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Morgenmagazin vom Montag, 3. November 2014

03.11.2014 | 07:13 Uhr |

Was heute wichtig wird: 3. November 2014 +++ iPhone 6 könnte künftig als Autoschlüssel fungieren +++ Sky kündigt neuen Video-on-Demand-Service an +++ Lazerwood iPhone Cover aus Echtholz +++ Windows 8.1 frisst Windows XP +++ Test: Medien katalogisieren mit Neo Finder 6.6 +++ Nutzung von Kurz- bzw. Spitznamen in Mail festlegen

Was heute wichtig wird: 3. November 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Na, auch noch einmal durchgeschnauft?  Die Herbstferien kommen für Eltern schulpflichtiger Kinder jedes Jahr ein wenig unerwartet, kaum ist man aus den Sommerferien zurück, hat man schon wieder ein Betreuungsproblem. Zwölf Wochen Ferien sind einfach ein paar Wochen zu viel. Wenigstens war heuer der Herbst bisher weit goldener als der Sommer sonnig, und wer nicht noch einmal eine Woche Urlaub nehmen konnte, wollte oder musste, freute sich wenigstens über leere Straßen und pünktliche öffentliche Verkehrsmittel. Derart entspannt kann man sich nun dem Rest des Jahres widmen, sieben Arbeitswochen sind es noch bis Weihnachten. Die Macwelt hat in der Zeit noch viel vor, lassen sich wie immer überraschen und vor allem kompetent informieren.

Apple bereitet sich indes für die Einkaufssaison zum Jahresende vor, weitere Ergänzungen oder Erneuerungen der Produktpalette stehen ersteinmal nicht an. Jetzt geht es für Cupertino darum, möglichst viele Macs, iPads und iPhones an den Kunden und die Kundin zu bringen. In einem Video schwört die Retail-Chefin Angela Ahrendts die Belegschaft auf die arbeits- und umsatzreiche Zeit ein, berichtet unter anderen 9to5Mac . Was Ahrendts dabei in einem Nebensatz fallen lässt, löst mal wieder Spekulationen aus. "Im Frühling" heißt es da, werde die Apple Watch in den Handel kommen. Das ist nur in Nuancen anders als das bisherige Apple-Sprech von "early 2015", doch interpretiert die Szene das als neuen, verspäteten Termin. Der 14. Februar (ein Samstag..), der bisher als einziger, wenn auch recht vager, Termin durch die Gerüchteküche geisterte, wäre ja mit 2early 2015" gut beschrieben, aber mit "spring" kann er nicht gemeint sein. Vermutlich steht der Termin bei Apple intern auch noch nicht fest, allenfalls ein Zeitrahmen von wenigen Wochen. Und ob den Apple vor Ahrendts Ansprache tatsächlich nach hinten verschoben hat, ist mehr als spekulativ. Der Apple Wrach, vor allem ihrer Software, wird Apple noch so viel Zeit einräumen wie nötig. Hoffen wir dennoch nicht nur aus meteorologischer Sicht auf einen frühen Frühling, muss ja nicht schon wieder Mitte Februar losgehen, wie es 2014 der Fall war. Peter Müller

Weitere Lesetipps für heute Morgen:

Apple Pay im Feldtest : Seit dem 20. Oktober kann man in den USA drahtlos mit seinem iPhone 6 oder iPhone 6 Plus via Apple Pay bezahlen. Wie einfach gestaltet sich der Einkauf mit Apple Pay? Ergänzt es bestehende Zahlsysteme sinnvoll und fügt es sich in unserem Alltag ein? Und: Hat es das Potential andere Zahlweisen auf Dauer zu verdrängen? Unsere Kollegen der Macworld haben in New York und San Francisco die Probe aufs Exempel gemacht.

Schwedischer Hacker entdeckt Sicherheitslücke in Yosemite : Der schwedische Sicherheitsexperte Emil Kvarnhammar will in OS X 10.10 eine Sicherheitslücke entdeckt haben, die er "rootpipe" nennt. Die "privilege escalation vulnerability" könnte einem Angreifer Zugriff auf Root-Ebene verschaffen und somit vollständige Kontrolle über den Rechner. Apple habe die Lücke bisher nicht geschlossen, so dass Kvarnhammar und sein Arbeitgeber, die Sicherheitsfirma Truesec, zu diesem Zeitpunkt keine Details veröffentlichen. Kvarnhammar wollte auf zwei in Stockholm und Malmö anstehende Sicherheitskonferenzen Lücken in OS X vorführen, da es aber laut seiner Aussage nur wenige gebe und in den aktuellen Systemfassungen keine dokumentiert, machte er sich selbst auf die Suche. Zu seiner Überraschung fand er dann ein ein OS X 10.8.5, die zwar in OS X 10.9 so nicht ausnutzbar war, mit Modifikationen an seiner Software aber in OS X 10.10. Mit Apple stehe man in Verbindung und habe sich auf ein Datum geeinigt, zu dem man Details veröffentliche. Das werde aber erst im Januar der Fall sein, bis dahin dürfte Apple die Lücke geschlossen haben.

Office for Mac kommt 2015, neuer Outlook-Client schon jetzt : Im Jahr 2010 veröffentlichte Microsoft zuletzt eine Office-Version für den Mac, Office 2011. Am Freitag hat der Konzern endlich einen Fahrplan für den Nachfolger vorgestellt: In der ersten Jahreshälfte 2015 werde es demnach öffentliche Beta-Versionen von Word, Powerpoint und Excel geben, die finale Fassung soll dann in der zweiten Jahreshälfte kommen. Schon jetzt bietet Microsoft aber mit einem neuen Outlook-Client einen Vorgeschmack auf das neue Office.

Weitere Nachrichten:

iPhone 6 könnte künftig als Autoschlüssel fungieren

Der im iPhone 6 und iPhone 6 Plus verbaute NFC-Chip könnte schon bald den Autoschlüssel ablösen. Darauf drängt zumindest Hersteller NXP, der das Bauteil offenbar für Apple fertigt. Große Autohersteller sollen derzeit dazu motiviert werden, das iPhone zum Öffnen der Autotüren einzuspannen und gleichzeitig die Steuerung der im Fahrzeug befindlichen Infotainment-Systeme zu ermöglichen.

Auch Apple würde von der NXP-Initiative profitieren. Sogar im öffentlichen Personenverkehr will das Unternehmen seine NFC-Technologie als Bezahlmöglichkeit etablieren. Ebenfalls denkbar wären Türöffnungssysteme, die nur berechtigte Personen per iPhone ins Haus lassen.

Bis dahin muss sich wohl aber erst Apples Bezahldienst Apple Pay behaupten. Speziell bei Finanztransaktionen sind die Kunden besonders vorsichtig. Sollte der Hersteller in diesem Bereich jedoch das Vertrauen der Anwender gewinnen, so stünde auch einer Aufwertung des iPhones als Auto- oder Wohnungsschlüssel nichts mehr im Wege.

Sky kündigt neuen Video-on-Demand-Service an

Sky reagiert auf die wachsende Konkurrenz von Netflix und Co. Mit Sky Online startet das Unternehmen einen neuen Video-on-Demand-Service, der sich auch an Nicht-Abonnenten richtet. Um den Dienst nutzen zu können, ist kein reguläres Abo für den PayTV-Anbieter nötig. Dafür bietet Sky Online neue Abo-Pakete, die jeden Monat gekündigt werden können.

Zum Preis von 9,99 Euro monatlich bietet Sky das Sky Starter Paket an. Hier erhalten Kunden Filme, TV-Serien und die Sender TNT Serie, RTL Crime, Fox, TNT Glitz, National Geographic, Disney Junior, Spiegel Geschichte, Sky Sport News HD und Disney XD. Die komplette Mediathek kann zudem auf mobile Geräte gestreamt werden. Wer monatlich noch zehn Euro drauflegt, erhält das Sky Film Paket. Enthalten sind die Sender Sky Atlantic, Sky Cinema und Disney Cinemagic sowie zahlreiche Filme und Serien, die Sky zwölf Monate vor der Free-TV-Premiere ausstrahlt.

Ebenfalls für Sky-Online-Kunden erhältlich ist das Sky Supersport Tagesticket. Es kann tageweise gebucht werden und bietet Zugriff auf Sky Bundesliga Sender und Sky Sport und deren Optionskanäle. Sky Online wird in den nächsten Monaten auch für die Xbox One, Smart-TVs von LG und Samsung sowie für die Sky Online TV Box und Android-Smartphones und -Tablets verfügbar sein. Weitere Geräte und Plattformen sollen folgen.

Lazerwood iPhone Cover aus Echtholz

Während sich Individualität zu früheren Zeiten meist im Kleidungsstil und der Frisur geäußert hat, greifen im digitalen Zeitalter Smartphone -Nutzer gerne auf Schutzhüllen in allen denkbaren Farben und Formen zurück. Aus der Masse hervorzustechen ist dabei gar nicht so leicht. Eine Möglichkeit sein Gegenüber zumindest kurzfristig zu einem neugierigen Blick zu verleiten, bieten die neuen iPhone Cover von Lazerwood.

Die Cover werden wahlweise aus Ahorn-, Bambus-, Kirsch- oder Walnussbaumholz gefertigt und auf die Rückseite des iPhone geklebt. Bei Bedarf sollen Sie sich rückstandsfrei und ohne das iPhone zu beschädigen entfernen lassen. Im Gegensatz zu echten Schutzhüllen ist die Schutzwirkung wohl aber doch recht überschaubar.

Die Lazerwood Cover sind mit Apples iPhone 5/5s kompatibel und für Preise ab 17,90 Euro bei www.macconnect-shop.de erhältlich.

Windows 8.1 frisst Windows XP

Schon im April endete der Support für Windows XP , doch erst jetzt scheinen sich viele PC-Nutzer tatsächlich nach einem neuen Betriebssystem umzusehen und dabei die aktuellste Version Windows 8.1 zu wählen. Die aktuellen Statistiken von Netmarketshare zeigen, dass Windows 8.1 im Oktober einen recht großen Sprung auf nun fast 11 Prozent gemacht hat. Im September 2014 lag der Marktanteil hier bei nur 6,67 Prozent.

Von Windows 8, für das es ein kostenloses Update auf Windows 8.1 gibt, stammen die neuen Anteile nicht, denn auch Windows 8 legte von 5,59 auf 5,88 Prozent zu und auch Windows 7 konnte sich von 52,71 auf 53,05 Prozent minimal steigern. Windows XP hingegen verzeichnet den größten Absturz in seiner Geschichte und fällt innerhalb eines Monats von 23,87 Prozent auf nur noch 17,18 Prozent. Da Netmarketshare aber nur Webseiten und deren Besucher auswertet, ist auch ein Blick auf die aktuelle Steam-Hardware-Umfrage interessant. Hier hatten Windows 8 und Windows 8.1 bei Spielern schon immer etwas mehr Marktanteil.

Bei Steam gibt es von September auf Oktober eine ähnliche Tendenz, die aber vermutlich deswegen nicht mehr so stark ausfällt, weil Windows XP für Spieler ohnehin kaum noch eine Rolle spielt. Bei Steam stieg der Anteil von Windows 8.1 64 Bit aber auch noch um 2,59 Prozent und damit auf nun 21,6 Prozent an. Für Steam-Verhältnisse ist auch das ein bemerkenswerter Zugewinn. Mit Windows 8 und den 32-Bit-Versionen kommt das Betriebssystem sogar auf knapp unter 30 Prozent. Windows 7 erreicht insgesamt 59 Prozent und Windows XP ist mit etwas über 4 Prozent immer noch so stark vertreten wie alle aktuellen Versionen von Mac OS X. Auch Linux hat es nach wie vor schwer, bei Steam überhaupt die 1-Prozent-Marke zu erreichen.

Test: Medien katalogisieren mit Neo Finder 6.6

Als Nutzer eines Macs mit SSD ist man schnell gezwungen, Daten auf externe Festplatten oder andere Speichermedien auszulagern. Bei der Organisation und dem Durchsuchen dieser Daten ist eine Katalogsoftware wie Neo Finder eine große Hilfe. In kurzer Zeit kann man damit ganze Foto- und Videoarchive auf externen Medien erfassen und den Inhalt als platzsparende Katalogdatei auf dem eigenen Rechner speichern. Sehr gut eignen sich diese Kataloge für die Verwaltung von Mediendateien. So speichert der Neo Finder bei Fotos eine Mini-Vorschaudatei, Größe und Farbtiefe sowie Adobe XMP, EXIF- und GPS-Daten. Bei Audiodateien erfasst das Tool enthaltene Coverbilder  und Songtexte. Beim Katalogisieren von Videodateien erstellt das Tool automatisch ein Vorschaubild und auf Wunsch sogar einen Kontaktabzug mit mehreren Standbildern.

Ist das Tool ffmpeg installiert, erstellt die Software sogar Vorschaubilder für nicht mit Quicktime kompatible Videodateien. Das gilt leider nicht bei der Kontaktabzug-Erstellung, hier werden offenbar nur mit Quicktime-Formate unterstützt. Ansonsten ist gerade die Unterstützung vieler Dateiformat eine Stärke der Software. Neben üblichen Medienformaten, RAW-Fotos, Officedateien, EPS und PDFs gehören dazu Grafikdateien von Programmen wie PowerCADD, Xpress, Indesign und Illustrator. Inhalte von Zip-Dateien erfasst die Datenbanksoftware gleichfalls, Katalogdateien von vielen Konkurrenzprodukten sind importierbar. Selbst höheren Ansprüchen kann die Suchfunktion genügen. Zusätzlich zu einer Volltextsuche kann man wie im Finder intelligente Suchanfragen nutzen und als intelligenten Ordner speichern: Beispielsweise eine Suche nach einem Bild mit bestimmten Schlagwort, Datum und Größe. Die gemeinsame Nutzung der Katalogdateien in einem Firmennetz ist möglich, setzt aber eine Business-Lizenz für 99 Euro voraus. Letztere unterstützt zusätzlich die automatische Aktualisierung von Katalogen. Für die Windows-Anwender im Betrieb gibt es das auf Neo Finder basierende Abewindows, das die Neo Finder-Kataloge direkt nutzen kann. Insgesamt macht die Software in unserem Test einen sehr soliden Eindruck, überzeugend sind sowohl Bedienkomfort als auch Performance: Für das Katalogisieren einer 1TB-Festplatte mit 1200 Videodateien benötigt die Software gerade einmal 34 Minuten, ein gutes Ergebnis. Ein Kritikpunkt: Eine deutschsprachige Version des Nutzerhandbuchs ist leider noch nicht verfügbar. Das ist schade, da man für manche Profi-Funktion eine Anleitung benötigt. Eine iOS-Version ist angekündigt, war bei Redaktionsschluss aber leider noch nicht verfügbar. Ab Neo Finder 6.0 ist das Upgrade kostenlos, ein Upgrade vom Vorläufer CD Finder kostet 20 Euro.

Empfehlung: Neo Finder ist eine komfortable und leistungsfähige Katalogsoftware, die sich sowohl für Heimanwender als berufliche Anwender eignet. Interessant ist die Software vor allem für Anwender, die Daten auf externe Festplatten oder andere Medien ausgelagert haben.

Tipp: Nutzung von Kurz- bzw. Spitznamen in Mail festlegen

Wer Siri häufig nutzt oder bei der Auswahl von Adressaten bei Mail oder Nachrichten Zeit sparen möchte, legt Spitznamen fest. Siri weiß dann etwa auch den Sprachbefehl „Nachricht an Maz“ zu interpretieren und nutzt die iMessage-Nummer von Matthias Zehden.

Was auf der einen Seite praktisch ist, verwirrt bei Benutzern, die haufenweise Kontakte haben. Nicht nur bei eingegangenen Mails, sondern auch bei Nachrichten wird als Absender manchmal nur der Vorname, manchmal der Spitzname verwendet. Um hier Klarheit zu schaffen, wählen Sie die Einstellung „Mail, Kontakte, Kalender > Kurzname“. Hier lässt sich festlegen, ob bei der Darstellung in Mail, Nachrichten und Co. Spitznamen überhaupt zum Einsatz kommen sowie ob und in welcher Form Kurznamen Verwendung finden. Siri ist von Änderungen nicht betroffen.

In der Einstellung legen Sie fest, ob und in welcher Form Kurz- und Spitznamen verwendet werden.
Vergrößern In der Einstellung legen Sie fest, ob und in welcher Form Kurz- und Spitznamen verwendet werden.
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