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1,72 Terabit pro Sekunde: DLR stellt neuen Rekord auf

08.11.2016 | 09:13 Uhr |

Nicht jede Gegend lässt sich an das Glasfasernetz anbinden, das Internet kommt per Satellit in Höchstgeschwindigkeit.

Forscher des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR) haben eine neuen Rekord für Datenübertragung per Laser aufgestellt. Zwischen Weilheim und Hohenpeißenberg ist es ihnen gelungen, Daten mit einer Geschwindigkeit von 1,72 Terabit pro Sekunde zu übertragen. Der Versuch sollte dabei die Übertragung von Daten von Satelliten auf eine Empfangsstation am Boden simulieren und dabei mehr über die durch die Atmosphäre auftretenden Signalstörungen lernen lassen. Die Gesamtstrecke betrug etwa zehn Kilometer, die Rekordtransferrate für optische Datenübertragung erreichten die Physiker jedoch nur auf einer drei Kilometer langen Teilstrecke zwischen Oberpfaffenhofen und Hochstadt.

Das Experiment geschah im Rahmen des DLR-Projekts THRUST, das für "Terabit-throughput optical satellite system technology" steht und zum Ziel hat, schnelles Internet in abgelegene Gegenden zu bringen. Dabei würden Daten mit hoher Geschwindigkeit zwischen Bodenstationen und Satelliten hin- und hergeschickt, die Orbiter also in das terrestrische Netz mit eingebunden. Das Signal aus dem All werde dabei etwa genau so stark gestört, wie es bei der Datenübertragung zwischen den beiden oberbayerischen Orten der Fall war.  Das Erbgebnis sieht die Gruppe um  Dr. Juraj Poliak vom DLR-Instituts für Kommunikation und Navigation als Beleg dafür, dass Higspeed-Internet auch in den abgelegensten Gegenden Westeuropas möglich wäre. Der nächste Schritt sei, an der Stabilität der Datenübertragung zu arbeiten.

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