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2000 - Kein Problem mit Y2K, aber mit dem Cube

24.01.2009 | 00:00 Uhr

2000 - Kein Problem mit Y2K, aber mit dem Cube

Kein Y2K-Bug, aber fast so schlimm
Vergrößern Kein Y2K-Bug, aber fast so schlimm

Auf unserer Reise durch die Mac-Geschichte haben wir die Jahrtausendwende erreicht. Bevor jetzt mathematisch und historisch gebildete Leser schimpfen, das neue Millennium hätte erst am 1. Januar 2001 begonnen, weil man erstens mit der "1" das Zählen beginnt und es zweitens das Jahr "0" nie gegeben hat, müssen wir konstatieren: Sie haben Recht. Für die IT-Industrie beginnt das neue Jahrtausend aber früher, die Jahre vor der Datumswende verbrachten viele Spezialisten in steter Furcht vor dem Millenniums- oder Y2K-Bug. Wie eine Gewitterfront stand das Jahr 2000 drohend am Horizont, als der IT bewusst wurde: "Mensch, damals in den Sechzigern, Siebzigern und Achtzigern haben wir unseren Datumschips nur zwei Stellen spendiert, Speicher war damals teuer." Horrorszenario: Weltweit würden Computer das Jahr 2000 für das Jahr 1900 und umgekehrt halten und komplett austicken, Banken würden kein Geld mehr herausrücken, die Energieversorgung zusammenbrechen und überall Flugzeuge vom Himmel stürzen. Bekanntermaßen fiel der Weltuntergang aus, wobei man sich fragen muss, ob es an der eifrigen Arbeit der Heerscharen von Bugfixern gelegen hat oder eher daran, dass die Bedrohung keine so große war. Wie auch immer: Als Mac-Anwender konnte man sich zurücklehnen. Die interne Uhr des Betriebssystems würde erst im Jahr 32.000 überlaufen. Allenfalls kleinere Störungen meldete Apple , dass der 29. Februar 2000 nicht ausfiel, wie es hundert Jahre zuvor mit dem Schalttag der Fall war, brachte auch niemanden so recht ins Schleudern.

Aqua: Und Redmond startet seine Kopierer
Vergrößern Aqua: Und Redmond startet seine Kopierer

Ohne Hardwarevorstellung endete die Keynote zur Macworld Expo San Francisco 2000. Was Steve Jobs aber im Moscone Center zeigte, war viel wichtiger als überarbeitete G4s oder iMacs. Erstmals sah die Öffentlichkeit, wie das neue Betriebssystem Mac-OS X aussehen würde. Die Oberfläche - sie sei zum Schlecken, jubelte Jobs, als er Aqua preiste, das Dock vorführte und die dahinter steckende Technik lobte. Gut, das Apfel-Menü fehlte und sollte auch in der im Herbst erscheinenden Public Beta durch Abwesenheit glänzen. Obwohl es unter Mac-OS X streng genommen nicht mehr gebraucht wird, baute es Apple auf vielfachen Wunsch der Beta-Tester doch noch in die finale Version ein - und da sitzt es heute noch. Mit dem neuen Jahrtausend (oder ein Jahr davor, schon gut...) startete Apple seinen Online-Dienst .Mac, zwei Jahre lang sollte dieser noch kostenlos bleiben.

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