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5G-iPhone: Apple hat ein Komponenten-Problem

06.03.2019 | 15:03 Uhr |

Das erste 5G-iPhone kommt frühestens 2020 auf den Markt - wenn überhaupt. Denn während die Konkurrenz, wie Huawei, Samsung und LG, bereits ihre ersten 5G-Modelle vorgestellt hat und noch in diesem Jahr auf den Markt bringen wird, hat Apple eine viel grundlegenderes Problem.

Wie Bloomberg berichtet, befinde sich Apple derzeit in einer äußerst schwierigen Situation. Denn während die Konkurrenz den Markt mit den ersten 5G-Smartphones beliefert, hat Apple Probleme, die notwendigen Komponenten für 5G-Technologie zu beschaffen. Da Apple auf Modems von Intel angewiesen ist, habe der iPhone-Hersteller vier verschiedene Möglichkeiten, mit der Problematik umzugehen.

Option 1: Den Anschluss nicht verlieren, schlechtes Modem verbauen

Eine Option lautet: "18 Monate nach der Konkurrenz mit einem minderwertigem Modem von Intel ohne mmWave-Funktion zu starten", meint Bloomberg. Allerdings wäre es sehr untypisch für Apple, als Notlösung ein minderwertiges Produkt auf den Markt zu bringen. Das aktuelle Beispiel der Airpower, Apples neuer Ladematte , beweist, dass Apple lieber mehr Zeit in die Entwicklung steckt, als ein unfertiges Produkt zu verkaufen.

Option 2: 5G-Modem von Samsung

Apple könnte natürlich auch (Achtung: Wortwitz!) in den sauren Apfel beißen und ein 5G-Modem vom Hauptkonkurrenten Samsung beziehen. Dies würde sich Samsung natürlich teuer bezahlen lassen. Allerdings wäre es nicht das erste Mal, dass Apple auf eine solche Methode zurückgreift, schließlich stammt auch das OLED-Display im iPhone X von Samsung .

Option 3: Friedenspfeife mit Qualcomm rauchen

Nicht unbedingt realistisch: Apple schließt Frieden mit Qualcomm und bedient sich an dessen Bauteilen. Für einen solchen Schritt könnte es aber vielleicht schon zu spät sein, da sich beide Unternehmen in einem mehrjährigen Rechtsstreit um Patentverletzungen befinden.

Option 4: Konkurrenz aufkaufen

Welchen Nutzen hat es, eines der reichsten Unternehmen zu sein, wenn man seine Macht nicht auch mal einsetzt und im Notfall einfach das Geschäft aufkauft, welches man gerade so dringend benötigt. Natürlich sprechen wir hier nicht von Intel selbst, sondern lediglich von dessen Modemgeschäft und der interner Entwicklung für die notwendigen Komponenten.

Die aktuelle Situation um die Komponentenkrise betrifft nicht nur die Apple-Kunden, die wohl möglich länger auf ein 5G-iPhone warten müssten, als bei der Konkurrenz. Auch auf dem Aktienmarkt sei ein leichter Rückgang von 0,2 Prozent zu beobachten. Analysten hatten gehofft, dass eine 5G-Version den Umsatz stärker ankurbeln würden.

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