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7. März: Ein gesundes Frühstück mit dem iPad

07.03.2020 | 08:37 Uhr | Peter Müller

Endlich Wochenende! Gerade samstags genießen wir ein ausgiebigeres Frühstück als sonst und lange Lektüre. Die Zeitung lesen wir natürlich auf dem iPad.

Macwelt wünscht Guten Morgen! Und natürlich einen Guten Appetit, wenn Sie unsere Nachrichten gerade zur Frühstückszeit genießen. Der 7. März ist der Tag der Gesunden Ernährung, den der Verband für Ernährung und Diätetik bereits vor 20 Jahren vorgeschlagen hat. Erstmals begangen wurde er im Jahr 2007 – und heute erscheint er nötiger denn je. Denn was so auf unsere Teller kommt, ist in der Regel wenig gesund. Am ungesündesten natürlich für die Schweine, Rinder, Hühner und Lämmer, die in vielerlei verarbeiteter Form unserem Genuss dienen. Aber es sind vor allem die Mengen, die wir allgemein verdrücken, die uns in gesundheitlicher Hinsicht Sorgen machen sollten. Man kann sich auch mit veganer Ernährung die Figur versauen, vor allem der Zucker ist ein Problem.

An sich sind ja Frühstücksflocken aus Mais eher einer gesunden Ernährung zuzuordnen, heute vor 123 Jahren soll der Arzt John Harvey Kellogg in seinem Sanatorium in Battle Creak im US-Bundesstaat Michigan erstmals die von ihm und seinem Bruder Will Keith Kellogg erfundenen und patentierten Cornflakes zum Frühstück serviert und damit eine neue Essenskultur erfunden haben. Was heutzutage aber nicht nur unter dem bekannten Markennamen aus der Tüte in die Schüssel kommt, ist vor allem wegen seines hohen Zuckergehaltes alles andere als gesund. Dann lieber Butter auf das frische Brot, Ernährungswissenschaftler halten Fett mittlerweile für weit weniger problematisch als eben den Zucker. Das Magazin der Süddeutschen Zeitung hat daher dem Fett im Herbst 2017 sein Essens-Special gewidmet. Anregungen fanden wir darin genügen, nur panierte und frittierte Butter erschien uns dann doch ein wenig als Overkill. Den Kollegen, der sich in einem heroischen Selbstversuch der Butterversuchung hingab, haben wir nicht beneidet.

In Maßen genießen ist das wesentliche. Sich für das Essen Zeit lassen und dabei hinsetzen. Langsam kauen, auf das Sättigungsgefühl achten. Light-Produkte meiden, denn in der Regel konsumiert man mehr davon und weniger Fett muss ja nicht weniger Zucker bedeuten. Zumal es der Bauchspeicheldrüse egal ist, ob sie wegen Aufnahme von Zucker, Stevia oder Sacharin Insulin produziert – Light-Getränke machen auch ohne Kalorien Hunger.

Derartige Ratschläge sind wie Schläge immer schnell ausgegeben, anders als diese aber schnell akzeptiert nur hat schwer umzusetzen. Versuchen wir es aber wenigstens heute, wir wünschen also nicht nur einen Guten Appetit, sondern vor allem einen Gesunden. Und vor allem einen großen Hunger auf Neuigkeiten aus der Mac-Welt. Da sind Sie bei uns genau richtig.

An diesem 7. März erinnern wir uns zudem an eine Apple-Keynote, wie wir sie in diesem Frühjahr trotz Bedenken um Corona immer noch erhoffen. Heute vor acht Jahren trat Apples Tim Cook erstmals bei einer solchen Veranstaltung als CEO auf, den Posten hatte er im August zuvor von Steve Jobs übernommen. Die erste Keynote nach Jobs verlief relativ unspektakulär, vor allem zeigte Apple ein iPad, das dritte seiner Art.

Die Zahl tauchte auch gar nicht im Namen des Produktes auf, das da in Kalifornien Premiere feierte. Apple sprach stets nur von iPad oder wahlweise dem "neuen iPad". Witziger Weise folgte in Nomenklatur schon wenig später, nämlich im Oktober 2012, dann doch das iPad 4 auf das neue iPad. Der wesentliche Unterschied: Lightning statt 30-poligem Dock-Anschluss.

Andere Neuerungen hatte Apple schon zum 7. März gebracht: Den schnellen A5X-Chip und ein Retina-Display. Die erste Evolutionsstufe des iPad war damit abgeschlossen: Die zweite Generation war schon dünner und schneller geworden, die dritte mit einem besseren Display ausgestattet und die vierte schließlich mit der neuen Schnittstelle. Der nächste Schritt war dann eben nicht das iPad 5, sondern das iPad Air. Auf das dann ein iPad Air 2 folgte und vor gut einem Jahr wieder ein iPad Air, das aber ebenso keine Zahl im Namen trägt.

Nicht nur die Brüder Kellogg haben unsere Frühstückgewohnheiten geändert, auch Apple. Früher konnten wir uns noch bequem hinter der weit ausgeblätterten Wochenendausgabe der Tageszeitung verstecken, lesen wir heute auf dem iPad, bekommen wir mehr vom Frühstückstisch zu Gesicht. Und das ist doch bedeutend gesünder.

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