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2001 - Wirbel um das Device

24.01.2009 | 00:00 Uhr

2001 - Wirbel um das Device

Mit 5 GB Festplatte und Firewire: Der iPod hilft Apple auf die Sprünge
Vergrößern Mit 5 GB Festplatte und Firewire: Der iPod hilft Apple auf die Sprünge

Der Grund der 15fachen Wertsteigerung erblickte im Jahr 2001 das Licht der Welt. Bis es aber Ende Oktober soweit sein sollte, hatte Apple ein anstrengendes Jahr zu durchleben. Zwar waren drei der vier Quartale des Geschäftsjahres 2000/2001 profitabel, mit 66 Millionen US-Dollar Überschuss im vierten, 61 Millionen US-Dollar Plus im dritten und 43 Millionen US-Dollar Gewinn im zweiten, das erste Quartal mit seinem ausgewiesenen Verlust von 195 Millionen US-Dollar (den Verkauf von weiteren 3,8 Millionen ARM-Aktien nicht eingerechnet) verhagelte die Bilanz aber gründlich. Der Umsatz im sonst starken ersten Quartal betrug gerade noch knapp über eine Milliarde US-Dollar, ein Jahr zuvor waren bei 2,34 Milliarden US-Dollar Umsatz noch 183 Millionen US-Dollar Gewinn übrig geblieben. Der vom Markt als zu teuer betrachtete Cube verkaufte sich nur 29.000 mal, insgesamt ging der Rechnerverkauf um 52 Prozent zurück. Apple, mal wieder am Ende?

Elegant und kraftvoll: Das TiBook aka Power Book G4 Titanium
Vergrößern Elegant und kraftvoll: Das TiBook aka Power Book G4 Titanium

Die wenig erfreulichen Zahlen des ersten Quartals waren bei der Keynote zur Macworld Expo noch nicht durchgesickert, Jobs musste Optimismus verbreiten. Apple hatte einen wichtigen Trend des Marktes beinahe verpasst, bis Anfang 2001 hatte kein Mac einen Brenner integriert. Das sollte sich radikal ändern: Die Power Macs G4 erhielten nicht nur Laufwerke, die CDs brennen und DVDs lesen konnten, das Spitzenmodell war gar in der Lage, DVDs zu schreiben. Ein Superdrive, mal wieder. Die passende Software lieferte Apple gleich mit: Die Jukeboxsoftware iTunes, das ehemalige Soundjam, konnte nicht nur Massen von MP3s und anderer Audio-Dateien verwalten, sondern diese auch auf CD brennen. Wozu iTunes aber wirklich taugte, klärte sich erst im Oktober auf. Sogar für das DVD-Mastering hatte Apple eine Software mit DVD Studio Pro herausgebracht, für die Videofilmer gab es iMovie und iDVD. Die neue Strategie: Der Mac ist die "digitale Nabe" und positioniert sich im Zentrum von digitalem Audio, Video und Foto. Der Star des Abends war aber das "One more thing", ein unverschämt elegantes Powerbook G4. Anders als beim Vorgänger war das optische Laufwerk fest eingebaut, mit dem "Titanium" konnte man nur einen Akku betreiben. Aber so flach und elegant wie es war, fasste Steve Jobs die Neuerungen unter ein gemeinsames Motto zusammen: Power and Sex. In der Tat, das Powerbook G4 war verdammt sexy.

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