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Morgenmagazin vom Montag, 23. Februar 2015

23.02.2015 | 07:11 Uhr |

Was heute wichtig wird: 23. Februar +++ Öffentliche Beta-Tests bald auch für iOS? +++ Apple zeigt Werbespot von Martin Scorsese in der Oscar-Nacht +++ Kickstarter-Projekt Beam bietet in Lampengestalt 854 x 480 Pixel +++ Stack Social: Bundle mit Data Rescue 4 und mehr für 45 US-Dollar +++ Probleme bei SSD Samsung 840 EVO +++ Tipp: Nicht benötigte Schriften vom Rechner löschen

Was heute wichtig wird: 23. Februar

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Auch heute erscheinen immer wieder einmal Artikel, in denen Apple der baldige Untergang prophezeit wird, obwohl das Unternehmen mit Barreserven von rund 180 Milliarden US-Dollar und einem Börsenwert von über 700 Milliarden US-Dollar so gesund ist wie noch nie in der Geschichte. Vielleicht ist es genau die Geschichte, die zu solchen Reflexen führt, wenn Apple etwa auf hohem Niveau kein Wachstum für das iPad in seiner Bilanz ausweist. Ende der Neunziger Jahre waren "Apple" und "bedrohtes Unternehmen" beinahe ein fest stehendes Begriffspaar, bis allmählich die Wende gelang. Was er an Stelle des gerade zu zu Apple zurückgekehrten Steve Jobs machen würde, wurde seinerzeit der jung-dynamische Unternehmer Michael Dell gefragt, der sinngemäß antwortete : "Den Laden schließen und den Aktionären ihr Geld zurück geben." Sein jugendlicher Überschwang mag ihm heute an seinem 50sten Geburtstag (tatsächlich noch so jung!) verziehen sein, Steve Jobs konnte es sich nicht nehmen lassen, im Jahr 2006 seine Mitarbeiter auf den Umstand hinzuweisen, dass Apple nun an der Börse mehr wert sei als Dell . Und das noch vor dem iPhone. Dell verkauft zwar nach wie vor mehr klassische PCs als Apple Macs, doch sonst sind Vergleiche nicht mehr möglich. Dell hat seine Firma vor gut zwei Jahren zurück gekauft und von der Börse genommen, nachdem es schwer ins Straucheln geraten war und nun seinerseits ein bedrohtes Unternehmen ist. Immerhin hat er den Laden nicht geschlossen, nachdem die Aktionäre ihr Geld zurück bekamen.  Die Vision ging Dell anscheinend völlig ab, weswegen die Aktionären von damals dankbar sein dürften, dass nicht Dell über die Zukunft Apples entschied. Denn wer damals ein kleines Aktienpaket hielt, hat heute einen gewaltigen Wert im Depot, wer damals reich war, konnte mit Apple-Aktien stinkreich werden.  Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

Öffentlicher Beta-Test bald auch für iOS: Laut 9to5Mac will Apple in Zukunft die Beta-Tests von iOS der Allgemeinheit öffnen, bisher konnten nur Entwickler Vorabversionen installieren und Fehler an Apple berichten. Mit OS X Yosemite hatte Apple im Sommer letzten Jahres erstmals seit über einem Dutzend Jahren ein Betriebssystem vorab zum Testen gegeben, mit iOS könnten sich aber Komplikationen ergeben. Denn OS X lässt sich auf eine eigene Partition außerhalb der Produktivumgebung installieren, für iOS benötigt man ein zweites Gerät, um sicher zu gehen.

Apple strahlt Werbespot von Scorsese zur Oscar-Nacht aus: Grand Budapest Hotel und Birdman waren die Gewinner der diesjährigen Oscars, Apple war heuer nur am Rande platziert - im letzten Jahr hatte der Konkurrent Samsung mit einem inszenierten Selfie für Aufsehen gesorgt. Die Aufmerksamkeit für die Academy Awards nutzte Apple jedoch für besonderen Werbespot, in Szene gesetzt von Martin Scorsese (heuer auch nicht im Rennen) und gefilmt mit iPads.


Jetzt auch in Farbe : Die Smartwatch Pebble wird mit ihrem spärlichen Design und dem Schwarzweißbildschirm womöglich mal als Urahn der Apple Watch gelten. Der Hersteller will in dieser Woche jedoch Neuheiten verkünden, vieles deutet darauf hin, dass die Pebble Watch bald auch Farbe kann.

Anforderungen an Entwickler : Apple hat am Freitag angekündigt, dass im Mac App Store angebotene Programme auf die neue Technik ARC bei der Speicherverwaltung aufbauen müssen. Entwickler haben bis zum 1. Mai Zeit, ihre Apps umzubauen. Neue Apps müssen dann ARC einsetzen.

Kickstarter-Projekt Beam bietet in Lampengestalt 854 x 480 Pixel

Eine Lampe mit Rechner ist das Projektionsgerät Beam im Grunde genommen, das mit 1,3 Gigahertz und 8 GB Speicherplatz, zwei 2 Watt-Lautsprechern sowie dem Betriebssystem Android läuft. Auf diese Weise kann Beam, das derzeit noch über Kickstarter läuft, mittels WLAN Fotos oder Videos von Smartphones, Tablets oder PCs empfangen und projizieren, als Beispiel nennt der Entwickler etwa Fernsehsendungen, Spiele oder Rezepte. Unterstützt wird dabei unter anderem Apples Airplay. Der Pico-Projektor soll eine Auflösung von 854 x 480 Pixeln sowie eine Helligkeit von 100 Lumen bieten. Auch über Bluetooth etwa für Kopfhörer oder Lautsprecher verfügt Beam. Steuern lässt sich Beam mit einer entsprechenden App auf dem iOS- oder Android-Mobilgerät. Benötigt man das Gerät gerade nicht als Beamer, sorgen zwölf eingebaute LEDs für Licht im Zimmer.
Beam lässt sich mit einer abgeflachten Stelle auf den Tisch legen und das Bild auf diese Weise einfach auf eine Wand projiziert werden. Außerdem unterstützt Beam den Automatisierungsdienst IFTTT (" If This Then That "), so dass beispielsweise eingehende Benachrichtigungen oder E-Mails direkt projiziert werden oder sich bei der Heimkehr Youtube starten lässt. Ein Beam-Gerät soll im Handel mehr als 400 US-Dollar zuzüglich Versand kosten. Ab Oktober dieses Jahres ist mit der Auslieferung zu rechnen.

Stack Social: Bundle mit Data Rescue 4 und mehr für 45 US-Dollar

91 Prozent Rabatt verspricht Bundle-Anbieter Stack Social für die insgesamt sieben Tools und Programme sowie dem Simulationsspiel Sid Meier's Civilization: Beyond Earth als achtem Posten im Paket. Das bedeutet, man bezahlt 45 US-Dollar (zirka 40 Euro) für das ”Ultra-Premium Mac Bundle” statt regulär 469 US-Dollar (412 Euro). Dafür erhält man etwa das Screencasting-Programm Screenflow 5, die neueste Version des Datenretters Data Rescue 4, den Taskmanager Things 2 oder den Raw-Konverter inklusive Bildverarbeitung Aftershot Pro 2. Eine komplette Liste samt englischsprachigen Beschreibungen findet sich auf der Anbietersite. Bezahlt wird per Kreditkarte oder Paypal. Die jeweiligen Systemvoraussetzungen teilt Stack Social bei der Vorstellung der Software etwas versteckt mit, hierzu findet sich unterhalb der Beschreibung jeweils der Hinweis ”Compatibility” – was man vor einem gezielten Kauf unbedingt prüfen sollte, denn einige der Programme starten erst ab OS X 10.9.5. Die Aktion läuft noch bis Mittwoch.

Probleme bei SSD Samsung 840 EVO

Die Samsung 840 EVO gehört dank einer gutem Kombination aus Leistung und Preis zu den beliebtesten SSD. Doch im Oktober 2014 meldeten immer mehr Nutzer von starken Einbrüchen bei der Lesegeschwindigkeit, wenn ältere Dateien angesprochen wurden. Samsung hatte recht schnell mit der Veröffentlichung einer neuen Firmware und eines Tools reagiert, die dieses Problem behoben. Doch wie sich nun zumindest bei einigen Laufwerken der 840-EVO-Serie zeigt, scheint die eigentliche Ursache des Fehlers damit nicht gefunden worden zu sein.

Inzwischen weisen einige der zuvor schon betroffenen Laufwerke erneut eine Verlangsamung beim Lesen auf. Nachdem Samsung solche SSDs untersuchen konnte, hat das Unternehmen laut Anandtech versprochen, im März 2015 eine neue Version des Samsung SSD Magician«-Tools zu veröffentlichen, mit dem erneut die ursprüngliche Leistung wieder hergestellt werden kann. Ursprünglich hatte Samsung erklärt, dass das Problem unter anderem durch ein Management-Problem des Flash-Speichers und den üblichen Alterungserscheinungen der einzelnen Speicherzellen verursacht wurden war.

Da das Problem der langsamen Lesegeschwindigkeit nun aber erneut auftritt und vorerst auch nur wieder über ein Tool die alte Leistung wiederhergestellt werden soll, dürfte der eigentliche Grund wohl noch nicht entdeckt worden sein. Immerhin gehen durch das manuelle Auffrischen der Leistung der Laufwerke durch ein Tool keine Daten verloren, auch wenn laut Kommentaren im Web betroffene Nutzer wenig begeistert davon sind, zu solchen Hilfsmitteln greifen zu müssen. Die neueren Solid-State-Laufwerke der 850-Pro- oder 850-EVO-Serie von Samsung, die einen technisch fortschrittlicheren Flash-Speicher verwenden, weisen zumindest bislang keine ähnlichen Probleme auf.

Saturn-Produkte auf Ebay günstiger als auf Saturn.de

Als "Preis-Krieg der Sterne" und Reaktivierung des "Geiz ist Geil"-Slogans bezeichnet die Verbrauchzentrale NRW das Verhalten der Saturn-Märkte. Demnach bieten die Märkte auf Ebay Produkte teilweise viel günstiger an, als die Saturn-Zentrale über den hauseigenen Online-Shop.

"Was laut Ebay-Firmierung als 'Outlet' für Ausstellungsstücke und Restgeräte gedacht ist, entpuppte sich als Neuware-Paradies für Schnäppchenjäger", so die Verbraucherschützer. Bei Stichproben wurden Produkte bis zu 250 Euro günstiger als im Saturn-Online-Shop entdeckt.

120 Saturn-Märkte bieten auf Ebay Produkte an

Laut der Verbraucherzentrale NRW betreiben rund 120 rechtlich unabhängige Saturn-Märkte auf Ebay solche "Saturn-Outlets". Zwar sei da von "Ausstellungsstücken – Einzelstücken – Restposten – Sonderposten" die Rede, aber die meisten angebotenen Produkte sind offenbar Neuware. "Und die verticken die stationären Ableger zig-tausendfach zu echten Kampfpreisen", so die Verbraucherzentrale.

Teilweise, so heißt es, stellen die Märkte gleich hunderte Angebote auf Ebay ein, von denen vier von fünf Neuwaren seien. Dabei konkurrieren die Märkte auf Ebay auch untereinander um das billigste Angebot. Im Vergleich zum Online-Shop von Saturn können Schnäppchenjäger laut der Verbraucherzentrale im Schnitt um die 30 Euro sparen. Der Saturn-Markt Hürth hatte auf Ebay einen Kaffeeautomaten gar 250 Euro günstiger im Angebot.

Als weiteres Beispiel wird das Smartphone Alcatel Pop C7 aufgeführt. Hier hatten gleich vier Saturn-Märkte auf Ebay das Gerät um bis zu 14 Prozent günstiger im Angebot als Saturn.de.

Wir haben es getestet: Samsung S5 Mini und Samsung-LED-TV deutlich günstiger im Saturn-Ebay-Outlet

Auch wir haben nach aktuellen Produkten im Saturn-Ebay-Outlet gesucht und die Preise mit Saturn.de verglichen. Das Ergebnis:

Das Saturn S5 Mini White bietet Saturn Hamm als Neuware für 267 Euro plus 2,99 Euro Versandkosten an. Auf Saturn.de kostet das gleiche Gerät 299 Euro plus 1,99 Euro Versandkosten.

Der 3D-LED-Fernseher Samsung UE50H6270 kostet auf Saturn.de derzeit 609 Euro plus 35 Euro Versandkosten. Ein Saturn-Markt in Gelsenkirchen bietet den Fernseher über Ebay für aktuell 549 Euro an - plus nur 4,99 Euro Versandkosten.

Gratis-Versand statt 35 Euro Versandkosten

Bei den Ebay-Angeboten der Saturn-Märkten können die Verbraucher beim Kauf von Produkten aber selbst dann sparen, wenn diese nicht günstiger als auf Saturn.de angeboten werden. Wegen der Versandkosten. "Während etwa der Onlineshop für Fernseher gerne 35 Euro für die Zustellung kassierte, beließen es Märkte bei 4,99 Euro oder lockten gar mit Gratisversand", so die Verbrauchzentrale.

Einige neue Produkte finden sich zudem zwar in den Saturn-Ebay-Outlets nicht aber auf Saturn.de.

Und auch eine hohe Kundenfreundlichkeit legten die Saturn-Ebay-Outlets an den Tag. "Obwohl nicht im Angebot stellten Saturn-Märkte auf telefonische Bitte oder E-Mail-Anfrage hin Wunsch-TVs umgehend 'neu' ins Ebay-Sortiment", so die Verbraucherschützer und fügt hinzu: "Vermutlich finden Kunden soviel kreativen Geiz der Saturn-Märkte durchaus geil. Dagegen dürfte die Mutter derzeit wohl häufig den Vorgänger-Slogan stöhnen: 'Saturn - das gibt's doch gar nicht!'"

Google plant YouTube-App für Kinder

Am heutigen Montag wird Google eine kinderfreundliche YouTube-App veröffentlichen. Das berichtet die US-Zeitung USA Today , die die Software eigenen Angaben zufolge bereits ausprobieren konnte. YouTube Kids soll laut dem Bericht exklusiv für Android-Geräte erscheinen. Ob auch eine iOS-Version in Planung ist, steht derzeit noch nicht fest. Eine offizielle Ankündigung seitens Google lässt ebenfalls noch auf sich warten.

YouTube Kids soll eine einfache Benutzeroberfläche bieten, die in große Kacheln aufgeteilt ist. Hier finden sich unter anderem Kanäle zur Sesamstraße, DreamWorksTV oder Reading Rainbow. Das Layout wurde den Angaben zufolge von störenden Einblendungen wie Nutzer-Kommentaren befreit. Oben in der Mitte sind Icons für beliebte Videos, Musik-Clips und Bildungsbeiträge untergebracht.

Zu den Funktionen gehören unter anderem ein Eltern-Timer, über den die Nutzungszeit für die App festgelegt werden kann. Nach Ablauf des Timers wird die App geschlossen und kann nur per Passworteingabe erneut gestartet werden. Die ebenfalls enthaltene Sprachsuche richtet sich an Kinder im Vorschulalter. Werden hier Begriffe wie „Sex“ eingegeben, erhalten Nutzer eine „Versuch etwas anderes“-Meldung.

Tipp: Nicht benötigte Schriften vom Rechner löschen

OS X Yosemite unterstützt viele Sprachen, und bei jeder Systeminstallation werden auch die für nicht-lateinische Alphabete notwenigen Zeichensätze mit installiert. Diese sind in der Regel sehr groß und belegen deshalb viel Platz. Zusätzlicher freier Platz lässt sich auf dem internen Datenspeicher schaffen, wenn man die nicht benötigten Zeichensätze entfernt.  Am schnellsten findet man die großen Speicherfresser, wenn man den Ordner „Library/Fonts“ öffnet, sich die Zeichensätze in der Listendarstellung anzeigen lässt und dann die Liste mit einem Klick in den Spaltenkopf nach Größe sortiert. Mit wenigen Ausnahmen wie „Arial Unicode“ und „Seravec“ handelt es sich bei allen Zeichensätzen über 5 MB um Schriften für nicht-lateinische Alphabete und man kann diese bedenkenlos löschen, wenn man sie nicht benötigt. Weitere zu löschende Zeichensätze findet man am besten über das Programm Schriftsammlung, da man hier über die Vorschau kontrollieren kann, um welche Schrift es sich jeweils handelt. Über das Kontextmenü lassen sich die nicht benötigten Zeichensätze dann löschen. Man kann dabei nichts falsch machen, da bei den vom System benötigten Schriften die Löschoption nicht verfügbar ist.

Zusätzlicher Speicherplatz lässt sich auf dem Datenträger des Mac freischaufeln, wenn man nicht benötigte Zeichensätze löscht.
Vergrößern Zusätzlicher Speicherplatz lässt sich auf dem Datenträger des Mac freischaufeln, wenn man nicht benötigte Zeichensätze löscht.
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