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ARD rät zu klassischem TV statt Netflix, YouTube & Amazon

24.03.2020 | 09:33 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Wegen der Coronakrise sollten Sie jetzt verstärkt das klassische TV statt Videostreaming nutzen. Dazu rät die ARD mehr oder weniger unverblümt.

Die ARD steht genauso wie ZDF und Deutschlandradio wegen des zwangsweise erhobenen Rundfunkbeitrags und dessen für 2021 geplanten Erhöhung in der Kritik. Vor allem eher jüngere Menschen, die kein klassisches TV mehr sehen und nur noch Videostreamingdienste nutzen, fragen sich, wofür sie den Rundfunkbeitrag eigentlich zahlen sollen. Die ARD nutzt die aktuelle Coronakrise jetzt zur Werbung für das klassische lineare Fernsehen.

So betont der ARD-Vorsitzender Tom Buhrow die Zuverlässigkeit des klassischen Fernsehens gerade in Krisenzeiten. Buhrow sagt : "Unsere Infrastruktur ist darauf ausgerichtet, zu jedem Zeitpunkt verlässlich zu funktionieren". Beim linearen Fernsehen gibt es anders als beim Videostreaming über Netflix, YouTube und Amazon sowie dem heute in Deutschland gestarteten Disney+ keine Bandbreitenprobleme. Vor allem aber: Wenn – wegen Ausgangsbeschränkungen und zwangsweise verordnetem Home Office - immer mehr Menschen Fernsehen schauen, dabei aber das lineare TV statt Videostreaming benutzen, dann entlasten sie damit die Internetverbindungen, die für das Home Office und andere wichtige Zwecke benötigt werden. Lesen Sie zu diesem Problem auch: Bricht das Web wegen Corona zusammen? Das sagen Vodafone, O2, Telekom. Zur internetunabhängigen Rundfunkübertragung zählen laut Buhrow der TV-Empfang via Satellit, Kabel und DVB-T2 sowie der Hörfunk-Empfang per UKW und DAB+.

In den letzten Tagen teilten praktisch alle großen Videostreaminganbieter und auch viele soziale Netzwerke mit, dass sie ihre Bandbreiten reduzieren wollen, um die Internetverbindungen zu entlasten: Disney+, Youtube, Apple und Amazon drosseln Streaming-Qualität und  Facebook und Instagram drosseln Videoqualität.

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