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Morgenmagazin vom Montag, 9. September 2019

09.09.2019 | 07:10 Uhr |

Keynote steht an: Was es zu sehen gibt und was nicht +++ Apple über Lücke in iOS: "Google hat übertrieben" +++ Alles finden: Apples Bluetooth-Anhänger kommt wohl bald +++ Huawei zeigt neue AirPod-Konkurrenten +++ eKäfer: VW zeigt originalen VW Käfer mit Elektro-Motor +++ Netgear unterstützt mit Orbi Wi-Fi 6

9. September: Alles neu macht der Herbst

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Sie werden es vielleicht bemerkt haben: Ab jetzt ist alles anders. Seit mehr als einer Woche ist meteorologischer Herbst - und ein paar Tage vor dem Ende des Sommers haben wir endlich die Einladung zu der Keynote erhalten, der wir alle Jahre um diese Zeit entgegen fiebern. Das Logo der Einladung scheint uns mal wieder vielsagend: Sind das die Farben der neuen iPhones? Oder doch nur eine Reminiszenz an das das Regenbogenlogo, das 1998 außer Dienst gestellt wurde. Auf ein Motto hat Apple diesmal verzichtet, keine weitere Interpretationen möglich: Auf hoher See, vor Gericht und in Apple-Keynotes weiß man nie, was einen erwartet. Morgen Abend wissen wir mehr.

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Lesetipps für den Montag:

Erwartungen: Drei neue iPhones werden wir morgen sehen - und vielleicht ein bisschen mehr, eventuell in Sachen iPad und Apple Watch. Dan Moren erinnert in seiner Macworld-Kolumne "Stay Foolish" aber daran, dass Apple auch etliche Sachen nicht zeigen wird. Angefangen mit einem Nachfolger für das iPhone SE- dieser könnte aber für das nächste Frühjahr auf dem Plan stehen. Ein Macbook mit eigenem Prozessor auf ARM-Basis könnte zwar in Entwicklung sein, aber ist noch nicht fertig. Eher noch könnte Apple ein 16-Zoll-Macbook-Pro mit Intel-Core-CPU enthüllen. Und was eine AR-Brille betrifft: Da werden wir uns noch länger gedulden müssen. Es liegt in der Natur der Sache, dass Apple morgen mehr Dinge nicht zeigen wird, als es tatsächlich auf die Bühne schaffen. Langweilig wird's am Dienstag dennoch nicht.

Statement: Apple hat am Freitag in einem Statement klargestellt, dass der Bericht von Googles Project Zero über ernste Sicherheitslücken in iPhones missverständlich ist. Es geht dabei um eine Reihe von bereits im Februar 2019 geschlossenen Lücken, über die manipulierte Websites Schadcodes auf iPhones installierten, um diese überwachen zu können. Angegriffen wurde die uigurische Minderheit in China, von einem massenhaften Exploit könne also nicht die Rede sein. Die fraglichen Websites waren auch nur zwei Monate in Betrieb, der Bericht habe ich aber so gelesen, als hätte die Gefahr zwei Jahre lang bestanden. Apple konnte die Lücke innerhalb von zehn Tagen nach Bekanntwerden schließen. Das Thema Sicherheit sei ein Dauerbrenner und seine Kunden können sich darauf verlassen, dass Apple es stets sehr ernst nehme, schließt die Stellungnahme. iOS sei beispiellos sicher und die dafür zuständigen Teams würden weltweit ständig die Sicherheit verbessern und Patches entwickeln, sobald Lücken bekannt würden.

Kritik an der Kritik: Apples Statement halten einige Sicherheitsforscher für eine Verharmlosung der Angelegenheit und üben ihrerseits Kritik an der Kritik. Vor allem fehle es Apples Einlassung an Empathie für die betroffene Volksgruppe im Nordwesten Chinas. Nicholas Weaver, Computerwissenschaftler der Berkeley-Universität meint in einem Tweet sinngemäß, Apple setzte auf China als Absatzmarkt des Landes und unterlasse daher Kritik. Man hätte auch sagen können, dass in Absicht einer ethnischen Säuberung ein Massenangriff auf das iPhone stattgefunden habe. Der frühere Facebook-Sicherheitschef Alex Stamos ordnet Apples Reaktion irgendwo zwischen "enttäuschend" und "abstoßend" ein, Google will nicht näher darauf eingehen und beschreibt das Projekt Zero und seine Forschungen sachlich als einen Beitrag, Sicherheitstechnologien besser zu verstehen und Verteidigungsstrategien weiter zu entwickeln. Mit Apple und anderen Firmen werde man weiterhin zusammen arbeiten.

Alles finden: In etwa zwei Wochen wird Apple iOS 13, iPad OS 13  und macOS 10.15 Catalina veröffentlichen. Eine gemeinsame Neuerung besteht in der Zusammenlegung der Apps "iPhone-Suche" und "Freunde finden" zur neuen Anwendung "Find My". Dafür wird es nach einem guten Jahr der Spekulation vermutlich auch schon bald neue Hardware geben, ein den Produkten von Tile ähnlicher Bluetooth-Tracker, den man an alle möglichen Alltagsgegenstände wie etwa Schlüsselbunde heften kann, ist laut MacRumors in einem internen Build von iOS 13 aufgetaucht. Einen finalen Namen hat das Apple-Tile wohl noch nicht, intern wird es als B389 bezeichnet. Auch das Icon könnte noch ein Platzhalter sein, der endgültigen Form aber durchaus ähnlich sehen: Eine kreisrunde Platte mit einem Apple-Logo in der Mitte. Alles finden mit Hilfe von Bluetooth LE wäre das Motto.

Weitere Nachrichten:

Huawei zeigt neue AirPod-Konkurrenten

Mit den FreeBuds 3 hat der chinesische Hersteller Huawei im Rahmen der IFA Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer vorgestellt . Die FreeBuds 3 sollen eine kostengünstige Alternative zu Apples AirPods für Android-Nutzer darstellen. Wie schon bei den Vorgänger-Modellen behält Huawei auch bei der dritten Generation seiner FreeBuds das bekannt Design bei. Anstatt komplett im Ohr zu verschwinden, ragt beim Tragen der FreeBuds noch ein kleiner Stab aus dem Ohr.

Die neuen FreeBuds sind in den Farben Hochglanz-Weiß und Hochglanz-Schwarz erhältlich. Sie werden in einem runden, farblich passenden Trage-Etui geliefert, über das die Kopfhörer auch mit Strom versorgt werden. Mit einer vollen Ladung sollen die FreeBuds 3 rund vier Stunden Dauerbeschallung durchhalten. Als neues Feature führt Huawei bei seinen FreeBuds Active Noise Cancelling ein. Die FreeBuds sollen Außengeräusche bis zu einer Lautstärke von 15 dB reduzieren. Bei Telefonaten sollen die integrierten Mikrofone die Stimme in guter Qualität an den Gesprächspartner übermitteln. Die FreeBuds 3 sollen bereits im Oktober in Europa erhältlich sein. Details zum Preis nennt Huawei noch nicht.

eKäfer: VW zeigt originalen VW Käfer mit Elektro-Motor

Volkswagen stellt einen VW Käfer (mit klassischer Original-Optik, also kein VW Beetle) mit Elektro-Motor vor. Der E-Käfer ist erstmals auf der IAA in Frankfurt zu sehen. In der Vergangenheit gab es zwar einige Auto-Bastler, die in einen originalen VW Käfer einen E-Motor samt Akku verpflanzten. Doch dabei handelt es sich um Projekte, die nicht von VW autorisiert sind. Der neue eKäfer ist aber das erste offizielle derartige Projekt von Volkswagen.

Volkswagen Group Components liefert den kompletten E-Antrieb für den historischen Käfer. Der E-Antrieb, das 1-Gang-Getriebe und das Batteriesystem basieren auf dem neuen VW e-up!1. So kommen der E-Motor und das 1-Gang-Getriebe aus Kassel, während die Batteriesystem-Komponenten aus Braunschweig zugeliefert werden. Der Umbau der historischen Käfer erfolgt durch den Spezialisten eClassics aus Renningen bei Stuttgart. Dort können interessierte Kunden ab 2020 den Umbau bestellen.

Thomas Schmall, Vorstandsvorsitzender Volkswagen Group Components. "Wir ermöglichen Käfer-Besitzern damit eine professionelle Umrüstlösung mit Serienteilen in höchster Qualität."
Ob Besitzer eines originalen VW Käfers überhaupt einen E-Motor in ihrem Klassiker wollen, ist aber eine ganz andere Frage. Denn zum originalen Oldtimer-Feeling gehören nun einmal ganz maßgeblich auch das originale Motorengeräusch und dessen Fahrleistungen. Viele Oldtimerbesitzer genießen es zudem, selbst an ihrem Klassiker schrauben zu können. An einem E-Antrieb kann man aber nichts mehr selbst machen…

Der e-Käfer leistet 60 kW / 82 PS. Zum Vergleich: Die in Deutschland verkauften VW Käfer leisteten maximal 50 PS, meist aber sogar nur 34 PS (in Brasilien und Südafrika gab es auch noch Käfer mit etwas über 50 PS).

Das Batteriesystem ist im Wagenboden verbaut und besteht aus bis zu 14 Modulen mit jeweils 2,6 kWh Kapazität. Zusammengenommen liefern die Module der Lithium-Ionen-Batterie einen Energiegehalt von bis zu 36,8 kWh. Die höhere Leistung und das durch die Elektrifizierungsumfänge erhöhte Gewicht bedingen eine Anpassung und Verstärkung von Fahrwerk und Bremsen. Trotz des neuen Gesamtgewichts von 1.280 kg (ein originaler Standardkäfer wiegt knapp unter 800 Kilogramm, das originale Cabrio wiegt unter 1000 Kilogramm) beschleunigt der unter Strom gesetzte Käfer laut VW in knapp vier Sekunden auf 50 km/h und gut acht Sekunden auf 80 km/h. Die theoretische Reichweite des bis zu 150 km/h schnellen e-Käfer beträgt laut VW über 200 km. Sollte dem e-Käfer unterwegs der Strom ausgehen, ermöglichen die verbauten Großserienkomponenten CCS-Schnellladen. So lässt sich in rund einer Stunde Energie für mehr als 150 weitere Kilometer im e-Käfer speichern.

Der auf der IAA ausgestellte eKäfer soll das Konzept demonstrieren, wie man unterschiedliche historische Fahrzeuge elektrifizieren kann. Grundsätzlich sei auf Basis dieses Konzepts auch eine nachträgliche Elektrifizierung weiterer historischer Fahrzeuge möglich. Schmall: „Gemeinsam arbeiten wir bereits daran, die Plattform für den Bulli vorzubereiten. Auch der 356er Porsche ist als e-Version denkbar.“ Nachgedacht wird zudem über den Einsatz des Modularen E-Antriebs Baukasten (MEB). Hierbei eröffnen sich vor allem weitere Perspektiven mit Blick auf Leistung und Reichweite, wie VW betont.

Verkaufsstart soll 2020 sein, alle weiteren Informationen sowie Preisangaben finden Sie hier. Interessenten können auf der IAA wohl schon Aufträge abgeben.

Kunden bringen entweder ihren eigenen Käfer mit und lassen ihn umrüsten. Oder sie beauftragen eClassics damit einen Käfer komplett als eKäfer für den Kunden zu beschaffen. Alternativ kann man sich auch nur eine vorbereitete Bodengruppe kaufen. eClassics liefert den Käfer komplett mit Einzelabnahme vom TÜV! Der eKäfer hat also volle Straßenzulassung.

Sie können den eKäfer sowie einen weiteren Umbau auf der IAA in Halle 4 am Stand von eClassics anschauen.

 

Netgear unterstützt mit Orbi Wi-Fi 6

Mit Wi-Fi 6 steht die nächste WLAN-Generation vor der Tür. Der auch als 802.11ax bezeichnete Standard baut auf 802.11ac auf, bietet aber mehr Effizienz, Flexibilität und Skalierbarkeit. Mit dem  Mesh-WLAN-System Orbi WiFi 6 AX6000 hat Hersteller Netgear in Kürze ein Set aus einem WLAN-Router und einem Satelliten im Angebot, welches Wi-Fi 6 schon unterstützt. Das System soll für Häuser und Wohnungen mit einer Fläche von 350 Quadratmetern ausreichen und an allen Orten schnelles WLAN garantieren. Einen entsprechend schnellen Internetzugang vorausgesetzt, soll das Orbi WiFi-6-System AX6000 8K-Streaming und Online-Gaming auf mehreren Bildschirmen gleichzeitig ermöglichen.

Im Gegensatz zu normalen Routern, die meist nur einen LAN-Durchsatz mit Gigabit-Geschwindigkeit bieten, lassen sich am Orbi WiFi-6-System AX6000 Netzwerkverbindungen mit bis zu 2,5 Gbit/s erreichen. Die aufgespannten WLAN-Netze lassen sich per Orbi App verwalten und konfigurieren. Auch Geschwindigkeitstests und das Aufspannen von Gastnetzwerken sind über die App möglichen. Darüber hinaus ist das Orbi WiFi-6-System AX6000 mit Amazon Alexa und Google Assistant kompatibel, was eine Steuerung des Heimnetzwerks über Sprachbefehle erlaubt. Einen Preis für das Set aus Router und Satellit nennt Netgear leider noch nicht. Dafür kann das Orbi WiFi-6-System AX6000 auf der Webseite des Herstellers schon vorbestellt werden. Aktuell führt der Link zur Vorbestellung aber ins Leere.

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