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4. Klare Dokumentstruktur

05.01.2006 | 11:45 Uhr | Thomas Armbrüster

4. Klare Dokumentstruktur

Eine PDF-Datei bietet eine klare Struktur, damit ein Reader auf jede beliebige Seite des Dokuments und jedes Objekt direkt zugreifen und diese darstellen kann. An erster Stelle im Dokument steht der Header mit der Angabe der PDF-Version. Daran schließt sich der Body an, in dem alle Elemente (Seiten, Objekte, Texte, Schriften, Anmerkungen und so weiter) in einer hierarchischen Struktur (Document Catalog) definiert sind. Ein ganz wichtiges Element einer PDF-Datei ist die Querverweistabelle (Cross Reference Table beziehungsweise Cross Reference Stream), in der die Position sämtlicher Dokumentelemente im Body vermerkt ist, um auf sie schnell zugreifen zu können. Am Schluss einer PDF-Datei steht der Trailer. Als wichtigste Information ist in diesem die Position der Querverweistabelle angegeben, so dass ein PDF-Reader nicht erst die gesamte Datei nach der Tabelle durchsuchen muss, sondern sofort weiß, an welcher Stelle diese beginnt. Ein Reader liest deshalb ein PDF immer von hinten, um als erstes die Position der Querverweistabelle festzustellen.

Ändert man etwas an einem PDF, landen die Änderungen in der Regel in einem Anhang am Ende des Dokuments inklusive einer neuen Querverweistabelle für die bearbeiteten, gelöschten oder hinzugefügten Objekte. Dies ist unter anderem Voraussetzung für signierte Dokumente, da bei diesen der ursprüngliche Inhalt einer Datei nicht verändert werden darf, da sonst die Signatur ungültig würde. Änderungen werden deshalb nur hinzugefügt und als solche gekennzeichnet. Außerdem lassen sich Änderungen bei großen Dokumenten schneller sichern und Arbeitsschritte einfacher zurücknehmen. Mit „Sichern unter“ beziehungsweise „Dateigröße verringern“ rechnet Acrobat die Änderungen jedoch in das Dokument ein, wodurch sich auch etwas Speicherplatz einsparen lässt.

Weil ein Reader-Programm ein PDF von hinten liest, muss beispielsweise eine auf einem Webserver gespeicherte PDF-Datei erst komplett auf den Zielrechner übertragen werden, bevor die Anzeige beginnen kann. Abhilfe schafft hier in Acrobat die Option „Für schnelle Web-Anzeige optimieren“, die es auch in anderen PDF-Programmen wie dem Jaws PDF Creator gibt. Dann kommen Informationen für die erste Seite sowie Informationen über die Querverweistabelle an den Anfang, um das Dokument sofort anzeigen zu können. Ein so optimiertes PDF heißt „Linearized PDF“.

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