App-Daten ungehindert zugreifen zu können. Auch die Experten von NSS-Labs und Lacoon Mobile Security stimmen zu, dass für einen erfolgreichen Exploit Gmail-Anwender zunächst überlistet werden muss, um über einen maskierten Link das gehackte Zertifikat zu installieren.

Die Experten von Lacoon warnen, dass eine E-Mail, die angeblich von den IT-Spezialisten der Firma kommt, leicht die Unternehmens-Anwender genau dazu verleiten kann. Auf der anderen Seite ergänzen beide Sicherheitsfirmen, dass auch das Hard-Codieren der Zertifikate die Installation eines gefälschten Root-Zertifikats nicht verhindern kann.

Apple hat drei Milliarden US-Dollar an kleinere Zulieferer gezahlt

Ursprünglich war das US-Regierungsprogramm „Supplier-Pay“nur für Behörden ausgelegt, damit kleinere Unternehmen für ihre Dienste innerhalb von 15 Tagen bezahlt werden müssen. Das gleiche Programm wird aber auch auf freiwilliger Basis von einer Reihe von privaten Unternehmen, wie zum Beispiel Apple, eingesetzt.

Apple gab jetzt bekannt, dass im Jahr 2013 über drei Milliarden US-Dollar an rund 7.000 kleinere Zulieferfirmen für deren Komponenten oder Dienste gezahlt wurden, berichtet 9to5Mac. Auf der Liste sind zum Beispiel auch die beiden US-Firmen Metal Impact und GT Advanced Technologies, deren Komponenten sowohl für den Mac Pro als auch das iPhone 6 das Label „Made in USA“ rechtfertigen.

Die Firma Metal Impact äußerte sich prompt lobend über die erfolgreiche Zusammenarbeit. Apple soll nicht nur eine Schlüsselrolle im Umsatz gespielt, sondern die Zuliefer-Firma erfolgreich zu besseren Arbeitsabläufen und Markterfolgen angespornt haben. 

Prognose: Bis 2019 mehr als 24 Millionen Autos mit Apples Car Play ausgestattet

Bereits 29 Partner sollen sich laut einer Studie von ABI Research für Apples Sprachsystem Siri in und für Autos interessieren. Demnach versteht es Apple, sein Car Play als iOS im Auto sehr gut zu vermarkten und die entsprechenden Autofirmen dafür zu begeistern. Zwar kritisieren einige Analysten, dass Apple keine offenen Standards vertrete und sich diesbezüglich eher abkapsele. Dennoch ziehe Apple mit seinem Konzept der In-Car-Apps eine größere Aufmerksamkeit auf sich, als der Android-Auto-Standard , meint Filomena Berardi von ABI Research . So könnte es sein, dass bis 2019 mehr als 24 Millionen Autos mit dem Apple-iOS-Konzept unterwegs sind. Mit Siri im Auto lassen sich viele Funktionen einfach mit der Stimme bewerkstelligen, etwa Anrufe annehmen, Nachrichten per Voicemail hören, Kontakte oder Musikstücke aufrufen und diverse Apps etwa für die Navigation einsetzen. Alternativ lässt sich Car Play auch mit in den Autos integrierten Touchscreens bedienen. Zu den Partnern von Apple gehören bereits jetzt 29 Automarken, darunter auch Mercedes, Audi, BMW und viele internationale Hersteller.

Philips bietet vernetzte Kaffeemaschine an

Philips bietet vernetzte Kaffeemaschine an (c) philips.de
Vergrößern Philips bietet vernetzte Kaffeemaschine an (c) philips.de
© philips.de

Mit dem Saeco GranBaristo Avanti hat Philips einen Kaffeevollautomaten präsentiert, der sich über ein Tablet steuern lässt. In der App kann der Geschmack des Kaffees individuell konfiguriert werden. Hierfür können die Eigenschaften Stärke, Temperatur, Wasser- oder Milchschaummenge vom Kunden angepasst werden.

Die Vernetzung zwischen Kaffeemaschine und Mobilgerät erfolgt über Bluetooth. Die angegebene Reichweite von zehn Metern dürfte auch eine „Bestellung“ vom Sofa aus erlauben. Insgesamt stehen bei der Saeco GranBaristo Avanti 18 unterschiedliche Heißgetränke zur Verfügung. Durch die Anpassung in der App ergeben sich bis zu 6.000 verschiedene Geschmacksnuancen.

Hat der Käufer seinen Lieblingskaffee gefunden, so kann das entsprechende Setup über die sozialen Netzwerke mit Freunden geteilt werden. In der App integriert sind zudem Wartungsanleitungen sowie Statusberichte der Maschine.

Mit Notebook und Tablet produktiv im Café und im Freien arbeiten

Saeco GranBaristo Avanti fällt mit 1.600 Euro jedoch nicht gerade günstig aus. Die ab September erhältliche Maschine ist zudem auf 500 Stück limitiert.

Griffin und Algoriddim: DJ Connect für mobile DJs

Griffin Technology stellt gemeinsam mit Algoriddim, einer Szeneschmiede für DJ-Software für Mac und iOS-Geräte, das DJ Connect vor. Kleiner als eine Zigarettenschachtel und speziell mit Djay-App ausgestattet, richtet sich das DJ Connect speziell an mobile Discjockeys.

Um den Übergang zwischen zwei Songs erfolgreich zu meistern, soll das sogenannte Pre-Cueing, das Vorbestimmen eines Titels, während ein anderer noch läuft, für einen perfekten Beatmix und einen tadellosen Sound auf dem Dancefloor sorgen. Dazu zählen Funktionen wie getrennte zweifache Stereo-Ausgänge, die eine optimale Audioqualität sicherstellen wollen. Der Lautstärkeregler wird mit einem Neonlicht beleuchtet und ist damit auch in Dunkelheit einfach zu finden. Kopfhörer und externe Lautsprecher werden direkt am DJ Connec t angeschlossen. DJs können Musikdateien von iOS-basierten Geräten wie iPhone, iPad, Macbook und anderen abspielen und mischen. DJ Connect enthält ein 30-poliges Kabel, ein Lightning- und ein USB-Kabel.

DJ Connect ist mit iPad, iPhone, iPod Touch und ab Mac-OS X 10.6 kompatibel und für 100 Euro (UVP) ab sofort verfügbar.

Info: Griffin

YouTube Creator Studio für iOS erhältlich

YouTube Creator Studio für iOS erhältlich (c) Google
Vergrößern YouTube Creator Studio für iOS erhältlich (c) Google
© Google

Google hat sein YouTube Creator Studio in dieser Woche auch für Apples iOS veröffentlicht. Die App wiegt 8,3 GigaByte und steht ab sofort zum kostenlosen Download im App Store bereit. Version 1.0.0 des YouTube Creator Studio benötigt zur Installation mindesten iOS 7 und ist mit dem iPhone, dem iPad und dem iPod touch kompatibel.

Mit der iOS-App lassen sich Kanäle im Video-Netzwerk YouTube organisieren. Das Tool überwacht zuverlässig die Performance der eigenen Clips und stellt diese in einer Analyse übersichtlich dar. So lassen sich auf einen Blick die Video-Aufrufe, die Abonnenten-Zahl und die über YouTube erwirtschafteten Erträge anzeigen. Diagramme verdeutlichen zudem die Channel-Performance über einen bestimmten Zeitraum.

Youtube-Videos mit dem Smartphone produzieren

Über YouTube Creator Studio können weiterhin Kommentare verwaltet und beantwortet werden. Mit individuellen Benachrichtigungen bleiben Channel-Betreiber zudem stets auf dem neuesten Stand. Die App erlaubt außerdem die Bearbeitung von Video-Details und Einstellungen.

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