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AMD-Gewinn um 91,6 Prozent eingebrochen

13.07.2001 | 00:00 Uhr |

Der amerikanische Chip-Hersteller Advanced Micro Devices (AMD) hat auf Grund des schwachen Chipmarktes und heftiger Preiskämpfe mit dem Branchenführer Intel im zweiten Quartal 2001 einen drastischen Gewinnrückgang verbucht. Das Unternehmen verdiente nur noch 17,3 Millionen Dollar oder 91,6 Prozent weniger als in der Vorjahresvergleichszeit.
Der Umsatz schrumpfte auf 985,3 Millionen Dollar gegenüber 1,2 Milliarden Dollar im April-Juni-Abschnitt 2000, teilte AMD am Donnerstag nach Börsenschluss mit. AMD lieferte ein Rekordvolumen von 7,7 Millionen PC-Chips aus, doch fielen die durchschnittlichen Verkaufspreise deutlich.
AMD konnte jedoch Marktanteile bei PC-Chips und bei Flash- Speicherchips gewinnen, die in Handys und anderen Produkten verwendet werden. Der Flash-Speicherchip-Markt war auf Grund der Telekomflaute ebenfalls gedrückt. Der AMD-Umsatz stagnierte im ersten Halbjahr 2001 mit 2,2 (Vorjahresvergleichszeit:2,3) Milliarden Dollar. Der Gewinn sackte auf 142,2 (396,5) Millionen Dollar ab.
Das Unternehmen warnte, dass es im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von zehn bis 15 Prozent erwartet. Bei einem Verkaufsrückgang dieser Größenordnung erwartet AMD im dritten Quartal einen operativen Quartalsverlust. Im vierten Quartal hofft AMD mit normaler saisonaler Entwicklung und der Erholung in einigen Märkten für Flash-Speicherprodukte auf einen Umsatzanstieg und auf solide Gewinne. dpa

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