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Morgenmagazin vom Montag, 7. Juli 2014

07.07.2014 | 07:16 Uhr |

Was heute wichtig wird: 7. Juli 2014 +++ Samsung beruft sich auf strengere Patenregeln im Prozess gegen Apple +++ iWatch: Apple stellt Vertriebschef von TAG Heuer ein +++ VMWare: Die Herrschaft von Windows geht zu Ende +++ Polizeiprojekte: Verbrechen verhindern im Stil von Minority Report +++ SicherheitslĂŒcke in Facebook-SDK +++ Alesis liefert DM Dock aus: Drum Modul Dock fĂŒrs iPad +++ Mobilfunkfrequenzen werden neu geordnet +++ Pebble wird in Deutschland angeboten

Was heute wichtig wird: 7. Juli 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wĂŒnscht einen Guten Morgen! Geschichte wiederholt sich nicht, verlĂ€uft aber gerne in Zyklen. So erinnern sich dieser Tage viele Experten an den 7. Juli 1974, als in MĂŒnchen sich deutsche und niederlĂ€ndische Fußballer in einem WM-Finale begegneten. Die Chance auf ein Wiederholungsspiel 40 Jahre und sechs Tage danach besteht noch bis mindestens morgen Abend. Werden dann wieder die Niederlande einen frĂŒhen Strafstoß erhalten? Die deutschen mit dem gleichen Mittel schon bald ausgleichen? Und wird kurz vor der Pause wieder ein typisches MĂŒller-Tor fallen? In der zweiten Halbzeit wĂ€re es dann Zeit fĂŒr ein paar Weltklasseparaden des deutschen TorhĂŒters. Und wenn Robben dem Keeper mal wieder ins Gesicht schießen wĂŒrde, passte das genau so in das Bild wie die die beiden Finalniederlagen hintereinander, die den NiederlĂ€ndern schon in den siebziger Jahren widerfahren sind. Aber meist kommt es anders...

Der 7. Juli ist indes fĂŒr Apples Heimat Kalifornien ein historisches Datum, das sich gewiss nicht wiederholen lĂ€sst. Im Jahr 1846 annektierten die USA das Gebiet des spĂ€teren Bundesstaates, der seinerzeit noch zu Mexiko gehörte. San Francisco hieß damals noch Yerba Buena und was dereinst das Silicon Valley werden sollte, war noch ein dĂŒnn besiedeltes Tal voller ObstbĂ€ume. Das mexikanische Erbe ist noch in vielen Ortsnamen enthalten, man denke nur an San Jose oder Santa Clara. Gut möglich, dass eine der nĂ€chsten OS-X-Versionen, die Apple nun einem jĂ€hrlichen Produktzyklus herausbringen wird, einen mexikanisch anmutenden Namen tragen wird. Es muss ja nicht OS X Rancho Cucamonga sein. Peter MĂŒller

Lesetipps fĂŒr heute Morgen:

Zehn Tipps zum Fotografieren von Feuerwerken ( Macworld )

Apples Grafiktechnologie Metal im Detail erklÀrt ( Macworld )

10 gute Ideen, die Apple von Google Glass stehlen sollte ( Macworld UK )

Vertriebsvereinbarung mit Handelskette: Apple kommt nach Saudi Arabien ( Al Arabiya News )

Weitere Nachrichten:

Samsung beruft sich auf strengere Patenregeln im Prozess gegen Apple

Nachdem Samsung im Mai 2014 wegen Patentverletzung zur Strafzahlung von rund 120 Millionen US-Dollar an Apple verpflichtet wurde, will der koreanische Hersteller jetzt die GĂŒltigkeit von zwei der zugrunde liegenden Patente anfechten. Neu untersucht werden sollen das Patent zum Entsperren des iPhone oder iPads (Patent 721) und das Patent auf die universelle Suche (Patent 959).

Samsung beruft sich jetzt auf ein Urteil des obersten Gerichtshof in den USA im Fall Alice gegen die CLS Bank in Juni 2014, wonach eine abstrakte Idee nicht patentiert werden kann, auch wenn sie auf die AusfĂŒhrung auf einem Computersystem angewendet wird. In dem Urteil wurde angefĂŒhrt, dass neben der abstrakten Idee auch das Konzept einer Neuerfindung vorgelegt weder muss, anhand der die Idee dann als patentierbar anerkannt wird.

Beide der umstrittenen Patente sollen laut Samsung Kandidaten fĂŒr reine, abstrakte Ideen sein und somit nicht patentierbar, also ungĂŒltig erklĂ€rt werden. Das Patent zum Entsperren sei nicht spezifisch genug fĂŒr ein Patent und beschreibe lediglich das Verschieben eines Icons.  Ebenso lĂ€ge bei der Suche lediglich ein heuristischer Algorithmus zugrunde, der nur eine „nette, generelle Idee“ beschreibt und nicht spezifisch genug fĂŒr ein Patent sein soll, klagt Samsung

iWatch: Apple stellt Vertriebschef von TAG Heuer ein

Die Nachricht sickerte zunĂ€chst in einem Interview von CMBC mit Jean-Claude Biver durch: Biver, Leiter der Uhrensparte des französischen LuxusgĂŒterkonzern LVMH und verantwortlich fĂŒr die Marken TAG Heuer und Zenith, bestĂ€tigte, dass Apple Ende Juni einen erfolgreich einen Vertriebschef abgeworben hat. 9to5Mac hakte nach und berichtete, dass es sich dabei um Patrick Pruniaux, VizeprĂ€sident zustĂ€ndig fĂŒr globale VerkĂ€ufe bei TAG Heuer, handelt.

Biver gestand im Interview großzĂŒgig: „Wenn er zu unserer direkten Konkurrenz ĂŒbergewechselt hĂ€tte, wĂŒrde ich mich betrogen fĂŒhlen. Aber der Transfer zu Apple ist eine großartige Gelegenheit.“  Biver hatte sich bereits im MĂ€rz auf der Luxus-Uhrenmesse Baselworld in einem Interview mit CNBC zu Apples iWatch-PlĂ€nen geĂ€ußert. Damals antwortete er auf Berichte, dass Apple LVMH-Mitarbeiter abzuwerben versucht, um eine iWatch unter dem GĂŒtezeichen „Schweizer QualitĂ€t“ zu vermarkten: „Apple ist nicht nur ein Hersteller, sondern eine Luxus-Marke. Es wĂ€re ein genialer Schachzug von Apple, wenn Apple sein Luxus-Image mit einer Fertigung in der Schweiz ergĂ€nzt.“

Der Wechsel eines TAG-Heuer-Vertriebschefs könnte bedeuten, dass die erwartete Apple-iWatch schon bald in den Handel kommt. Bereits im Juni berichtete de Nachrichtenagentur Reuters, dass laut Apples Zulieferfirmen die Produktion fĂŒr eine Smartwatch jetzt im Juli anlĂ€uft und im Oktober offiziell vorgestellt wird.

Völlig offen bleibt aber immer noch die Frage des Preises. Schweizer Luxus-Uhren kosten weitaus mehr, als ein Apple-Kunde fĂŒr eine iWatch auszugeben plant. Auf der Torneau-Webseite starten die Tag-Heuer jenseits der 1000-Euro Marke. Die Preis-Erwartung der potentiellen Kunden hingegen liegt deutlich unterhalb des iPhones.

Der Einsatz von Apples Neuerwerb Patrick Pruniaux wird seine Erfahrung und StĂ€rke in der iWatch-Werbung zeigen; er muss sein Zielpublikum ĂŒberzeugen, warum in einem Zeitalter, in der jedes elektronische Gadget neben Zeitanzeige eine Reihen von Optionen anbietet, immer noch Platz und Bedarf fĂŒr eine Armbanduhr besteht.

VMWare: Die Herrschaft von Windows geht zu Ende

WÀhrend die Unternehmen zunehmend auf iPads setzen, lÀuft dort der Desktop-PC höchstwahrscheinlich mit einem Windows-Betriebssystem. Laut einer Studie von VMWare sollen die Tage der Absoluten Windows-Vorherrschaft aber gezÀhlt sein, berichtet Businessinsider.

Zugegebenermaßen ist die Studie subjektiv gefĂ€rbt: Die Umfrage basiert auf einem Interview mit nur 376 IT-FachkrĂ€ften und letztendlich verkauft VMWare ein Konkurrenzprodukt zu Windows. Dennoch beschreibt die Studie laut Erik Friedberg, Marketing-Chef bei VMWare, einen deutlichen Trend, dass nach drei Jahrzehnten absoluter Dominanz jetzt Unternehmen verstĂ€rkt auf Mac-PCs setzen. Auslöser dafĂŒr ist die Unternehmens-Strategie, dass Mitarbeiter ihren eigenen Computer im Firmennetzwerk einbringen dĂŒrfen.

Die Auswertung liest sich höchst interessant: 73 Prozent der Befragten gaben an, im Unternehmensnetzwerk Mac-Desktops zu unterstĂŒtzen, weil Mitarbeiter darauf bestehen. 40 Prozent gaben an, Software einzusetzen, die nur auf dem Mac lĂ€uft.

Die Studie zeigt Ă€hnliche Ergebnisse wie die Umfrage von Jamf, Hersteller einer Software zum professionellen Verwaltung von Macs, im Juni mit 300 IT-Fachleuten: 60 Prozent der Befragten unterstĂŒtzen Mac-Computer, 91 Prozent setzen iPhones und 89 Prozent iPads in ihren Unternehmen ein. 98 Prozent gaben an, dass innerhalb der nĂ€chsten drei Jahre mehr Apple-GerĂ€te angeschafft werden.

General schrumpft der PC-Markt, wĂ€hrend Anwender zunehmend auf iPads und andere Tablet-Computer setzen. Es ĂŒberrascht bestimmt niemanden, dass iPhone und iPad-Anwender zunehmend auch als Desktop-Lösung auf Apple setzen. Nicht zuletzt die Integration aller Apple-GerĂ€te durch iMessage auf dem Desktop bis hin zur iCloud erleichtern den Schritt.

Im vierten Quartal von 2013 hat Apple laut den Analysten von Gartner 2,1 Millionen Macs verkauft - vierzehn Prozent aller PC-VerkĂ€ufe. Damit hat Apple 28,5 Prozent mehr Desktop Computer als im gleichen Quartal 2012 umgesetzt.  Im ersten Quartal 2015 erzielte Apple 1,5 Millionen Mac-VerkĂ€ufe versus 14 Millionen Windows-PCs. Apple musste vier Prozent Verlust gegenĂŒber dem gleichen Vorjahresquartal einstecken. In dem Quartal hat Microsoft sie UnterstĂŒtzung von Windows XP endgĂŒltig eingestellt, aber offenbar sind die Kunden mit in Heerscharen auf Macs umgestiegen. Apple hat also noch viel aufzuholen, bevor Windows seine dominante Position aufgeben muss. Aber die Studien belegen, dass Unternehmen verstĂ€rkt auch auf Macs setzen.

Polizeiprojekte: Verbrechen verhindern im Stil von Minority Report

” Predictive policing ” nennt man das Ansinnen, Verbrechen durch eine analytische Technologie vorherzusehen, die auf Verfahren aus der Erdbeben-Vorhersage basiert. Den Einsatz dieser Methode plant nun einem Bericht von Golem.de zufolge die deutsche Polizei. Dies gehe aus einem Fachvortrag von Dieter SchĂŒrmann, dem Landeskriminaldirektor beim Ministerium fĂŒr Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein- Westfalen hervor. Demnach sollen speziell Einbruchsdelikte prĂ€ventiv ĂŒber eine verbesserte Datenauswertung im Vorfeld verhindert werden können. DafĂŒr könnte man etwa an einem Ort das gleichzeitige Aufkommen auslĂ€ndischer Transportfahrzeuge mit einer entsprechenden Verwendung auslĂ€ndischer Telefonkarten in Korrelation setzen. Kommen weitere Kriterien hinzu, spreche dies fĂŒr eine erhöhte Alarmbereitschaft in diesem Gebiet. Ein Pressesprecher des Ministeriums sprach gegenĂŒber Golem.de auf RĂŒckfrage lediglich von einer Vision. Noch sei man mitten in der Untersuchung ĂŒber die besten Methoden. Es handele sich lediglich um ”VorfeldĂŒberlegungen”. Die Verwendung auslĂ€ndischer Telefonkarten oder auch die Kontrolle sozialer Medien sei rein fiktional und rechtlich nicht zulĂ€ssig. Der Datenschutz spiele eine hohe Rolle. Insgesamt ist es nicht ganz klar, wie weit die Erprobung und der Einsatz solcher Methoden tatsĂ€chlich schon gediehen ist. Tatsache ist laut Golem.de, dass im Rahmen eines EU-Forschungsprojekts namens ”Caper” bereits frei verfĂŒgbare Internet-Quellen wie Twitter fĂŒr polizeiliche Analysezwecke ausgewertet werden, um sie mit Polizeidaten zu verknĂŒpfen. FĂŒr das Internet-Portal ist es letztlich nur eine Frage der Zeit, bis das erste Pilotprojekt im Sinne des ”Predictive policing” aufgesetzt wird. Auch das Bundeskriminalamt interessiere sich fĂŒr die Data-Mining-Methoden verschiedener IT-Firmen wie etwa IBM.

SicherheitslĂŒcke in Facebook-SDK

Sicherheitslücke in Facebook-SDK (c) facebook.com
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© facebook.com

Facebook stellt Entwicklern ein leistungsfĂ€higes SDK (Software Development Kit) zur VerfĂŒgung, welches unter anderem das Einloggen auf Webseiten und in Apps mit den Zugangsdaten von Facebook ermöglicht. Dieser Mechanismus weist nach Angaben der US-amerikanischen Sicherheitsfirma MetaIntell jedoch eine Schwachstelle auf. Demnach können sich Dritte Zugang zu den Daten des App-Accounts verschaffen.

Die Anmeldung mit dem Facebook-Login ist beliebt: Unter den 100 beliebtesten Apps bieten unter Android 31 diese Funktion an, unter iOS sogar 71 Anwendungen. Entsprechend groß sei das Gefahrenpotenzial, welches von der Schwachstelle ausgeht. Wird das MobilgerĂ€t an einem PC angeschlossen, lassen sich die Facebook-Logindaten relativ einfach von Hackern auslesen.

Ratgeber: Facebook Die 20 besten Facebook-Tipps

Facebook wurde bereits im Mai ĂŒber diese Schwachstelle informiert. MetaIntell empfiehlt besorgten Anwendern daher, vorerst nicht auf eine Anmeldung in Apps von Drittherstellern mit den Facebook-Logindaten zu setzen.

Alesis liefert DM Dock aus: Drum Modul Dock fĂŒrs iPad

Mobilfunkfrequenzen werden neu geordnet

lte, teaser, aufmacher, mobilfunk
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Um einen diskriminierungsfreien Zugang zu diesen Ressourcen sicherzustellen, mĂŒssten die Fusionsunternehmen Spektren in den Bereichen 900 und 1800 Megahertz frĂŒhzeitig rĂ€umen, erklĂ€rte der PrĂ€sident der Behörde, Jochen Homann am Freitag in Bonn . Durch den Zusammenschluss sind die Frequenzen in den Bereichen zum Teil ungleich verteilt.

Im 900-MHz-Band wird in Deutschland mit den Standards GSM und UMTS (2G und 3G) gefunkt, das 1800-MHz-Band wird zusĂ€tzlich auch fĂŒr das schnellste Datennetz LTE (4G) verwendet.

Noch in diesem Jahr soll das Vergabeverfahren eröffnet werden. Funkfrequenzen wurden bei der Bundesnetzagentur bislang meist in einer Auktion vergeben. Auch Frequenzen aus dem Bereich 700 Megahertz, die als digitale Dividende II bezeichnet wird, soll dabei unter den Hammer kommen. Die Bundesnetzagentur wolle danach und mit Blick auf die Frequenzausstattungen aller Wettbewerber prĂŒfen, ob es insbesondere fĂŒr den Bereich der UMTS-Frequenzen (2 Gigahertz) noch Anpassungsbedarf gibt. (dpa/mje)

Pebble wird in Deutschland angeboten

Pebble wird in Deutschland angeboten (c) getpebble.com
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© getpebble.com

In den USA ist die Smart Watch Pebble bereits seit ĂŒber einem Jahr erhĂ€ltlich. Wer das auf einem E-Ink-Display basierende GerĂ€t hierzulande ordern wollte, musste sich auf möglichen Ärger mit dem Zoll sowie lange Wartezeiten durch den Import nach Deutschland einstellen.

Ab sofort bietet der Hersteller seine Smart Watch auch in Europa an. Im Onlineshop stehen insgesamt sieben unterschiedliche Versionen von Pebble zur VerfĂŒgung. Dabei handelt es sich einmal um die Standardausgabe , die in den Farben Schwarz, Grau, Weiß, Orange und Rot angeboten wird. ZusĂ€tzlich kann auch das hochwertigere Steel-Modell der Uhr bestellt werden, dieses wird in Schwarz oder Silber angeboten.

Clevere Uhren: Das sollten Smart Watches können

Der Anbieter verspricht, die eingegangenen Bestellungen sofort zu bearbeiten und die Smart Watch einen Tag spĂ€ter in den Versand zu geben. Der Bezahlvorgang ist jedoch auf PayPal sowie Kreditkartenzahlung beschrĂ€nkt. Die Einsteigerversion von Pebble wird fĂŒr 150 Euro angeboten, die Steel-Ausgabe kostet 250 Euro.

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