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12 Milliarden Dollar-Projekt: TSMC baut Chip-Fabrik in den USA

18.05.2020 | 15:57 Uhr |

Der weltweit drittgrößte Hersteller von Halbleiterprodukten Taiwan Semiconductor plant den Bau einer großen Chipfabrik in den Vereinigten Staaten. Sehr zur Freude von US-Präsident Donald Trump.

Kein Unternehmen der Welt stellt mehr Computerchips als unabhängiger Auftragshersteller her als das taiwanische Unternehmen Taiwan Semiconductor. Die Firma ist bekannt für ihr konstantes Wachstum und steitige Expansion. Der nächste große Schritt wird laut einer Ankündigung des Unternehmens eine riesige Fabrikanlage in Arizona, USA sein. Unterstützt wird das Projekt von der amerikanischen Regierung und dem Staat Arizona.

Die Fabrik wird die 5-Nanometer-Prozesstechnologie von TSMC nutzen, um bis zu 20.000 Halbleiterwafer im Monat zu produzieren. Als Wafer werden (meist) runde, etwa ein Millimeter dicke Scheiben genannt, die als Grundplatte für andere elektronische Bauteile dienen. Über 1.600 Arbeitsstellen sollen durch die Fabrik geschaffen werden, die Kosten werden auf rund 12 Milliarden US-Dollar geschätzt (ca. 11 Milliarden Euro).

Einer der wichtigsten amerikanischen Kunden von TSMC ist Apple. Die Chips der A-Reihe, die Apples in iPhones und iPads verbaut, werden in den Fabriken von TSMC hergestellt. Ein Dorn im Auge von US-Präsident Trump, der die Herstellung von Produkten amerikanischer Firmen am liebsten in die USA verlagern möchte. Immer wieder droht er mit Strafzöllen für amerikanische Unternehmen, deren Produktion nicht in den Vereinigten Staaten stattfindet. Auch in der Vergangenheit hat er solche Zölle bereits verhängt. Apple hat es jedoch weitesgehend geschafft, durch spezielle Handelsabkommen und Absprachen mit der US-Regierung diese Zölle zu umgehen.

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