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Morgenmagazin vom Montag, 19. Oktober 2015

19.10.2015 | 07:09 Uhr |

19. Oktober 2015 +++ Apple repariert Macbook Pro Retina gratis +++ iFixit zerlegt iMac Retina 4K +++ IBM: Macs benötigen weniger Support +++ Googles Router Onhub kommt nach Deutschland +++ Shelfie-App: Bücher in Print und digital +++ Kündigung der KFZ-Versicherung: Darauf sollten Sie achten +++ Facebook dient vor allem zum Angeben +++ Clip: GoPro landet im Klapperschlangen-Nest

Was heute wichtig wird: 19. Oktober 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Die letzte Woche, in der in diesem Jahr die Sommerzeit gilt, ist angebrochen. Der Sommer ist nur noch eine wärmende Erinnerung, ein goldener Oktober bleibt heuer versagt. Stattdessen, Nebel, Regen und kalter Wind aus Osten. Morgens ist es noch so dunkel, dass man vor lauter Schwärze am liebsten sich wieder in das Bett verkriechen möchte. Aber keine Sorge: Zumindest morgens wird es ab kommender Woche für eine kurze Zeit wieder angenehmen hell sein, wenngleich das Tageslicht dann schon am späten Nachmittag schwindet. Nicht jeder hält den Wechsel zwischen Sommerzeit und Normalzeit für sinnvoll, andererseits war es in diesem Sommer sehr angenehm, wenn es noch bis 22 Uhr halbwegs hell blieb. Und umgekehrt will wohl kaum jemand im Dezember erst nach neun Uhr morgens die Sonne aufgehen sehen.

Trüb ist er zwar, dieser Oktobermontag, von einem Schwarzen Montag kann aber kaum die Rede sein. Das war am 19. Oktober 1987 anders, ein rasanter Kurseinbruch an der Wall Street und daraus folgende Turbulenzen an den Börsen der Welt bekam schon am darauf folgenden Dienstag das Prädikat des "Schwarzen Montags" eingebracht, in Erinnerung an den Schwarzen Donnerstag, an dem 1929 die Börsen und in Folge dessen die Weltwirtschaft auf Talfahrt gingen. Anders als in den dreißiger Jahren blieb die Katastrophe 1987ff aus, im Gegenteil, zwei Jahre später wandelte sich die Welt zumindest zeitweise in einen friedlicheren Ort.

Einer der Auslöser des Kurssturzes von 1987 war die zunehmende Digitalisierung des Handels, Börsenhändler versuchen seither, das menschliche Kauf- und Verkaufsverhalten in Formeln zu pressen. Die Idee dahinter: Der Algorithmus erkennt schneller Chancen und Risiken und kann daher effektiver auf Kursschwankungen reagieren, zum Vorteil seines Auftraggebers. Ein Trugschluss. Der Mensch im Allgemeinen und der Börsianer im Speziellen handelt nicht nach Gauß'scher Normalverteilung, sondern chaotisch. Die Algorithmen sind zwar in den letzten 28 Jahren schlauer geworden, aber undurchschaubarer. Bis zum nächsten Crash ist es an sich nur eine Frage der Zeit. Wollen wir hoffen, dass die Katastrophe danach ausbleibt. Peter Müller

Lesetipps für den Montag:

Rückruf in Cupertino: Laut eines Berichts von Macrumors will Apple Macbook Pro mit Retina Display kostenlos reparieren, deren antireflektive Schicht Schaden nimmt. Seit geraumer Zeit häufen sich Beschwerden der Anwender über seltsame Flecken auf dem Display. Die Rückrufaktion soll weit umfassend sein, Reparatur berechtigt sind Macbook Pro Retina bis zu drei Jahren nach ihrem Kauf (also alle bisher verkauften Modelle...) oder bis zu einem Jahr nach dem 16. Oktober 2015.

Strafe steht fest: Im verlorenen Patent-Prozess gegen die Universität von Wisconsin ist Apple der Höchststrafe entgangen. Die Jury legt die Strafzahlung nun auf 234 Millionen US-Dollar fest, etwas mehr als ein Viertel des möglichen Maximalwertes. Das Gericht hatte Apple für schuldig befunden, in seinen Chips für aktuelle iPhones und iPads unerlaubt patentierte Techniken genutzt zu haben, welche die Effizienz des Prozessors steigern.

Beinahe irreparabel: Während wir in unserem Testcenter dem neuen iMac Retina 4K auf den Zahn fühlen und das hochauflösende Display vermessen, hatten die Kollegen von iFIxit nichts besseres zu tun, als das schöne neue Gerät gleich zu zerlegen. Das geschieht aber nicht ohne Grund, die Spezialisten für Reparaturanleitungen wollten wissen, wie gut sich der neue iMac und die dazu gelieferte neue "Magic"-Peripherie reparieren lässt. Das Ergebnis lässt aufhorchen: Den iMac wird der engagierte Laie ebenso schwer reparieren wie die Batterie von Tastatur und Maus selbst austauschen können.

Läuft: Der Mac hat den Ruf, einfach zu funktionieren und im laufenden Betrieb weniger Probleme zu verursachen. Apple goss dieses Image vor etlichen Jahren mal in eine Werbekampagne: "Everything is easier on a Mac". Der einstige Erzkonkurrent und heutige Vertriebs- und Entwicklungspartner IBM bestätigt nun diese These anhand der eigenen Mitarbeiter. Big Blue ersetzt sukzessive die Rechner der Mitarbeiter durch Macbooks und stellt fest, dass sich die Investition lohne. Nur fünf Prozent der Mac-Anwender im Unternehmen würden laut IBM Support benötigen, während 40 Prozent der Windows-Anwender sich schon mit Problemen an die Hotline gewendet hätten. IBM verteil aber auch erst seit Juni 2015 Macbooks an Mitarbeiter, zwischen 150.000 und 200.000 Geräte sind schon in Umlauf gebracht. Und frisch installierte Systeme machen in der Regel weniger Ärger als schon länger benutzte.

Weitere Nachrichten

Googles Router Onhub kommt nach Deutschland

Ganz entfernt erinnert der von Google angebotene WLAN-Router Onhub mit seiner zylindrischen Form an den Mac Pro. Allerdings ist er auf den Abbildungen nicht tiefschwarz, sondern schimmert bläulich. Freilich gibt es ihn optional in schwarzer Farbe. Er ist jedenfalls viel kleiner als ein Mac Pro und passt bequem auf einen Tisch. Vor allem soll er mit seinen insgesamt 13 Einzelantennen, die zusammen eine große Rundantenne bilden, für stabile Übertragungen sorgen. Eine weitere Antenne dient dazu, potentielle Verzögerungen aufspüren und reduzieren, sodass alle Geräte in seinem Umkreis auf eine bessere Netzwerkverbindung hoffen können.

Der Onhub funkt simultan auf dem 2,4-Gigahertz- wie auch dem 5-Gigahertz-Band und soll eine maximale Übertragungsrate von 1,9 GBit/s erreichen. Laut IT Espresso will Googles Hardware-Partner TP-Link den zylindrischen WLAN-Router im ersten Quartal 2016 zu einem Preis von 229 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) auch hierzulande auf den Markt bringen. Er bietet weiterhin eine WPA2-PSK-Verschlüsselung. Zusätzliche technische Details (wie Bluetooth-Lautsprecher oder USB 3.0) erfährt man unter anderem in dem Bericht von IT Espresso oder auf der Google-Site zum Onhub . Gesteuert wird der Router über die App "Google On", die sowohl für Android- als auch iOS-Geräte (ab iOS 7) verfügbar ist. Der Onhub soll die nötigen Einstellungen für das WLAN-Netz oder Smart Home-System selbstständig vornehmen können. Google empfiehlt, ihn im Freien aufzustellen, um eine möglichst große Reichweite zu erzielen. Der Onhub unterstützt laut Hersteller bis zu 128 Geräte wie Laptops, Smartphones, Fernseher oder Smart Home-Devices gleichzeitig, die Priorisierung eines bestimmten Geräts ist dabei möglich.  Neue Funktionen und Sicherheitsupdates werden demnach automatisch auf das Gerät übertragen.

Shelfie-App: Bücher in Print und digital

Manchmal kann man sich nicht entscheiden: Ein Buch lieber klassisch als gebundene Ausgabe, oder lieber "modern" als E-Book erwerben. So könnte man abends im Bett gemütlich im Buch blättern, und denselben Roman oder dasselbe Sachbuch unterwegs in der U-Bahn auf dem iPhone oder iPad weiterlesen. Doch leider, jede Ausgabe auch vom selben Titel kostet extra. Gerade bei Computerbüchern gibt es häufiger Angebote als sogenannte "Bundles", bei denen man direkt beim Verlag beide Ausgaben zusammen zu einem reduzierten Preis erhält. Aber draufzahlen muss man trotzdem.

Es wäre schön, wenn das anders ginge. Zum Beispiel so: Man hat die Printausgabe eines Buchs, fotografiert diese mit einer App, und die sucht nach der passenden kostenlosen digitalen Version. Gibt es nicht? Gibt es doch - wenn auch bisher nur in den USA. Und zwar mit der App Shelfie , die kostenlos ab iOS 8.1 läuft. Das funktioniert der Beschreibung nach ganz einfach: Einfach sein Bücherregal oder auch den Titel eines Papierbuchs fotografieren, aus dem Buch die Lizenzseite (Copyright) mit der eigenen handgeschriebenen Unterschrift fotografieren. Kurz darauf zeigt Shelfie an, ob es "qualifizierte" kostenlose iBooks dazu gibt. Nach Beschreibung von Entwickler Bitlit Media sind derzeit über 100.000 entsprechende Bücher im Programm, die weitaus meisten sollen DRM-frei sein.

Sucht man dieses Programm in iTunes (Deutschland), findet man zwar auch eine App namens Shelfie , doch diese stammt von Idisplay Interacitve und dient dem Zweck, eigene Bücher und Wunschtitel zu sammeln und mit anderen zu teilen sowie zu kommentieren. Auch ganz nett, aber eben etwas ganz anderes.

Amazon.com bietet etwas relativ Ähnliches an. Wenn man dort ein Printbuch erwirbt, erhält man gegebenenfalls die passende digitale Ausgabe allerdings kostenpflichtig zum reduzierten Preis von knapp drei US-Dollar dazu. Book Match, das "Auto-Rip für Bücher" ist ebenfalls bei uns noch nicht verfügbar.

Der Blog Techly , von dem wir den Hinweis auf die App (sowie die Screenshots) genommen haben, schreibt dazu: "Es ist ziemlich verrückt, dass Bücher nicht schon jetzt automatisch mit der kostenlosen E-Book-Ausgabe dazu verkauft werden. Zum Glück haben wir Apps wie Shelfie, die den Weg für Buchliebhaber bereiten". Schön wär's – wir müssen zumindest vorläufig leider draußen bleiben.

Kündigung der KFZ-Versicherung: Darauf sollten Sie achten

Alle Jahre wieder: Zum Jahresende können Auto-Halter ihre KFZ-Versicherung kündigen. Das macht dann Sinn, wenn man einen günstigeren Versicherungsanbieter gefunden hat. Damit der Wechsel klappt, sollte man aber auch einige Punkte beachten, die das Vergleichsportal Verivox zusammengetragen hat.

Zunächst einmal ist der Stichtag zu beachten, bis zu dem die Kündigung der bisherigen KFZ-Versicherung beim Versicherungsunternehmen eingetroffen sein muss. Weil bei den meisten Versicherungsnehmern das KFZ-Versicherungsjahr zum 31. Dezember endet, muss die Kündigung bis zum 30. November beim Versicherer eingetroffen sein. Weil man nur bis zur vier Wochen vor Ende des Versicherungsjahres regulär und ohne zusätzliche Gründe kündigen kann.

KFZ-Versicherungsvergleich: Jetzt Versichung wechseln und Geld sparen

Entscheidend für diesen Stichtag ist nicht der Poststempel, sondern das Eingangsdatum. Um sicher zu geben sollten Sie die Kündigung schriftlich per Einschreiben mit Rückschein schicken. Denn Einwurfeinschreiben sind nicht immer sicher . Alternativ können Sie die Kündigung auch in einer Geschäftsstelle des Versicherers abgeben. Dann müssen Sie sich den Empfang des Kündigungsschreibens aber schriftlich bestätigen lassen.

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Sie müssen im Kündigungsschreiben keine Gründe für die Kündigung nennen. Unbedingt müssen Sie aber Ihre Kündigung unterschreiben. Und natürlich neben Ihrer Anschrift auch die Versicherungsnummer und das Kfz-Kennzeichen Ihres Wagens angeben. Zusätzlich müssen Sie angeben, welche Versicherung Sie konkret kündigen, also beispielsweise Kfz-Haftpflicht und/oder Kasko, weil es sich dabei um selbstständige Verträge handelt, die einzeln gekündigt werden können, wie Verivox betont,

Und schließen Sie unbedingt vorher den neuen Kasko -Versicherungsvertrag ab. Nicht dass Sie plötzlich ohne Kasko-Versicherung dastehen. Denn ein Versicherer kann bei Kasko-Versicherungen Kunden auch ablehnen. Anders liegt der Fall bei der Haftpflicht, wo es für den Kfz-Haftpflichtversicherer einen gesetzlichen Annahmezwang gibt.

Wichtig: Der neue Versicherer übernimmt Ihre Schadenfreiheitsklasse.

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Facebook dient vor allem zum Angeben

Eine britische Umfrage beweist, was sich viele Internetnutzer sicherlich schon gedacht haben: Die meisten Facebook-Nutzer stellen ihr Leben auf Facebook spannender dar, als es in Wirklichkeit ist.

Dank Facebook mehr Schein als Sein
 
Zwei Drittel der Social-Media-Nutzer veröffentlichen Fotos, damit ihr Leben spannender erscheint. Bei diesen 66 Prozent dient das soziale Netzwerk ganz offensichtlich auch dazu, um die Langweile im richtigen Leben zu kompensieren. Und mehr als 75 Prozent der Social-Media-Nutzer gaben zu, dass sie ihre Kollegen danach beurteilen, was diese via Instagram, Snapchat oder Facebook verbreiten, wie Daily Mail UK berichtet.

Posen für Facebook
 
Besonders weit treiben es diese sechs Prozent der Facebook-Nutzer, die sich sogar Gegenstände ausleihen, um damit aus Fotos zu posieren, die sie dann im Internet veröffentlichen. Und die dabei den Anschein erwecken, dass ihnen die Gegenstände gehören. Wenn Sie also das nächste Mal Ihren sonst eher ärmlich daher kommenden Nachbarn auf Facebook auf einem Foto entdecken, auf dem er vom Fahrersitz eines Porsche 911 winkt, dann bleiben Sie erst einmal gelassen…

Lesetipp: Facebook Account endgültig löschen - so geht´s

Rund die Hälfte der Befragten gab zu, dass sie Fotos von Gegenständen posten würden, nur um Neid unter Freunden und Bekannten zu erregen.

Die Aufnahmen auf Instagram und anderen sozialen Netzwerken beeinflussen offensichtlich das Kaufverhalten der Internetnutzer. Denn 76 Prozent der Befragten gaben an, dass sie verstärkt Gegenstände kaufen würden, die sie auf Facebook, Instagram, Twitter und Konsorten sehen würden. Wobei hierbei vor allem die Männer anfällig zu sein scheinen.

Clip: GoPro landet im Klapperschlangen-Nest

Der US-Amerikaner Michael J. Delaney wanderte kürzlich mit seiner GoPro-Kamera in einem Gebiet durch Montana, als er plötzlich ein Klapperschlangen-Nest entdeckte. Mit der GoPro wollte er die Schlangen aus der Nähe filmen, doch die zeigten sich wenig begeistert. Eine Schlange griff an und die GoPro landete schließlich im Nest. Delaney zögerte etwas und fand ein Werkzeug, um die Kamera wieder zu befreien.

Das dabei mit der GoPro gedrehte Video stellte er später bei Youtube online. Der Clip erfreut sich dort einer hohen Beliebtheit und wurde bereits über 4 Millionen Mal angeschaut. Unser Tipp: Wenn Sie Angst vor Schlangen haben, sollten Sie sich den Clip lieber nicht anschauen...

GoPro-Kameras sorgen immer wieder für faszinierende Tier-Aufnahmen. Wie etwa bei diesem ersten Elfanten-Selfie oder diesem angriffslustigen Grizzly-Bär .

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