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ARD Retro: Archiv-Beiträge seit 1966 ab morgen online

26.10.2020 | 11:51 Uhr | Thomas Hartmann

Das Angebot wird mehrere Tausend Beiträge aller öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten umfassen, gebündelt und aufbereitet in der ARD-Mediathek.

Ab dem 27. Oktober stellt der NDR Tausende historische Videos aus den 50ern und 60ern online. Mit der schrittweisen Öffnung ihrer Archive ab dem 27. Oktober wollen die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zur Sicherung und Überlieferung des audiovisuellen Kulturerbes beitragen. Die ausgewählten Film- und Tondokumente werden nicht mehr nur Wissenschaft und Forschung, sondern allen Bürgerinnen und Bürgern dauerhaft zugänglich gemacht, teilt der NDR mit .

Zu den Inhalten heißt es auf der Website: ”Bei ARD Retro finden Sie historische Nachrichtenbeiträge, zeit- und kulturgeschichtlich prägende Dokumentarfilme sowie ausgewählte Bildungs- und Unterhaltungssendungen mit Informationscharakter, die von den Landesrundfunkanstalten vor 1966 produziert wurden. Aufgrund der Kooperation zwischen ARD Mediathek und Deutschem Rundfunkarchiv (DRA) ist es zudem möglich, Inhalte des ehemaligen Deutschen Fernsehfunks (DFF) bereitzustellen und so die gesamte regionale Berichterstattung der Bundesrepublik aus der Zeit vor 1966 abzubilden”. Der Hinweis auf den Deutschen Fernsehfunk (DFF) bedeutet, dass man auch Sendungen aus der ehemaligen DDR ansehen kann, dazu gibt es außerdem ein "Retro Spezial: DDR".

Die Öffnung der Archive startet mit den Beiträgen aus den Landesrundfunkanstalten und dem Deutschen Rundfunkarchiv. Geplant ist, später auch Archiv-Beiträge aus dem Ersten Programm zugänglich zu machen. Kaum anders zu erwarten ist, dass die Beiträge in Bild- und Tonqualität nicht immer perfekt sind, schließlich stammen sie aus einer ganz anderen technologischen Zeit. Außerdem haben manche Beiträge durch die lange Lagerung an Qualität eingebüßt, schreibt der NDR weiter, es liegen auch nicht mehr immer die Originale vor, sondern es handelt sich um Mitschnitte.

Interessanter Nebenaspekt: manchmal fehlt der Ton. Das liegt unter anderem daran, dass früher der von einem Sprecher bei der Übertragung live gesprochene Text zu einem Filmbeitrag häufig nicht aufgezeichnet wurde – und manchmal wurde ein Band aus Kostengründen einfach wiederverwendet, denn die separat aufgenommenen Tonbänder ließen sich anders als Filmrollen mehrmals bespielen.

Viele andere Hintergrundinformationen gibt es auf der Website – dann kann man eigentlich nur noch gespannt sein, bis ARD Retro am Dienstag startet.

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