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1,4 GHz oder 2,4 GHz? Die beiden Macbook Pro 13-Zoll mit Touch Bar im Vergleich

10.07.2019 | 13:29 Uhr | Stephan Wiesend

Die beiden Macbook-Pro-Modelle 13 Zoll sehen fast identisch aus. Apple hält sie für zwei unterschiedliche Produkte.

Auf den ersten Blick wirken alle aktuellen Macbook Pro 13-Zoll mit Touchbar so gut wie identisch: Alle Macbook Pro besitzen nun die Touchbar, eine Butterfly-Tastatur der vierten Generation, das gleiche Display und sogar die identischen Abmessungen und haben das gleiche Gewicht.

Laut Apple handelt es sich aber um unterschiedliche Modellreihen, so soll es sich bei den neuen Macbook Pro zum Einstiegspreis um Weiterentwicklungen der Modelle ohne Touchbar handeln. Äußerlich kann man die beiden Modellreihen aber eigentlich nur durch ein einziges Detail unterscheiden: Die günstigeren Modelle mit 1,4-GHz oder 1,7 GHz-CPU bieten nur zwei Thunderbolt-3-Schnittstellen, die teureren Modelle vier Schnittstellen. Vergleicht man die Datenblätter, fällt zusätzlich noch ein etwas unterschiedlicher Akku auf, die Akku-Kapazität ist mit 58,2 statt 58 Wattstunden etwas höher. Auch die Grafikeinheit unterscheidet sich bei den beiden Modellen: Der Einstiegs-Mac führt eine Intel Iris Plus Graphics 645, der 4-Thunderbolt-Mac – etwas bessere Iris Plus 655. Beim Einstiegs-Mac zahlt man den Anfangspreis von knapp 1500 Euro für 128 GB Speicherplatz, will man die üblichen 256 GB haben, steigt der Preis auf 1750 Euro. Da ist nicht mehr weit zu dem Modell mit dem besseren Chip, das in der vergleichbaren Konfiguration knapp 2000 Euro kostet. Anscheinend unterstützt das billigere Macbook Pro keine Stimmaktivierung von "Hey, Siri". Dies folgt zumindest aus dem aktualisierten Datenblatt von Apple.

Das neue Macbook Pro ist jedoch der direkte Nachfolger des Macbooks Pro 13 Zoll ohne die Touch Bar. Diese wurden mit einer Touch Bar und Touch ID ausgestattet, wodurch sie äußerlich aber kaum noch von den teureren Modellen zu unterscheiden sind. Auch der zusätzliche T2-Chip ist neu.

Unsere Meinung:

Nach unserer Einschätzung könnten sich die neuen Macbook Pro aber im internen Aufbau deutlich von den teureren Modellen unterschieden, wie ihre direkten Vorgänger. So bieten sie nicht nur lediglich zwei Thunderbolt-Schnittstellen, auch bei der Auswahl der CPUs ist man beschränkt. Ist man mit der Basis-CPU mit 1,4 GHz nicht zufrieden, kann man nur eine 1,7-GHz-CPU i7 mit vier Kernen wählen – zum Aufpreis von 360 Euro.  Bei den teureren Modellen stehen dagegen CPUs mit 2,4 GHz und 2,8 GHz zur Verfügung, CPUs mit höherer Verlustleistung bzw. Wärmeentwicklung. Gut möglich, dass auch die neuen Macbook Pro wieder nur mit einem statt zwei Lüftern auskommen müssen, so wie der Vorgänger ohne Touchbar. (Update: So berichtet ein erster Tester über relativ hohe Lüfter-Lautstärke ) Dies wird aber wohl in Kürze erste Teardowns der neuen Modelle zeigen, auch auf erste Leistungstests sind wir gespannt. Apple verspricht gegenüber den direkten Vorgängern die doppelte Leistung, gegenüber den Schwester-Modellen könnte aber ein gewisser Leistungsabstand bestehen bleiben

Das Modell ohne Touchbar von 2017 ist etwas einfacher aufgebaut, bietet etwa nur einen Lüfter.
Vergrößern Das Modell ohne Touchbar von 2017 ist etwas einfacher aufgebaut, bietet etwa nur einen Lüfter.
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