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Advent 2019 – Türchen 10: Apple Arcade

10.12.2019 | 00:01 Uhr | Peter Müller

Apple Arcade versucht sich daran, in der Spiele-Szene einen Trend umzukehren, der zunehmend Nutzer verärgert.

Der Mac ist kein Spielzeug, sondern ein ernsthaftes Arbeitsgerät! Schade, spielen wir halt nicht mehr so viel in Filemaker, Garageband und Fotos herum, sondern kümmern uns um die Arbeit. Hier in Pagemaker, in dem wir die meisten unserer Texte schreiben, weil’s hat ein Programm von Apple ist.

Warum aber ist der Mac angeblich kein Spielecomputer und wie könnte man das ändern?

Glauben Sie nicht alles, was Ihnen erfahrene Filemaker-, Schach- und Garagebandspieler über Games erzählen, aber für unser Dafürhalten ist der Mac und das ihn umgebende Ökosystem durchaus ein Spielecomputer. Okay, in der Vergangenheit hatte der Mac mehrere Probleme mit Spielen. Die Grafikleistung hing immer sehr stark hinter der von Konsolen hinterher und das Betriebssystem war ein Nischenprodukt, für einen ganz anderen Prozessor als der weit verbreiteten x86-Reihe von Intel.

Antwort auf die Frage von gestern:

Hand auf’s Herz: Haben Sie gestern zur Beantwortung gegoogelt, wussten sie es schon vorher oder konnten Sie das Ausschlussprinzip anwenden? Das war dann ja auch einfach: Rovio lässt keine CDs und DVDs aus Toastern durch die Gegend fliegen, sondern Vögel aus Steinschleudern, Rolio gibt es nicht (hey, nicht googeln!), bleibt also nur Roxio.

Mittlerweile haben zumindest die besseren Macs konkurrenzfähige Grafikkarten, wenn auch nicht die von Gamern meist bevorzugten Nvidia, dafür solche von AMD, den Mac Pro von 2013, der mit der Grafikentwicklung nicht mehr Schritt halten konnte, hat Apple ja ausrangiert. Aber da wäre noch die Sache von ActiveX und OpenGL, was Spieleentwickler davon abgehalten hat, ihre für die Wintel-Welt und Konsolen konzipierten Titel mühselig umzuschreiben.

Dem britischen Entwickler und Publisher Feral vor allem ist es zu verdanken, dass der Planet MacGames nicht völlig in Dunkelheit versank. Für Mac-Gamer hat sich in den letzten Jahren aber entscheidendes geändert, von der anderen Plattform Apples angeschoben.

Denn was sollte der iPod Touch denn anderes sein, als die beste der mobilen Spielekonsole? Das iPad eine etwas größere, die auch noch für andere Aufgaben gut geeignet ist? Und das iPhone sowieso?

Der Grafiklayer Metal kommt vor allem Spieleentwickler entgegen, die direkteren Zugriff auf die Hardware bekommen wie nie zuvor. Eingeführt hatte Apple die Technologie auf dem iPhone und iPad, ein Jahr später kam sie auf den Mac. Und eröffnete diesem neue Spielewelten.

Spiele sind seit jeher eine der wichtigsten Kategorien des App Store und mit dem Project Catalyst können Entwickler nun auch in einfacher Weise ihre Werke für alle Endgeräte bereitstellen: iPhone, iPad, Mac und Apple TV, das mit Unterstützung von Controllern zur stationären Konsole im Wohnzimmer geworden ist.

Leider hat sich das Gaming für mobile Plattformen in den 10er-Jahren zu seinem Schlechteren hin entwickelt. Wir denken da nur an eines unserer Lieblingsspiele von vor zehn Jahren: "Angry Birds". Die vier Euro oder so hat man gerne ausgegeben, für Stunden der unterhaltsamen Physikknobelei. Aber Rovio, das uns eine Zeit lang mit immer neuen Levels und Kapiteln gratis versorgte, wollte halt mal wieder Geld einnehmen, erst mit Ablegern und dann mit dem unvermeidlichen Modell Free2Play: Das Spiel als solches ist kostenlos, aber ohne ständig virtuelle Währung für echtes Geld zu kaufen, kommt man nicht mehr so recht weiter – schade drum.

Ob das neue Modell der Spieleflatrate Apple Arcade für die Entwickler aufgeht, bleibt ungewiss. Casual Gamer erfreuen sich aber daran, für fünf Euro im Monat jede Menge an schönen Spielen für iPhone, iPad, Mac und Apple TV ausprobieren zu können. Klar, ein "Red Dead Redemption" ist das nicht, macht in den Pausen zwischen den Filemaker- und Garagebandsessions aber Laune.

Die Frage von heute: Rovio versucht immer noch, seinen Überraschungserfolg "Angry Birds" bis aufs Geht-nicht-mehr zu melken, gewissermaßen ein One-Hit-Wonder mit jeder Menge Neuauflagen. Der Nachfolger kam trotz eines schlauen Gameplays nicht so gut an – und ist mittlerweile sogar aus Apples App Store verschwunden. Wie heißt das Programm, das wir sogar eine Zeit lang für unsere Praxis-Benchmarks bei iPhone-Test verwendet hatten?

1.) Candy Crush Saga

2.) Cut the Rope

3.) Amazing Alex

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