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Morgenmagazin vom Montag, 18. Januar 2016

18.01.2016 | 06:48 Uhr |

Apple schließt iTunes Radio +++ Audioquellen aufnehmen und mischen mit Loopback +++ Augmented Reality statt Apple Car? +++ Fehler der Akkuanzeige in iPhone 6S (Plus) +++ Skimming: So schützen Sie sich vor Betrug am Geldautomaten +++ Spiegel Online klagt auch gegen Adblocker Plus +++ PewDiePie baut Youtuber-Netzwerk auf +++ Produktive Arbeit: Drei Apps für die Apple Watch

18. Januar 2016: Tage wie diese

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Es gibt schon seltsame Tage im Jahreslauf, der heutige ist einer davon. Nicht wegen des nach wie vor nur halboffiziellen US-Feiertags, der am heutigen Montag, an den Geburtstag des Bürgerrechtlers Martin Luther King (15. Januar 1929) erinnert, sondern eher der International Thesaurus Day. Lassen Sie uns also heute, statt Wörtern, die das gleiche bedeuten, lieber Synonyme verwenden. Und stets nach Oberbegriffen unserer Texte, Artikel und Veröffentlichungen suchen. Hintergrund des höchst inoffiziellen Gedenktages ist natürlich der Geburtstag von Peter Mark Roget im Jahr 1779. Roget war der erste, der mit Roget’s Thesaurus ein (englisches) Synonymlexikon verfasst hat.

Als Freunde der italienischen Küche ließen wir uns den gestrigen IDIC (International Day of Italian Cuisine) nicht entgehen. Das Gericht für den IDIC 2016 war das Costoletta alla Milanese, ein paniertes Kalbskotelette, dazu gab es natürlich Parmigiane di Melanzane (Auberginenauflauf, IDIC-Gericht von 2015), Tiramisu (IDIC 2013) und Pesto Genovese (IDIC 2011). Bei italienischen Gerichten machen nicht nur Kochen und Essen Spaß, sondern auch die Aussprache. Das Datum 17. Januar ist für den IDIC nicht zufällig gewählt, dieser Tag ist in der katholischen Liturgie dem Heiligen Antonius Abbas gewidmet, der als Schutzpatron der Haus- und Nutztieren und demzufolge der Metzger und Salamimacher verehrt wird (wir sagten ja „Nutztiere“…).  Am 17. Januar beginnt in Italien mit Sant’Antonio Abate der Karneval. Darauf ein fröhliches „Salute!“ Die Fastenzeit kommt früh genug. Peter Müller

Lesetipps für den Montag:

Konsolidierung: iTunes Radio, Apples erster Versuch, in das Streaminggeschäft einzusteigen, ist nach wie vor online, wenn auch nur in den USA. Nach dem Start von Aple Music ist der teilweise von Werbung unterstützte Dienst aber überflüssig geworden. Wie Buzzfeed berichtet, zieht Apple am 28. Januar dem kostenlosen iTunes Radio, bei dem Werbung nach jedem dritten Song eingeblendet wird, den Stecker und packt das Radioprogramm hinter die Paywall von Apple Music. Das Aushängeschild von Apple Music, der 24/7-Sender Beats1, bleibt bestehen und ist auch für diejenigen zu hören, die Apple Music nicht abonniert haben.

F.lux will zurück in den App Store: Mit iOS 9.3 wird Apple ein systemweites Feature auf iPhone und iPad bringen, das zu Sonnenuntergang die Farbe des Bildschirms in das rote Spektrum verschiebt, Night Shift heißt der Modus. Die Macher der App F.lux, die genau die gleiche Funktion bietet, bitten Apple nun um Rückkehr in den App Store. Daraus hatten die Wächter die App entfernt, weil sie eine prvate API nutzte und so gegen die Richtlinien des App Stores verstieß. F.lux ist hingegen für OS X, Windows und Linux erhältlich, mit einer öffentlichen API sollte das für den App Store auch wieder der Fall sein können. Doch dann wird F.lux eine Systemfunktion duplizieren, was ebenso nicht den Regeln entspräche. Ausgang völlig ungewiss.

Audio aufnehmen: Die Software Loopback von Rogue Amoeba löst elegant ein Problem mit dem Zusammenführen verschiedener Audioquellen auf dem Mac. Will man etwa ein Skype-Gespräch in einen Podcast integrieren oder die Soundausgabe von iTunes (Apple Music...) in Garageband aufnehmen, musste man auf dem Mac bisher einige Programme gleichzeitig und hintereinander trickreich verbinden. Glenn Fleishman ist von der 100 US-Dollar teuren Software begeistert.

Fehlerbereinigung : iPhone 6S und 6S Plus weisen einen ungewöhnlichen Softwarefehler auf, der aber nur auftritt, wenn man am Gerät die Zeit manuell verstellt oder die Zeitzone wechselt: Die Anzeige der Akkuladung funktioniert dann nicht mehr zuverlässig. Apple weiß um das Problem und arbeitet am einem Fix, andere Geräte scheinen nicht betroffen zu sein.

Das nächste große Ding: Apples Project Titan - ein selbstfahrendes Elektoauto - sei ein im Silicon Valley ein offenes Geheimnis, meint Tesla-Chef Elon Musk. Dass Apple aber vielmehr sich mit Virtual und Augmented Reality beschäftige und somit an einer neuen Computerplattform arbeite, will Business Insider aus den Firmenübernahmen der letzten Zeit schließen. Das eine schließt das andere ja nicht aus, und ein autonomes Fahrzeug könnte gut mit Elementen von Augmented Reality profitieren, etwa Navigationsinformationen auf der Windschutzscheibe. Das Apple Urgesteitn Jean-Louis Gassée ist aber mittlerweile der Meinung , das mit dem Auto werde eher nichts. Eine Untersuchung des Analysten Horace Dediu (Asymco) zeige klar, dass Elektromobile noch keinen vernünftigen Markt hätten.

Weitere Nachrichten:

Skimming: So schützen Sie sich vor Betrug am Geldautomaten

Es ist kein großes Geheimnis, dass man seine Bank- und Kontodaten schützen sollte, wenn man online einkauft. Aber auch außerhalb Ihrer vier Wände können Ihre Kreditkarten- und Kontoinformationen abhanden kommen – ohne dass Sie es überhaupt merken. Ein sogenannter Scammer – ein High-Tech-Gerät, das unmerklich an Geldautomaten angebracht wird – stiehlt sowohl EC- als auch Kreditkarteninformationen. Und die Technologie dahinter wird immer ausgereifter.

Das Verbrechen selbst wird als "Skimming" – englisch für "abschöpfen" – bezeichnet, die ausführenden Betrüger heißen "Skimmer". Vor allem in den vergangenen paar Jahren hat diese Art des Trickbetrugs immer mehr an Popularität hinzugewonnen. Aber wie genau funktionieren diese Scammer eigentlich? Und wie kann man sich vor Skimming schützen?

Scammer sind im Wesentlichen Geräte, die ein Skimmer direkt auf dem eigentlichen Kartenleser an einem Geldautomaten anbringt, um Ihre Daten für betrügerische Zwecke zu sammeln. Sobald Ihre Karte den Scammer passiert, liest das Gerät die gespeicherten Informationen auf dem Magnetstreifen aus. Darüber hinaus existieren aber auch überraschend viele Abwandlungen in der Hardware und bei den Methoden, wie ein Skimmer vorgeht.

Die Hardware selbst reicht von kleinen, billig nachgemachten Scammern, die meist sehr einfach zu erkennen sind, bis hin zu sorgfältig gefertigten Anlagen, die kaum vom echten Geldautomaten zu unterscheiden sind. Auch die Art und Weise, wie Ihre Daten gesammelt werden, unterscheidet sich von Fall zu Fall. Nur die Bank- oder Kreditkartennummer auszulesen reicht meist nicht. Viele Skimmer eignen sich daher auch Ihre PIN-Nummer und Ihren dreistelligen Sicherheitscode an. Beispielsweise platzieren Skimmer dazu eine gefälschte Tastatur über dem eigentlichen Eingabefeld; neuere Geräte setzen dagegen auf kaum erkennbare Loch-Kameras, die Sie abfotografieren, während Sie Ihre PIN eingeben.

Scammer speichern die gesammelten Informationen oft lokal und werden nach einer Weile von ihren Skimmern wieder eingesammelt. Immer mehr Scammer übermitteln die Daten aber auch digital. Einige Scammer wählen sich dazu in eine Telefonleitung ein, andere benutzen sogar WLAN. Ganz neue Modelle verfügen sogar über eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone des Skimmers.

Spiegel Online klagt auch gegen Adblocker Plus

Die Anzahl der Medienhäuser, die gegen Eyeo - dem Betreiber von Adblocker Plus - vor Gericht ziehen, ist größer als bisher angenommen. Auch Spiegel Online hat laut einem Bericht des Branchendienstes Horizont eine Klage vor dem Landgericht Hamburg eingereicht. Den aktuellen Plänen zufolge ist der erste Verhandlungstermin für den 4. Mai angesetzt.

RTL, Pro Sieben Sat 1, Zeit Online und Axel Springer befinden sich bereits im Rechtsstreit mit Eyeo und die laufenden Verfahren sind  derzeit in der Berufung vor den Oberlandesgerichten in München, Köln und Hamburg. Eine weitere Klage der Süddeutsche Zeitung wird demnächst vor dem Landgericht München verhandelt.

Alle Klagen richten sich gegen das "Acceptable Ads Programm" für Adblocker Plus von Eyeo. Online-Werbung, die gewisse Kriterien erfüllt, wird vom Adblocker nicht geblockt. Größere Website-Anbieter müssen Eyeo für die Teilnahme an dem Programm bezahlen. Eyeo hatte kürzlich erklärt, dass die Zahlung ab 10 Millionen zusätzlicher Werbe-Impressionen pro Monat fällig wird und dabei dann an Eyeo 30 Prozent der aufgrund des Whitelistings erwirtschafteten Umsätze abzuführen seien. Die Medienhäuser sind von diesem Geschäftsmodell von Eyeo nicht sonderlich begeistert und klagen bereits seit einiger Zeit dagegen.

PewDiePie baut Youtuber-Netzwerk auf

Der als PewDiePie bekannt gewordene YouTuber Felix Kjellberg aus Schweden möchte mit Revelmode sein eigenes Netzwerk aufbauen. Darin sollen seine eigenen Videos vermarktet und gezeigt werden, aber auch die Produktionen seiner Freunde.

Bislang stand PewDiePie bei Maker Studios unter Vertrag. Die Neugründung sorgt dennoch nicht für komplette Freiheit. Sein alter Arbeitgeber sowie Disney fungieren als Investoren in das Projekt. Revelmode soll sich auf Themen wie Spielentwicklung, kommerzielle Partnerschaften und Merchandise konzentrieren.

Unterstützung erhält PewDiePie von bekannten Youtubern wie Mark Fischbach (Markiplier), Ken Morrison (Cinnamon Toast Ken), Marzia Bisognin (Cutie Pie Marzia) und Jelle van Vucht (Jelly). Durch seine derzeit knapp 42 Millionen Abonnenten verdient PewDiePie laut Forbes geschätzte zwölf Millionen US-Dollar im Jahr.

Produktive Arbeit: Drei Apps für die Apple Watch

Für Besitzer einer Apple Watch und eines iPhones bieten sich besondere Möglichkeiten, produktiv und Geräte übergreifend zu arbeiten. Wir stellen Ihnen drei kostenlose Apps vor, mit denen man seine Ideen digital festhalten und bearbeiten kann. In Verbindung mit einer Apple Watch soll das Arbeiten sogar noch produktiver sein.

1. Evernote

Mit der kostenlosen App Evernote können die Nutzer Notizen und Checklisten an jedem beliebigen Ort erstellen und diese mit allen Geräten synchronisieren. Egal, wo man sich befindet – eine Idee oder ein spontaner Einfall kann sofort festgehalten werden und auch mit anderen App-Nutzern geteilt und besprochen werden. Die App bietet neben einer Textfunktion ebenfalls die Möglichkeit, Fotos zu machen. Bei Dokumenten erkennt die Kamera sogar eigenständig, zu welchem Zeitpunkt ein Bild geschossen werden soll, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Außerdem kann man mit der Audio-Funktion Sprachnachrichten speichern. In den sogenannten Notizbüchern können die Dokumente zu einem bestimmten Thema abgelegt werden. Falls Sie die umfassende Funktionalität der App abschreckt, müssen Sie sich keine Sorgen machen: Besonders hilfreich sind kleine Tutorials, die beim ersten Öffnen der App erscheinen. Diese stellen die unterschiedlichen Funktionen kurz vor, die Tipps lassen sich aber auch überspringen.

Wenn man Evernote auf der Apple Watch installiert hat, kann man dieser Notizen diktieren. Die Audiodatei wird daraufhin in Evernote transkribiert. Natürlich kann man sich auch auf der Apple Watch kürzlich aufgerufene Notizen einsehen. Besonders nützlich ist die Erinnerungsfunktion: Der Anwender kann jeder Notiz eine Erinnerung einfügen. Neben Datum und Uhrzeit der Erinnerung kann man sich zudem auch per Mail erinnern lassen. Jeder, der organisiertes und produktives Arbeiten schätzt, sollte sich diese App mal genauer anschauen – zumal sie kostenlos zum Download bereit steht.

2. Wunderlist

Die sehr minimalistisch, aber dennoch sehr hübsch gestaltete Listen-App steht ebenfalls kostenlos im App Store zur Verfügung. Anders als bei der Evernote-App gelangt man nach der Anmeldung (Benutzername, E-Mail, Passwort) direkt in das Hauptmenü. Der einfache Aufbau der App macht eine derartige Einführung jedoch auch unnötig, da sich die App von allein erklärt.

Zuerst kann man auswählen, welche Art von Listen man überhaupt in sein Hauptmenü aufnehmen möchte. Zur Auswahl stehen Einkaufsliste, Filme, Reisen, Arbeit, Familie und Privat, man kann jedoch auch eigene Listen erstellen. Um neue Einträge in den Listen hinzuzufügen, muss man nur auf die gewünschte Liste drauf tippen. Die Einträge bieten weitere Optionen, wie zum Beispiel das Hinzufügen eines Datums, einer Teilaufgabe, eines Kommentars, sowie Dateien. Alle Listeneinträge lassen sich mit einem Stern markieren, sodass man den Einträgen verschiedene Prioritäten zuordnen kann. Man kann Listen sortieren, per Mail versenden, ausdrucken oder auch mit anderen Nutzern teilen. Auch diese App lenkt seinen Fokus auf das gemeinsame Arbeiten und bietet die Möglichkeiten zur Interaktion untereinander. Jeder, der einen Listenplaner mit Sharing-Funktion gebrauchen kann, sollte dieser App eine Chance geben.

 3. Quip

Wem die ersten beiden Apps nicht zusagen, kann es mal mit Quip ausprobieren. Ähnlich wie bei den vorherigen Applikationen hat diese App ebenfalls das Ziel, Dokumente zu bearbeiten – und zwar gemeinsam. „Kein Hin- und Herschicken von Dokumenten mehr, um Feedback zu bekommen. Mit Quip kann jeder sehen, was die anderen am Dokument ändern – in Echtzeit.“ So beschreibt der Hersteller selbst die App.

Quip beschränkt sich bei dem Aufbau der App auf nur sehr wenige Inhalte: Dokumente, Tabellen und Ordner. Diese können jedoch unterschiedlich bearbeitet werden:unterschiedliche Schriftstile, das Einfügen von Fotos, sowie verschiedene Formatierungsmöglichkeiten. Außerdem kann man Kontakte innerhalb des Dokuments mit einem @-Zeichen markieren, sodass diese auch auf das Dokument zugreifen können und über die Erwähnung benachrichtigt werden. Bereits bestehende Dokumente können importiert werden, in der App gefertigte Dokumente können freigegeben werden. Entweder teilt man seinen Kontakten einen Link über Nachrichten, Mail, Twitter, Facebook oder Whatsapp mit, oder Sie erstellen PDF-Dokumente oder drucken die Dokumente aus. Quip erlaubt es außerdem, die Dokumente in Microsoft Word zu exportieren.

Über die Apple Watch kann man den Quip-Eingang einsehen, den Chat nutzen und hat zudem eine Übersicht über seine Kontakte.

Für Personen, die Dokumenten-Sharing mit Freunden, der Familie oder Arbeitskollegen auf einer professionelleren Ebene bevorzugen, könnte Quip eine attraktive Alternative sein.

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