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17. April: Der Tag des angebissenen Apfels

17.04.2019 | 09:53 Uhr | Peter Müller

Heute vor 42 Jahren wechselte Apple zu dem angebissenen Apfel als Logo. Seitdem haben sich nur die Farben geändert.

Kurz vor Ostern sind vom Eise befreit Strom und Bäche , der Winter zog sich in raue Berge zurück – und spart es sich auch allmählich, Schauer körnigen Eises über die grünende Flur zu schicken. Es wird also wieder ein Tag zum Anbeißen, den wir natürlich mit einem Apple beginnen. Gut, von einem echten Apfel beißen wir dann auch noch ab, aber erst einmal schauen wir in den Bildschirm eines iMac, iPad oder iPhone und lesen die Morgennachrichten.

Das Logo mit dem angebissenen Apfel prangt seit dem 17. April 1977 auf allen Produkten der Firma aus Cupertino, an jenem Tag war es auch erstmals in Broschüren gedruckt, die den auf der Messe West Coast Computer Faire ab dem Tag zuvor dort gezeigten Apple II bewarben. Ein stilisierter Apfel als Logo für die Firma, die das Obst im Namen trägt – klingt logisch bis zwangsläufig.

Auch das erste Logo der jungen Firma Apple hatte einen Apfel abgebildet, dieser war aber kaum zu erkennen. Und der Rest auch nicht wirklich. Doch in der Tat soll es sich da um Isaac Newton gehandelt haben, kurz vor dem Moment, in dem ihm der Apfel der Erkenntnis auf den Kopf fällt. Das ist zwar eine schöne Geschichte, doch brauchte Newton seinerzeit den Denkanstoß auf die Birne nicht, um dahinter zu kommen, dass die Gesetze der Himmelsmechanik und der Erdanziehung auf dem gleichen Prinzip beruhen: Der der Gravitation.

In winziger Schrift war zudem noch der Text abgebildet: "Newton… A Mind Forever Voyaging Through Strange Sees of Thought … Alone." Gewisserweise war das erste Logo der Firma Apple extrem fälschungssicher, es nachzumachen mit bedeutendem Aufwand verbunden. Dass darunter aber auch die Einprägsamkeit litt, war den Gründern schnell klar geworden. Daher die angebissene Variante  – von 1977 bis 1998 in Regenbogenfarben.

Warum angebissen ? Dazu gibt es im Wesentlichen zwei Theorien. Die eine geht auf Verwechslungsgefahr ein. Denn ohne Größenvergleich kann man die runde Frucht mit dem Blatt auch für ein anderes Obst halten – eine Kirsche etwa. Daher die Bisswunde, in der eine Kirsche ja mehr als komplett verschwinden würde. Die zweite Theorie bezieht sich auf die Gestaltung der Broschüren und des Logos auf dem Apple II. Den Apfel überlagerte da nämlich der Schriftzug "apple" – genau, in Kleinbuchstaben. Die Rundung des "a" macht nun genau das aus, was später zum Biss wurde. Die Wahrheit ist vermutlich eine Kombination aus den genannten Gründen und womöglich noch weiteren, unbekannten.  Wir feiern aber den 17. April als Tag des angebissenen Apfels. Obwohl: Bei uns ist ein jeder Tag ein solcher...

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