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Morgenmagazin vom Montag, 20. April 2015

20.04.2015 | 06:56 Uhr |

Was heute wichtig wird: 20. April 2015 +++ Apple Pay ab Herbst in Kanada +++ Macbook akzeptiert Kabel von Drittherstellern +++ Canon Selphy CP1000 will hochwertige Fotoprints ab Juni bieten +++ Alte Sicherheitslücke gefährlich für Minecraft-Server +++ Sonnet: Fusion PCIe Flash-Laufwerk mit 256 GB oder 512 GB +++ Trackpad passt auf einen Daumennagel +++ Tipp: Texteingabe mit Kurzbefehlen beschleunigen +++ Test: Musik rippen und konvertieren mit Dbpoweramp Beta 1.2

Was heute wichtig wird: 20. April 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Mal wieder mit den Boomtown Rats wach geworden: I don't like Mondays. Sicher, ein genialer Song über ein trauriges und gleichzeitig skurriles Ereignis, aber so absehbar in der Programmierung der Radiosender, die von Dienstag bis Sonntag nichts von Bob Geldof und Band spielen. Sicherlich hat für den Moderator der Morgensendung im Radio der Montag noch früher begonnen als für den Autoren und Redakteur des Morgenmagazins, aber man muss ihn und alle anderen Arbeitnehmer nicht gleich in schießwütige Stimmung bringen: "I wanna shoot the whole day down." Wer den Montag nicht mag und schon jetzt das nächste Wochenende herbei sehnt ("Monday morning feels so bad... Coming tuesday I feel better..."), hat womöglich nur den falschen Job. Also: Voller Vorfreude auf unser Werk der nächsten fünf Tage und darüber hinaus auf in die neue Woche!

Viele Unternehmen nutzen den Montag für Konferenzen, um auf das laufende Geschäft zu blicken und die neuesten Entwicklungen zu betrachten sowie die anstehende neue Woche zu planen. In einem Interview mit Fortune hatte Steve Jobs vor einigen Jahren mal verraten, dass bei Apple im Prinzip der komplette Montag dafür genutzt werde. Weshalb es gleich zu Beginn der Woche auch keine neuen Produkte von Apple gebe. Einzige Ausnahme bisher war die WWDC, die stets an einem Montag beginnt. Jobs' Nachfolger Tim Cook will womöglich mit der Tradition "Montags nie!" brechen, erstmals fand am 9. März mit dem "Spring Forward"-Event ein solches an einem Montag statt. Mit ausgeschlafenen und engagierten Apple-Mitarbeitern, die den Montag zu schätzen wussten.

Apple hat ja immer noch teilweise das Image, eine von kalifornischen Hippies mit Rauschebärten und langen Haaren gegründete Firma zu sein. Rauschebärte und lange Haare sind mittlerweile aus der Mode gekommen, auch darf man annehmen, dass die heutige Führungsriege eher wenig zum Thema Drogen zu sagen hat - außer den Genuss von Alkohol, Cannabis und LSD während der Arbeitszeiten zu verbieten, wie das in jeder vernünftigen Firma der Fall ist. So kann man sich auch kaum vorstellen, dass gegen Ende der heutigen Konferenzen in Cupertino um 16.20 sich die Beteiligten einen Joint bauen, um am 20.4. (oder nach amerikanischer Schreibweise 4/20) um 4.20 Uhr den Weltkiffertag gebührend zu feiern. So hippiemäßig ist Apple längst nicht mehr. Andererseits: Seit einem Jahr ist im US-Bundesstaat Colorado der Cannabis-Konsum legal, die eher positiven als negativen Erfahrungen könnten Auswirkungen auch auf andere US-Staaten haben. Die segensreiche Wirkung des Krautes als Schmerzmittel ist zudem unbestritten. Aber der Montag tut ja nun doch nicht so weh, dass man das bräuchte. Peter Müller

Lesetipps für Montag:

Was das iPhone von der Apple Watch lernen könnte: Apple hat eine Geschichte darin, in neuen Produkten bewährte Features später auch auf etablierte Geräte anzuwenden. Die Apple Watch könnte so bestimmt Vorbild für künftige iPhone-Generationen sein, Force Touch etwa könnte auch dem iPhone gut zu Gesicht stehen, ebenso einige aufgeräumte Funktionen der Software wie die dezentralisierten Benachrichtigungen.

Offen für Dritthersteller: Das neue Macbook hat Folgen für die Nutzung von Peripherie: Entweder droht wegen des USB-Zy-C-Anschlusses die Neanschaffung diverser Geräte oder zumindest einiger Adapter. Immerhin muss man nicht alle Kabel bei Apple kaufen. Wie der Mac-Hersteller bestätigt, funktioniert das Macbook auch mit den Lösungen von Drittherstellern solange diese dem USB-Standard genügen. Das gilt insbesondere für Ladegeräte, der proprietäre Magsafe-Anschluss der Macbooks der letzten Jahre zwang zum Kauf eine Ladegeräts bei Apple.

Apple Pay geht über die Grenze: Im November diesen Jahres soll Apple Pay erstmals außerhalb der USA in Betrieb gehen, berichtet das Wall Street Journal. In Kanada werde es den ersten Testlauf im Ausland geben, Apple verhandle gerade mit den sechs größten Banken des Landes. Diese hätten aber insbesondere noch Sicherheitsbedenken.

Was iOS 9 bringt: Für September steht vermutlich kein gänzlich neues iPhone auf dem Plan, sondern lediglich ein Upgrade. Apple hätte daher die Möglichkeit, sich stärker auf das Betriebssystem zu konzentrieren. iOS 9 dürfte wieder mehr auf Unternehmen zielen, Verbesserungen bei CarPlay und der Verknüpfung mit der Apple Watch sollten auch im Zentrum stehen.

Weitere Nachrichten:

Canon Selphy CP1000 will hochwertige Fotoprints ab Juni bieten

Der Selphy CP1000 druckt Hersteller Canon zufolge hochauflösend mit 16,7 Millionen Farben und verfügt über eine automatische Bildoptimierung. Diese soll für eine kräftige, präzise Farbgebung und entsprechenden Kontrast sorgen und auch rot geblitzte Augen retuschieren. Für Selfies oder andere Personenaufnahmen bietet der Drucker zudem den Modus ”Glatte Haut“, welcher Hauttöne optimiert.

Durch die gezielte Kontrolle der auf das Farbband gelangenden Hitze, bietet der Selphy CP1000 vier verschiedene Finish-Optionen für das fertige Bild an, ohne dass dazu ein Wechsel des Verbrauchsmaterials nötig ist, so Canon in seiner Pressemitteilung weiter. Das Glanz-Finish sorgt demnach für lang haltbare Fotoprints mit einer Farbstabilität von angeblich bis zu 100 Jahren. Hinzu kommen drei verschiedene Mattglanz-Finish-Optionen, die den Fotoprint gegen Schmutz und Fingerabdrücke schützen sollen, so dass Fotos problemlos weitergereicht werden können.

Der Drucker beherrscht Standard-Postkartenformat, ungewöhnliche Formate im 50 x 50 Millimeter Instagram-Stil oder ein Fotoprint im Kreditkartenformat. Eine weitere Funktion ist der Passfotodruck in 43 verschiedenen Formaten etwa für kleinere Büros oder Veranstaltungen, wo auf die Schnelle Passfotos gedruckt werden müssen. Hierbei besteht auch die Möglichkeit zwei unterschiedliche Passfotos auf ein Blatt zu drucken. Entsprechende Rahmen und Beschnittlinien werden automatisch mitgedruckt, so dass mit minimalem Abfall präzise ausgeschnitten werden kann, verspricht der Anbieter.

Dazu kommt Canon zufolge ein anwenderfreundliches Design mit aufstellbarem 6,8 Zentimeter (2,7 Zoll-LCD zum mühelosen Lesen der Menüs mit Hinweisen zur einfachen Navigation. Für konstante Ergebnisse lassen sich häufig genutzte Druckeinstellungen speichern. Per Cropping lässt sich auch ohne Computer entscheiden, welcher Ausschnitt des Bildes zu drucken ist. Der Selphy CP1000 unterstützt Drucken vom USB-Stick, ist kompatibel mit SD- und CF-Speicherkarten sowie Pictbridge für Kameras und erlaubt es, über den optional erhältlichen Akku NB-CP2L, der sich hinten am Printer anbringen lässt, auch unterwegs zu drucken. Eine Akkuladung soll für ungefähr 36 Fotoprints im Postkartenformat reichen. Drahtloses Drucken ist mit dem Mac-kompatiblen Printer nicht möglich, der Anschluss an den Rechner erfolgt über ein USB-Kabel.

Ausführliche technische Daten zum Selphy CP1000 mit Abmessungen von zirka 178 x 135 x 60,5 Millimeter (nur Drucker, ohne überstehende Teile) und einem Gewicht von etwa 840 Gramm (ohne Tintenpatrone und Papierkassette) gibt es hier . Den Canon Selphy CP1000 gibt es im Handel ab Juni 2015 zum Preis von 109 Euro (unverbindliche Preisempfehlung inklusive Mehrwertsteuer).

Alte Sicherheitslücke gefährlich für Minecraft-Server

Eine Schwachstelle im Baukastenspiel Minecraft macht es möglich, den angeschlossenen Mehrspieler-Server zu stören. Die Sicherheitslücke wurde bereits vor zwei Jahren von Ammar Askar an die Macher des Spiels gemeldet, diese reagierten trotz längerer Kommunikation per E-Mail jedoch nicht darauf.

Der mittlerweile öffentlich zugängliche Exploit-Code erlaubt eine Manipulation des Inventars, was dazu führt, dass der Speicher im Server komplett ausgelastet wird. Askar fordert daher Limits für diese Zugriffe. Einen Patch hatte er vor fast zwei Jahren ebenfalls an die mittlerweile zu Microsoft gehörenden Minecraft-Entwickler Mojang gesendet. Geschlossen ist die Lücke jedoch noch immer nicht.

Obwohl die Schwachstelle ursprünglich in Minecraft 1.6.2 aufgetaucht war, ist sie auch in der aktuellen Version 1.8.3 noch vorhanden. Wann Mojang einen entsprechenden Patch veröffentlichen wird, der die Sicherheitslücke schließt, bleibt offen.

Sonnet: Fusion PCIe Flash-Laufwerk mit 256 GB oder 512 GB

Das neue Fusion PCIe Flash-Laufwerk (Solid-State-Drive/SSD) von Sonnet mit einer Breite von 1,75 Zoll, vier Zoll Tiefe und 0,8 Zoll Höhe ist wahlweise mit einer Speicherkapazität von 256 GB oder 512 GB erhältlich. Die Thunderbolt 2-Speicherlösung bietet im Lieferumfang ein 0,5 Meter langes Thunderbolt-Kabel. Damit kann das Fusion an kompatible Macs oder Windows-PCs angeschlossen werden, sowie per Daisy-Chaining an das Ende einer Thunderbolt-Peripherie-Kette. Das Aluminiumgehäuse soll sicheren Schutz bieten und zugleich die Wärme von der SSD abführen. Da kein Lüfter erforderlich ist, arbeitet der externe Speicher dem Hersteller zufolge besonders geräuscharm. Aufgrund der Bus-Power benötigt das Gerät zudem kein Netzteil. Auf dem bootfähigen Thunderbolt 2-SSD lässt sich außerdem ein OS X-Betriebssystem installieren. Das Fusion PCIe Flash Drive ist kompatibel mit OS X 10.8.5 oder höher und mit Microsoft Windows ab Version 7 sowie Windows Server 2012 and 2008. Die US-Preise liegen bei 499 für das 256 GB- und bei 799 US-Dollar für das 512 GB-Modul. Die Euro-Preise sind noch nicht bekannt.

Trackpad passt auf einen Daumennagel

Ein Forscherteam des Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat mit NailO ein winziges Trackpad entwickelt, das zur Steuerung von Laptops, PCs, Tablet-PCs oder Smartphones genutzt werden kann. Die Besonderheit: Das Trackpad kommt ohne Kabel aus und ist gerade einmal so groß wie ein Daumennagel. Genau dort wird es auch getragen. Ähnlich eines künstlichen Fingernagels, wird es über die Daumenkuppe gestülpt. Die glatte Oberfläche fungiert als Trackpad, das beispielsweise mit dem Zeigefinger bedient wird.

Als Anwendungsgebiet zeigen die Forscher in einem Demonstrationsvideo die Küche. Hier scrollt die Anwenderin per Daumennagel-Trackpad durch ein Rezept, während sie damit beschäftigt ist, mit beiden Händen einen Salat zu mischen. Über das herkömmliche Trackpad hätte sie hier die Arbeit niederlegen und händisch am Laptop durch das Rezept scrollen müssen.

Die Forscher haben den Prozessor, die Batterie, den Sensor-Chip und den Bluetooth-Sender in eine kleine Leiterplatte integriert, die unter der Trackpad-Oberfläche auf dem Daumennagel sitzt. So dünn wie ein künstlicher Fingernagel ist der Prototyp also noch nicht. Die Forscher wollen die Größe jedoch weiter reduzieren. In Gesprächen mit chinesischen Akku-Herstellern verhandelt das MIT gerade über die Integration eins Mini-Akkus mit nur 0,5 Millimeter Dicke.

Tipp: Texteingabe mit Kurzbefehlen beschleunigen

Alle Apps die Apples Standardfunktionen zur Textbearbeitung nutzen, wie zum Beispiel Textedit oder die iWork-Apps, erlauben damit auch den Einsatz einiger praktischer Kurzbefehle. Dazu gehören „Befehlstaste-B“, „-I“ und „-U“ für die Textattribute Fett, Kursiv und Unterstrichen. Mit „Befehl-Wahltaste-C“ kopiert man die Attribute eines markierten Textes und mit „Befehl-Wahltaste-V“ wendet man sie auf eine Auswahl an. Hat man beim Tippen zwei Buchstaben verdreht, kann man mit „Control-Taste-T“ das Zeichen vor und hinter dem Cursor vertauschen. Steht die Einfügemarke am Zeilenende, werden damit die beiden letzten Zeichen der Zeile getauscht. Mit „Controltaste-A“ und „-E“ springen Sie zum Anfang beziehungsweise Ende des Absatzes. Ebenfalls praktisch sind „Control-Taste-D“ (oder „fn-Rückschritttaste“), um das Zeichen rechts vom Cursor zu löschen. Die dafür zuständige Entfernentaste fehlt den kleinen Tastaturen, die heute in der Regel genutzt werden. Um das ganze Wort links vom Cursor zu löschen, drücken Sie „Wahl-Rückschritttaste“.

Test: Musik rippen und konvertieren mit Dbpoweramp Beta 1.2

Dbpoweramp (Schreibweise des Herstellers dBpoweramp) ist auf der Windows-Plattform seit etwa fünfzehn Jahren zu haben und hat sich durch einige einzigartige Funktionen einen guten Ruf erworben. Zwei Funktionen hat die Mac-Version zu bieten, einen Konverter für Audiodateien und einen funktionsreichen CD-Ripper. Optisch wirkt das Programm auf den ersten Blick abschreckend, die Oberfläche gleicht stark der altmodisch gestalteten Windows-Version. Im Unterschied zum Hauptkonkurrenten iTunes bietet das Tool dafür einige Spezialfunktionen wie die Option Accurate Rip: Nach dem Auslesen einer Audiodatei prüft das Tool die Prüfsumme der Datei anhand einer Datenbank mit 3,2 Millionen bekanten Medien und kann so Fehler beim Auslesen erkennen. Natürlich funktioniert dies jedoch nur, wenn die Audio-CD bereits in der Datenbank ist. Beim Rippen selbst stehen mehrere Methoden zur Wahl, eine schnelle und zwei genauere Techniken. Beim Ergänzen von Metainformationen und Coverbildern kann die Software unter Umständen bessere Ergebnisse als iTunes erzielen, insgesamt fünf Online-Quellen werden abgefragt. Diese kommerziellen Datenbanken sind allerdings mit ein Grund für den recht hohen Preis der Software. Über Aktionen kann man die Audiodateien außerdem gleich weiterverarbeiten, zur Wahl stehen Aktionen wie Umbenennung aber auch Funktionen wie Normalisierung, Replay Gain und Equalizer. Als Zielformate stehen Standards wie MP3, AAC, Ogg und verlustlose Formate wie FLAC, und Musepack zur Wahl. Das Auslesen funktioniert in unserem Test problemlos, die Performance bei der Encodierung ist hervorragend. Schade: Das automatische Rippen in mehrere Formate funktioniert in unserem Test nicht. Für diese Aufgabe kann man aber nach dem Rippen die Konverter-Funktion verwenden. Über ein Browserfenster wählt man hier Ordner und einzelne Medien aus, eine Filterfunktion ermöglicht die gezielte Auswahl bestimmter Dateiarten. Die gleichzeitige Umwandlung in mehrere Formate funktioniert hier problemlos, Aktionen und Effekte stehen zur Verfügung. Hinweis: Das Tool bietet auch einige Funktion für das Auslesen defekter Medien. Bei Problemen mit fehlerhaften CDs ist nach unserer Einschätzung aber das Laufwerk wichtiger als das verwendete Programm - so erzielen herkömmliche Laufwerke meist bessere Ergebnisse als flache Notebook-Brenner. Insgesamt ist das Tool recht brauchbar, einige Funktionen der Windows-Version fehlen allerdings oder sind noch nicht nutzbar. Hi-Fi-Fans bietet das Tool interessante Optionen, für professionelle Anwender erscheint uns die Mac-Version zu wenig ausgereift. So bemängeln auch im Anwenderforum viele Nutzer der Mac-Version die Stabilität. Einen ähnlichen Funktionsumfang bietet das kostenlose XLD, das ebenfalls Accurate Rip nutzen kann. Hinweis: Die Software ist noch im Betastadium, muss nach Ablauf der Demo-Periode aber gekauft werden. Wir bewerten es deshalb wie ein finales Produkt.

Für audiophile CD-Käufer ist Dbpoweramp eine interessante Alternative zu iTunes, bietet doch Accurate Rip einzigartige Prüf-Optionen. Der Preis ist allerdings hoch und mit der ausgereiften Windows-Version kann das Tool weder bei der Stabilität noch beim Funktionsumfang mithalten. Für Heimanwender, die nur gelegentlich eine Audio-CD kaufen, ist iTunes außerdem völlig ausreichend.

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