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Morgenmagazin vom Montag, 22. März 2021

22.03.2021 | 07:07 Uhr | Peter Müller

Prognose: Was vom A15 zu erwarten ist +++ Apple enfernt iMac Pro - und zwei weitere iMac-Konfigurationen +++ WhatsApp und Twitter testen neue Features +++ Brand bei Wafer-Hersteller in Japan +++ The Falcon and the Winter Soldier jetzt auf Disney+ +++ Oppo Band Sport kommt nach Deutschland

22. März: Mehr Wasser

Macwelt wünscht einen guten Morgen! Unsere Heimat, dieser unscheinbare Felsenplanet in der habitablen Zone eines unspektakulären, dafür aber langlebigen G-Klasse-Sterns, sollte eigentlich nicht Erde, sondern Wasser heißen. 71 Prozent der Oberfläche sind von H 2 O in flüssiger Form bedeckt, Tendenz wegen der in den Polregionen beobachteten Phasenübergängen des Inlandseises derzeit steigend. Aus dem Wasser kommen wir ja, so bestehen wir immer noch zu gut 71 Prozent aus jenem Stoff, den man auch als verbrannten Wasserstoff bezeichnen könnte, also als Asche jenes weitverbreiteten Urstoffs des Universums. Wir sind also nicht nur aus Staub gemacht und müssen zur Asche zurückkehren, sondern sind aus dem Wasser gekommen und kehren wieder dahin zurück. Leben, wie wir es kennen und definieren, kann nur mit flüssigem Wasser funktionieren, der Kohlenstoff, unser Lebensgrundbaustein, benötigt für seine komplexe organische Chemie die wässrige Lösung.

Das Wasser kann auch ohne Leben im Allgemeinen und uns im Speziellen, aber es geht halt nicht umgekehrt. Deshalb hat das Wasser auch einen eigenen Welttag mehr als verdient, seit dem Jahr 1993 fällt er auf den 22. März und damit in die Nachbarschaft zum Earth Day, der immer am 22. April ansteht - die Earth Hour ist wieder für den Abend des kommenden Samstag anberaumt.

Jedes Jahr bekommt der Weltwassertag ein eigenes Motto, heuer lautet es "Valuing Water“ – Wasser wertschätzen. Denn so viel Wasser auch die Oberfläche unseres Planeten bedeckt, wir können nur mit jenem Teil zurecht kommen, der kaum Salze enthält, dafür aber frei ist von Verunreinigungen. Der Zugang zu frischem Wasser sollte  ein Menschenrecht sein und es zu verschmutzen, als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit betrachtet werden. Wasser benötigt Wertschätzung, aber keine Preisschild: Es ist viel wertvoller als ein jeder nur denkbare Shareholder Value.

Stellt man Gedankenexperimente an, dass die Menschheit - und nur diese - von einem Augenblick auf den nächsten von der Erde verschwände, kommt man sehr schnell auf die Idee, dass sich der Rest der Natur den Planeten recht schnell wieder zurückholen würde. Nur mit den Hinterlassenschaften des Homo Sapiens hätte sie noch sehr lange zu kämpfen, jenen Stoffen, den wir mit viel Aufwand und Energie aus den Böden geholt und mit noch mehr Energie in völlig andere Substanzen verwandelt haben, mit denen der Rest der Ökosphäre nicht zurechtkommt. Plastik verrottet schließlich nicht, Sonne, Wind und Wasser (sic!) zerkleinern es nur so weit, dass es sich schier über das gesamte Gewässer verteilt - und in der Nahrungskette anreichert. Am Ende des Massensterbens, das der Mensch ausgelöst hat und dem er zumindest im Gedankenexperiment zum Opfer fällt, wird die Natur womöglich eine neue Antwort finden. Zumindest werden Bakterien, die Plastik tatsächlich zerlegen und in neue Energie verwandeln können, einmal einen evolutionären Vorteil genießen und mit ihnen Lebewesen, die ihrerseits von und mit diesen Einzellern leben.

Dem Wasser ist das egal, der verbrannte Wasserstoff war ziemlich sicher  schon vor Entstehung der Erde in dieser Gegend der Galaxie vorhanden und ist es gewiss auch in anderen Raumregionen. Das Wasser kann auch ohne uns, nur wir nicht ohne Wasser.

Wasser ist Leben und wenn nicht ein Menschenrecht, erwächst aus den ökologischen und ökonomischen Zusammenhängen auf dem Wasserplaneten, den wir Erde nennen, die Pflicht, dem Leben den Zugang zu sauberen und nutzbaren Wasser zu verschaffen und zu erhalten. Feiern wir also den Weltwassertag als unseren gemeinsamen globalen Feiertag, wir müssen ja nicht unbedingt mit Wasser darauf anstoßen…

Lesetipps für den Montag:

Fremdsystem: Das iPhone passt am besten zum Mac, insbesondere die Synchronisation von Fotos und Videos bereitet keinerlei Probleme, schon gar nicht das Teilen mit anderen, solange diese auch Apple-Geräte einsetzen. Versucht man die Synchronisation mit dem PC oder will Bilder und Videos mit jemanden mit Android-Smartphone teilen, werden die Dinge ein wenig komplizierter. Das liegt nicht nur am Fehlen der Foto-App, sondern auch an den neuen Formaten HEIF und HEVC, die Apple mit iOS 11 eingeführt hatte. Michael Simon hat einige Tipps für diese Fälle.

Prognose: Solange Apple noch Chips von Intel in seine Macs eingebaut hatte, konnte man schon vorher einigermaßen absehen, welche angekündigten oder bereits veröffentlichten CPUs Apple verwenden würde und welche Leistung man erwarten könnte. Über die eigenen Prozessoren in iPhone, iPad und nun auch Mac bewahrt Apple im Vorfeld stets Stillschweigen. Jason Cross versucht sich nun an einer Prognose, was man vom A15-Chip erwarten könne, den Apple voraussichtlich ab Herbst in die iPhone 13 einbauen wird. Dazu muss man vor allem Entwicklungen aus der Vergangenheit extrapolieren und einige Sinnvolle Annahmen machen. So darf man davon ausgehen, dass TSMC die Chips im Auftrage Apple weiterhin im 5-nm-Verfahren fertigt, wenngleich der Prozess wieder ein wenig verbessert sein sollte, der Sprung auf 3 Nanometer könnte im nächsten Jahr erfolgen. So dürfte der A15 etwas größer als der A14 werden, um mehr Transistoren unterbringen zu können. Mit geschätzt 14 Milliarden Transistoren sollte sich die annähernd lineare Performance-Entwicklung der A-Chips fortsetzen, der Wert von 1800 Punkten im Singlecore-Geekbench scheint realistisch, das wäre 75 Prozent schneller als der Snapdragon 888 im Galaxy S21. Im Multicore-Geekbench sollten so um die 4600 Punkte möglich sein, während die Android-Konkurrenz bei etwa 3000 Punkten steht. Ähnliche Sprünge sind auch bei der Grafik zu erwarten, LPDDR5-RAM könnte nun auch in das iPhone einziehen.

Schneller: Sprachnachrichten auf WhatsApp sind Geschmackssache, den meisten Empfängern gefällt das eher weniger. Laut WABetaInfo testet WhatsApp in einer Beta-Version unterschiedliche Geschwindigkeiten für die Wiedergabe von Sprachnachrichten, mit 1,5-fachen oder doppelten Speed soll man sich solche optional anhören - um zwischen Gequassel schneller zur eigentlichen Botschaft zu kommen.

Feuer: Ein Brand in einer Fabrik des japanischen Wafer-Herstellers Renesas könnte globale Auswirkungen auf die Chip-Produktion haben. Das in einem Reinraum am Freitag ausgebrochene Feuer unterbricht die Produktion der Fabrik, Renesas hatte jedoch bereits in Folge des Tsunamis und Erdbebens von 2011 seine Produktionsstätten diversifiziert, sodass kein kompletter Stopp der Versorgung mit 300-mm-Wafern droht. Renesas liefert vor allem an die Automobilindustrie, Apple dürfte von der drohenden Knappheit nicht betroffen sein.

Vorbereitet: Die Zeichen verdichten sich, dass Apple bald neue iMacs mit Apple Silicon vorstellen und herausbringen wird. Am Freitag entfernte Apple nicht nur den bereits abgekündigten iMac Pro von seiner Website, auch die Varianten mit 512 GB und 1 TB Flash-Speicher des 21,5-Zoll-iMacs sind nun nicht mehr auswählbar, nachdem sie zuletzt durch lange Lieferzeiten aufgefallen waren.

Rückgängig: Twitter plant angeblich eine kostenpflichtige Variante seines Dienstes, die einige exklusive Features enthalten wird. Eines davon könnte die Funktion "Undo Tweet" sein, wie die Leakerin Jane Manchun Wong wissen will. Dabei verzögere Twitter den Versand eines Tweets um einige Sekunden, so dass man auch nach dem Absenden noch kurz überlegen kann, ob man das wirklich so schreiben wollte. Noch ist aber völlig offen, ob Twitter tatsächlich einen Bezahlservice etablieren möchte.

Weitere Nachrichten:

The Falcon and the Winter Soldier jetzt auf Disney+

Auf Disney+ startet heute die neue Marvel-Serie " The Falcon andthe Winter Soldier ". Die beiden Helden aus "Avengers: Endgame" machen sich dabei auf den Weg in ein weltweites Abenteuer, in dem sie nicht nur ihre Fähigkeiten, sondern auch ihre Geduld unter Beweis stellen müssen. Die Hauptrollen in der Mini-Serie spielen Anthony Mackie als Sam Wilson aka. The Falcon und Sebastian Stan als Bucky Barnes aka. The Winter Soldier.

Auf dem Regiestuhl nimmt Kari Skogland platz. Die kanadische Regisseurin wirkte bereits an den Serien "Vikings", "The Walking Dead", "House of Cards" und "The Handmaid's Tale" mit. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Malcolm Spellman. In weiteren Rollen sind der deutsche Schauspieler Daniel Brühl als Zero, Emily VanCamp als Sharon Carter und Wyatt Russel als John Walker zu sehen. Die sechs Episoden umfassende Serie erscheint in wöchentlichen Abständen bei Disney+. Die zweite Episode folgt am 26. März 2021, die dritte Folge am 2. April, bis schließlich am 23. April 2021 das Finale über den Streaming-Dienst erhältlich sein wird. "The Falcon and the Winter Soldier" ist vorerst auf eine Staffel angelegt. Ob Disney+ bei Erfolg eine zweite Staffel produzieren wird, ist noch unklar.

Oppo Band Sport kommt nach Deutschland

Oppo hat in dieser Woche einen neuen Fitness-Tracker für den deutschen Markt vorgestellt . Das bereits seit Mitte 2020 in China erhältliche Oppo Band Sport bietet einen länglichen AMOLED-Bildschirm mit 1,1 Zoll und einer Auflösung von 126 x 294 Pixeln. Eine 2.5D-Glasbeschichtung soll das Farbdisplay vor Kratzern und Stürzen schützen. 

Das Oppo Band Sport kann zwölf unterschiedliche Sportarten erkennen und aufzeichnen, darunter Yoga, Radfahren, Walken, Badminton und Laufen. Beim Schwimmen kann das Wearable ebenfalls getragen werden, es ist bis zu 5 ATM wasserdicht. Bei den unterschiedlichen sportlichen Aktivitäten misst das Oppo Band Sport über integrierte Sensoren den Puls und den Blutsauerstoffwert seines Trägers. Treten dabei Unregelmäßigkeiten beim Herzschlag auf, warnt das Gadget mit einem Signalton. Auch die Schlafqualität lässt sich mit dem Wearable aufzeichnen.

Neben Datum und Uhrzeit zeigt das Display auch die Körperwerte und das aktuelle Workout an. Detaillierte Auswertungsdaten liefert die Oppo-App HeyTap Health. Im Gehäuse des Fitness-Trackers werkeln der Apollo-3-Chip, ein Megabyte RAM und 16 Megabyte interner Speicher. Der Akku soll mit einer Ladung bis zu zwölf Tage durchhalten. Ein Ladezyklus dauert rund anderthalb Stunden. Das Oppo Band Sport wird ab 12. April 2021 für 49 Euro exklusiv bei Amazon in Deutschland erhältlich sein.

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