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Morgenmagazin vom Montag, 19. August 2019

19.08.2019 | 07:03 Uhr |

Cook erklärt Trump den Schaden von Strafzöllen – POTUS denkt darüber nach +++ Sicherheitslücke in Bluetooth - Bereits geschlossen +++ Interner Test von Apple Arcade angelaufen +++ Privatsphäre: Facebook ändert geheime Gruppen +++ Congstar führt LTE-Option für Prepaid-Tarife ein +++ Surface: Bug drosselt CPU auf 400 Megahertz

19. August: Erntezeit

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Die Zeit ist reif, die Ernte in vollem Gang. Etliche Felder liegen schon seit Wochen abgeerntet brach, Beerensträucher bieten ihre süßen Früchte an. In den Weinbergen hofft man noch auf ein bisschen Sonne, essen könnte man die meisten Trauben aber schon. Sauvignon, Chardonnay und Riesling sind aber eher zum Trinken da...

Und vor allem beginnt nun die Apfelernte. Am heutigen 19. August ist daher im ostslawischen Raum (Russland, Ukraine, Weißrussland) das Apfel-Fest des Erlösers (Яблучний Спас), das zweite und wichtigste der Ernte gewidmeten Erlöser-Feste (Спас). der Honig war schon am 14. August dran und der 29. August wird der Ernte der Nüsse gewidmet sein. Die Feste stammen noch aus vorchristlicher Zeit, was erneut belegt, dass so manche Traditionen Christianisierungen nicht nur überdauern, sondern in neu-definierte Traditionen übergehen.

Anhänger des Glaubens an ein besseres, schnelleres und schickeres iPhone feiern ihr Apple-Fest erst in ein paar Wochen - wir tippen nach wie vor auf den 10. September als wahrscheinlichsten Termin.Wie die Ernte denn nun genau ausfällt, wissen wir nicht. Es deutet aber viel darauf hin, dass erneut drei neue Modelle um die Gunst der Kunden buhlen werden, iPhone 11, iPhone 11 Pro und iPhone 11 Pro Max sind mögliche Namen für die Nachfolger von iPhone XR, XS und XS Max. Immer mehr hat sich auch die Spekulation verdichtet, dass Apple auf die Rückseite zumindest der Pro-Modelle ein Array mit drei Kameras und einem LED-Blitz verbaut. Was man bisher so an Mockups dieses Vierecks auf der Hinterseite gesehen, weckt wahrlich keine Begeisterungsstürme. Wir sind aber sicher, dass sich die Leute daran gewöhnen werden.

Der Nutzen einer dritten Kamera ist unbestritten, unbestätigten Meldungen zufolge wird Apple sie zu einer besseren Vermessung der Raumtiefe einsetzen. Wenn man nicht gerade mit einem extremen Teleobjektiv fotografieren will oder mit einer Makrooptik so nahe wie nur möglich geht, wer braucht dann noch eine DSLR oder wenigstens eine Systemkamera?

Das iPhone hat einen weiten Weg zurückgelegt von jenem Gerät, das vor zwölf Jahren halt auch ein bisschen knippsen konnte, weil man das von Handys so erwartete. Seit Jahren ist das iPhone der meist verwendete Fotoapparat. Natürlich auch, weil man das Telefon immer dabei hat und für unvorhergesehene Schnappschüsse einsetzt. Das gilt nicht nur am heutigen Welt-Foto-Tag, der daran erinnert, dass  am  19. August 1839 die Pariser Akademien der Wissenschaften und der schönen Künste das Patent für die Daguerreotypie erwarben und dieses der Allgemeinheit zur Verfügung stellten - der Urknall der Fotografie gewissermaßen. Peter Müller

Lesetipps für den Montag

Hey Siri, spiele Spotify: Mit dem SiriKit in iOS 13 wird sich viel ändern, so stehen angeblich Spotify und Apple in Gespräche darüber, den Musikdienst aus Schweden mit Apples Sprachassistenten steuern zu können. Das wäre ein erster Schritt, den Anwendern die Wahl ihres Standardmusikplayers zu lassen, auch viele treue Apple-Kunden geben Spotify gegenüber Apple Music dem Vorzug. Aber warum hier stehen bleiben, fragt sich Leif Johnson auf Macworld. Es gebe auch zahlreiche andere Anwendungen, bei denen man auf dem iPhone und iPad die freie Wahl haben sollte. Das E-Mail-Programm etwa, die Navigation oder der Browser. Apple habe hier wenig zu befürchten, genügend Nutzer würden beim vorinstallierten Standard bleiben, wie das Beispiel der Notizen-App zeigt. Zudem sind Apps etwa von Google oder Waze gratis und konkurrieren nicht mit Apples Geschäftsmodell, wie es bei Spotify der Fall ist. Es gibt aber keine Anzeichen, dass Apple in naher Zukunft tatsächlich einen derartigen Schritt unternehmen würde.

Argumente: US-Präsident Donald Trump hat sich von Apple-CEO Tim Cook am Wochenende erklären lassen, wie die geplanten Strafzölle auf Waren aus China Apples Geschäft stören und den Konzern im Wettbewerb mit Samsung behindern, das von derartigen Zöllen nicht betroffen sein würde. Cook habe sehr zwingende Argumente vorgebracht, weshalb er nun über die Sache nachdenke, gab POTUS 45 gegenüber Reportern in New Jersey bekannt.

Sicherheit: Die Bluetooth SIG räumt eine schwere Sicherheitslücke im Bluetooth-Protokoll ein und hat daraufhin die Spezifikationen des Standards geändert. Angreifer konnten beim Pairing von Geräten intervenieren, so dass diese deutlich kürzere Schlüssel austauschen, die nur noch aus einem Oktett bestehen, also einem Zeichen. Das macht das Knacken des Schlüssels mit Brute-Forece-Methoden natürlich einfach. Unternehmen sind nun angehalten, die Firmware für ihre Produkte zu ändern, so dass der Schlüssel wieder mindestens sieben Zeichen lang ist. Apple hat das bereits erledigt.

Intern: Nach einem Bericht von Apple Insider hat Apple einen internen Test von Apple Arcade begonnen. Mitarbeiter können für eine Monatsgebühr von 49 Cent - der erste Mont ist gratis - den Service ausprobieren und erste Versionen von Titeln wie Way of the Turtle, Down in Bermuda, Hot Lava, Sneaky Sasquatch, Frogger in Toy Town auf iPhone, iPad und Mac spielen. Den Service will Apple im Herbst für das allgemeine Publikum an den Start bringen, weder sind bisher der genaue Termin noch der Preis bekannt. Der interne Test soll nicht nur dem Serviceanbieter Aufschlüsse geben, auch Spielepublisher sollten aus dem Feedback der Tester wichtige Erkenntnisse für ihre Games bekommen, die allsamt noch in Entwicklung sind.

Weitere Nachrichten:

Privatsphäre: Facebook ändert geheime Gruppen

Facebook aktualisiert das schon lange genutzte System für die Sichtbarkeit von Gruppen . Auch weiterhin gibt es private und öffentliche Gruppen. Während erstere nur für Mitglieder lesbar sind, können in öffentlichen Gruppen auch Nichtmitlieder in den Beiträgen stöbern. Die bislang „geheimen“ Gruppen, die über die Suche nur für Gruppenmitglieder zu finden sind, verlegt Facebook in eine Zusatzoption: Betreiber von Gruppen können künftig festlegen, ob ihre Gruppe in der Suche sichtbar ist oder verborgen wird. 

Die Anpassung nimmt Facebook automatisch vor. Eine bislang geheime Gruppe wird künftig „privat“ und „verborgen“ für Suchanfragen. Geschlossene Gruppen sind künftig „privat“ und „sichtbar“. Eine öffentliche Gruppe hingegen ist „öffentlich“ und in der Suche für jeden „sichtbar“. Bei privaten Gruppen sind die Mitglieder nur für andere Mitglieder sichtbar. Auch die Beiträge können nur Menschen sehen, die Teil der Gruppe sind. Ist eine Gruppe hingegen öffentlich, so lassen sich sowohl Mitglieder als auch Beiträge von jedem Facebook-Nutzer einsehen. Laut Facebook sei diese Änderung ein Nutzerwunsch gewesen. Ändert der Administrator der Gruppe die Privatsphäre-Einstellungen, so erhalten alle Mitglieder ein Update. Facebook weist jedoch darauf hin, dass die Community-Standards auch in privaten Gruppen gelten. 

Goldene Benimm-Regeln für Facebook & Co.

Congstar führt LTE-Option für Prepaid-Tarife ein

In seinen Prepaid-Tarifen bot der Mobilfunkbetreiber Congstar bislang keinen Zugriff auf das LTE-Netz an. Ab Ende August soll das schnelle Mobil-Internet jedoch per Zusatzoption für einen Euro pro Monat zur Verfügung stehen. Der Aufpreis berechtigt vier Wochen lang für den Zugriff auf das LTE-Netz der Telekom mit maximal 25 MBit/s. Das Tempo ändert sich durch die Zusatzoption jedoch nicht. Aber speziell in ländlichen Regionen ist die LTE-Abdeckung teilweise schon besser als mit HSDPA. Der zusätzliche Euro könnte also speziell bei Kunden, die sich häufig auf dem Land aufhalten, doch für deutlich mehr Tempo sorgen.

Wer bei Congstar für vier Wochen 500 MB bucht, zahlt 4 Euro. 1 GB an Daten schlägt mit 6 Euro zu Buche, 3 GB kosten 9 Euro, 5 GB werden für 16 Euro angeboten. Wer auf LTE verzichtet, zahlt für die Prepaid-Tarife jeweils einen Euro weniger. Außerdem hat Congstar bis zum 29. Oktober einen Sonderpreis im Angebot: 3 GB im HSDPA-Netz kosten 4 statt 8 Euro, im LTE-Netz werden 5 statt 9 Euro fällig. Wer als Bestandskunde einen der Prepaid-wie-ich-will-Tarife der ersten Generation nutzt, kann mit der Surf-Flat-Option mit Datenturbo sowohl sein Datenvolumen als auch seine Geschwindigkeit im LTE-Netz verdoppeln. Dafür werden monatlich fünf Euro zusätzlich fällig.

Vor rund einem Monat hatte Congstar die LTE-Option auch für die Tarife Basic und Smart eingeführt , zu vergleichbaren Konditionen.

 

Surface: Bug drosselt CPU auf 400 Megahertz

Einige Besitzer von Surface-Geräten klagen nach Firmware-Updates über eine stark verlangsamte CPU-Leistung. Betroffen sind Modelle des Surface Pro 6 und Surface Book 2. Die betroffenen Nutzer beklagen sich, dass die CPU plötzlich nur noch mit einer Geschwindigkeit von 400 Megahertz arbeitet, wie etwa diese Nutzer auf Reddit berichten .

Windows 10 mag genügsam sein, allerdings ist eine CPU-Leistung von nur 400 Megahertz im Jahr 2019 alles andere als ausreichend, um mit einem Rechner richtig arbeiten zu können. Schuld an dem Problem soll ein falsch gesetzter Intel-CPU-Flag sein: Durch den Befehl "BD PROCHOT" erhält die Intel-CPU das Signal, die CPU-Leistung auf 400 Megahertz zu senken, um eine Überhitzung des Systems zu verhindern. Das Signal wird nicht nur bei einer Überhitzung der CPU gesetzt, sondern wenn andere Komponenten in einem System drohen sich zu überhitzen und die Intel-CPU sich dann in einen Modus schaltet, der die Komponenten schonen soll.

Unklar ist derzeit, welche Hardware-Komponente der CPU diesen Befehl zur Senkung der Leistung sendet. Zumal auch nicht alle Besitzer der besagten Geräte betroffen sind, was die Fehlersuche erschwert. Ein Verdacht: Eine Anti-Virensoftware könnte schuld sein. Andere empfehlen das Surface-Gerät aus der Docking-Station zu entfernen.

Nach einigem hin und her bei der Fehlersuche hat sich Microsoft mittlerweile zu den Problemen geäußert. Gegenüber Techrepublic erklärte ein Microsoft-Sprecher, dass man von den Beschwerden der Nutzer gehört habe, das Problem bereits untersuche und ein Firmware-Update ausliefern wolle, sobald eine Lösung vorliege.


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