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Morgenmagazin vom Montag, 7. September 2015

07.09.2015 | 07:08 Uhr |

7. September 2015 +++ Apple TV soll Konsolen Konkurrenz machen +++ iPhone 7 wird 2016 noch dünner +++ Jobs-Biographie läuft an +++ Ohne Holland fahr'n wir zur EM +++ Yamaha: Music Cast als Multiroom-System für Airplay & Co. +++ Dash Cam 35 warnt vor Auffahrunfall +++ Facebook-Profil aus Google entfernen +++ Hisense Chill - Getränkeautomat für zu Hause

Was heute wichtig wird: 7. September 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! In den USA nutzen heute Arbeiter und Angestellte die letzte Möglichkeit für ein verlängertes Wochenende im Sommer - der Labor Day fällt stets auf den ersten Montag im September und ist traditionell so etwas wie das endgültige Ende des Sommers. Vermutlich liegt im heutigen Labor Day auch der Grund, warum Apple in diesem Herbst das neue iPhone und ein bisschen mehr am Mittwoch vorstellt - und nicht wie meist am Dienstag. Auch im vergangenen Jahr war die Keynote am 9. September - einem Dienstag. Den ersten Arbeitstag der Woche nutzt Apple aber dazu, ausgiebig die Bilanzen der letzten Woche zu analysieren und zu diskutieren, deshalb hat es am Montag noch nie ein Special Event gegeben und der Apple Store war noch nie montags offline. In dieser Woche ist der Montag eben arbeitsfrei und der Dienstag muss dafür herhalten, also steigt das Event, auf das alle warten, am Mittwoch. Noch etwas wird anders sein als all die Jahre zuvor: Den Apple Store wird Apple vermutlich nicht mehr zum Einläuten der heißen Phase vor der Keynote offline schalten. Im Sommer hat Apple sein E-Commerce-Angebot derart dicht in seine Website integriert, dass man die an sich komplett abschalten muss.  Gut möglich, dass sich einige Seiten am Mittwoch Abend zeitweise nicht aufrufen lassen, aber während man dann etwa für zwei Stunden kein iPhone und kein iPad kaufen kann, sollte das für Macs weiter möglich sein. Womöglich lässt sich aus dem Zustand der Einkaufsmöglichkeiten bei Apple am MIttwoch Abend ja schon schließen, in welchen Bereichen Produktvorstellungen zu erwarten sind, angeblich sollen sogar neue iPads kommen, was wir aber nach wie vor bezweifeln. In gut 60 Stunden wissen wir mehr. Peter Müller

Lesetipps für den Montag

Was Siri zur Perfection fehlt : "Gib' uns einen Hinweis, Siri", heißt es kryptisch in Apples Einladung zum Event am Mittwoch. Womöglich hat Apple auch Neuigkeiten über die Sprachassistentin in petto, die über die zur WWDC im Juni gezeigten Innovationen hinausgehen. Da ist noch einiges zu holen, meint etwa unser Macworld-Kollege Dan Moren. So versteht Siri etwa noch nicht die Frage nach dem heutigen Fernsehprogramm oder ist noch nicht in der Lage, selbstständig Reisen zu buchen. Das erwartete Apple TV mit Sprachsteuerung stellt Siri aber vor neue Herausforderungen, insbesondere wird Siri lernen müssen, mit den Apps von Drittanbietern zu arbeiten.

Fernsehen und Spiele auf dem Apple TV: Zahlreiche Fernsehsender bieten ihr Programm oder ausgewählte archivierte Sendungen mittlerweile als Stream im Internet an, das  man auf jedem Internet fähigen Gerät empfangen kann. Wie eine Marktforschung von Adobe ergibt, zeigt sich das Apple TV als besonders populär: 12,8 Prozent der Streaming-Nutzer würden die Settopbox dafür einsetzen. Mit iPhone, iPad und iPod Touch zsammen käme Apple dabei auf einen Marktanteil von 62 Prozent. Will Apple tatsächlich einen eigenen TV-Streamingdienst mit einem neuen Apple TV einführen, wäre der Markt wohl schon bereitet. Das Apple TV soll aber nicht nur das Fernseherlebnis neu definieren, vor allem Spielehersteller sollen von der Öffnung der Plattform profitieren und das neue Apple TV zur Konkurrenz etablierter Konsolen machen.

iPhone 7 wird dramatisch dünner : Noch ist nicht einmal das iPhone des Jahrgangs 2016 vorgestellt, drehen sich die ersten Spekulationen von Analysten um die Modelle des kommenden Jahres. Während heuer die neuen iPhones aller Voraussicht nach in den bekannten Gehäsuen kommen und daher nur ein "S" im Namen tragen statt einer neuen Generationsnummer, wird das iPhone 7 im kommenden Jahr laut Ming Chi Kuo von KGI Securities wesentlich dünner. Nur noch 6 Millimeter soll dann das Gehäuse dick sein und iPod Touch, iPad Air 2 und iPad Mini noch untertreffen.

Ohne Holland: TV-Tipp für heute Abend: EM-Qualifikation Schottland - Deutschland. Der Weltmeister spielt allmählich wieder weltmeisterlich, die Schotten strauchelten in Georgien. Womöglich macht das DFB-Team heute die Qualifikation zur Europameisterschaft fix. Die Niederlande könnten hingegen sogar die Playoffs im November verpassen und damit das Turnier nächsten Sommer. Außenseiter drängen nach vorne: Island ist sicher dabei, für Norwegen sieht es gut aus und Österreich fehlen noch drei Punkte in drei Spielen. In den letzten Jahren kollidierten immer wieder Qualifikationsspiele mit Apple-Keynotes, heuer bekommen wir beides separat.

Filmpremiere: "Steve Jobs - The Man in the Machine" ist an diesem Wochenende in den USA in den Kinos angelaufen. Nach dem Flop "Jobs" mit Ashton Kutcher in der Titelrolle und der Biopic-Parodie "iSteve" mit Justin Long als recht frei erfundenem Apple-Gründer versucht nun Michael Fassbender dem verstorbenen Computervisionär auf der Leinwand ein Gesicht zu geben. Unsere Kollegen der Macworld haben den Film bereits gesehen.

Yamaha: Music Cast als Multiroom-System für Airplay & Co.

Exzellenten Klang im ganzen Haus und ohne Kompromisse, das verspricht Hersteller Yamaha für sein neu entwickeltes Music Cast . Dieses ist ein Multiroom-System, mit dem alle Yamaha AV-Produkte kompatibel sein sollen, von der Soundbar über klassische HiFi Stereo-Komponenten und kompakte Design-Soundsysteme bis zum AV-Receiver. Zum Start sind dem Anbieter zufolge bereits 23 Yamaha-Produkte mit Music Cast ausgestattet. Darüber hinaus mache Music Cast jede Audioquelle im ganzen Haus hörbar: Ob Spotify, Audio-CD, iTunes oder der Ton von TV oder Bluray, alles soll sich damit vernetzen lassen, ebenso Bluetooth-Audiosysteme. Die Weltpremiere erfolgt auf der IFA 2015 in Berlin (Halle 1.2, Stand 101) vom 4. bis 9. September.

Auch mit Apples Airplay und Musik-Streaming-Diensten wie Napster oder Spotify ist Music Cast kompatibel, nicht bislang jedoch mit Apple Music. Diese Lücke teilt sich Yamaha mit dem vergleichbaren Angebot von Sonos , das immerhin schon eine Zusammenarbeit mit Apple Music bis Ende des Jahres geplant haben soll.

Um den Einstieg in Yamahas neues Multiroom-System zu erleichtern, gibt es vom Hersteller Music-Cast-Pakete, die alle wichtigen Räume mit der Lieblingsmusik versorgen sollen. Das Musi- Cast-Starterpaket ”Duo” besteht demnach aus dem Design-Soundsystem ISX-80, das durch seine integrierte Uhr ideal für das Schlafzimmer geeignet sei, und dem Aktivlautsprecher WX-030, dessen ”kompakte Maße” Yamaha herausstellt (629 Euro). Das andere Starterpaket ”Trio“ beinhaltet darüber hinaus die Soundbar YSP-1600 und bindet so auch das Heimkino-Erlebnis ins Music Cast System ein – kostet aber auch 1099 Euro. Alternativ bietet Yamaha das Starterpaket ”Duett“, bestehend aus Sounddeck SRT-1500 und Aktivlautsprecher WX-030 für 749 Euro an. Für eine direkte Steuerung über Smartphone oder Tablet gibt es von Yamaha für Android und iOS passende Apps, hier für iOS-Geräte (ab iOS 7.1).

Dash Cam 35 warnt vor Auffahrunfall

Garmin hat auf der IFA in Berlin eine Dashcam mit Kollisionswarner vorgestellt. Die Dash Cam 35 zeichnet mit ihrer 5-Megapixelkamera wie gehabt das Geschehen vor dem Fahrzeug auf – das ist nichts Ungewöhnliches mehr. Durchaus ungewöhnlich ist dagegen der integrierte Kollisionswarner, der optisch und per Ton Alarm schlägt, wenn der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu gering wird.
 
Die Garmin Dash Cam 35 kommt im November für 199 Euro in den Handel. Letztendlich handelt es sich bei der Dash Cam 35 um eine abgespeckte Version der Nüvicam, die wir ausgiebig getestet haben. Nur dass die Dash Cam 35 eben keine Navigation bietet. Außerdem fehlt auch der Spurverlassenswarner der Nüvicam.
 
Der integrierte G-Sensor der Dash Cam 35 erkennt Erschütterungen wie starkes Abbremsen oder einen Aufprall. In diesem Fall speichert die Kamera insgesamt drei Minuten Filmmaterial – eine Minute vor und zwei Minuten ab dem Moment der Erschütterung. Ansonsten zeichnet sie die Fahrt in einer Schleife auf und überspielt die Daten immer wieder.

Mehr Sicherheit: Dank integriertem Kollisionswarner alarmiert die Garmin Dash Cam 35 bei zu dichtem Auffahren
Vergrößern Mehr Sicherheit: Dank integriertem Kollisionswarner alarmiert die Garmin Dash Cam 35 bei zu dichtem Auffahren
© Garmin

Anschauen lässt sich das aufgezeichnete Videomaterial direkt auf dem 3-Zoll-LCD-Display. Die Kamera kann mit ihrem Mikrofon auch die Geräusche im Fahrzeug aufzeichnen. Dank GPS-Modul hält die Dash Cam 35 neben der gefahrenen Geschwindigkeit auch fest, wo genau sich ein Zwischenfall ereignet hat und speichert das Datum und die Uhrzeit des Ereignisses. Außerdem hat Garmin einen Radarwarner integriert.
 
Als Speicher dient die mitgelieferte microSD-Karte mit 4 GB Kapazität. Wahlweise lässt sich auch eine microSD-Karte mit bis zu 64 GB Speicherplatz nutzen. Diese Speicherkarte muss der Benutzer aber zusätzlich erwerben.

Facebook-Profil aus Google entfernen

Personen, die bei Facebook sind, werden bei Namens-Suchen in Google oft sehr weit oben in den Suchergebnissen gelistet. Wer mit seinem Facebook-Profil nicht bei Google erscheinen möchte, kann das unterbinden.

Gehen Sie dazu in Ihrem Facebook-Account oben rechts auf das Schloss-Symbol und wählen Sie im jetzt aufgeklappten Menü „Weitere Einstellungen anzeigen“. Es öffnet sich das Fenster „Privatsphäre-Einstellungen und Werkzeuge“. Hier finden Sie unter „Wer kann nach mir suchen?“ die Frage „Möchtest Du, dass andere Suchmaschinen einen Link zu Deiner Chronik enthalten?“. Gehen Sie bei dieser Frage auf „Bearbeiten“ und entfernen Sie das Häkchen. Bestätigen Sie das im nächsten aufpoppenden Fenster. Sie werden dann mit Ihrem Facebook-Profil in der Google-Suche nicht mehr zu sehen sein.

Hisense Chill - Getränkeautomat für zu Hause

Hisense zeigt auf der IFA in der Halle 6.2 neben Tablets, Smartphones und Fernsehern den Getränkeautomaten Chill für zu Hause, der mit rund 1000 Euro durchaus bezahlbar ist. Der Getränkeautomat ist individuell bestückbar, bietet vier Fächer und kann mit Dosen und Flaschen befüllt werden. Es passen maximal 72 kleine Dosen (0,33 Liter) und 36 Flaschen (0,5 Liter) in den Automaten. Die vier Wahltasten sind beleuchtet und lassen sich frei beschriften. Um zu verhindern, dass Alkohol in die falschen Hände gerät, lassen sich die Fächer mit einer Kindersicherung sperren.

Jede Menge Platz für Getränke: Der Getränkeautomat Hisense Chill ist für zu Hause gedacht und soll rund 1000 Euro kosten.
Vergrößern Jede Menge Platz für Getränke: Der Getränkeautomat Hisense Chill ist für zu Hause gedacht und soll rund 1000 Euro kosten.
© Hisense

Das Kühlspektrum des Chill liegt bei 2 bis 8 Grad Celsius. Im separaten Vorkühlfach lassen sich außerdem noch Getränke und Snacks vorhalten. Dazu stehen 108 Liter Volumen bereit. Den Getränkeautomaten soll es in drei Farben geben – Schwarz, Rot und Gold. Er ist explizit für zu Hause gedacht und soll als Hingucker in Party- und Hobbyräumen dienen. Der Chill wird Anfang 2016 auf den Markt kommen.

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