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Morgenmagazin vom Montag, 20. Januar 2014

20.01.2014 | 06:38 Uhr |

iPhone legt in den USA zu, Galaxy auch +++ E-Book-Watchdog: Apple legt Berufung ein +++ Starbucks reagiert auf Sicherheitslücke in iOS +++ Omni Outliner 4 mit neuem Design +++ Bank X 5: Neue Version mit erweiterter Unterstützung für SEPA +++ Neues iPhone-Spiel wird mit Gesicht und Augen gesteuert +++ Sensoren helfen bei der Parkplatz-Suche per Smartphone +++ China enthüllt eigenes mobiles Betriebssystem +++ Facebook kündigt neue Trending-Funktion an

iPhone legt in den USA zu, Galaxy auch

Die Marktforscher der NPD Group bestätigten, dass in den USA im vierten Quartal 2013 42 Prozent aller Smartphone-Anwender ein iPhone besaßen. Im Vorjahresquartal lag diese Anzahl noch bei "nur" 35 Prozent, Aber auch Samsungs Android-basierte Smartphones konnten ihren Marktanteil in den USA im gleichen Zeitraum von 22 auf 26 Prozent ausbauen. An der Studie nahmen 4.500 Smartphone-Anwender teil.

Die Analysten von Strategy Analytics veröffentlichten hingegen Statistiken über globale Trends: in 2013 nutzen weltweit 78 Prozent aller Smartphones Android als Betriebssystem und satte 40 Prozent davon kamen von Samsung. Apples Anteil des globalen Smartphone-Marktes lag bei immerhin 16 Prozent. Als absolute Verkaufszahlen für 2013 ermittelten die Analysten 158 Millionen iPhones und 783 Millionen android-basierte Smartphones.

Die massiven Zuwächse gehen laut der Studie der NPD Group auf Kosten der Umsätze von HTC, Motorola und Blackberry, die alle im vierten Quartal 2013 deutlich schlechter als im Vorjahresquartal abschnitten. NPD veröffentlichte zwar keine absoluten Verkaufzahlen dieser Firmen, ermittelte aber einen weiteren Trend: Laut den Angaben der Teilnehmer der US-Studie stieg die Download-Datenrate pro Smartphone im letzten Quartal 2013 auf 6,6 GB - ein Zuwachs von 1,1 GB im Vergleich zum gleichen Zeitraum in 2012. Dieser Zuwachs ist in erster Linie auf den zunehmenden Einsatz von Streaming -Diensten zurückzuführen.

Diese Ergebnisse werden auch durch eine weitere Studie der Marktforschungsfirma Connected Intelligence mit 5.000 Teilnehmern in den USA bestätigt. Demnach nutzen 52 Prozent aller Smartphone-Anwender in den USA mindestens eine App zum Streamen von Musik. Pandora ist derzeit der vorwiegend genutzte Dienst, gefolgt von iHeart Radio, Spotify , Tune-In Radio und Slacker Radio. Weder Google Play Music noch Apples iRadio schafften es in 2013 in diese Top-Five-Liste .

E-Book-Watchdog: Apple legt Berufung ein

Apple hat wie erwartet gegen die Entscheidung, dass der vom Gericht eingesetzte Kartellwächter Michael Bromwich bleiben soll , umgehend Berufung eingelegt. Apple hatte im November gegen Bromwich Beschwerde eingelegt, dass weder seine Maßnahmen noch Stundenlohn-Forderungen gerechtfertigt seien, aber die US-Bezirksrichterin Denise Cote hatte letzte Woche alle E inwände abgewiesen . Cote beschrieb in ihrer Begründung, dass Apples Reaktion auf den Wächter nur bestätigt, wie richtig ihre Wahl und Einsatz von Bromwich ist.

Der erneute Einspruch, der von Apple nur zwei Tage nach der letzten Abweisung eingereicht wurde, liegt beim US-Bezirksgericht in Manhattan - New York unter der Registrierung "U.S. v. Apple Inc., 12-cv-02826" vor, berichtet Bloomberg .

Starbucks reagiert auf Sicherheitslücke in iOS

Als Antwort auf einen Bericht über eine Sicherheitslücke hat Starbucks ein Update für seine iOS-App zur Verfügung gestellt. Die App wird von Starbucks-Kunden eingesetzt, um über ein Pre-Paid-System in den Starbucks-Filialen zu bezahlen und nebenbei Treuepunkte zu sammeln. Der Sicherheitsexperte Daniel Wood hatte im Dezember Starbucks die Sicherheitslücke gemeldet und anschließend am 13. Januar in seiner Mailingliste veröffentlicht.

Die App speicherte seine Kundendaten, inklusive Kreditkarten-Details, ohne jegliche Verschlüsselung auf den iOS-Geräten. Das alleine ist nicht unbedingt ein Problem, da in iOS die Sandbox-Umgebung dafür sorgt, dass Daten aus einer App nicht unbeabsichtigt von einer anderen App "genutzt" werden. Kritisch wird es erst dann, wenn das iPhone oder iPad ohne Passcode in falsche Hände fällt, oder der Kunde via iTunes - wiederum ohne Verschlüsselung - ein Backup auf den Desktop-Rechner und dort erfolgreich ein Exploit eingesetzt wird, oder aber, wenn der Anwender Jailbreak auf seinem iOS-Gerät einsetzt. Durch Jailbreak werden Apples eingebaute Sicherheitsmaßnahmen ausgehebelt, inklusive der Sandbox-Sperre und andere Apps können ungehindert auf die unverschlüsselten Daten zugreifen.

Im ersten Anlauf hatte Starbucks die Bedeutung der Sicherheitslücke erst einmal heruntergespielt . Die Behebung der bemängelten Sicherheitsmaßnahmen ist in iOS aber einfach genug, dass Startback am letzten Donnerstag prompt ein Update samt Pressemitteilung nachgeschoben hat. Obwohl die Sicherheitslücke seit Jahren bestand, wurde laut Starbucks aber nie ein Missbrauch der unverschlüsselten Informationen gemeldet.

Omni Outliner 4 mit neuem Design

Neben der neuen Seitenleiste, die Stilvorlagen und eine aus-/einklappbare Inhaltsübersicht präsentiert, gehört auch ein Textzoom zu den Verbesserungen in Omni Outliner 4. Dabei lässt sich das Dokument zum Sichten vergrößern, ohne das tatsächliche Layout anzutasten. Ein Ressourcen-Browser gewährt Zugriff auf kürzlich editierte Dateien, lässt Vorlagen auswählen und Themen auf bestehende Dokumente anwenden. Außerdem lassen sich hier Vorlagen aus Omni Outliner 3 importieren. Auch der Inspektor wurde überarbeitet und soll nun klarer und frischer wirken. Hyperlinks für Internetadressen verwandelt das Programm in reale URLs und lässt sie direkt anklicken. Bilder, Videos, Sounddateien und  Omni Outliner-Dokumente können an das aktuelle Dokument angehängt respektive eingebunden und abgespielt werden. Alle weiteren Neuerungen beschreibt der Entwickler in seinem Angebot im Mac App Store (englischsprachig) beziehungsweise in einem Video auf der eigenen Homepage. Im Mac App Store lässt sich die neue Version 4.0 zum Preis von 45 Euro erwerben (Download: 25 MB), auf der Entwicklersite selbst gibt es weitere Lizenz-Modelle sowie eine Demoversion mit zwei Wochen Laufzeit. Vorausgesetzt wird mindestens OS X 10.9 Mavericks. Per In-App-Kauf kann in der Version aus dem Mac App Store man für weitere 45 Euro auf die Pro-Version mit zusätzlichen Funktionen upgraden, diese kostet beim Entwickler direkt 1o0 US-Dollar. Daneben gibt es auch eine Version des Programms für das iPad.

Bank X 5: Neue Version mit erweiterter Unterstützung für SEPA

Das Update für Bank X 5 auf 5.1.8 bringt dem Anbieter Application Systems Heidelberg zufolge ein neues Modul zum Zugriff auf Miles-and-More-Kreditkarten, einen IBAN-Assistenten zur Wandlung von Kontonummer und BLZ im SEPA-Überweisungsdialog (wobei der IBAN-Assistent mindestens OS X 10.7 voraussetzt), eine Unterstützung von SEPA-Lastschriften mit verkürzter Vorlauffrist ("COR1" beziehungsweise Eillastschriften). Dazu arbeitet der integrierte SEPA-XML-Importer nun fehlertoleranter. Nach Eingabe einer IBAN werden BIC und Land automatisch gesetzt, so dass beides vom Nutzer muss nicht mehr eingegeben werden muss. Weitere Neuerungen und Fehlerbereinigungen teilt der Anbieter auf seiner Homepage mit.
Bank X 5.1.0 ist nicht mehr auf PPC-Macs (G4, G5) lauffähig. Mindestvoraussetzung ist ein Intel-Mac mit mindestens Mac-OS X 10.6.8 (Snow Leopard). Mit den Varianten Bank X Home, Bank X 5 Standard und Bank X 5 Professional gibt es Bank X sowohl für den Privatanwender als auch für Online-Banking-Nutzer, die auf zusätzliche professionelle Funktionen Wert legen. Ein Versionsvergleich findet sich hier.
Bank X unterstützt laut Entwickler alle Formen von HBCI inklusive optischer Verfahren (PIN/TAN, iTAN, mTAN, Chip-TAN, Smart-TAN, Sicherheitsmedium/Schlüsseldatei, Chipkarte). Für den mobilen Einsatz gibt es Bank X Mobile für iPad, iPhone und iPod Touch. Dieses kostet 20 Euro, während es die Mac-Produkte zum Preis von 59 Euro für Bank X 5 Standard und für die Professional-Ausgabe für 99 Euro gibt, Home im Mac App Store für ebenfalls 20 Euro (unterstützt nur einen HBCI-Zugang inklusive Unterkonten). Weitere Preise für Crossgrades, Upgrades und Download-Produkte finden sich auf dieser Site . Nach Registrierung auf der Homepage des Anbieters ist eine kostenlose Demoversion erhältlich.

Neues iPhone-Spiel wird mit Gesicht und Augen gesteuert

Neues iPhone-Spiel wird mit Gesicht und Augen gesteuert (c) umoove.me
Vergrößern Neues iPhone-Spiel wird mit Gesicht und Augen gesteuert (c) umoove.me
© umoove.me

Das israelische Startup-Unternehmen Umoove überrascht mit einer kostenlosen Anwendung namens UmooveExperience: The 3D Face & Eye Tracking Flying Game . Dabei handelt es sich um ein Spiel für iOS, welches eine neue Technik ausloten soll. Umoove nutzt hierfür die Frontkamera des Smartphones oder Tablets, um die Positionen von Gesicht und Augen zu erfassen. Dadurch kann die Figur im Spiel mit minimalen Kopfbewegungen gesteuert werden.

Für Technikbegeisterte ist der Gratis-Download sicherlich zu empfehlen. Spielerisch ist Umoove aber wenig anspruchsvoll. Die Macher wollen damit vielmehr unter Beweis stellen, dass eine Bedienung ganz ohne Tasten oder Schaltflächen auf mobilen Geräten durchaus möglich sein kann. Das langfristige Ziel des Unternehmens ist es, die beiden Schnittstellen FaceSDC und EyeSDK in so vielen Spielen und Apps wie möglich unterzubringen.

Technik-Trends 2014: Smartphones

Derzeit steht die App Umoove Experience: The 3D Face & Eye Tracking Flying Game nur für iOS-Geräte bereit. Eine Android-Version soll jedoch in Kürze folgen.

Sensoren helfen bei der Parkplatz-Suche per Smartphone

Sensoren helfen bei der Parkplatz-Suche per Smartphone (c) apple.com
Vergrößern Sensoren helfen bei der Parkplatz-Suche per Smartphone (c) apple.com
© apple.com

Bislang erfahren Autofahrer meist nur an entsprechenden Schalttafeln, ob in einem Parkhaus noch ein Platz frei ist. In Zukunft soll die Parkplatzsuche über das Smartphone noch einfacher werden. In London wird hierzu ein Testlauf mit entsprechenden Sensoren durchgeführt, die Autofahrer über eine Smartphone-App zu freien Plätzen leiten sollen.

Der vom Unternehmen Smart Parking durchgeführte Testlauf findet vorerst im Stadtteil Westminster statt. Hier benötigen Autofahrer bislang noch 15 Minuten für die Suche. Sollte das Projekt Erfolg haben, könnte es schon bald auf die ganze britische Hauptstadt ausgeweitet werden.

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Auch in Deutschland gibt es schon derartige Testläufe. So hat die Firma Streetline im vergangenen Jahr in zwei Straßen in Braunschweig Sensoren am Straßenrand installiert, über die Autofahrer mit einer App nach Stellplätzen suchen können. Noch in diesem Jahr soll festgestellt werden, ob sich der Einsatz lohnt. Dann steht einer Ausweitung auf andere Städte nichts mehr im Wege.

China enthüllt eigenes mobiles Betriebssystem

China enthüllt eigenes mobiles Betriebssystem (c) CCTV
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© CCTV

Die Dominanz von Apple und Google auf dem chinesischen Markt ist der Regierung ein Dorn im Auge. Um die US-Konkurrenten in ihre Schranken zu verweisen, hat China nun mit COS (China Operating System) ein eigenes mobiles Betriebssystem vorgestellt. Das staatlich zertifizierte und durch die Regierung finanzierte OS wurde vom Institute of Software an der Chinese Academy of Sciences sowie dem Unternehmen Shanghai Liantong Network Communications Technology entwickelt.

COS basiert auf Linux und soll nicht nur auf Smartphones und Tablets, sondern auch auf PCs und Set-Top-Boxen zum Einsatz kommen. Obwohl das OS auf Linux zurückgreift und HTML5 unterstützt, sei COS jedoch kein Open-Source-System. Das berichtet das Nachrichten-Portal 21cbh.com in einem aktuellen Report. Laut den Machern würden Open-Source-Plattformen zu viele Sicherheitsrisiken bergen und kämen aus diesem Grund bei der chinesischen Kundschaft nicht gut an.

Besonders Android-Anwender würden sich den Entwicklern zufolge schnell mit COS zurechtfinden. Das OS verfügt über einen eigenen App-Store, in dem sich bereits mehr als 100.000 Anwendungen finden. Ob sich COS in China tatsächlich gegen Android und iOS durchsetzen kann, bleibt abzuwarten.

Facebook kündigt neue Trending-Funktion an (c) Facebook
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© Facebook

Facebook hat mit Trending ein neues Feature für das soziale Netzwerk angekündigt. Die von Konkurrent Twitter inspirierte Funktion zeigt alle Themen an, die aktuell von den rund 1,2 Milliarden Nutzern besonders heiß diskutiert werden.

Eingeblendet werden die Themen im Browser-Modus des Social-Network. Hier zeigt Facebook im rechten Layout-Block die Trending-Kategorie, die mit einem kleinen Icon aktuelle Überschriften anzeigt. Zur Auswahl stehen derzeit beispielsweise die besten Momente der Golden Globe Awards oder die neue Staffel der Erfolgsserie 24, die auf dem US-Sender Fox am 5. Mai Premiere feiert. Durch einen Klick auf das jeweilige Thema gelangen Nutzer zu einem Quellenlink, über den sich nähere Details in Erfahrung bringen lassen.

Facebookstellt Sponsored Stories im April ein

Neben allgemeinen Themen wählt Facebook eigenen Aussagen zufolge für den Feed auch personalisierte Themen aus, die entweder vom Freundeskreis des Nutzers diskutiert werden oder mit dessen Interessen übereinstimmen. Das Facebook-Update, welches den News-Feed um Trending-Beiträge erweitert, wird in den nächsten Tagen nach und nach ausgeliefert.

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