2056065

Morgenmagazin vom Montag, 2. März 2015

02.03.2015 | 07:10 Uhr |

Was heute wichitg wird: 2. März 2015 +++ Streifzug über den MWC +++ Samsug zeigt Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge +++ Apple droht Klage durch Ericsson +++ Xqisit: Farblich passendes Zubehör für das iPhone 6 +++ Logitech: Videomeetings mit Conference Cam Connect +++ Facebook startet Selbstmord-Prävention +++ Telekom will umprogrammierbare SIM-Karte bringen

Was heute wichitg wird: 2. März 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Es ist schon eine Weile her, dass Apple zu einem Special Event im März die Öffentlichkeit einlud. In den Jahren 2008 bis 2010 war der März der Monat, in dem Entwickler erstmals eine Vorschau auf die neue iOS-Version bekamen, final kam das neue System dann mit neuer Hardware zur WWDC im Juni. Vor vier Jahren änderte Apple den Rhythmus, von einem neuen iOS war an diesem Dienstag im Frühling nicht die Rede. Am 2. März 2011 gab vor allem die Zahl zwei das Motto vor, die Einladung zierte ein Kalenderblatt mit der Einladung. Sichtlich geschwächt von seiner Krankheit ließ es sich Steve Jobs nicht nehmen, das iPad 2 vorzustellen und das noch junge Jahr zum "Jahr des iPad 2" auszurufen, wo sich doch 2010 wie von Apple gewünscht als "Jahr des iPad" erwiesen hatte. Das iPad 2 war ein würdiger Nachfolger des iPad, schlanker und eleganter und vor allem deutlich schneller. Während neue iPad-Modelle sich heute nur noch in - teils wesentlichen - Details vom Vorgänger unterscheiden, brachte das iPad 2 gegenüber dem Vorgänger einen Unterschied wie Tag und Nacht. Die nächste Generation, die Apple im März 2012 nur "das neue iPad" nannte und schon im Oktober des gleichen Jahres durch ein neues Modell ablöste, zeigte dann hinsichtlich des Bildschirms eine revolutionäre Verbesserung: Das Retina-Display.

In den letzten beiden Jahren blieb der März jedoch ohne Apple-Neuheit, nächste Woche ist es wieder so weit, die Apple Watch steht endlich vor der Vollendung. Und Apple hat es anscheinend wieder geschafft, dass auf der Fachmesse für den Mobilfunk MWC in Barcelona fast alle Aussteller und Fachbesucher über Apple sprechen, ohne dass der IPhone-Hersteller dort offiziell präsent ist. Allein Samsung gelingt es, mit einer neuen Gerätegeneration ein wenig Aufmerksamkeit auf sich zu ziehe. Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

Samsung Galaxy S6 & S6 Edge im ersten Test : Samsung stellt auf dem MWC mit dem Galaxy S6 und dem Galaxy S6 Edge seine neue Smartphone-Generation vor und setzt dabei weniger auf Plastik und mehr auf Glas und Metall. Top oder Flop? Unsere Kollegen der PC-Welt haben die Luxus-Geräte ausprobiert.

Pebble größerer Konkurrent als Android Wea r: Von diversen Smartwatches mit Android-Betriebssystem hat die Apple Watch keine ernst zu nehmende Konkurrenz zu befürchten. Die neue Pebble Time hingegen ist nicht zu unterschätzen.

W as Fitnessexperten von der Apple Watch halten : Sitzen sei der "neue Krebs", wie Tim Cook letztens plakativ den derben Nutzen der Apple Watch herausstellte. Business Insider hat einige Fitnessexperten befragt, ob die Apple Watch tatsächlich ihren Trägern zu einer besseren Gesundheit verhelfen kann. Das Resultat: Obwohl die Apple Watch sich hinsichtlich der Gesundheitsfunktionen kaum von anderen Armbändern unterscheide und ein wenig teuer sei, könne sie vor allem Bürohockern zu mehr Bewegung verhelfen und mittels Pulsmessung zu einem bessern Blick auf ihre Vitalwerte verhelfen. Das Vertrauen in Apple, "großartige Produkte" zu machen, ist zudem groß.

Was Apple wirklich gegen den Klimawandel unternehmen könnte: Apple Investment in Solaranlagen und umweltfreundliche Rechenzentren ist zwar zu begrüßen, meint Adam Minter für Bloomberg, Apple müsse aber mehr tun, um sich an seinen Worten messen zu können. Einen wesentlichen höheren Anteil an Apples C0 2 -Fußabdruck mache etwa die Produktion der Geräte in China aus, wo Manufakturen wie Foxconn ihre Energie aus Kohlestrom beziehen. Apple müsse es zudem auch Dritten erlauben, defekte iPhones zu reparieren und echtes Recycling für zurückgenommene Geräte gewährleisten.

Weitere Nachrichten:

Die iPhone-Gadgets des MWC

Traditionell ist es eine Branchenmesse für die Mobilfunksparte, das bedeutet, dass hier vor allem große Geschäfte gemacht werden. Netzanbieter suchen hier Netzwerkhardware für den Netzausbau aus oder Chipentwickler versuchen, die neueste Generation an die Handyhersteller zu verkaufen.

Neben neuen Smartphones ist der MWC auch eine Zubehörmesse. Hier gibt es neue Gadgets und zahlreiche Peripherie für unsere Smartphones. Geräte für die Heimsteuerung, Wearables wie  Smartwatches, Fitness- und Gesundheitsgeräte oder Klassiker wie Hüllen oder Erweiterungen, die unseren Smartphones neue Funktionen hinzufügen. Es zeichnet sich ab, dass Geräte wie IP-Kameras für zuhause immer zahlreicher werden. Dies kann entweder in Form eines elektronischen Türspions oder als multifunktionale Heimkamera, die einerseits die Wohnung überwacht und vermisst und vielleicht sogar selbst zur Sammelstelle von Daten anderer Sensoren wird oder beispielsweise Lampen im Haus steuern kann.​


Apple droht Klage durch Ericsson

Wie das Wall Street Journal berichtet, droht Apple eine Klage von Ericsson, nachdem das Unternehmen aus Cupertino die Unterzeichnung eines Lizenzabkommens verweigerte. Wie Ericsson mitteilt , verletze Apple mit den iPhones und iPads angeblich insgesamt 41 Patente des schwedischen Unternehmens im Zusammenhang mit der LTE-Technologie der Produkte.

Bis zum Januar 2015 gab es ein Abkommen zwischen den beiden Parteien. Nachdem Apple einer Verlängerung des Vertrages bisher nicht zustimmte, reichte Ericsson bereits Beschwerden bei der amerikanischen Handelskommission ein. Sollte die Behörde den Beschwerden von Ericsson stattgeben, droht Apple ein Verkaufsverbot für alle iPhones und iPads mit LTE in den USA.

Ursprünglich verklagte Apple am 12. Januar Ericsson, da das schwedische Unternehmen Apple zufolge extrem hohe Lizenzgebühren für verhältnismäßig unwichtige Bestandteile der LTE-Technologie fordere. Nur wenige Stunden später folgte eine Gegenklage von Ericsson in der das Unternehmen zwischen 250- und 750-Millionen-US-Dollar jährlich an Lizenzgebühren von Apple für die Nutzung der Patente forderte.

Die Patentprobleme mit Ericsson sind für Apple kein Einzelfall. Erst vor wenigen Tagen wurde das Unternehmen in einem anderen Fall bereits zur Zahlung von 533 Millionen US-Dollar verurteilt , da Apple nach Auffassung des Gerichts gegen Patente von Smartflash verstoßen hat.

Quellen: Wall Street Journal

Xqisit: Farblich passendes Zubehör für das iPhone 6

Zu den neuen Xqisit-Produkten für das iPhone 6 gehören Accessoires wie Hüllen und Cases, Speaker, Headsets oder das Xqisit Battery Pack. Diese lassen sich dem Anbieter zufolge farblich genau auf das entsprechende iPhone- Modell abstimmen. Das Portfolio der Zubehörmarke umfasst demnach bereits maßgeschneiderte Accessoires für das dünne iPhone 6 und iPhone 6 Plus. Jetzt werden einige dieser Produktlinien auf die Farben Gold, Silber und Schwarz ausgeweitet.

Die neue Kollektion umfasst etwa das Xqisit-Headset LZ380, ein Over-the- Ear-Kopfhörer, der sich via Bluetooth mit dem iPhone oder anderen Smartphones koppeln lässt. Auch eine direkte Verbindung per Kabel ist möglich. Oder das Folio Case Blavet, das laut Hersteller einen Rundumschutz für das iPhone bietet, da es das Gerät wie ein Buch umgibt. Gleichzeitig sei es leicht in engen Hosentaschen zu verstauen. Die integrierte Hartschalenhülle ist gummiert und soll Schäden durch Stöße oder Stürze verhindern. Auch den B06 Mini Bluetooth Speaker gibt es in mattem Gold, Silber und Schwarz. Der leichtgewichtige Lautsprecher im Aluminium-Gehäuse bietet eine Leistung von 3 Watt bei 80 dB und einer Impedanz von 4 Ohm (Herstellerangaben). Er lässt sich per Bluetooth oder Kabel problemlos mit dem Smartphone verbinden.

Dass dem Smartphone der Strom ausgeht, wenn es dringend gebraucht wird, soll sich mit dem Battery Pack mit Micro-USB verhindern lassen. Diese halte bis zu 2600 mA zusätzliche Energie bereit. Das Premium Charge-and-Sync-Kabel will dafür sorgen, dass das farbliche Zusammenspiel auch im Detail stimmt. Mit dem Lightning auf USB-Kabel in der passenden Farbe lässt sich das iPhone 6 zum Laden anschließen und mit dem Computer verbinden. Es ist mit einer Gewebe-Textur umwickelt und soll besonders unempfindlich und biegsam sein.

Logitech: Videomeetings mit Conference Cam Connect

Die demnächst erhältliche Conference Cam Connect von Logitech ist laut Hersteller ideal für Teams von 1 bis 6 Personen. HD-Video in 1080p mit Rundumklang und kabelloser Bildschirmspiegelung an praktisch jedem Arbeitsplatz sollen für eine höhere Produktivität sorgen.

Im ”tragbaren All-one-Design” kommt die neue Conference Cam Connect Anbieter Logitech zufolge im März auf den Markt. Sie bietet unter anderem ein 90-Grad-Blickfeld, eine digitale Schwenk- und Kippfunktion sowie digitalen 4-fach-Zoom in Full HD und ist damit ganz auf Meetings kleinerer Arbeitsgruppen ausgerichtet. Zur Verwendung schließt man die Kamera per USB an einen PC oder Mac an, um Meetings innerhalb der vertrauten Computerumgebung abzuhalten, oder man nutzt die kabellose Verbindung zur Bildschirmspiegelung und für das Audio-Pairing von einem kompatiblen Mobilgerät aus (diese Funktion gibt es nur mit Android und Windows 8.1). Die Echo- und Rauschunterdrückung sollen realitätsnahe Gespräche ermöglichen, so als wäre man mit dem Gesprächspartner im selben Raum, verspricht der Hersteller. Mit der Kamerafernsteuerung lassen sich Schwenk-, Neige- und Zoomfunktionen einer anderen Logitech Conference Cam oder der Webcam C930e bei einem Gesprächspartner steuern (mit Microsoft Lync-Installationen; Plug-In-Download erforderlich). Ausführliche technische Daten erhält man auf dieser Anbietersite . Für Apple-Nutzer wird mindestens OS X 10.7 vorausgesetzt. Das Kamerasystem ist laut Hersteller optimiert für Microsoft Lync 2013 und mit Cisco Jabber und WebEx kompatibel sowie für Skype zertifiziert – es soll sich in die meisten Business-UC-Plattformen integrieren lassen. Die Logitech Conference Cam Connect kommt im März 2015 zu einem Preis von 499 Euro (unverbindliche Preisempfehlung).

Facebook startet Selbstmord-Prävention

In Zusammenarbeit mit der University of Washington hat Facebook neue Online-Tools entwickelt, mit denen Selbstmord-Absichten frühzeitig erkannt und betroffenen Nutzern Hilfestellungen angeboten werden sollen.

Wer entsprechende Posts auf Facebook entdeckt, kann diese melden. Die Beiträge werden dann von Mitarbeitern überprüft. Deuten Beiträge auf Selbstmordgedanken hin, so schickt Facebook der betreffenden Person mehrere Meldungen, in denen Hilfe durch professionelle Hotlines angeboten wird. Auf Screenshots der Funktion wird ersichtlich, dass betroffene Nutzer auf ihren Post hingewiesen werden und danach mehrere Auswahlmöglichkeiten für Hilfe erhalten.

Von der Organisation Suicide Prevention Australia wurde die Neuerung bereits positiv aufgenommen. Firmenchefin Sue Murray sieht darin eine gute Möglichkeit, Selbstmorde zu verhindern.

In den USA steht die Funktion auf Facebook ab sofort zur Verfügung. Das Unternehmen will die Melde- und Beratungsfunktion in Zukunft jedoch auch in anderen Ländern anbieten.

Telekom will umprogrammierbare SIM-Karte bringen

Die Deutsche Telekom stellt sich auf die Einführung einer umprogrammierbaren SIM-Karte für vernetzte Geräte bereits ab dem kommenden Jahr ein. Der Konzern sei überzeugt, dass der Standard für eine sogenannte eSIM von 2016 an in den Markt komme und ab 2017 richtig durchstarten werde, hieß es am Samstag zur Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona. Die Telekom will dabei die das Hinzufügen neuer Geräte zu einem Mobilfunk-Vertrag erleichtern. Dafür soll es ausreichen, den Strichcode auf der Verpackung eines neuen Geräts mit dem Smartphone einzuscannen.

Die SIM-Karten, die heute zum Beispiel in Handys oder Tablets eingesteckt werden, sind fest auf eine Telefonnummer bei einem bestimmten Mobilfunk-Anbieter eingestellt. Schon seit mehreren Jahren wird aber an direkt in die Geräte integrierten Modulen gearbeitet, die per Funk von einem Anbieter auf einen anderen umgestellt werden können.

Laut Medienberichten hätte Apple eine solche SIM am liebsten bereits vor einigen Jahren ins seine iPhones eingebaut - der Plan sei damals aber am Widerstand der Netzbetreiber gescheitert. Danach kamen die umprogrammierbaren Karten zunächst etwa in vernetzten Autos zum Einsatz, um den Betrieb in verschiedenen Ländern zu erleichtern. Im vergangenen Herbst deutete sich bereits eine Wende an: Apple verkauft sein neues iPad-Modell in den USA und Großbritannien auch mit einer einsteckbaren SIM-Karte, die per Funk auf verschiedene Netzbetreiber umgestellt werden kann. Die Telekom ist dabei über ihre lokalen Tochterfirmen einer der Mobilfunk-Partner.

Grundsätzlich sieht die Telekom den Anwendungsfall für die eSIM vor allem bei vernetzten Alltagsgegenständen. Viele von ihnen - insbesondere Textilien - könnten gar keine herkömmlichen SIM-Karten aufnehmen. Dabei dürfe es jedoch keinen Wettlauf von Insel-Lösungen geben, betonte Telekom-Vorstandsmitglied Claudia Nemat. "Wir brauchen einen offenen eSIM-Standard. (cvi)

2056065