1011945

2008/2009: Apple erfreut sich bester Gesundheit - Steve Jobs nicht

24.01.2009 | 00:00 Uhr

2008/2009: Apple erfreut sich bester Gesundheit - Steve Jobs nicht

Die letzte Macworld Expo mit Steve Jobs, von der kaum einer der Beteiligten wusste, dass es die letzte sein würde, bringt im Januar eigentlich keine Überraschungen. Ein Jahr zuvor hatte es Apple Inc. Gewagt, eine Macworld Expo ohne Ankündigungen zum Mac zu gestalten, neben dem iPhone war vor allem die Settopbox Apple TV Thema gewesen. Immerhin beginnt 2008 mit dem Macbook Air, das jedoch schon einige Tage und Wochen zuvor Gesprächsthema war. Ein Subnotebook fehle Apple noch zu seinem Glück, hat es im Vorfeld geheißen, so richtig in diese Kategorie einordnen lässt sich der dünne 13-Zöller nicht. 24 Jahre nach der Premiere des Macintosh schließt sich aber gewissermaßen ein Kreis: Das Macbook Air hat außer einem USB- und einem Monitor-Anschluss keine weitere Schnittstellen für Peripherie, den Weg nach draußen geht das Macbook Air drahtlos. Über den Airport kommt auch neue Software auf das Macbook Air, selbst optische Laufwerke anderer Macs lassen sich virtuell einbinden. Noch mehr weist aber die Speichertechnologie des Macbook Air in die Zukunft: Erstmals setzt Apple eine Solid State Drive statt einer herkömmlichen Festplatte ein, wenn auch nur gegen kräftigen Aufpreis. Und da Greenpeace immer hartnäckiger wird, preist Apple das Macbook Air als besonders umweltfreundlich an. LED-Hintergrundbeleuchtung, kein Brom, kein PVC, hohe Energieeffizienz, sogar die Verpackung ist kompakt und besteht aus Recycling-Material.

Im Oktober setzt Apple mit den neuen Macbooks und Macbooks Pro aus Aluminium gar noch einen drauf. Die Gehäuse sind wie die des Macbook Air aus einem Stück gefräst und verbrauchen daher extrem wenig Material. Die LED-Hintergrundbeleuchtung, die ohne das giftige Quecksilber auskommt, wird zum Standard. Leider aber auch die vom iMac bekannte spiegelnde Glasscheibe vor dem Display. Anders als beim Desktop lässt diese sich von den Macbooks auch nicht zerstörungsfrei entfernen, nicht wenige stört der Spiegeleffekt, der die Verwendung des Macbooks bei Sonnenschein im Freien extrem erschwert. Immerhin, mit dem 17-Zoll-Modell, das Anfang 2009 auf den Markt kommt, führt Apple die spiegelfreie Option ein. Der matte 17-Zöller verzichtet einfach auf die Glasscheibe, kostet dafür aber Aufpreis.

Wie weiter oben erwähnt, bringt der Sommer 2008 den endgültigen Durchbruch für das iPhone. Das neue Modell iPhone 3G hat an Hardwareausstattung nicht nur Mobilfunk der dritten Generation neu an Bord, sondern auch einen GPS-Empfänger. Als ebenso wichtig für den enormen Verkaufserfolg erweist sich aber die Software, die auch auf den alten Modellen Exchange-Anbindung bietet und es erlaubt, Software von Drittherstellern zu installieren. Schon im Oktober 2007 hatte Apple die Öffnung des iPhone angekündigt, im März 2008 auf einem Special Event alle Details genannt und Mitte Juli schließlich die Schleusen geöffnet. Während jedoch der gleichzeitig eingeführte .Mac-Nachfolger Mobile Me eher holprig startet, wird der App Store zum durchschlagenden Erfolg. Weit über 10.000 Programme buhlen mittlerweile um die Gunst der iPhone-Besitzer, 500 Millionen Downloads der jedoch oft kostenlosen Programme hat Apple bereits gezählt. Einzig an der Übersichtlichkeit müsste der App Store noch feilen.

Macwelt Marktplatz

1011945