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Morgenmagazin von Freitag, 26. Juli 2019

26.07.2019 | 06:58 Uhr |

Apple übernimmt Intels Smartphone-Modem-Sparte +++ Apple Music: Der neue Ansatz unter Oliver Schusser +++ Nachfrage nach iPhone-Bauteilen stabil +++ Ärger mit dem Security Update: Abstürze unter Sierra und High Sierra +++ Telekom testet neue Lösung für Mobilfunk-Versorgung auf flachem Land +++ Faceapp: Fake-Version infiziert Geräte mit Adware +++ Skype bekommt Echtzeit-Übersetzer

26. Juli: Ein Lob dem SysAdmin

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Besonders aber all denen, die als Systemadministratoren tagaus, tagein und manchmal auch mitten in der Nacht dafür arbeiten, unsere Computersysteme und IT-Infrastrukturen aufrecht zu erhalten. Das ist weit schwieriger, als wir Nutzer meinen, denn der Satz "Never touch a running  system" ist so verkehrt, wie es nur sein kann. Kein Computer und kein Netz sind völlig ohne Fehler und Lücken und so permanent Gefahren ausgesetzt. Und sei es die Gefahr, dass wegen eines Stromausfalls, eines defekten Bauteils oder eines an der falschen Stelle abgebrochenen Programms die Systeme einfach mal für Stunden oder Tage still stehen.

Einen Systemadministrator bemerkt man in der Regel erst dann, wenn etwas kaputt ist und macht ihn daher entweder für den Fehler selbst oder für dessen zögerliche Behebung verantwortlich. Aber man lobt und preist ihn nicht, wenn alles funktioniert. Weil wir eben glauben, alles liefe von selbst und der SysAdmin könne ohnehin nur pfuschen.

Mit dieser Einstellung sollte Schluss sein, insbesondere heute. Der letzte Freitag im Juli ist der System Adminstator Appreciation Day und wurde als solcher im Jahr 2000 vom SysAdmin Ted Kekatos erfunden. Der Legende nach war es eine Anzeige des Druckerherstellers Hewlett-Packard, der Kekatos darauf brachte, auch den SysAdmin zu feiern: Auf der gedruckten Seite bedankten sich Mitarbeiter einer fiktiven Firma ihrem SysAdmin mit Blumen und Geschenkkörben bei diesem, da er einen HP-Drucker installiert hatte, für den die Anzeige werben sollte.

Unseren Systemadministratoren sind wir jedenfalls sehr dankbar dafür, dass sie uns mit Geräten von Apple ausstatten. iPhone, iPad, Macbook (Pro) und iMac - ohne das geht es bei der Macwelt natürlich nicht. Aber auch aus Eigennutz statten immer mehr IT-Abteilungen Firmenmitarbeiter mit Macs statt PCs aus. Wie der Spezialist für Systemadministration Jamf herausgefunden hat, ist die Wartungsanfälligkeit von Macs deutlich geringer als von PCs - und die Nutzer kommen in der Regel auch schneller von selbst auf die Lösung.

Gefühlt war das schon immer so, doch war das klassische Betriebssystem Apples aufwändiger zu warten, vor allem, wenn es um viele Rechner in der Firma ging. Es gab sogar eine Zeit, in der man sich als SysAdmin nicht sicher sein konnte, ob das überhaupt ein echter Mac war, zu dem man gerufen wurde, oder ein sogenannter Klon. Michael Spindler, Jobs' Nachnachfolger und gleichzeitig Vorvorgänger als Unternehmenschef, hatte das System Dritten lizenziert - deren Kisten dann manchmal besser waren als die Originale aus Cupertino. Gar nicht gut für die Bilanz.

Steve Jobs beendete die Klon-Ära mit einem billigen Trick. Denn das auf System 7.6 folgende Update hieß nicht System 7.7, sondern Mac-OS 8. Das klang nicht nur besser,  sondern beendete auf einen Schlag die Zulassung für Dritthardware. Denn Spindler hatte den Vertrag explizit für System 7.x geschlossen.

Ganz unberechtigt war der am 26. Juli 1997 genommene Versionssprung aber auch nicht, denn Mac-OS 8 brachte einige wesentliche Neuerungen für das in die Jahre gekommene Mac-Betriebssystem. Diese waren ursprünglich für das als großen Wurf geplante Copland entstanden. Etwa die schicke Oberfläche "Platinum" mit ihrer 3D-Anmutung, aber auch einige neue Fähigkeiten. Der Finder konnte nun endlich auf dem PowerPC mehrere Threads auf einmal verarbeiten, die von Windows bekannten Kontext-Menüs zogen ein ebenso wie die Möglichkeit, den Schreibtischhintergrund mit (eigenen) Bildern zu gestalten. Etwa ein halbes Jahr später stand das Update auf MacOS 8.1 an, das mit HFS+ ein neues Dateisystem brachte, auf das Apple lange setzen sollte. Erst seit High Sierra ist APFS aktiv, seit Mojave auch auf allen Macs. Der SysAdmin musste zwar wieder etwas Neues lernen, aber was er da sah, hat ihn erfreut: Endlich Snapshot des Betriebssystems! Keine Partitionierungen nötig, dank der Container! Und auch: Deutlich mehr Performance. Dem SysAdmin gefällt das. Peter Müller

Lesetipps für den Freitag:

Übernahme: Apple hat gestern Abend bestätigt, die Mehrheit der Smartphone-Modem-Sparte von Intel zu übernehmen. Kosten wird das Unternehmen das ungefähr eine Milliarde US-Dollar, 17.000 Patente rund um 5G und andere Technologien sind mit der Übernahme verbunden, rund 2.200 Angestellte werden zu Apple wechseln. Intel behält aber andere Bereiche der Modementwicklung, etwa für PCs, autonome  Fahrzeuge oder das Internet oft Things (IoT).  Intel CEO Bob Swan erklärt: "Wir respektieren Apple seit langem und sind zuversichtlich, dass es das richtige Umfeld für dieses talentierte Team und diese wichtigen Werte in Zukunft bieten wird. Wir freuen uns darauf, unsere ganzen Anstrengungen in die Bereiche von 5G zu investieren, die am besten auf die Bedürfnisse unserer globalen Kundenbasis abgestimmt sind, darunter Netzbetreiber, Hersteller von Telekommunikationsgeräten und Cloud Service Provider“. Johny Srouji, Apples Senior Vice President of Hardware Technologies, lässt laut Pressemitteilung wissen: "Apple freut sich, dass so viele exzellente Ingenieure unserem wachsenden Team für Mobilfunktechnologien beitreten und wir wissen, dass sie in Apples kreativer und dynamischer Umgebung erfolgreich sein werden. Sie werden, zusammen mit unserer wichtigen Übernahme innovativer IP, dazu beitragen unsere Entwicklung für zukünftige Produkte voranzutreiben und Apple in die Lage versetzen, sich auch in Zukunft weiter zu differenzieren.“ Bis Apple aber auf Basis der Vorarbeiten Intels entwickelte Modems in seine iPhones einbaut, wird noch etwas Zeit vergehen. Erst im Frühjahr hatte sich Apple mit Qualcomm in einem langjährigen Rechtsstreit geeinigt und sich für sechs weitere Jahre dazu verpflichtet, Modems zu kaufen.

Neue Kultur: In einem Feature über den neuen Chef von Apple Music, Oliver Schusser, berichtet das Musikfachblatt Billboard über Diskrepanzen zwischen dem ehemaligen Chef Jimmy Iovine und den Traditionalisten bei Apple. Iovine habe viel zu viel geld ausgegeben, um exklusive Videos und Dokumentationen für den Dienst zu bekommen. Auf Schussers Initiativen gehen hingegen wesentliche Änderungen seit 2018 zurück, etwa die Einführung von Topp-100-Listen, mehr manuell erstellte Wiedergabelisten oder die Freigabe von Apple Music für Alexa-Geräte. Ebenso habe Schusser den Mobilfunkprovider Verizon überzeugt, Apple Music im Rahmen einiger Datentarife mit anzubieten. Das Wachstum von Apple Music sei dennoch langsamer geworden, sei aber immer noch stärker als das des Konkurrenten Spotify. Mit 60 Millionen Abonnenten liegt man aber noch deutlich hinter den 100 Millionen von Spotify. "Wir wollen die Besten sein nicht unbedingt die Größten," relativiert Schusser die Zahlen.

Hitzewelle : Seit gestern gibt es einen neuen Hitzerekord für Deutschland, über 41 Grad hatte es im Emsland. Normal ist das nicht, es wird aber immer wärmer. Einen weiteren Beweis für den Klimawandel haben Raphael Neukom vom Oeschger-Zentrum für Klimaforschung an der Universität Bern und seine Kollegen gefunden. In ihrer Studie legen sie nicht nur dar, dass die wärmste Phase des Weltklimas der letzten 2000 Jahre im 20sten Jahrhundert und dem begonnenen 21sten Jahrhundert liegt. Sondern sie räumen auch mit dem Mythos auf, dass globale Warmphasen "normal" seien und der Mensch und seine Industrie daher keine Auswirkungen auf das Klima hätten. Die gerne dafür herangezogene mittelalterliche Warmphase und die darauf folgende "kleine Eiszeit" seien laut der Schweizer Forscher keine globalen Ereignisse gewesen, sondern zufällige Schwankungen, die nur Regionen in Europa und Nordamerika betrafen. Hingegen ist im Industriezeitalter ein Temperaturanstieg au 98 Prozent der Erdoberfläche nachgewiesen, sie Temperaturen steigen auch so stark wie nie sonst in den letzten 2000 Jahren. Klimadaten aus der Zeit vor der Wetteraufzeichnung werden aus Baumringen, Eisbohrkernen, Seesedimenten und Korallen ermitteln.

Höchste Zeit: iOS 13 bringt eine erweiterte Unterstützung von Game-Controllern, alle für Xbox One und PS4 DualShock 4 geeigneten sollen dann kompatibel sein. Wie nötig das ist, meint unser Macworld-Kollege Leif Johnson an dem neuen Titel von Thatgamecompany zu erkennen, Sky: Children of Light. Der Nachfolger des epischen Journey ist zwar zunächst für iOS herausgekommen, was Anlass zur Freude geben sollte. Doch haben die Entwickler nur auf Touch gesetzt, das Spielerlebnis werde dadurch geschmälert, dass man nicht so sehr versinken kann, weil man statt der Szenerie seine Daumen auf den Bedienelementen des Bildschirms sieht. Abhilfe ist aber in Sicht, Thatgamecompany hat bereits bei noch nicht fertigen Mac-Version stark auf Controller gesetzt.

Stabil Apples Zulieferer sehen eine stabile Nachfrage nach Komponenten für das iPhone, berichtet Bloomberg. Apple soll Bestellungen für die Produktion von 75 Millionen iPhones in der zweiten Jahreshälfte aufgegeben haben, ungefähr gleich viel wie im Vorjahr. Laut Schätzungen von Analysten hat Apple im Vorjahr zwischen 70 und 80 Millionen iPhones verkauft, der Konzern nennt selbst keine Verkaufszahlen mehr, sondern nur noch die Umsätze der einzelnen Sparten.

Ärger mit dem Security Update: Abstürze unter Sierra und High Sierra

Zusammen mit dem Update auf macOS 10.14.6 hatte Apple vor drei Tagen auch Sicherheitsupdates für High Sierra und Sierra veröffentlicht. Bei einigen Anwendern führten die Sicherheitsupdates allerdings zu Problemen, weshalb wohl Apple die Updates zurückgezogen hat. Sie werden Nutzern nicht mehr angeboten und auch nicht mehr über das Update-System von macOS angeboten.
Wie Eclectic Light berichtet , sollen sowohl das Update für Sierra als auch auch das High-Sierra-Update betroffen sein. Laut einigen Nutzern  soll beispielsweise dass das Zuklappen eines Macbook Pro nicht mehr den Ruhezustand, sondern eine Kernel-Panic auslösen. Im Apple-Forum berichten Anwender von ähnlichen Problemen wie wiederholten Neustarts, auch ein Mac Pro 2009 ist laut einem Nutzer betroffen.

Eine Lösung ist aktuell nicht bekannt, bei einem betroffenen Gerät sollte man vorübergehend die automatische Aktivierung des  Ruhezustandes deaktivieren, was über die Systemeinstellung „Energie sparen“ möglich ist.

Auch macOS 10.14.6 könnte allerdings noch Fehler enthalten, so scheint es hier Probleme mit der Komponente Bridge OS, dem Betriebssystem des T2-Chips zu geben.


Telekom testet neue Lösung für Mobilfunk-Versorgung auf flachem Land

Die Deutsche Telekom hat im unterfränkischen Dettelbach in Bayern ein laut eigenen Angaben „weltweit wohl einmaliges Projekt gestartet“. Denn dort steht nun eine Mobilfunk-Antenne, die dauerhaft mit einer Brennstoffzelle betrieben wird, die wiederum mit Bio-Methanol gespeist wird. Der Vorteil der Brennstoffzelle im Vergleich zu einem Verbrennungsmotor sei laut Telekom der höhere Wirkungsgrad der Brennstoffzelle. Die Brennstoffzelle sei zudem dank des Einsatzes von Bio-Methanol C02-neutral. Obendrein sei die Brennstoffzelle auch noch wartungsarm und verursache weder Lärm noch Vibrationen.

Das Projekt wird von der Power and Air Condition Solution Management GmbH (PASM) durchgeführt. Die PASM ist eine 100-prozentige Tochter der Deutschen Telekom. Die PASM stellt den Dauerbetrieb von Telekom-Anlagen sicher. Außerdem ist die PASM der Energieversorger innerhalb des Konzerns in Deutschland. Die Brennstoffzelle wird von der Firma HYREF hergestellt. Diese Firma ist auf die Produktion von Brennstoffzellen-Systemen spezialisiert.

„Wir haben Brennstoffzellen bereits in der Vergangenheit für den Backup-Betrieb erprobt“, sagt Peter Fleischmann, Leiter Technologie Management PASM. „Wir wollen jetzt umweltfreundlich den Dauerbetrieb von Mobilfunk-Stationen ermöglichen. Immer dort, wo es keine oder noch keine Stromversorgung gibt.“ Strom könne mit der Brennstoffzellenlösung unabhängig vom Standort jederzeit bereitgestellt werden.

„Ist der Testbetrieb erfolgreich, könnte Dettelbach ein Stück Mobilfunk-Geschichte schreiben“, sagt Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie Telekom Deutschland. „Bei Standorten im ländlichen Raum ist die Anbindung mit Strom immer wieder ein Problem und Kostentreiber. Mobilfunk-Standorte, die mit Brennstoffzellen betrieben werden, könnten in Zukunft einen Beitrag leisten, in entlegenen Gebieten Funklöcher noch besser und schneller zu schließen.“

Die Deutsche Telekom beschreibt die Funktionsweise ihrer Brennstoffzelle folgendermaßen: „In der Brennstoffzelle reagiert Wasserstoff mit dem Sauerstoff der Umgebungsluft. Dabei entstehen Wasser, Strom und Wärme. Zuerst wird in einem Reformer Wasserstoff (H2) aus (Bio-)Methanol gewonnen (CH3OH). Das Methanol wird mit vollentsalztem Wasser vermischt und in Wärme-Tauschern verdampft. Die Mischung aus Methanol und Wasserdampf durchströmt nun den mit einem Katalysator gefüllten Reaktor. Dabei wird die Mischung in ein Synthesegas umgewandelt. Das Synthesegas besteht unter anderem aus H2, CO2 und Wasserdampf.

Aus diesem Synthesegas wird durch Reinigung der Wasserstoff für die Brennstoffzelle gewonnen. Der Wasserdampf wird auskondensiert und dem Reformer als Wasser wieder zugeführt. Die Protonen und Elektronen entstehen an der Anode der Brennstoffzelle durch Oxidation von Wasserstoff. Hierbei entsteht an der Anode ein Gleichgewicht zwischen adsorbierten Wasserstoff-Molekülen und hydratisierten Wasserstoff-Ionen. Die Protonen (H+) wandern durch eine Polymer-Membran zur Kathode. An der Kathode findet die Reduktion von Sauerstoff zu Wasser statt. Die für die Reduktion nötigen Elektronen fließen durch einen äußeren Stromkreis zur Kathode.

Die hierbei stattfindende Aufladung der Elektroden bezeichnet man als Elektroden-Potential. Die bei der Reaktion zwischen den beiden Elektroden erzeugte Potential-Differenz ist die treibende Kraft der Brennstoffzellen-Reaktion. Sie lässt sich im äußeren Stromkreis in elektrische Arbeit umwandeln. Diese elektrochemische Reaktion wird auch als „kalte Verbrennung“ bezeichnet.“ Zitat Ende.

Faceapp: Fake-Version infiziert Geräte mit Adware

Neben den Datenschutz-Bedenken der gehypten Gesichtsbearbeitungs-App Faceapp ist nun wohl auch noch eine gefälschte Anwendung im Umlauf. Die gefälschte App wurde dabei von Kaspersky identifiziert. Laut Kaspersky gibt sich die App als Faceapp aus und infiziert die Geräte mit dem Adware-Modul „Mobidash“.

Sobald ein Nutzer sich die Anwendung von inoffiziellen Quellen heruntergeladen und installiert hat, simuliert die App einen Absturz und wird daraufhin entfernt. Das Adware-Modul verbleibt jedoch unauffällig weiterhin auf dem Gerät und zeigt munter Werbung an.
Kaspersky zufolge gingen innerhalb von nur zwei Tagen rund 500 Nutzer der Fake-App auf den Leim. Ab dem 7. Juli traten erste Erkennungen auf und inzwischen sollen schon fast 800 verschiedene Modulmodifikationen identifiziert worden sein.

Mobidash wird oftmals hinter beliebten Anwendungen und Diensten versteckt. Kaspersky geht davon aus, dass die Aktivitäten von Fake-Versionen von Faceapp noch weiter zunehmen könnten: „Wir raten Nutzern dringend, keine Apps aus inoffiziellen Quellen herunterzuladen und Sicherheitslösungen auf ihren Geräten zu installieren, um diese abzusichern und Schäden zu vermeiden.“

Kaspersky-Software erkennt die Adware als: HEUR:AdWare.AndroidOS.Mobidash.

Faceapp ist eine Gesichtsbearbeitungs-App, die Ihre Selfies verändern kann. So gibt es auch die Funktion, die Menschen deutlich gealtert erscheinen lässt. In kürzester Zeit erlebte die App einen riesigen Hype, da berühmte Personen aus dem Showgeschäft ihre Fotos per Faceapp bearbeitet hatten. Schnell wurden Sicherheitsbedenken laut. Die Macher reagierten allerdings bereits auf die Datenschutz-Bedenken.

Skype bekommt Echtzeit-Übersetzer

Mit Skype lassen sich schon jetzt weite Entfernungen überbrücken. Videotelefonate über den Dienst verbinden Freunde und Verwandte, die oft sogar auf unterschiedlichen Kontinenten leben. Bislang war es jedoch erforderlich, dass die Gesprächspartner die gleiche Sprache sprechen. Dies möchte Microsoft künftig ändern.

Noch in diesem Jahr will das Unternehmen eine Funktion anbieten, mit der sich Unterhaltungen in Echtzeit in eine andere Sprache übersetzen lassen. In einer Demonstration stellte Microsoft dieses Feature nun unter Beweis.

Zwei Mitarbeiter des Konzerns unterhalten sich darin auf Englisch und Deutsch, die Übersetzung erfolgt simultan in die jeweilige Landessprache. Die vorgelesene Übersetzung wirkt zwar roboterhaft, ist aber sehr gut zu verstehen.

 

Schon jetzt könne die Technologie 40 Sprachen erfassen. Für alle Nutzer soll die Übersetzungsfunktion von Skype Ende 2014 zur Verfügung stellen. Eine zusätzliche Gebühr will Microsoft für diesen Service nicht erheben.

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