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Morgenmagazin vom Montag, 9. Februar 2015

09.02.2015 | 07:02 Uhr |

Was heute wichtig wird: 9. Februar 2015 +++ Swiftkey Keyboard für iPhone und iPad jetzt mit ”Emoji”–Vorhersagen +++ Olympus: Neue Kameras, Objektive und ein Firmware-Update +++ Smartphone-Kameramodul von Olympus +++ Yahoo Wetter gewinnt "Show your App"-Award +++ Canon: Neue DSRL-Kameras mit 50 Megapixel vorgestellt +++ Diese Notizen von Nazi-Code-Knacker Alan Turing steckten in der Dachisolierung +++ Test: Ordner einfärben mit Folderol 1.9 +++ Eigene Position per Standortfreigabe mitteilen

Was heute wichtig wird: 9. Februar 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Sprache und Musik passen nicht immer zusammen. Oper klingt auf italienisch eigentlich am Besten, spanisch und französisch gehen auch noch. Einzig die Leichtigkeit eines Mozart vermochte auch deutschsprachige Libretti zum Klingen bringen, und obwohl man gegen die musikalische Innovationskraft eines Richard Wagner wenig sagen kann, klingen seine Texte, nun ja, so als ob sie dem Untergang geweihten nordischen Göttern in den Mund gelegt wären. Während aber ein Opernkomponist schon immer die Zeit und den Raum hatte, komplexe Geschichten zur Not auch mal in drei mal vier Stunden plus einem Vorabend zu erzählen, tut sich das Deutsche in der populären Musik deutlich schwerer. Ein dem Blues entstammender Pop- oder Rocksong kann schon nach etwas mehr als drei Minuten vorbei sein und in wenigen Worten komplexe Geschichten erzählt haben. Das Englische tut sich dabei leichter, aus praktisch jedem Substantiv kann man ein Verb machen und umgekehrt, ohne schräg angesehen zu werden. Elliptische Sätze rocken. Die Leichtigkeit des Reims. Deutsch in der Rockmusik, das waren in den siebzigern verkopfte Krautrock-Experimente, gefallen auch sehr gut, aber eben nur einem überschaubaren Teil des Publikums. Am 9. Februar 1982 änderten Zeilen wie "Aha, aha, aha" und vor allem der Refrain "Da da da" die Wahrnehmung deutscher Texte in der populären Musik alles. Warum war man nicht viel früher darauf gekommen? Auch im deutschen lassen sich komplexe Geschichten in wenigen und kurzen Worten erzählen und somit besser kompatibel zu Jazz, Blues und Rock gestalten. "Ottos Mops kotzt. Otto: Oh Gott, oh Gott". Was wäre da für interessante Musik herausgekommen, wenn Ernst Jandl für eine Rockband getextet hätte? Immerhin hat der deutschsprachige Pop durch Trio und ihren Welthit einen neuen Schub erfahren, der ihn raus aus der Nische brachte. Deutsch und Musik? Ja, das passt auch jetzt wunderbar. Und Wagner hätte seinen "Ring" ganz gewiss nicht auf italienisch erzählen sollen. Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

Twitter verliert nach iOS8-Update vier Millionen Nutzer: Im letzten Quartal hat Twitter vier Millionen seiner Nutzer verloren, die ihre iPhone oder iPad auf iOS 8 aktualisierten. Der Verlust sei aber nicht Apples Schuld, wie das Unternehmen erläuterte, sondern der eigene. Drei Millionen Nutzer hatten Twitter gar nicht aktiv verwendet, aber Safari automatisch an Twitter angebunden, vor iOS 8 wurden Tweets automatisch in Shared Links eingebunden, was das Update änderte. Eine weitere Million ging wegen eines Verschlüsselungsfehlers verloren. Netto hatte sich im vierte Quartal für Twitter aber nicht geändert, vier Millionen neue Nutzer konnte der Dienst hinzugewinnen.

Tesla wirbt Apple-Mitarbeiter ab: Apple gehört zu den attraktivsten Arbeitgebern im Silicon Valley, doch haben zuletzt viele ehemalige Apple-Angestellte in Tesla einen neuen für sie noch attraktiveren Arbeitgeber gefunden. Laut Bloomberg wären in den letzten Jahren insgesamt 150 Mitarbeiter von Apple zu Tesla gegangen, auch leitende Manager wie Apples Hardware-Designer Doug Field, der nun Vice President bei Tesla ist. Tesla will die besten Köpfe der Technikbranche, CEO Elon Musk sieht sich als genial und charismatisch wie Steve Jobs.

Welche Gesetze Apple im ersten Quartal gebrochen hat: Der ehemalige Apple-Manager Jean-Louis Gassée bezichtigt Apple des Bruchs von Gesetzen. Von ungeschriebenen Markt-Gesetzen, um genauer zu sein. Die Rekordbilanz widerspreche etwa den Thesen, dass Marktanteile entscheidend seien oder Wachstum bei einer bestimmten Firmengröße immer schwieriger wird. Anders als etwa in den Frühzeiten des PC habe nun auch Apples proprietärer und hochpreisiger Ansatz bessere Chancen. Manche Marktgesetze müssten daher neu geschrieben werden.

Vielfältige Emojis: Warum sind Smilies eigentlich immer gelb? In der Beta von OS X 10.10.3 sind Hinweise aufgetaucht, dass Apple in seinem Mac-Betriebssystem Emojis in unterschiedlichen Hauttönen erlaubt.

Swiftkey Keyboard für iPhone und iPad jetzt mit ”Emoji”–Vorhersagen

Mit iOS 8.0 hat Apple auch auf iPhone zum iPads die Möglichkeit eingeführt, Tastaturen anderer Anbieter in den Apps aufzurufen, die oft andere und mehr Funktionen bieten als das systemeigene virtuelle Keyboard. Swiftkey ist dem Entwickler zufolge eine intelligente Tastatur, die vom Nutzer lernt und sich dessen Art zu tippen anpasst. Demnach lernt die App den Schreibstil des Anwenders und setzt eine eigene Autokorrektur sowie intelligente Wortvorhersagen für das nächste Wort ein. Swiftkey Keyboard 1.2 für iPhone, iPad und iPod Touch unterstützt zudem eine ganze Reihe von Sprachen, darunter jetzt elf zusätzliche, und lernt vom Anwender häufig genutzte Bildschriftzeichen (Ideogramme) vorherzusagen, ähnlich den regulären Wörtern. Die besondere Art, statt herkömmlich zu tippen mit den Fingern einfach über die Tastatur zu gleiten (vom Anbieter ”Swiftkey Flow” genannt), funktioniert nun auch auf dem iPad. Außerdem kann man das Tippen mit einem Klick-Sound untermalen lassen. Ferner verweist der Entwickler auf allgemeine Fehlerbehebungen und Layout-Verbesserungen.

Die im App Store kostenlose Swiftkey Tastatur   setzt mindestens iOS 8.0 voraus. Zusätzlich gibt es die Swiftkey Cloud , mit der die Tastatur durch Personalisierung erlernte Wörter und Begriffe sichert und synchronisiert. Die Vorhersagen sollen dadurch noch genauer und intelligenter werden, verspricht der Entwickler, und das Schreibverhalten über verschiedene Geräte und Plattformen hinaus verfügbar sein. Auch beim Verlust oder Wechsel eines Smartphones stehe die Personalisierung sofort wieder bereit.

Olympus: Neue Kameras, Objektive und ein Firmware-Update

OM-D steht laut Hersteller Olympus für kompaktes und robustes Retro-Design sowie DSLR-Bildqualität. Bei der neuen E-M5 Mark II hebt Olympus vor allem die Video-Performance hervor. Ausschlaggebend hierfür sei ein spezielles 5-Achsen-Bildstabilisierungssystem, das der Anbieter für die E-M5 Mark II weiterentwickelt hat. Die Verwacklungs-Kompensation entspricht demnach einer um fünf EV-Stufen verkürzten Verschlusszeit und soll damit eine erheblich verbesserte Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen bewirken. Die staub-, spritzwassergeschützte und frostsichere OM-D E-M5 Mark II wird ab Ende Februar 2015 für 1099 Euro respektive  1400 Schweizer Franken (nur Gehäuse) erhältlich sein.

Derweil gibt es für die Olympus OM-D E-M1 ein Fernbleiben-Update auf Version 3.0. Dieses ermöglicht den Hersteller Informationen zufolge einen Serienbild-Autofokus (Continuous AF) mit 9 Bildern pro Sekunde und die Live-View-Steuerung von Videoaufnahmen über Smartphone oder Tablet mit OI.Share 2.5. Die neue Firmware kann ab dem 24. Februar 2015 über den Olympus Digital Camera Updater heruntergeladen werden.

Dazu kommen neue Objektive: Das lichtstarke M.Zuiko Digital ED 8 Millimeter-Fisheye 1:1.8 Pro ist das fünfte Pro-Modell und soll wie die Vorgänger kompakt, leicht, staub- und spritzwassergeschützt sein. Die Einführung ist für den Sommer 2015 geplant. Die zweite Generation des M.Zuiko Digital ED 14-150 mm 1:4.0-5.6 II Telezoomobjektivs von Olympus bietet ein neuen Design, ein wetterfestes Gehäuse und die Olympus Zero-Beschichtung für eine verbesserte optische Leistung. Das M.Zuiko Digital ED 14-150 Millimeter 1:4.0-5.6 II ist ab Ende Februar für 649 Euro beziehungsweise 799 Schweizer Franken in Schwarz erhältlich.

Dann kündigt Olympus noch die neue Stylus Tough TG-860 mit fünffach-Ultraweitwinkelzoomobjektiv (21-105 mm) an. Diese ist laut Hersteller wasserdicht bis zu einer Tiefe von 15 Meter, stoßfest bis 2,1 Meter Höhe, bruchsicher bis 100 Kilogramm sowie staubdicht und frostsicher bis -10  Grad Celsius und verfügt über einen zweiten Auslöser. Sie wird ab Mitte März 2015 für 299 Euro respektive 379 Schweizer Franken erhältlich sein.

Smartphone-Kameramodul von Olympus

Mit dem Air 01 hat Olympus in dieser Woche ein kabelloses Kameramodul für Smartphones angekündigt. Im Gegensatz zum QX10 , dem QX30 und dem QX100 handelt es sich beim Air 01 jedoch nur um einen Kamera-Sensor ohne Objektiv. Diesen Weg hatte Sony bereits mit dem QX1 beschritten, an dem Objektive mit E-Bayonett befestigt werden konnten.

Das Olympus-Modul setzt auf einen Micro-Four-Thirds-Sensor mit 16 Megapixeln. Kompatibel sind alle Objektive, die bislang für dieses Olympus-Format veröffentlicht wurden. Das Air 01 verfügt zudem über einen eigenen Akku, der 320 Aufnahmen mit einer Ladung schaffen soll. Olympus vermarktet das Air 01 zusammen mit einer Open-Source-Plattform, die Drittherstellern die Entwicklung von passenden Apps ermöglichen soll. Gleichzeitig soll das Modul auf diese Weise zu mehr Smartphone-Modellen kompatibel sein. Olympus will zudem selbst mehrere Apps liefern, die den Funktionsumfang der Micro-Four-Thirds-Kameras des Herstellers simulieren sollen.

Das Air-01-Modul wurde vorerst nur für Japan angekündigt. Dort erscheint das Zubehör am 6. März 2015 zum Preis von 33.800 Yen (umgerechnet 250 Euro). Das Kit mit einem 14-42 mm f/3,5-5,6 Objektiv schlägt mit 49.800 Yen (rund 369 Euro) zu Buche.

Yahoo Wetter gewinnt "Show your App"-Award

Am Abend des 5. Februar wurde in München der Show your App Award verliehen. Gesamtsieger-App des Abends ist " Yahoo Wetter ", die den ersten Platz in der Jurywertung abräumte. Yahoo Wetter hatte zuvor schon einen Apple Design Award erhalten. Die App " Near Lock - Lock & Unlock your Mac automatically" von Filip Duvnjak erreichte den zweiten Platz der Gesamtwertung. Gesamtdritter wurde die Kameraapp " Pro Camera 8 " von Cocologics. Sie finden alle Gewinner in der folgenden Galerie:

Insgesamt gab es 85 App-Einreichungen für den Wettbewerb. Bei der Abstimmung zum Publikumssieger nahmen rund 100.000 Nutzer teil. Insgesamt wurden für die Apps knapp 300.000 Stimmen abgegeben. Diese Wahl gewann die Puzzle-App für Kinder " Let's Zoo it ". Alle weiteren Preise neben dem Publikumspreis wurden Gewinner aus insgesamt fünf Kategorien von einer sechsköpfigen Jury gewählt. Weitere Infos und Fotos von der Veranstaltung werden wir noch nachreichen.

Offenlegung: Der Macwelt-Verlag IDG Tech Media ist Co-Veranstalter der Preisverleihung, Redakteur Patrick Woods war Teil der diesjährigen Jury.

Canon: Neue DSRL-Kameras mit 50 Megapixel vorgestellt

Canon: Neue DSRL-Kameras mit 50 Megapixel vorgestellt (c) Canon
Vergrößern Canon: Neue DSRL-Kameras mit 50 Megapixel vorgestellt (c) Canon
© Canon

Canon hat die beiden neuen DSLR-Kameras Canon EOS 5DS und Canon EOS 5DS R vorgestellt, in denen ein Vollformat-Sensor steckt, der Foto-Aufnahmen mit einer Auflösung von 50,6 Megapixeln erlaubt. Hinsichtlich der Auflösung, Ansprechverhalten und Stabilität seien die Kameras für alle Anwendungsbereiche geeignet. Sei es für die professionelle Fotografie von Landschaften, Architektur, Mode oder Porträts.

Die EOS 5DS verfügt über einen Tiefpassfilter. Die EOS 5DS R ist dagegen auf höchstmögliche Schärfe ausgelegt und nutzt einen Tiefpass-Aufhebungsfilter, der laut Canon die maximale Auflösung und Bildqualität des Sensors erhöht.

Einige weitere Features:

  • Bis zu 5 Bilder pro Sekunde

  • 3,2-Zoll-Display mit 1 Million Bildpunkten

  • Dual DIGIC 6

  • 61-Punkt-AF

  • 150.000-Pixel-Masssensor (RGB und IR)

  • Dual DIGIC 6

Canon hat außerdem das EF 11-24mm 1:4L USM Objektiv mit "einem derzeit weltweit einzigartigen maximalen Weitwinkel für Vollformatkameras und minimaler Verzeichnung in allen Brennweitenbereichen" biete.

Die EOS 5DS wird ab Juni 2015 zum Preis von 3.499 Euro erhältlich sein. Die EOS 5DS R kommt ebenfalls im Juni 2015 zu einem Preis von 3.699 Euro in den Handel. Das EF 11-24mm 1:4L USM wird ab Ende Februar 2015 zum Preis von 2.999 Euro erhältlich sein.

PC-WELT Bestenliste: Spiegelreflexkameras

Diese Notizen von Nazi-Code-Knacker Alan Turing steckten in der Dachisolierung

Diese Notizen von Nazi-Code-Knacker Alan Turing steckten in der Dachisolierung (c) Bletchley Park Trust
Vergrößern Diese Notizen von Nazi-Code-Knacker Alan Turing steckten in der Dachisolierung (c) Bletchley Park Trust
© Bletchley Park Trust

Bei Renovierungsarbeiten des Bletchley Parks, der damaligen Zentrale der britischen Codeknacker des Zweiten Weltkrieges, wurden 2013 private Notizen des Mathematikers und KryptoanalytikersAlan Mathison Turing in der Dachisolierung entdeckt. Der Fund wurde tiefgefroren, um den weiteren Zerfall der wichtigen Dokumente zu unterbinden. Diese wurden nun endlich der Öffentlichkeit präsentiert.

Ein außerordentlicher Fund, wenn man bedenkt, dass es zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs Sicherheitsanweisungen gab, jegliche Hinweise auf die Prozesse der Kryptoanalyse, sofort zu vernichten.

Die handschriftlichen Notizen werden ab sofort neben den „Banbury Sheets“, den originalen ENIGMA-Entschlüsselungstabellen, im gleichen Gebäude ausgestellt. Bletchley Park ist heute ein nationales Computer- und IT-Museum in Großbritannien.

Bei der Dechiffrierung der ENIGMA-Verschlüsselung war Alan Turing maßgeblich beteiligt. Turings herausragender Beitrag zur Dechiffrierung habe den Krieg gegen die Nazis wohl um bis zu zwei Jahre verkürzt, meinen Experten. Die Einblicke, die bei den Dechiffrierungen erlangt wurden, halfen später bei der Herstellung des ersten programmierbaren elektronischen Röhrencomputers ENIAC. Auf ihn ist auch die sogenannten Turing-Bombe (oder auch: Turing-Welchman-Bombe) zurückzuführen. Das war letztendlich die Maschine, die eingesetzt wurde, um die mit der deutschen Schlüsselmaschine ENIGMA verschlüsselten Funksprüche zu entziffern.

Nach dem Krieg wurde Turing von Winston Churchill persönlich als Held belobigt. Aber seine Homosexualität wurde Alan Turing zum Verhängnis. Er verlor seinen Job, und wurde wegen Unzucht von einem britannischen Gericht zu einer chemischen Kastration verurteilt. Turing litt daraufhin an Depressionen die ihn schließlich in den Suizid trieben. Alan Turing wurde kurz vor seinem 42. Geburtstag tot in seiner Wohnung gefunden. Neben ihm ein lag ein angebissener Apfel, den er vermutlich selbst mit Zyanid versetzt hatte. Darum ging auch manch einer beim Apple-Logo an eine Hommage an Alan Turing aus, dass wurde jedoch von Steve Jobs mit den Worten: „Ich wünschte es wäre so“ wiederlegt.

Erst fünfzehn Jahre später entschuldigt sich das britische Parlament, vertreten durch den Premierminister Gordon Brown, wie mit Homosexuellen in diesen Zeiten umgegangen sei. Reichlich spät, doch 2013 wurde Turing durch die Queen, mit einem seltenen „Royal Pardon“, begnadigt. Wohl auch auf Pochen der Öffentlichkeit.

Zusammengefasst ist Alan Turing einer der IT-Väter schlechthin und sollte auch als solch einer behandelt werden. Seine Geschichte wurde übrigens auch in dem kürzlich erschienenen Kinofilm: „The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben“, verewigt.

Test: Ordner einfärben mit Folderol 1.9

Nicht jeder ist von den neuen Etiketten von OS X begeistert. Die farbigen Markierungen sind schnell ergänzt, in langen Listen aber kaum zu erkennen. Mit Folderol kann man dagegen das komplette Ordnersymbol einfärben - per Drag-and-Drop. Die Bedienung ist simpel: Über eine Palette mit sieben Farben wählt man die gewünschte Farbe aus, durch das Ziehen des Ordners auf das Programmfenster weist man sie zu. Die Konturen des Ordnersymbols bleiben dabei erhalten. Gut: Den Namen der Farbe ergänzt dasTool automatisch als Tag, der so für Suchanfragen zur Verfügung steht. Bei Auswahl der Farbe Grün ergänzt das Tool etwa das

Tag „Green“. Unter „Extras“ kann der Nutzer weitere Tags ergänzen und über einen Farbwähler eine eigene Farbe wählen. Zusätzlich zu einer Farbe fügt das Tool bei Bedarf auch Bilddateien ein, die Kombination von Farbe und Bilddatei ist möglich. Als Standard überblendet das Tool den Ordner  mit der Bilddatei, die Ordner-Form bleibt dabei erhalten. Je nach Bildformat beschneidet die App das Bild allerdings recht stark, gut eignen sich für diese Aufgabe deshalb eher einfache Muster und Motive. Alternativ ergänzt das Tool das komplette Bild als Icon und ersetzt dabei das Ordnersymbol. Das Bild sollte dazu allerdings in hoher Auflösung und im Quadratformat vorliegen, sonst wirkt das Icon schnell pixelig bzw. verzerrt. Diese und weitere Optionen kann man nur über die Menüleiste auswählen. Aktiviert man hier die Option „Fit image to Destination“, kopiert Folderol das Bild auf das Ordner-Icon. Neben Ordnern kann das Tool übrigens auch andere Dateien mit Farbe und Icons versehen, dazu muss man nur die Option „Folders only “ deaktivieren. Das Tool funktioniert recht problemlos, die Nutzung der verschiedenen Optionen ist aber anfangs etwas verwirrend.

Um Ordner einzufärben, ist Folderol eine komfortable und solide Lösung. Gut gefallen uns die Unterstützung von Tags und Bilddateien. Die Dokumentation liegt allerdings nur in Form einer etwas unkomfortabel aufrufbaren Textdatei vor und die Bedienung verlangt etwas Eingewöhnung.

Tipp: Eigene Position per Standortfreigabe mitteilen

Mit iOS 8 und der Hilfe von iCloud können Sie Freunden und Kommunikationspartnern Ihren Standort mitteilen.  Das gilt für die Apple-App „Meine Freunde suchen“ ebenso wie für Nachrichten. Bei Nachrichten können die beteiligten Kommunikationspartner sehen, wo Sie beziehungsweise Ihr iPhone sich gerade aufhalten – praktisch, will man sich in einer fremden Umgebung treffen. Dazu wählen Sie in der Kommunikation „Details“ und legen über Standortfreigabe fest, ob die Freigabe für eine Stunde, bis zum Ende des Tages oder unbegrenzt gelten soll. Letzteres wollen Sie sicher nur sehr guten Freunden anbieten. Im selben Fenster können Sie die Freigabe auch wieder beenden. Einen Überblick über alle gewährten Freigaben erhalten Sie in der Einstellung zu iCloud. Wählen Sie hier „Standortfreigabe“, und beenden Sie diese für einzelne oder alle.

In der Einstellung zu iCloud finden Sie alle Standortfreigaben, die Sie für einzelne Personen auch abschalten können.
Vergrößern In der Einstellung zu iCloud finden Sie alle Standortfreigaben, die Sie für einzelne Personen auch abschalten können.
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