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Advent 2019 – Türchen 12: iPhoto und Fotos für macOS

12.12.2019 | 00:01 Uhr | Peter Müller

Manches Programm hat sich im Alltag so durchgesetzt, dass ein Umstieg auf den Nachfolger einem mittelschweren Drama gleichkommen kann.

Gerade bei komplexen Programmen sind wir stolz, dass wir sie so weit wie möglich durchdrungen haben. Bis ins letzte Eck Funktionen gefunden, unsere Arbeitsabläufe optimiert, teilweise auch automatisiert. Mit Plug-ins den Funktionsumfang noch erweitert und selbst aus dem Tiefschlaf gerissen würden wir wissen, wie wir ein bestimmtes Problem lösen. Für unsere berufliche Tätigkeit ist das essentiell und wenn wir uns als Power User eines Consumer-Programms begreifen, mit dem wir kein Geld verdienen, sondern eher damit welches ausgeben, erfüllt uns das aber auch mit Freude. Und dann kommt der Hersteller daher und schmeißt alles um.

Das hat Apple nicht nur einmal gemacht und nicht nur dreimal, aber heute, morgen und übermorgen kümmern wir uns um drei Fälle, bei denen recht schnell alles anders wurde.

Antwort auf die Frage von gestern:

Tatsächlich war es IBM, das für Apple exklusiv den G5-Prozessor fertigte, jenes Unternehmen, dem der junge Steve Jobs noch den Mittelfinger gezeigt hatte. Freescale und Motorola sind an sich das gleiche Unternehmen, Motorola gliederte seine Prozessorsparte als Freescale aus - den G4 fertigte Freesacel noch, damals zusammen mit IBM und Apple im PowerPC-Konsortium. Nach Steve Jobs’ Rückkehr bereitete Apple schon bald den Umstieg auf Intel vor.

iPhoto hatte Apple im Januar 2002 auf der Macworld Expo als „Digitale Schuhschachtel“ eingeführt und seinen Funktionsumfang sukzessive erweitert. „Schuhschachtel“ eben deswegen, weil in analogen Zeiten entwickelte Bilder, die es nicht in Fotoalben oder an die Wand geschafft haben, eben dort samt der Negative landeten und selten bis nie wieder hervor gekramt wurden. Unsere Bibliothek ist mittlerweile auf zehntausende Bilder angewachsen, doch hat das digitale Zeitalter den Vorteil, dass man Algorithmen darin nach Verwertbarem stöbern lassen kann.

Anfangs sortierte iPhoto auf dem Mac digitale Bilder in Filmrollen – für jeden Import von der Kamera eine – und Alben, bald schon kamen die intelligenten Alben hinzu, in denen man Bilder nach gewissen Kriterien einsortieren konnte. Immer noch besteht ja der Wunsch, aus den besten Fotos sich Alben auf Papier zusammenzustellen oder große Abzüge an die Wand zu hängen: Mit ein paar Klicks war das in iPhoto erledigt, in hoher Qualität. Die Vorlagen für Fotobücher und Kalender waren Apple typisch elegant und die Abwicklung bequem, sofern man bereit war, Premium-Preise zu berappen – aber Apple kann die ja verlangen.

Neue Geräte erforderten aber neue Maßnahmen, denn iPhoto für iOS war Apple nicht wirklich gut gelungen. Also die ganze Sache neu programmiert und als Fotos für macOS respektive Fotos für iOS neu aufgelegt – nur war dann fast alles weg, an das man sich gewöhnt hatte.

Die Fotomediathek wurde überführt, das schon, auch die Alben blieben erhalten, sowohl die manuell gepflegten also auch die smarten. Der Rest war so gut wie weg: All die Plug-ins und Workflows, die man über Jahre gepflegt hatte, um aus iPhoto weit mehr als eine Schuhschachtel zu machen.

Privatanwender kamen zunächst noch halbwegs glimpflich davon, Profis, die ihren RAW-Workflow auf die Profi-Ausgabe von iPhoto, auf Aperture, verlegt hatten, schauten dumm aus der Wäsche, da sie nur die Möglichkeit hatten, mit dem zunächst völlig unzureichenden Fotos weiterzuarbeiten oder zu Adobes Lightroom oder einer weiteren Alternative zu wechseln.

Kaum aber hat man sich einigermaßen an das Neue gewöhnt, kam die nächste Einschränkung: Bilder lassen sich nicht mehr direkt aus der Anwendung bestellen und vor allem nicht all die schicken Fotobücher und -kalender. Mittlerweile ist Aquasoft mit seinen YouDesign-Programmen in die Bresche gesprungen, das ist aber nicht dasselbe.

Die Frage von heute: Welche Marke unterstützte Apple beim Druck von Fotos, Fotobüchern und Kalendern aus iPhoto und später Fotos?

1.) Agfa

2.) Fujifilm

3.) Kodak

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