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Morgenmagazin vom Montag, 28. November 2016

28.11.2016 | 06:55 Uhr |

Umsatzrekord am Schwarzen Freitag +++ Investigatory Powers Bill wird bald Gesetz in UK +++ Massive Störungen im Telekom-Netz +++ Macbook-Pro-Käufer berichten von Grafikproblemen +++ Microsoft testet Surface Phone mit Snapdragon 835 +++ Großbritannien erwägt Zensur "nicht-konventioneller Sexual-Praktiken" +++ Volksverschlüsselung: So verschicken Sie sichere Mails ganz einfach

28. November: Blues für einen roten Planeten

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Heute besteht nochmals die Chance, beim (Online-)Einkauf Schnäppchen zu bekommen, einige der Angebote der letzten Woche, der „Black Week“ gelten heute noch, andere speziell für den großen Einkaufstag des Online-Handels sind extra aufgelegt. Dann sollte man auch allmählich seine sieben Sachen für Weihnachten beisammen haben, zumindest die wichtigsten. Irgendein Wunsch kommt dann doch noch vorbei oder eine Last-Minute-Änderung im Festplan. Zudem häufen sich nun die Weihnachtsfeiern, die nächsten vier Wochen werden gewiss nicht entspannt.

Unser Blick richtet sich daher heute, am Tag des Mars, auf der Suche nach Entspannung gen Himmel, aber erst wieder am Abend. Dort ist nach Sonnenuntergang im Westen noch bis zu seinem eigenen Entschwinden unter dem Horizont der Mars zu sehen, jener rote Planet, der die Phantasie der Menschen schon im Altertum anregte. So rot wie der Himmelswanderer war, musste er ja mit Krieg zu tun haben, dachten etwa Römer und Griechen. Und wenn er mal recht nahe des Sternbilds Skorpion und des roten Fixsterns Antares - was so viel heißt wie „Gegenmars“ - kam, dann war der nächste Waffengang im Aberglauben der antiken Völker geradezu zwangsläufig.

Heute wissen wir, dass sich Mars und Gegenmars nur scheinbar begegnen, Antares oder auch Alpha Scorpii (der hellste im Skorpion) ist ein roter Überriese, also eine alte Sonne, die ihren Wasserstoff längst zu Helium verbrannt hat und nun diesen „Sonnenstoff“ in ihrem Inneren zu schwereren Elementen verarbeitet. Gerade einmal 600 Lichtjahre entfernt ist diese helle Sonne, aber doch außer unserer heutigen Reichweite. Die Chancen, in einer Supernova zu vergehen, stehen für Antares recht gut. Das wird aber noch eine Weile dauern, die Menschheit wird dieses Lichtspektakel verpassen.

Es sei denn, wir überwinden den Drang, unsere Lebensgrundlagen und uns selbst allmählich zu zerstören. Und sind nicht nur in 100, in 1000, in 10.000 oder sogar in Millionen von Jahren noch da, in welcher Form auch immer. Dann sollte es uns auch gelingen, den Ares zu besiedeln. Denn sollten wir es im kosmischen Maßstab länger aushalten als den Wimpernschlag, den wir bisher überstanden haben, dann wird es auf unserem Heimatplaneten allmählich ungemütlich, denn auch der Sonne wird dereinst der Brennstoff ausgehen. Die Folgen wird der Planet schon in einer guten Milliarde Jahre zu spüren bekommen, Leben wie wir es kennen, wird dann unmöglich sein. Dafür bekommt der Mars die heißere Sonne angenehm zu spüren und wird seinerseits für gut zwei Milliarden Jahre in der habitablen Zone verbringen, haben Astrophysiker errechnet.

Für unseren Umzug in die Nachbarschaft haben wir also noch eine Weile Zeit, bis dahin sollten wir auch herausgefunden haben, wie wir Wasser auf den Roten Planeten bringen und wie wir uns vor dem Sonnenwind schützen, denn ein Magnetfeld gibt es in dieser Nachbarschaft keines. Gerade einmal 52 Jahre ist es her, dass die erste von Menschen gemachte Sonde, Mariner 1, sich in Richtung Mars aufmachte, um die ersten Bilder aus unmittelbarer Nähe aufzunehmen. Bis mal einer aus der Art Homo sapiens persönlich seine Aufwartung macht, wird noch eine Weile dauern. Bis dahin bewundern wir einfach den roten Punkt am Himmel und erfreuen uns jedesmal, wenn der Kriegsgott ohne Folgen für das Geschehen auf der Erde wieder an Antares vorbeigezogen ist. Peter Müller

Lesetipps für den Montag

Offline: Das Netz der Deutschen Telekom ist seit gestern Nachmittag von einer großflächigen Störung betroffen, die sich auf Telefonie, Internet und Fernsehen über Telekom Entertain bezieht. Wie die Kollegen von Heise.de berichten, seien vor allem die DNS-Server des Providers offline. Die Telekom selbst räumt auf ihren Seiten die Störungen ein, nennt aber keine Ursachen und kann auch keinen Zeitpunkt nennen, zu dem die Störungen behoben sein sollen. Während am gestrigen Abend die Sache in Ordnung gebracht zu sein schien, traten die Störungen am Montag morgen erneut auf. Das Mobilfunknetz der Telekom ist nicht betroffen, glücklicherweise lässt sich das iPhone als LTE-Modem nutzen.

Umsatzrekord: In den USA haben Verbraucher am Wochenende nach Thanksgiving für einen neuen Umsatzrekord gesorgt. Bereits am Freitag kauften sie für 3,3 Milliarden US-Dollar ein, insgesamt habe sich ein Umsatz auf 5,53 Milliarden US-Dollar ergeben. Das bedeutet eine Steigerung von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für den Black-[zensiert]-Einkauf werden indes Mobilgeräte immer beliebter, der mit iPhone und Co. erzielte Umsatz stieg gar um 33 Prozent. Die Zahlen hat der Softwarehersteller Adobe ermittelt, der nach eigener Angabe 80 Prozent der Online-Einkäufe in den USA tracken kann.

Wahlfreiheit: Apple liefert mit iOS und macOS eine Reihe von nützlichen Programmen für die wichtigsten Zwecke aus. Doch während man auf dem Mac frei bestimmen kann, ob man tatsächlich Mail, Karten und den Kalender verwendet und nicht doch lieber Outlook und Google Maps, ist auf dem iPhone die Wahlfreiheit eingeschränkt. Tippt man etwa auf einen Link, öffnet sich dieser in Safari, ein anderer Browser lässt sich nicht als Standard festlegen. Das sollte sich allmählich ändern, fordert Kirk McElhearn. Insbesondere Unternehmen sind an Softwarearchitekturen von Microsoft oder Google festgelegt, da wäre es sinnvoll, das auch auf iPhone und iPad abbilden zu können.

Überflug: Apple will seinen neuen Campus in der ersten Jahreshälfte 2017 beziehen und wie ein von einer Drohne aufgenommenes Video zeigt, ist der Bauherr mit seinem Projekt schon sehr weit gekommen. Die Dächer aller Gebäude bekommen Solarpanels, auch die Landschaftsgärtner sind bereits dabei, im Innenhof Brunnen anzulegen und (vorwiegend) Aprikosenbäume anzupflanzen.

Gesetz: In London hat das Unterhaus dem neuen Gesetz bereits zugestimmt, das Okay des Oberhauses ist nur noch Formsache und Rechtskraft könnte es somit in wenigen Wochen erreichen. Das Investigatory Powers Bill ist gelinde gesagt umstritten, da es Internetfirmen vorschreibt, alle Aktivitäten wie die Browsergeschichte oder Nachrichtenverläufe ihrer Kunden für ein Jahr zu speichern und auf Anfrage den Strafverfolgungsbehörden offen zu legen. Prinzipiell könne dabei Apple auch gezwungen werden, sich in iPhones einzuhacken und damit die Sicherheit des Systems iOS zu kompromittieren.

Weitere Nachrichten

Macbook-Pro-Käufer berichten von Grafikproblemen

Apples neues Macbook Pro mit 15-Zoll-Bildschirm besitzt im Unterschied zu den Modellen mit 13-Zoll-Bildschirm eine sehr leistungsfähige dezidierte Radeon-Grafikkarte. Laut ersten Nutzerberichten scheint es aber vor allem mit Adobe-Programmen noch Stabilitätsprobleme zu geben. So berichten mehrere US-Nutzer (hier ist das Gerät bereits verfügbar) von Abstürzen oder farbig flackerndem Display nach der Verwendung von Adobe Media Encoder und Premiere. Vor allem Premiere und Media Encoder greifen stark auf die Grafikkarte eines Macbook Pro, um Aktionen zu beschleunigen. Weitere Nutzer berichten allerdings bereits bei üblichen Finder-Aktivitäten von Darstellungsfehlern. Nach einer Umfrage von 9to5mac sind dabei auffallend viele Käufer der neuen Macbook Pro 15-Zoll betroffen, weniger dagegen beim Modell mit 13-Zoll-Display mit integrierter Grafikkarte.

Bisher kann man nur spekulieren, ob es sich bei den Vorfällen um ein Hardware- oder Softwareproblem handelt. Schon bei früheren Macbook-Pro-Generationen haben sich die dezidierten Grafikkarten der 15-Zoll-Macbook Pro als relativ anfällig erwiesen, einige betroffene Geräte werden wohl einfach defekt sein und sind ein Garantiefall. Apple verwendet allerdings in den 15-Zoll-Geräten eine komplett neue Grafikkarten-Serie von AMD, weshalb einige Treiberprobleme durchaus möglich sind.

Microsoft testet Surface Phone mit Snapdragon 835

Microsoft arbeitet aktuell an mehreren Prototypen für sein nächstes Mobile Device, dem mutmaßlichen Surface Phone. Das schreibt das Blog NokiaPowerUser und verweist auf die Aussage einer angeblich sehr vertrauenswürdigen Quelle. Einige dieser Prototypen sollen bereits mit dem vor wenigen Tagen vorgestellten Highend-Chipsatz von Qualcomm, dem Snapdragon 835, ausgestattet sein und den Schnellladestandard Quick Charge 4.0 unterstützen. Eines von zwei Testmodellen mit der Platine verfügt angeblich über 4 GB RAM, das andere über 6 GB RAM, beide laufen unter einem vollständig 64-Bit-fähigen Windows 10 Mobile.

Doch nicht nur der Support für die 64-Bit-Architektur ist neu - aktuelle Windows-Smartphones laufen trotz 64-Bit-Prozessoren nur mit 32-Bit -, auch kommt auf einem der Testgeräte angeblich schon der in dieser Woche bekannt gewordene x86-Emulator zum Einsatz. Durch ihn ist es möglich, Standard-Programme für Windows auf einem System mit ARM-Architektur zu starten, was insbesondere dem Continuum-Betrieb zugute kommen wird. Der Emulator soll laut einem Bericht von ZDNet frühestens im Herbst 2017 fertiggestellt sein, weswegen auf dem Surface-Phone-Prototypen derzeit noch eine abgespeckte Version davon laufen soll. Sie erlaubt das Starten von x86-Anwendungen nur bei Verbindung mit einem Continuum Dock, nicht auf dem Gerätebildschirm.

Surface Phone kommt erst im Herbst 2017

Zusätzlich zur Continuum-Funktion soll Microsoft auch Laptop-Zubehör für das Surface Phone planen, angeblich strebt der Hersteller eine 3-in-1-Funktionsweise an. Noch ist allerdings nicht klar, was das genau bedeutet und wie das Gerät aussehen wird, einem traditionellen Smartphone dürfte es zumindest laut der jüngsten Aussage von Microsoft-CEO Satya Nadella nicht sehr ähnlich sehen.

Ob das fertige Surface Phone eine der oben aufgeführten Eigenschaften vorweisen wird, ist auch noch nicht sicher, denn angeblich hat sich der einst für das Frühjahr 2017 vorgesehene Launch auf den Herbst verschoben. Ein Grund dafür ist, dass Microsoft bis dahin das "Redstone-3-Update" fertig entwickelt haben will, bei dem der Schwerpunkt wieder mehr auf der Mobile-Version von Windows 10 liegen soll.

Großbritannien erwägt Zensur "nicht-konventioneller Sexual-Praktiken"

Mit dem so genannten Digital Economy Bill berät das britische Parlament derzeit über einen neuen Gesetzentwurf. Das Gesetz soll unterschiedliche Internet-Regeln aufstellen und unter anderem zum Jugendschutz beitragen.

Ein Teilbereich des Digital Economy Bill befasst sich mit "nicht-konventionellen Sexual-Praktiken". Webseiten, die derartige Videos hosten, sollen künftig durch eine Sperre von Nutzern aus Großbritannien nicht mehr angesurft werden können. Zu verbotenen oder nicht-konventionelle Pornos zählen alle Filme, die vom British Board of Film Classification (BBFC) nicht für den kommerziellen DVD-Vertrieb zugelassen wurden. Wird der Gesetzentwurf bewilligt, könnten Provider künftig dazu gezwungen werden, den Online-Zugriff auf diese Pornos zu sperren.

Eine weitere Regelung des Gesetzentwurfs sieht außerdem strikte Alterskontrollen vor, die verhindern sollen, dass Minderjährige auf Porno-Seiten zugreifen können. Als Folge müssten Anbieter ganze Bereiche ihrer Online-Portale für britische Nutzer unzugänglich machen.

Verfechter der Meinungsfreiheit bezeichnen den Gesetzentwurf als „lüsternen“ Eingriff in das private Sexleben der Briten. Es sollte die Regierung rein gar nichts angehen, welche Art von Pornos sich erwachsene Menschen ansehen, betont Jodie Ginsberg, Leiterin der Initiative Index on Censorship .

Mit Rückblick auf die harte Zensur in Großbritannien vor der Internet-Ära könnten laut dem Guardian auch bereits eher „harmlose Sexualpraktiken“ unter den Bann fallen. Dazu zählen unter anderem Hinternversohlen, Sex-Praktiken mit weiblicher Ejakulation oder auch Sex in der Öffentlichkeit. Eine offizielle Liste mit vom BBFC unerwünschten Sexpraktiken existiert zwar nicht. Filmproduzenten wurden jedoch bereits gezwungen, derartige Szenen zu schneiden, wenn sie eine Freigabe haben wollten.

Die Briten haben bereits Erfahrung mit Porno-Filtern ihrer Regierung gesammelt.

Volksverschlüsselung: So verschicken Sie sichere Mails ganz einfach

Die neue Volksverschlüsselung: Dafür dient sie, so funktioniert sie, so installiert man sie und so nutzt man sie in der Praxis.

Einfache Gratis-Verschlüsselung für Windows-Nutzer

Windows-Nutzer können seit einiger Zeit eine kostenlose Verschlüsselungssoftware des Fraunhofer Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT) und der Deutschen Telekom für Windows Vista, Windows 8/8.1 und Windows 10 nutzen. Als Mail-Client unterstützt die Volksverschlüsselung Microsoft Outlook, aber auch die Opensource-Software Mozilla Thunderbird . Zusätzlich lassen sich auch Mails verschlüsseln, die Sie über ein Webinterface mit den Browsern Chrome, Firefox oder Internet Explorer versenden.

Im Gegensatz zu den meisten bisher verfügbaren Verschlüsselungslösungen ist die so genannte „Volksverschlüsselung“ mit wenigen Klicks eingerichtet und schnell einsatzbereit. Auch weniger erfahrene Windows-Anwender können die Funktionen der Software schnell und einfach nutzen.

Die Technik hinter der Volksverschlüsselung

Die Infrastruktur zum Versenden der verschlüsselten Mails kommt von der Telekom, die Verschlüsselungstechnik von Fraunhofer SIT. Während der Einrichtung authentifiziert die Software den jeweiligen Anwender und erzeugt auch die notwendigen Schlüssel und Zertifikate auf Basis von ITU-T X.509 Klasse 3.

Außerdem integriert die Software die Sicherheitstechnologie in das Betriebssystem. Alle Aufgaben zur Einrichtung sowie die Speicherung des Schlüssels erfolgt auf dem Rechner des Anwenders. Es findet zu keiner Zeit eine Übertragung dieser geheimen Daten in die Cloud statt. Aktuell arbeitet die Verschlüsselung mit S/MIME. Weitere Verschlüsselungstechnologien wie OpenPGP sollen folgen.

Sinn der digitalen Signatur

Kurz erklärt ist eine digitale Signatur die digitale Variante einer Unterschrift. Sie macht eine Mail unanfechtbar und authentifiziert den Absender eindeutig. Außerdem kann eine digitale Signatur sicherstellen, dass die Mail, die beim Empfänger ankommt, mit der Mail übereinstimmt, die vom Absender abgeschickt wurde. Eine digitale Signatur schützt eine E-Mail allerdings nicht davor, dass sie von Unberechtigten gelesen wird, sondern sagt nur etwas über die Authentizität des Absenders aus.

Sinn der Verschlüsselung

Das Verschlüsseln einer Nachricht stellt sicher, dass nur der vom Absender bestimmte Empfänger die E-Mail lesen kann. Eine Nachrichtenverschlüsselung stellt nicht sicher, dass der Empfänger sich darauf verlassen kann, dass der in der E-Mail genannte Absender auch der wirkliche Absender ist. Das ist Aufgabe der digitalen Signatur.

Sie sehen also, digitale Signatur und Nachrichtenverschlüsselung gehen Hand in Hand. Die digitale Signatur stellt die Authentizität des Absenders sicher, während die Nachrichtenverschlüsselung dafür sorgt, dass nur der vom Absender bestimmte Empfänger die Nachricht auch lesen kann. Der Inhalt der Nachricht bleibt also vertraulich.

Download und Installation

Gratis-Download: Volksverschlüsselng für Windows Vista, 8/8.1 und Windows 10

Die Datei-Größe beträgt etwa 65 MB. Die Entwickler arbeiten aber bereits an Versionen für Linux und macOS. Auch Apps für Android und iOS sollen folgen. Der Quelltext dazu steht bereits auf der Internetseite der Volksverschlüsselung zur Verfügung.

Nachdem die Installationsdatei auf dem Rechner zur Verfügung steht, starten Sie die Installation. Die grundsätzliche Installation der Verschlüsselungslösung ist schnell einsatzbereit. Während der Installation sind keine Anpassungen oder Konfigurationen der Software notwendig.

Volksverschlüsselung einrichten

Die eigentliche Einrichtung der Software erfolgt nach der Installation. Nachdem Sie die Software installiert haben, starten Sie die Volksverschlüsselung und beginnen die Einrichtung mit einem Assistenten. Dazu authentifiziert die Software zunächst den Anwender und installiert das notwendige Zertifikat.

Hier können Anwender zur Legitimation entweder auf den Identitätsnachweis des Personalausweises setzen, auf ein Login bei der Telekom oder einen Registrierungscode.

Nachdem die erfolgreiche Anmeldung erfolgt ist, hinterlegen Sie in der Software die Mail-Adressen, die Sie für die Verschlüsselung nutzen wollen. Dazu liest das Tool die Mail-Adressen ein, die in Outlook oder Thunderbird hinterlegt sind. Zur ausgewählten Mail-Adresse verschickt der Server der Volksverschlüsselung anschließend einen Verifikationscode. Diesen müssen Sie im Fenster zur Einrichtung der Software eintragen. Teilweise kann es passieren, dass die E-Mail mit dem Verifikationscode im Spam-Ordner des E-Mail-Programmes landet. Überprüfen Sie den Ordner, wenn die E-Mail nach spätestens 2-3 Minuten nicht angekommen ist.

Haben Sie die Daten korrekt eingegeben, beginnt die eigentliche Beantragung des Zertifikats für die Verschlüsselung. Dazu liest die Volksverschlüsselung die Daten aus dem eingegebenen Ausweis, beziehungsweise aus den Daten des Telekom-Kontos ein. Der Vorgang dauert einige Minuten. Den Fortschritt dazu sehen Sie im Fenster. Erhalten Sie eine Fehlermeldung, starten Sie den Vorgang noch einmal. In den meisten Fällen läuft er dann durch.

Sobald der Assistent seine Aufgaben abgeschlossen hat, erhalten Sie entsprechende Rückmeldungen. Sie erhalten darüber hinaus mehrere E-Mails der Volksverschlüsselung. Bewahren Sie beide Mails auf, da Sie hier Downloadlinks zu den Zertifikaten finden sowie weitere Daten, die Sie für die Volksverschlüsselung brauchen, wenn Sie den Rechner neu installieren, oder das Mail-Programm neu einrichten.

Sobald das Zertifikat erstellt wurde, führt der Assistent seine Aufgabe fort, lädt die notwendigen Daten herunter, und installiert das Zertifikat auf dem Rechner. Auch die Verbindung zum Mail-Programm findet dann statt. Bestätigen Sie alle Meldungen, die das Programm anzeigt, damit der Vorgang erfolgreich abgeschlossen werden kann. Die erfolgreiche Integration des Zertifikats zeigt die Volksverschlüsselung im Fenster an.

Anschließend können Sie das Zertifikat noch exportieren. Das macht die erneute Einrichtung des Mail-Programmes einfacher.

Volksverschlüsselung in Outlook nutzen

Um Mails in Outlook manuell digital zu signieren, gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Sie erstellen eine ganze normale Mail. Hier gibt es keinerlei Unterschiede.
2. Um digital zu signieren, öffnen Sie im Mail-Fenster die Registerkarte Optionen.
3. Im Menüband können Sie bei Berechtigung durch Aktivieren der Option Signieren die digitale Unterschrift hinzufügen.
4. Versenden Sie die E-Mail, gibt es für Sie zunächst keine Unterschiede. Ab und zu blendet Outlook ein Fenster ein, über das Sie die Verwendung des Zertifikatschlüssels gestatten müssen. Bestätigen Sie dann diese Sicherheitsmeldung.

Erhalten Empfänger eine signierte E-Mail, sehen diese bereits in Outlook oder dem Mail-Client, der S/MIME unterstützt, am Symbol, ob die Mail digital signiert ist. Am Symbol der E-Mail sehen Anwender dazu eine kleine Medaille.

Öffnen Empfänger die E-Mail als neues Fenster oder im Lesebereich, blendet Outlook ein Zeichen bei digital signierten E-Mails ein. Klicken Empfänger auf dieses Zeichen, erhalten sie eine Information angezeigt, dass die E-Mail erfolgreich signiert wurde. Über die Schaltfläche Details erhalten Empfänger weitere Informationen zur Signatur. Erkennt der Client des Empfängers die ausstellende Zertifizierungsstelle nicht an, erhalten diese eine Fehlermeldung, wenn die Signatur überprüft werden soll. In diesem Fall müssen die Empfänger beim ersten Empfang bestätigen, dass sie der Zertifizierungsstelle vertrauen.

Volksverschlüsselung in Thunderbird nutzen

Sobald die Verschlüsselung eingerichtet ist, können Sie signierte (unterschriebene) und verschlüsselte E-Mails versenden. In Thunderbird finden Sie die Einstellungen dazu über die Schaltfläche S/MIME. Die Vorgehensweise ist analog zu Outlook.

Die E-Mails werden aber nur dann verschlüsselt oder signiert, wenn Sie die Option explizit auswählen. Sie können mit dem Mail-Programm natürlich weiterhin auch unverschlüsselte oder unsignierte Mails verschicken.

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