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Morgenmagazin vom Montag, 31. Mai 2021

31.05.2021 | 07:10 Uhr | Peter Müller

Was Apple im Juni herausbringen wird +++ iPad Pro 11'' und 12,9'' im Vergleich: Der Bildschirm macht den Unterschied +++ Samsung und LG beginnen Massenproduktion von Displays für iPhone 13 +++ PS5: Sony will Konsole ab Juni ohne Verlust verkaufen +++ Motion Sonic: Sony startet Crowdfunding-Kampagne für Musiksensor +++ Aldi Talk: Jahrespakete ab 10. Juni buchbar

31. Mai: Sommer voraus!

Macwelt wünscht einen guten Morgen! Da sind wir wieder - wie versprochen. War nur eine kurze Auszeit, noch etwas durchschnaufen vor der WWDC. Die beginnt zwar erst nächsten Montag, aber diese Woche ist wegen Fronleichnam auch wieder eine eher kurze und in Vorbereitung der Entwickler-Konferenz Apples bliebt noch derart viel zu tun, dass wir beinahe froh sind, noch auch noch eine Reise nach Kalifornien vorbereiten zu müssen. Andererseits gäbe es wenig, nach dem wir uns mehr sehnten: Eine volle WWDC, in mildem nordkalifornischen Frühsommer. Vielleicht nächstes Jahr.

Der hiesige Sommer soll ja morgen endlich losgehen - und nach Definition der Meteorologen passiert das auch. Das Wetter hält ein beinahe Schritt, der so definierte  Sommertags mit Tageshöchstemperaturen ab 25 Grad Celsius oder gar die tropische Nacht mit Temperaturen nie unter 20 Grad Celsius ist noch eine Weile entfernt. Und das soll der Klimawandel sein.

Wir haben es an dieser Stelle schon öfter betont: Wetter ist das eine, Klima das andere, nämlich Wetter über längere Zeiträume. Ein kühler und feuchter Mai ist kein "Beweis" gegen den menschengemachten Klimawandel, im Gegenteil: beinahe könnte man den Mai 2021 und seinen unseligen Vorgänger, den April dieses Jahres, als Kronzeugen heranziehen. Denn an sich waren April und Mai 2021 vollkommen normal für das Klima nördlich der Alpen, wir sind es einfach nicht mehr gewohnt. Frühjahre wie 2018 und 2020 mit ausgedehnten Trocken- und Wärmeperioden werden allmählich zum "neuen Normal", das Wetter der letzten Wochen dürfte eher zur Ausnahme werden. Sonnenanbeter freuen sich dann aber nur kurz, zunehmend austrocknende Böden könnten in der Konsequenz dazu führen, dass massiver Sparzwang droht. Autowaschen in der Einfahrt ist dann nicht mehr, was werden das für öde Samstage! Oder noch quälendere Hochsommertage über Wochen und Monate hinweg, an denen man höchstens einmal täglich duschen darf…

Grämen Sie sich also nicht über Regen, freuen Sie sich eher darüber. Wenn Sie sich nicht freuen, regnet es ja dennoch. Und wenn es wochenlang gar nicht regnet, ist das alles andere als ein Grund zur Freude. Könnten wir ja nächstes Jahr zur WWDC in Kalifornien mal näher begutachten.

Lesetipps für den Montag:

Vorschau: Es ist ja nicht so, dass die Erwartungen an den Juni gering wären - nicht nur das Wetter betreffend. Apple wird definitiv eine Reihe von Neuheiten vorstellen oder bereits angekündigte Services an den Start bringen. Die WWDC, die am kommenden Montag beginnt, zeigt erste Einblicke in kommende Betriebssysteme wie iOS 15, iPadOS 15 und macOS 12, aber es ist gut möglich, dass in diesem Jahr Herdware die Show stehlen wird: Neue Macbook Pro mit 14 und 16 Zoll Bilddiagonale stehen an, auch ein neuer High-End-Mac-Mini steht angeblich in den Startlöchern. Gespannt erwarten kann man Apple Music mit Hires-Lossless und Spatial Audio, ebenso starten die kostenpflichtigen Podcasts, die Apple vor ein paar Wochen angekündigt hat. Und auf Apple TV+ starten etliche neue Serien und Filme respektive zweite Staffeln wie die von "Home Before Dark".

Vorbild: iOS 15 ist eine Woche vor seiner Vorstellung vermutlich mehr oder minder fertig, die Entscheidungen über neue Features ist sicher längst gefallen und Wunschzettel daher überflüssig. Michael Simon hat sich dennoch die Mühe gemacht, aufzuschreiben, was sich iOS 15 vom neuen Android 12 "borfgen" könnte. Darunter sind etwa ein Widget für Nachrichten (iMessages), ein schnellerer Zugriff auf die Einstellungen, ein nützlicherer Sperrbildschirm und einige bunte Farbthemen statt nur heller und dunkler Modus.

Vergleich: Sicher, das neue iPad Pro 12,9'' ist größer als das mit 11-Zoll-Bildschirm, die inneren Werte (M1-Prozessor) sind hingegen gleich. Der Unterschied beim Bildschirm besteht aber nicht nur in den Ausmaßen, mit Mini-LED bringt das iPad Pro 12,9'' ein "Liquid Retina XDR"-Display mit großem Farbraum und Kontrast. Der Aufpreis ist aber eben happig. Jason Cross hat sich beide neuen Tablets mal näher angesehen und erklärt, ob der hohe Aufpreis die Sache wert ist.

Nachhall: Apples ehemaliger Chief Design Officer (CDO) Jony Ive hat das Unternehmen vor fast zwei Jahren verlassen, doch wirkt sein Werk fort, behauptet Wired in seinem Test des iMac M1. Am völlig neuen Design des All-in-One habe auch Jony Ive mitgewirkt, wie Apple bestätigte. Hardwareentwicklung ist ein langwieriger Prozess, zwei Jahre sind da gar nichts und daher wäre es wenig verwunderlich, wenn Ive noch als CDO an der Gestaltung beteiligt gewesen wäre. Doch hatte Apple beim Abschied vor zwei Jahren auch gesagt, Ives neue Designfimr LoveFrom würde auch Projekte für Apple betreuen. Ob denn nun der iMac M1 darunter gefallen ist, will Cupertino aber nicht verraten. Jony Ive war seinerzeit für das revolutionäre Design des originalen iMac und seiner bunten Revisionen verantwortlich, ebenso für den weißen iMac G4 und die Glas-Alu-Ära seit 2007.

Los geht es: Samsung Display und LG Display haben mit der Massenproduktion von OLED-Panels begonnen, die eine Bildwiederholrate von 120 Hz bringen und damit die Pro-Motion-Displays der iPhone 13 sein werden, berichtet The Elec unter Bezug auf Quellen bei Zulieferern. Auch anderen Komponentenhersteller bereiten sich allmählich auf die neuen Modelle vor, etwa einen Monat früher als vor einem Jahr beim iPhone 12. Es könnte also so aussehen, als würde Apple die neuen iPhones dieses Jahr wieder im September präsentieren, nachdem im vergangenen Jahr durch die Pandemie einiges durcheinander geraten war.

PS5: Sony will Konsole ab Juni ohne Verlust verkaufen

Die neue Playstation 5 ist für Sony aufgrund vieler neuer Technologien ein teures Stück Hardware geworden: Pfeilschnelle SSD, Custom-APU von AMD und 16 GB GDDR6-RAM sorgen für hohe Fertigungskosten. Entsprechend muss Sony die Konsole anfangs mit einem Verlust anbieten, erst mit der Zeit wird die eigentliche Hardware für den Konzern lukrativ. Bei der PS5 soll dieser Zeitpunkt schon im Juni 2021 erreicht sein. Dies bestätigte Sony-Interactive-Chef Jim Ryan gegenüber den Investoren. Dabei ist die Playstation 5 erst seit Mitte November 2020 im Handel und durch die Halbleiter-Knappheit auch nur in sehr begrenzten Stückzahlen.

Dennoch konnte Sony nach eigenen Angaben bereits 7,8 Millionen PS5-Konsolen ausliefern. Damit verkauft sich die neue Konsole sogar noch besser als die Playstation 4, die im gleichen Zeitraum nur auf 7,6 Millionen Einheiten kam. Sony stebt zudem weiterhin die Marktdominanz an. Bei der PS4 kam Sony auf einen Marktanteil von 45 Prozent, nun strebe man mit der PS5 aber die Überschreitung der 50-Prozent-Marke an. Dem stehen aber die aktuellen Lieferprobleme der Konsole im Weg. Noch immer sind nur selten kleine Kontingente bei Händlern verfügbar, die meist innerhalb weniger Minuten ausverkauft sind. Einige Playstation-Fans warten nun schon seit einem halben Jahr auf ihre Chance, eine der knappen Konsolen zu ergattern. Sony will in Zukunft 20 Millionen Konsolen pro Jahr ausliefern. Dazu kommen Blockbuster wie „Ratchet & Clank: Rift Apart“ und „Horizon 2: Forbidden West“. Außerdem will Sony im kommenden Jahr mit PSVR2 eine neue VR-Brille auf den Markt bringen, die das Vorgängermodell in allen Belangen deutlich übertreffen soll.

 

Motion Sonic: Sony startet Crowdfunding-Kampagne für Musiksensor

Sony hat in dieser Woche mit Motion Sonic ein neues Gadget für Musiker vorgestellt. Das kleine Gerät kann mit Hilfe eines Silikon-Armbands am Handgelenk oder auf dem Handrücken befestigt werden. Der Motion-Sonic-Sensor wird im Anschluss mit der zugehörigen iOS-App verknüpft. Hier können Nutzer nun bestimmte Handgesten festlegen, die ausgewählte Effekte erzielen. So könnte zum Beispiel eine Drehbewegung der Hand auf Wunsch Tonhöhenveränderungen anstoßen oder Effekte wie Hall über die Musik legen. Der kleine Bewegungssensor soll Musikern helfen, ihre Musik zu modifizieren, während sie Spielen. Um Effekte ein- und auszuschalten, müssen sie auf diese Weise nicht mehr ihre Gitarre loslassen. Als mögliche Einsatzbereiche für Motion Sonic nennt Sony die klassische Gitarre, das Keyboard oder auch DJ-Equipment. Mit Android ist das Zubehör nicht kompatibel.

Um Motion Sonic zu finanzieren, geht Sony einen für das Unternehmen eher ungewöhnlichen Weg. Mit der Ankündigung des Bewegungssensors sucht Sony nach Unterstützern, die gewillt sind, Motion Sonic über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo mitzufinanzieren. Aktuell ist Sony damit beschäftigt, einen Prototypen zu entwickeln. Finden sich genügend Unterstützer, geht Motion Sonic in die Produktion und wird im März 2022 ausgeliefert. Über Indiegogo kann Motion Sonic zum Early-Bird-Price von umgerechnet 178 Euro vorbestellt werden. Um die Produktion zu finanzieren, benötigt Sony insgesamt 64.818 Euro. Das Interesse an Motion Sonic hält sich derzeit jedoch noch in Grenzen. Bislang wurden nur etwa 2.000 Euro von elf Unterstützern beigesteuert. Es bleibt abzuwarten, ob sich in den nächsten 31 Tagen genügend Interessenten finden, um das Projekt Realität werden lassen.

 

Aldi Talk: Jahrespakete ab 10. Juni buchbar

Für Smartphone-Nutzer, deren Datenverbrauch monatlich stark schwankt, hat Mobilfunk-Anbieter Aldi Talk auch in diesem Jahr wieder seine sogenannten „Jahrespakete“ im Angebot . Die Prepaid-Tarife haben eine Laufzeit von 365 Tagen und ein festgelegtes Inklusiv-Volumen, das individuell innerhalb dieser Laufzeit aufgebraucht werden kann.

Im Zeitraum vom 10. Juni bis 15. Juli 2021 stehen insgesamt drei unterschiedliche „Jahrespaket“-Tarife bei Aldi Talk zur Auswahl. Mit 59,99 Euro für 365 Tage ist das „Jahrespaket XS“ das günstigste. Enthalten sind zwölf Gigabyte Datenvolumen mit einer maximalen Download-Geschwindigkeit von 25 MBit/s und einem maximalen Upload von 10 MBit/s. Ebenfalls an Bord sind eine All-Net-Flat für Telefonie und SMS sowie EU-Roaming. Für einen Aufpreis von 40 Euro erhalten Kunden mit dem „Jahrespaket S“ 50 Gigabyte Inklusiv-Volumen. 100 Gigabyte für 365 Tage kosten im „Jahrespaket L“ 149 Euro. Aldi Talk bietet außerdem ein „Mega-Bundle“ mit dem „Jahrespaket XS“ und dem Samsung Galaxy A12 mit 32 Gigabyte internem Speicher für einmalig 159 Euro.

Die drei Jahrespakete sind ab 10. Juni in allen deutschen Aldi-Filialen sowie in der Aldi Talk App verfügbar. Wer sein Guthaben vor Ablauf der 365 Tage aufgebraucht hat, kann wahlweise ein weiteres Jahrespaket buchen oder einzelne Gigabyte-Pakete für die jeweiligen Tarife kaufen. 1 Gigabyte kostet 5,99 Euro (alle drei Jahrespakete), 2 Gigabyte schlagen mit 9,99 Euro zu Buche (Jahrespaket S und L) und 5 Gigabyte sind für 14,99 Euro erhältlich (nur Jahrespaket L).

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