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Morgenmagazin vom Montag, 27. Januar 2014

27.01.2014 | 06:43 Uhr |

US-Justizministerium will Apples Watchdog wieder einsetzen +++ iFixit zerlegt Macintosh von 1984 +++ Apple und Samsung kaufen die meisten Chips ein +++ Apple arbeitet angeblich an Bezahldienst +++ Umstrittene Studie: Facebook schrumpft bis 2017 gewaltig +++ Seminare zum Thema 3D-Drucken und 3D-Scannen in Köln und TĂŒbingen +++ Apples iPhone 6 erscheint angeblich in zwei Display-GrĂ¶ĂŸen +++ Google-Calendar-Bug lĂ€dt Fremde zu privaten Veranstaltungen ein +++ Zwei Teenager lassen Geschichte auf Twitter lebendig werden

US-Justizministerium will Apples Watchdog wieder einsetzen

Das US-Justizministerium hat am letzten Freitag vor dem Anhörungsgericht die Forderung eingelegt, dass auch weiterhin ein KartellwĂ€chter bei Apple eingesetzt wird. In der Anklageschrift bezeichnen die AnwĂ€lte der Regierungsbehörde Apples Klagen gegen den eingesetzten Watchdog Michael Bromwich als unhaltbar, da Apple einfach ĂŒber ihn herziehe, um ihn loszuwerden.

Der Anwalt Michael Bromwich wurde vom Gericht als notwendiger KartellwĂ€chter nach Apples E-Book-Niederlage im vergangenen Oktober fĂŒr zunĂ€chst zwei Jahre eingesetzt. Apple erreichte mit seinem Einspruch am letzten Dienstag eine vorĂŒbergehende Aussetzung dieser Auflage . In einer Anhörung am 4. Februar vor einem Gremium von drei Richtern soll nun entschieden werden, ob der interne Überwacher bleibt oder geht.

Die Richter des US-Justizministeriums argumentieren, dass Apple es versĂ€umt hat zu beweisen, dass kein KartellwĂ€chter notwendig ist, damit Apple sich kĂŒnftig an die Kartellrichtlinien hĂ€lt. Seit der Einsetzung habe Apple keinerlei Kooperation gezeigt, sondern alle Ermittlungen verschleppt. Bromwich konnte in den zwei Monaten nur mit elf Mitarbeitern Interviews von insgesamt 13 Stunden Dauer durchfĂŒhren und erhielt bisher lediglich 303 Seiten Dokumentation. Von den elf Mitarbeitern waren gleich sieben AnwĂ€lte von Apple.

Bromwich pocht auf seine 20-jÀhrige Berufserfahrung, wo er bisher in drei weiteren hochrangigen FÀllen von Gericht erfolgreich als KartellwÀchter eingesetzt wurde. Er beschwert sich dass ihm ein so feindseliger Empfang wie bei Apple bisher noch nie untergekommen sei.

iFixit zerlegt Macintosh von 1984

Zum dreißigsten Geburtstag des Macintosh hat iFixit die beige AntiquitĂ€t zerlegt und alle Eingeweide untersucht und auf seiner Webseite dokumentiert. Wie alle auseinandergenommenen Hardwaremodelle erhielt auch der Ur-Mac nachtrĂ€glich eine Bewertung auf der "Reparierbarkeits-Skala" von iFixit zwischen "Null" (kann gar nicht gewartet werden) und "Zehn" (Defekte Komponenten sind einfach zugĂ€nglich und austauschbar) Der erste Macintosh erlangte "Sieben", wĂ€hrend das heutige 21,5-Zoll iMac-Einsteigermodell nur mit "Zwei" bewertet ist.

Apple stellte sein erstes Macintosh-Modell mit 128 KB Hauptspeicher mit einem jetzt legendÀren Werbetspot "1984" am 22. Januar 1984 wÀhrend dem Superbowl-Spiel der Los Angeles Raiders gegen die Washington Redskins vor. Der VollstÀndigkeit halber: Erstere gewannen das Spiel mit 39:9.

Erst zwei Tage spĂ€ter wurde der WĂŒrfel-Mac enthĂŒllt. Obwohl der Macintosh ĂŒberall, und keineswegs nur auf Apple-LĂ€den keineswegs auf Apple-LĂ€den beschrĂ€nkt erhĂ€ltlich war und von der Konkurrenz als "Spielzeug" belĂ€chelt wurde, war der Ur-Mac keineswegs fĂŒr jeden erschwinglich. Mit einem Preis von knapp unter 2.500 US-Dollar (oder nach Inflationsraten in heutiger WĂ€hrung: 5.600 US-Dollar) stand der Ur-Mac in seiner Zeit im Wettbewerb mit weitaus erschwinglicheren GerĂ€ten, wie dem Commodore 64 (damals knapp 600 US-Dollar, IBMs PCj (Codename: Peanut fĂŒr 670 US-Dollar), Radio Shacks TRS-80 Modell 100 (1.110 US-Dollar) und auch dem teuren ersten PC-Klon von Compac (3.000 US-Dollar).

Das Zerlegen durch iFixit enthĂŒllt einfach zugĂ€ngliche Komponenten. Obwohl der Ur-Mac - wie die heutigen Modelle - keineswegs fĂŒr AufrĂŒstung durch den Endkunden ausgelegt war, sieht bereits die Hauptplatine des Ur-Macs das Upgrade auf 512 KB Hauptspeicher vor. Nur acht Monate spĂ€ter veröffentlichte Apple den Macintosh 512K, besser bekannt als "Fat Mac". Die Platinen des Ur-Macs sind im Gegensatz zu heutigen Modellen nicht verklebt, sondern verschraubt. WĂ€hrend das ein klarer Vorteil fĂŒr eventuelle Reparaturen ist, hat es aber seine TĂŒcken: iFixit warnt, dass der freie Zugang zu einigen Hochspannungs-Komponenten die Wartungsarbeiten riskant machten.

Der Macintosh 512K kostete bei EinfĂŒhrung in September 1984 2.795 US-Dollar (oder auf 2014 umgerechnet: fast 6.300). Am letzten Freitag tauchten gleich zwei Ur-Macs in Ebay auf fĂŒr knapp 2000 beziehungsweise 2.500 US-Dollar.

Im Vergleich dazu ist das jetzige Mac-Einsteigermodel ein echtes SchnÀppchen: Der 21,5-Zoll iMac kostet derzeit 1.300 Euro und hat mit 8 GB RAM 1.600 mal mehr Hauptspeicher als sein 30-jÀhriges VorgÀngermodell .

Apple und Samsung kaufen die meisten Chips ein

Apple und Samsung waren wie im Jahr 2012, auch in 2013 die beiden grĂ¶ĂŸten EinkĂ€ufer von Chips. Analysten von IHS erwarten fĂŒr 2014, dass die Ähnlichkeit der Produktpaletten auch direkt im Halbleiter-Markt den scharfen Wettbewerb zwischen den beiden Giganten widerspiegelt, berichtet Digitimes .

Myson Robles-Bruce, ein Halbleiter-Markt-Experte bei IHS, bestĂ€tigt, dass er beide Parteien in seiner Liste von Kunden hat, die jeweils mehr als eine Milliarde US-Dollar Gewinne mit ihren Endprodukten einfahren. Apple hĂ€lt beim Einkauf in 2013 die Top-Position mit Chips im Wert von 30,3 Milliarden US-Dollar, gefolgt von Samsung mit 22,2 Milliarden. Im Vergleich zu 2012 hat Samsung aber einen weitaus höheren Zuwachs zu vermelden. Samsungs EinkĂ€ufe stiegen um satte 30 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr, wĂ€hrend Apple nur einen Anstieg um 17 Prozent vermelden kann.

WĂ€hrend Apple und Samsung zusammen zirka 14 Prozent der gesamten Jahresproduktion von Halbleiterchips in 2013 aufkauften, sehen die Einkaufslisten der anderen Top-Hersteller fast bescheiden aus: Hewlett-Packard ist mit Ausgaben in Höhe von 10,1 Milliarden US-Dollar der drittgrĂ¶ĂŸte Chipkunde, dicht gefolgt von Lenovo mit 9,2 und Dell mit 7,7 Milliarden. Die weiteren Kandidaten der Top-10 sind Cisco Systems, Sony, Huawei Technologies, Panasonic und schließlich Toshiba.

FĂŒr 2014 erwarten die Analysten bei IHS, dass Apples Vorreiterrolle schrumpfen wird. Ihrer Meinung nach ist das iPhone zu teuer, um sich in EntwicklungslĂ€ndern durchzusetzen, auch wenn Apples Einstieg mit dem iPhone 5S in den China-Markt ein voller Erfolg ist. Android-basierte Smartphone-Hersteller, angefĂŒhrt von Samsung, Außerdem setzt Samsung fĂŒr seine Bildschirme auf flexible AMOLED -Technologie, wĂ€hrend Apple sich gegen den Einsatz von OLEDs entschied. Nun liegt es am Geschmack der Kunden, ob Apple die richtige Entscheidung getroffen hat.

Auch im Tablet-Markt, ein Marktsegment, dass Apple direkt nach EinfĂŒhrung des iPads fĂŒr sich alleine beanspruchen konnte, ist Apples Anteil auf 30 Prozent gesunken, wĂ€hrend Samsung hart daran arbeitet, seine derzeit 22 Prozent weiter auszubauen.

Die Halbleiterchips von 2013 wurden von den Herstellern fĂŒr folgende sieben Sparten eingesetzt: Fast ein Drittel aller Chips dient fĂŒr Wi-Fi-Anbindungen, 22 Prozent wurden in Computer eingebaut und immerhin 16 Prozent in mobile GerĂ€te. Der Rest hat nur einstellige Marktanteile und verteilt sich auf allgemeinen Industrieeinsatz, Automobilindustrie, kabelbasierte Kommunikation und schließlich Computer-PeripheriegerĂ€te. Die Top-5-EinkĂ€ufer von Wi-Fi-Chips sind Apple, Samsung, Huawei, ZTE du LG, berichtet IHS.

In 2013 gaben die Endkunden zum ersten Mal mehr Geld fĂŒr Tablet-Computer als fĂŒr Wi-Fi-Netzwerkkomponenten aus, obwohl die Wi-Fi-Kategorie in 2013 um 20 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr zulegte. Unangefochtene höchste PrioritĂ€t fĂŒr den Endkunden genoss auch in 2013 das Handy.

Apple arbeitet angeblich an Bezahldienst

Der fĂŒr die Online-Plattform iTunes zustĂ€ndige Apple-Manager Eddy Cue habe im Auftrag von Tim Cook GesprĂ€che in der Branche GesprĂ€che darĂŒber gefĂŒhrt, Zahlungen fĂŒr Produkte und Dienste abzuwickeln, schrieb das " Wall Street Journal " am Samstag. Die Managerin Jennifer Bailey, die seit langen Jahren fĂŒr die Online-Stores zustĂ€ndig war, sei in einer neu geschaffenen Position mit dem Aufbau des neuen Dienstes beauftragt worden, hieß es unter Berufung auf nicht nĂ€her genannte Quellen.

Bei Apple haben rund 600 Millionen Kunden ihre Kreditkarten- oder Kontodaten hinterlegt, um zum Beispiel fĂŒr Musik oder Apps zu bezahlen. Technisch hĂ€tte Apple alle Bausteine, um auf dieser Basis einen Bezahldienst aufzuziehen. Das neue iPhone 5S hat sogar einen Fingerabdruck-Sensor, der zur Identifizierung verwendet werden könnte. Die Daten fĂŒr die Erkennung der FingerabdrĂŒcke lagern in einem speziellen sicheren Bereich im iPhone-Chip. In Apple Stores können Kunden bereits einige Produkte mit Hilfe ihres iTunes-Kontos kaufen. Apple kommentierte den Bericht des Wall Street Journals nicht.

Derzeit nehmen mobile Bezahldienste immer mehr Fahrt auf, mehrere Unternehmen experimentieren mit digitalen Brieftaschen im Handy. Apple arbeitete laut Medienberichten schon vor mehreren Jahren an einem mobilen Bezahldienst. Dem "Wall Street Journal" zufolge wurden die PlÀne jedoch auf Eis gelegt, aus Sorge, Kunden könnten negative Erlebnisse mit HÀndlern mit der Marke Apple in Verbindung bringen. ( tecChannel )

Umstrittene Studie: Facebook schrumpft bis 2017 gewaltig

FĂŒr ihre Studie gehen die Forscher modellartig davon aus, dass es bei der Anmeldung wie beim Verlassen eines sozialen Netzwerkes Ă€hnlich zugeht wie bei einer Seuche: einer bakteriellen oder viralen Infektion. Im SIR-Modell ( Susceptible-Infected-Recovered-Model ) gibt es infizierte, gesunde und bereits immunisierte Personenkreise. Damit lĂ€sst sich der zeitliche Verlauf einer Epidemie beschreiben. Auf dieser Grundlage modifizierten die Princeton-Wissenschaftler ihren Ansatz ( PDF-Dokument ) und untersuchten sowohl das inzwischen bedeutungslose soziale Netzwerk My Space als auch dann aktuell Facebook. Ein wesentlicher Wert fĂŒr die Berechnung der Zahl ”infizierter Nutzer” ist dabei die HĂ€ufigkeit der Suchanfragen bei Google: Seit 2012 werde dort zunehmend weniger der Suchbegriff Facebook eingegeben. Dies ergebe einen AbwĂ€rtstrend der Facebook-”Infizierten”, der zwischen 2015 und 2017 zu einem Schwund von 80 Prozent seiner Nutzer fĂŒhren soll.

NatĂŒrlich hat Facebook, das in der Tat mit einer Abmeldung jĂŒngerer Teilnehmer, insbesondere von Teenagern, zu Gunsten von Usern ĂŒber 55 Jahren konfrontiert ist, das nicht auf sich beruhen lassen und eine eigene, ironisch aufbereitete Gegenstudie veröffentlicht. Unter dem Titel ” Debunking Princeton ” (soviel wie ”Die Entzauberung von Princeton”) zeigen die Zahlenakrobaten von Facebook mit entsprechend schick aufbereiteten Graphen, dass man mit Ă€hnlichen Vorannahmen und ”Forschungswerkzeugen” (hier die HĂ€ufigkeit der ErwĂ€hnung bei Facebook oder Google) nachweisen könne, wie mit der Auflösung der UniversitĂ€t von Princeton mangels Studentenzuspruchs bis 2021 und sogar (schlimmer!) einem Verschwinden der AtmosphĂ€renluft auf unserem Planeten zu rechnen sei – wenn der Trend der Suchanfragen zum Stichwort ”air” bei Google anhalte, gebe es bis ins Jahr 2060 keine atembare Luft mehr auf unserem Planeten. NatĂŒrlich meinen die Datenanalytiker bei Facebook diese Berechnungen nicht ernst, wie sie am Ende selbst betonen. Sie deuten aber bezĂŒglich der Methode der Princeton-Forscher an, dass diese der Gleichsetzung von Korrelation und KausalitĂ€t zum Opfer gefallen sind.

Seminare zum Thema 3D-Drucken und 3D-Scannen in Köln und TĂŒbingen

Die Experten von 3Dmensionals bieten im Januar und Februar Schulungen zur EinfĂŒhrung in 3D-Drucken und 3D-Scannen an. Angesprochen sind damit laut Veranstalter besonders GeschĂ€ftskunden, Freiberufler und andere Personengruppen, die sich die Anschaffung eines 3D-Druckers oder 3D-Scanners ĂŒberlegen oder allgemein fĂŒr das Thema interessieren. Die Teilnehmer sollen einen Überblick ĂŒber die verschiedenen Technologien in ausgewĂ€hlten Einsatzbereichen erhalten, die unterschiedlichen Modelle verschiedener Anbieter kennenlernen und erfahren, wie die typischen Prozesse von der Idee ĂŒber das Design bis hin zum fertigen 3D-Druck ablaufen. Ein besonderer Schwerpunkt liege auf der Diskussion der wichtigsten Auswahlkriterien fĂŒr 3D-Drucker und –Scanner. Diese werden anhand von Live-Demos an unterschiedlichen Produkten veranschaulicht. Jeder Teilnehmer erhĂ€lt am Schluss ein persönliches gedrucktes 3D-Modell und sein digitales 3D-Portrait auf CD.
Die Seminare finden jeweils samstags von 9:30 bis 17:00 Uhr statt, in TĂŒbingen am 1. Februar 2014 und in Köln am 8. Februar 2014. Veranstaltungsort in TĂŒbingen ist das Hotel Domizil in der Wördstraße 5-9. Die Kosten betragen 99 Euro pro Person. Imbiss und GetrĂ€nke sind im Preis enthalten.


Apples iPhone 6 erscheint angeblich in zwei Display-GrĂ¶ĂŸen

Das Wall Street Journal will erfahren haben, dass Apple in diesem Jahr zwei Modelle des iPhone 6 veröffentlichen möchte. Das kleinere Smartphone sei demnach mit einem 4,5-Zoll-Display ausgestattet, das grĂ¶ĂŸere Modell mit einem 5-Zoll-Bildschirm. Im Gegensatz zu den beiden Vorjahresmodellen handle es sich beim kleineren GerĂ€t jedoch nicht um eine Billig-Variante aus Plastik, beide Smartphones wĂŒrden ein Aluminium-GehĂ€use besitzen.

Dies wĂŒrde bedeuten, dass Apple die mit dem iPhone 5C begonnene Reihe mit Plastik-GehĂ€use aufgibt, ein Grund hierfĂŒr könnte in den deutlich besseren Verkaufszahlen des Premium-Modells iPhone 5S zu finden sein.

Die nicht nĂ€her genannten Quellen geben jedoch zu bedenken, dass Apple bis zum Produktstart der beiden neuen GerĂ€te noch Änderungen vornehmen könnte. Bislang hatte sich der Hersteller dem Trend hin zu grĂ¶ĂŸeren Displays verweigert. Apple fĂŒhrte diese Entscheidung auf eine bei großen Bildschirmen schlechtere Einhandbedienung zurĂŒck. Das steigende Interesse an Smartphones mit Diagonalen ab 5 Zoll zwingt den Hersteller nun offenbar zum Umdenken.

Google-Calendar-Bug lÀdt Fremde zu privaten Veranstaltungen ein

Google-Calendar-Bug lädt Fremde zu privaten Veranstaltungen ein (c) Google
VergrĂ¶ĂŸern Google-Calendar-Bug lĂ€dt Fremde zu privaten Veranstaltungen ein (c) Google
© Google

Eine Funktion, die eigentlich fĂŒr eine vereinfachte Bedienung von Googles Calendar sorgen sollte, fĂŒhrt bei einigen Nutzern aktuell zu einem unangenehmen Bug. Wie Entwickler Terence Eden herausfand, lĂ€dt das Tool unter bestimmten UmstĂ€nden Fremde zu privaten Terminen ein, ohne den Calendar-Besitzer darĂŒber zu informieren.

Den Angaben zufolge tritt der Fehler nur in der Web-Version des Calendar auf, Android-Nutzer haben nicht mit dem Problem zu kĂ€mpfen. Wird ein Event im Tool benannt, will Google dem Nutzer dabei helfen, passende Personen zu der Veranstaltung einzuladen und ermittelt diese anhand des Event-Namens. Wird in diesem Feld in der erweiterten Kalender-Ansicht eine Email-Adresse eingegeben, lĂ€dt Google Calendar den Besitzer dieser Adresse automatisch zu besagtem Event ein, ohne den Kalender-Besitzer darĂŒber in Kenntnis zu setzen.

10 unverzichtbare Google-Tools fĂŒr Ihr Unternehmen

Aus diesem Bug können sich unangenehme Situationen ergeben. Notiert sich der Kalender-Besitzer beispielsweise, dass er seinen Chef in der nĂ€chsten Woche um eine Gehaltserhöhung bitten will und notiert dessen Email-Adresse der Einfachheit halber gleich im Event-Betreff, wird dieser automatisch zu der eben angelegten Veranstaltung hinzugefĂŒgt. Damit taucht der Event ebenfalls im Google Calendar des Chefs auf. Google teilte per offizieller Stellungnahme mit, dass man das Problem ebenfalls entdeckt habe und mit Hochdruck an einer Lösung arbeite.

Zwei Teenager lassen Geschichte auf Twitter lebendig werden

Zwei Teenager lassen Geschichte auf Twitter lebendig werden (c) twitter.com/HistoryInPics
VergrĂ¶ĂŸern Zwei Teenager lassen Geschichte auf Twitter lebendig werden (c) twitter.com/HistoryInPics
© twitter.com/HistoryInPics

Dass Geschichtsstunden nicht immer trocken und langweilig sein mĂŒssen, beweisen aktuell zwei Teenager ĂŒber den Kurznachrichtendienst Twitter. Ihr Account HistoryInPictures zĂ€hlt inzwischen mehr als 900.000 Follower. Das Konzept: In beinahe stĂŒndlichen AbstĂ€nden veröffentlichen die beiden Betreiber Fotos aus unterschiedlichen Epochen der Geschichte mit einer knappen Beschreibung und dem Veröffentlichungsjahr. Im aktuellen Stream finden sich unter anderem das erste Bild, das Neil Armstrong im Jahr 1969 von der MondoberflĂ€che geschossen hat, oder Jahrbuch-Fotos bekannter Heavy-Metal-Ikonen.

Die Bilder von HistoryInPictures werden oft tausendfach geteilt und ziehen manchmal sogar die Aufmerksamkeit Prominenter auf sich. Die beiden Betreiber, der 17-jĂ€hrige Xavier Di Petta und der 19-jĂ€hrige Kyle Cameron, freuen sich ĂŒber ihren Erfolg und haben mit EarthPix bereits ihr nĂ€chstes Projekt gestartet. Der Twitter-Account zeigt Fotos aus den Bereichen People-, Architektur-, Tier- und Natur-Fotografie.

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