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Morgenmagazin vom Montag, 6. Oktober 2014

06.10.2014 | 07:22 Uhr |

Was heute wichtig wird: 6. Oktober 2014 +++ Carbon Copy Cloner in Version 4 komplett überarbeitet +++ Anime Studio 10 Deutsch verspricht besseren Workflow +++ Sway: Microsofts Office-Familie bekommt Nachwuchs +++ Smartphones mit Vertrag jetzt auch bei Amazon +++ Nackte Promis wollen Gogle verklagen

Was heute wichtig wird: 6. Oktober 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Viel hat wohl nicht gefehlt, dann würden die USA heute deutsch sprechen und nicht englisch. Hiesige Sprachpfleger würden zwar die Nase rümpfen über das antiquierte deutsch mit englischen, spanischen,  französischen und "indianischen" Einflüssen, im Großen und Ganzen fände man es aber praktisch. überall auf der Welt in zumindest schlechten deutsch verstanden zu werden. Nicht nur Iren, Engländer und Schotten waren den Pilgervätern in die Kolonien jenseits des Atlantik gefolgt, auch zahlreiche Deutsche, daran erinnert der heute begangene deutsch-amerikanische Tag. Man stelle sich nur vor, es seien im Jahr 1683 weit mehr als ein paar Familien in Philadelphia ansässig geworden und deren Sprache hätte sich gegenüber denen der Kolonialmächte England und Frankreich durchgesetzt. Wir würden heute an einem Rechengerät von Apfel arbeiten und uns auf Boskop-BS 10.10 Werdenfels vorbereiten... Irgendwie beruhigend, dass es doch anders gekommen ist.

Was wäre gewesen, wenn? Die Frage stellt sich in der historischen Forschung nicht, eher die Frage, wie war es möglich, dass? Thor Heyerdahl, heute vor 100 Jahren im norwegischen Larvik geboren, beantwortete Fragen dieser Art auf beeindruckende Weise und begründete mit seinen Ozeanüberquerungen den Zweig der experimentellen Archäologie. Anlässlich des Geburtstages hat das ZDF gestern die Dokumentation "Das Kon-Tiki-Abenteuer" ausgestrahlt und nun in seine Mediathek gestellt, Prädikat: Besonders empfehlenswert. Man glaubt im Zeiten des mobilen Internets heute gar nicht, zu welchen Leistungen der Mensch schon vor tausenden Jahren in der Lage war. Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

Hewlett-Packard will sich aufspalten:   Das Geschäft mit PCs und Druckern läuft beim einstigen Weltmarktführer nicht mehr, HP plant die Ausgliederung. Ein erster Schritt zur Aufgabe des Segments?

Wie die Apple Watch Haptic Technology den Massen näher bringt : Das nächste Benutzerinterface ist der eigene Körper. Gamer wissen bereits um haptische Steuermöglichkeiten, die Apple Watch wird für deren Durchbruch sorgen, erklären unsere Kollegen der Macworld.

Die Chancen des Samsung Galaxy S6 : Kommenden Februar wird Samsung das Galaxy S6 herausbringen. Die Marktbeobachter von Seeking Alpha rechnen damit, dass Samsungs neues Smartphone das iPhone 6 in den Verkaufsstatistiken schlagen wird.

Neues Bot-Net mit 17.000 Macs : Russische Sicherheitsforscher haben eine neue Malware entdeckt, die Reddit zum Knüpfen eines Bot-Netzes nutzt. 17.000 Rechner sollen bereits mit Mac.BackDoor.iWorm infiziert sein.

Weitere Nachrichten:

Carbon Copy Cloner in Version 4 komplett überarbeitet

Bereits seit 2002 ist Carbon Copy Cloner als Backup-Software und zum Klonen einer kompletten Partition respektive Festplatte verfügbar. Nun haben die Entwickler nach eigener Auskunft das Tool einer umfassenden Überarbeitung unterzogen. Dies macht sich schon auf den ersten Blick an der Benutzeroberfläche bemerkbar. So findet sich jetzt eine Übersicht zu angeschlossenen Laufwerken, anstehenden Aufgaben und weitere Details innerhalb eines einzigen Fensters. Die Benutzung wurde laut Entwickler insgesamt vereinfacht. Außerdem lassen sich jetzt Aufgabenketten (Task Chaining) erstellen und geplante Backup-Prozesse jederzeit editieren und anpassen. Ein Import von Aufgaben aus der Vorgängerversion CCC 3.5 soll dabei ohne weiteres möglich sein. Zudem kann man sich nun per E-Mail über Aufgaben differenziert informieren lassen. Auch eine Task-History ist hinzugekommen. Administratoren können sich über eine Terminaleingabe einmalig anmelden. Zu den weiteren Verbesserungen gehört ein Zugang zu wichtigen Backup-Informationen über die Menübar des Systems. Die Software ist unter anderen auf Deutsch erhältlich.
Weitere Details der neuen Version und ein direkter Vergleich zum Vorgänger findet sich ausführlich auf der Entwickler-Site. Mit dem kommenden Apple-Betriebssystem OS X 10 Yosemite ist nur die neue Ausgabe des Carbon Copy Cloner kompatibel. Version 4.0 kostet 34 Euro, ein Upgrade von CCC 3.5 schlägt mit einem Nachlass von 50 Prozent zu Buche (also 17 Euro). Die Preise verstehen sich ohne Mehrwertsteuer.

Anime Studio 10 Deutsch verspricht besseren Workflow

Anime Studio Pro 10 stellt ein Repertoire an zusätzlichen Funktionen bereit. Hierzu gehört laut Entwickler die neuste Möglichkeit des Bone-Rigging, um auch komplexere Charaktere zu animieren. Die voneinander unabhängigen Winkelbeschränkungen erlauben es demnach, Knochenstrukturen ihre natürlichen Winkel zu erhalten, ohne von inverser Kinematik beeinflusst zu werden. Beuge- und Streckfunktionen lassen Knochen unterdessen in Richtung des Bewegungsablaufs ausrichten.

Mit den ebenfalls neuen Smart-Bone-Dials können Benutzer Bewegungsvorlagen für Charaktere anlegen. Hierzu wird die Knochenstruktur und der gewünschte Winkel ausgewählt und Bezeichnung und Dauer der Bewegung eingegeben. Die natürlichen Bewegungen der Figuren in Anime Studio 10 Pro schaffen flüssigere Animationen und können entlang einer Timeline mit Keyframes bearbeitet werden, so der Anbieter. Die Echtzeitvorschau vereinfache dabei die Bearbeitung mehrerer Ebenen und die Arbeit mit Audiospuren und Spezialeffekten.

Hinzugekommen sind ferner neue Zeichenwerkzeuge, ein Rendering über einen separaten Systemprozess, das Werkzeug zum Transformieren von Knochen beinhaltet nun die Tools zum Skalieren, Rotieren und Verschieben der Knochen. Ferner die Unterstützung von Freihand-Zeichnungen mit einer Live-Vorschau, und  Animationen können nun vor dem Rendern in der Vorschau angesehen werden. Einen Überblick über weitere Neuerungen und Verbesserungen erhält man auf der Homepage des Entwicklers.

Anime Studio Debut 10 führt Anwender in die Welt der 2D-Animation mit nützlichen Tools ein und befähigt laut Entwickler, jeden Grafiker Arbeitsergebnisse wie von professionellen Animatoren erzielen zu lassen. Neue Design-Tools wie der ”Farbeimer”, ”Tropfenpinsel”, ”Radiergummi” und ”Punkte verkleinern” sollen es unkompliziert ermöglichen, Objekte in die gewünschte Form zu verändern.

Zum Einsatz der Software in beiden Varianten wird auf Apple-Rechner mindestens OS X 10.8 vorausgesetzt (mit Intel-Prozessor und 64 Bit), die Kosten für die einfachere Ausgabe Anime Studio Debut 10  liegen bei 30 Euro, diejenigen für das anspruchsvollere Anime Studio Pro 10 Deutsch ist für 150 Euro erhältlich

Sway: Microsofts Office-Familie bekommt Nachwuchs

Microsofts Office-Familie bekommt Nachwuchs (c) Microsoft
Vergrößern Microsofts Office-Familie bekommt Nachwuchs (c) Microsoft
© Microsoft

Windows-Entwickler Microsoft hat in dieser Woche mit Office Sway den neuesten Spross seiner Office-Familie vorgestellt. Das Tool lässt sich als virtuelle Ideensammlung, Scrapbook oder auch zur Erstellung von Präsentationen einsetzen.

Herzstück von Office Sway ist der „Canvas“, eine virtuelle Leinwand, auf der verschiedene Inhalte zu einem bestimmten Thema abgelegt werden können. Per Drag-and-Drop werden hier unter anderem Bilder oder Textschnippsel eingefügt. Über die so genannte Remix-Funktion lässt sich dann das Layout des Sway-Dokuments jederzeit verändern, ohne dass vorangegangene Anpassungen verloren gehen.

Office Sway passt die Darstellung außerdem automatisch an unterschiedliche Ausgabegeräte wie Smartphone, Tablets oder Desktop-PCs an. Die fertige Präsentation kann anschließend über unterschiedliche Social-Media-Dienste wie Twitter oder Facebook geteilt werden. Anbindungen an YouTube und Microsofts Cloud-Speicher OneDrive sind ebenfalls vorhanden. Per Embed-Code lässt sich das Dokument außerdem in Websites einbinden.

Windows 10 offiziell vorgestellt - hier alle Details

Office Sway kann bald als Beta-Version in Form einer Web-App getestet werden. Gehen Sie dafür einfach auf sway.com und fordern Sie mit Ihrer hinterlegten Email-Adresse einen Zugangscode an.

Smartphones mit Vertrag jetzt auch bei Amazon

In einem neuen Teilbereich seines Online-Stores für Mobilgeräte vertreibt Amazon ab sofort auch Smartphones mit passenden Verträgen. Große Auswahl haben Kunden dabei jedoch nicht, denn derzeit steht lediglich die Deutsche Telekom als Mobilfunk-Partner bereit.

Um Neukunden das Angebot schmackhaft zu machen, bekommt jeder, der über Amazon einen neuen Mobilfunkvertrag bei der Telekom abschließt, einen Amazon-Aktionsgutschein im Wert von 50 Euro. Die Einlösung unterliegt jedoch einigen Beschränkungen. So kann der Gutschein weder für Ware von Drittanbietern, noch für Warehouse Deals oder Bücher genutzt werden.

Als zweite Dreingabe winkt die Option „HotSpot-Flat“ für 24 Monaten kostenlos. Die Tarif-Option im Wert von 4,95 Euro monatlich erlaubt es dem Nutzer, an fast 50.000 Standorten in Deutschland WLAN über die Telekom-Hotspots zu nutzen.

Die Telekom bietet über den Store ihre Tarife S, M und L an. Wer seinen Vertrag über Amazon verlängert, kann außerdem die Tarife Special Allnet, Complete Comfort und Complete Premium buchen.


Nackte Promis wollen Gogle verklagen

Unter dem Begriff »The Fappening« wurden im Internet viele Nacktbilder von weiblichen Prominenten veröffentlicht, die aus der iCloud der Betroffenen gestohlen wurden. Wenig überraschend haben nun die Anwälte der Opfer des Datendiebstahl mit einer Millionenklage gedroht - allerdings nicht etwa Apple, auf deren Servern sich die Daten befanden, sondern Google. Wie Page Six meldet, behaupten die Anwälte, dass Google die Bilder absichtlich nicht schnell genug entfernt hätte, um damit Millionen durch die Viktimisierung von Frauen zu verdienen.

Trotz mehrfacher Aufforderungen seien Bilder immer noch auf den Google-Diensten Blogspot oder YouTube zu finden, obwohl Google wisse, dass es sich um gestohlene Inhalte und private Aufnahmen handle, Google unternehme nichts, da es sich um wertvolle Bilder handle, die den Diensten viel Werbeeinnahmen erbringen würden. Natürlich hat Google inzwischen auf diese Vorwürfe reagiert, wie Page Six berichtet. »Wir haben Zehntausende Bilder entfernt - innerhalb von Stunden nach Erhalt der Anträge - und Hunderte von Konten geschlossen. Das Internet wird für viele gute Dinge verwendet. Das Stehlen von privaten Fotos gehört nicht dazu«, so eine Sprecherin von Google.

Die privaten Bilder, die laut Vermutungen von Sicherheitsexperten wohl über eine nach dem Diebstahl schnell geschlossene Sicherheitslücke im Apple-Dienst »Find my iPhone« in fremde Hände gelangt sein könnten, wurden auch auf vielen anderen Webseiten verbreitet - aber meistens auch schnell wieder gelöscht. Wirklich entfernen lassen sich Daten allerdings kaum aus dem Internet. Etwas rätselhaft bleibt daher, warum nun ausgerechnet Google und nicht etwa Apple das Ziel der Anwälte ist. Ein Erfolg der Klage würde bedeuten, dass Google für Inhalte Dritter im Internet verantwortlich wäre, mit sicher gewaltigen Auswirkungen auf das Internet und andere Unternehmen, die Webdienste anbieten.

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