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AR-App vermittelt Eindrücke des zweiten Weltkrieges

25.02.2019 | 17:02 Uhr | Markus Schelhorn

Das WDR hat eine History-App mit beeindruckenden AR-Effekten entwickelt, die vor allem Schülern Eindrücke von Kriegskindern des zweiten Weltkrieges vermitteln möchte.

Hinter der App mit dem kryptischen Namen WDR AR 1933-1945 ( für iOS , Android-Version soll folgen) verbirgt sich eine bemerkenswert fesselnde Zeitreise zurück zu den Erlebnissen des zweiten Weltkrieges. Der Grundgedanke: Bald wird es keine Zeitzeugen mehr geben. Damit die Erfahrungen für kommende Generationen nicht verloren gehen, gibt es zwar schon einige Projekte, wie etwa das Zeitzeugen Portal ( www.zeitzeugen-portal.de ) von der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Doch fehlt bei dieser Videosammlung die interaktive Komponente. Die App WDR AR 1933-1945 macht sich die AR-Technik (Augmented Reality) zu Nutze und platziert die Zeitzeugen ins eigene Wohnzimmer – oder in das Klassenzimmer, denn die App soll sich vor allem an Schüler richten. So soll der Betrachter einen emotionalen Zugang zu dem Thema erlangen. Während der Erzählung wandelt sich das eigene Wohnzimmer zu der Szene, die von dem Zeitzeugen gerade beschrieben wird. So befindet man sich im zerbombten Köln oder dicht gedrängt in einem Luftschutzkeller. Die Tagesschau hat am 19. Februar 2019 bereits über diese App berichtet.

Die App WDR AR 1933-1945 bietet noch wenige Inhalte, das soll sich aber künftig ändern. Derzeit (Stand Februar 2019) gibt es zudem nur eine iOS-Version, eine Android-Version soll aber bald folgen.
Vergrößern Die App WDR AR 1933-1945 bietet noch wenige Inhalte, das soll sich aber künftig ändern. Derzeit (Stand Februar 2019) gibt es zudem nur eine iOS-Version, eine Android-Version soll aber bald folgen.
© WDR

Noch wenig Angebote

Die App selber belegt 397 MB auf einem Smartphone oder Tablet, das mit iOS oder Android betrieben werden kann. Das Angebot ist noch übersichtlich. Es gibt die Kategorien „Kriegskinder“ und „Anne Frank“. Unter „Kriegskinder“ findet man drei Videos zu den Kriegserlebnissen in Köln (169 MB), London (378 MB) und Leningrad (192 MB). Die Videos dauern zwischen 2:44 Minuten und 3:09 Minuten, geben also in Kürze Impressionen der Erzähler wieder. Zur Anne Frank gibt es derzeit einen Trailer, hier werden die besten Freundinnen von Anne Frank über sie berichten. Im Sommer 2019 soll dieser Teil folgen.

Für iPad optimiert

Das Video muss man zunächst auf das Abspielgerät laden, sei es ein iPhone, iPad oder später ein Android-Smartphone. Geladene Videos lassen sich in der App wieder löschen um so wieder Speicherplatz frei zu machen. Die Bedienoberfläche ist für ein Smartphone etwas zu klein geraten und eher auf die Display-Größe eines Tablets optimiert.

Hier finden Sie eine Übersicht weiterer AR-Apps für das iPhone.

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