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Advent 2019 – Türchen 14: Garageband und Logic Pro X

14.12.2019 | 00:01 Uhr | Peter Müller

Mit dem Umstieg auf Logic Pro X hat sich Cupertino kaum Freunde gemacht in den Tonstudios dieser Welt.

Einen radikalen Schnitt hat Apple auch mit seinem anderen Profi-Programm Logic Pro X gemacht, das hat Cupertino einige Freundschaften in den Tonstudios dieser Welt gekostet. Und das gerade zu einer Zeit, in der man mit dem Mac Pro an sich den perfekten Rechner für die Musikproduktion vorstellte. Der schwarze Zylinder war und ist verdammt leise und verdammt schnell, dank Thunderbolt lassen sich auch an die mit Speicher nicht gerade üppig ausgestattete „Mülltonne“ auch Festplatten mit einer schnellen Schnittstelle anbinden – Thunderbolt 2 zwar nur, aber immerhin.

Warum es aber Toningenieure gab und gibt, die ob des Zylinders die Hände über den Kopf schlugen und das nicht einmal ob des Preises? Ganz einfach: Die letzte Fassung von Logic Pro vor dem Schritt auf die X-Version lief nicht mehr unter dem mit Mavericks ausgelieferten System, denn es setzte einen Mac mit PowerPC oder wenigstens einen mit der Übersetzungsschicht Rosetta ausgestatteten Rechner aus – nach Mac-OS X 10.6 Snow Leopard war Schluss damit und so auch mit Final Cut Pro 7.

Logic Pro X sah diese Klientel abschätzig als Spielzeug an, als Garageband mit ein paar mehr Funktionen. Der Unmut ist natürlich verständlich, wenn man mit seinen Kenntnissen am Mischpult und im Recording-Studio Geld verdienen muss. Da hat man nicht die Zeit, alles oder fast alles von heute auf morgen neu zu lernen. Die Kundschaft ist eng getastet und zahlt pro Nutzungsdauer, wenn der Toningenieur aber die Hälfte der Zeit damit verbringt, vertraute Funktionen zu suchen, ist der Unmut groß. Gerade die in der Szene üblichen Kleinunternehmen hat Apple damit nachhaltig vergrault, nur große Tonstudios oder TV-Studios können es sich leisten, ihre Angestellten über Wochen und Monate auf eine neue Software hin zu schulen.

Aber wie im Fall von Final Cut Pro X und iMovie handelt es sich letztlich um ein Generationenproblem. Denn diejenige, die mit dem kostenlosen Garageband groß geworden sind, werden in Logic Pro X alles an seinem vertrauten Platz finden – alles und noch ein bisschen mehr. Viel mehr.

Und anders als bei Final Cut Pro X sind nicht einmal bedeutende Investitionen in die Hardware erforderlich. Ein Mac Pro von 2019 oder ein iMac Pro von 2017 würden natürlich auch ein jedes Tonstudio zieren, aber wozu? Beim Sound-Processing kommt es weniger auf die GPU an als auf die CPU und vor allem auf sehr schnellen RAM und Speicher. 200 Tonspuren auf einem Macbook Pro in Logic Pro X? Kein Problem – zudem das neue High-End-Laptop Apple nun auch ein Lautsprechersystem hat, das sich zumindest anständig anhört. Nur darf man eben nicht viel mehr als eine Handvoll Spuren auf einem Festplatten-Mac pflegen, die Harddisk ist einfach nicht schnell genug, um die Daten schnell genug für Echtzeitwiedergabe und -recording bereitzustellen.

Die Frage von heute: Logic Pro ist keine Entwicklung Apples, sondern hat Cupertino die Software mitsamt des Hamburger Herstellers übernommen. Wie hieß dieser?

1.) Metaio
2.) SMI
3.) Emagic

Heute gibt es zu gewinnen:

 Zwei Easy Mouses von LMP

Oh, Apples Magic Mouse bekommt wieder ein Kabel? Nein - aber LMP hat die Lücke erkannt, die Apple gelassen hat. Denn so praktisch kabellose Mäuse auch ein mögen, sind sie auch gerne mal in entscheidenden Momenten entladen oder mit dem falschen Rechner per Bluetooth gepaired. Kabelmäuse haben nach wie vor ihre Berechtigung.

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