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Advent 2019 – Türchen 19: Terminal

19.12.2019 | 00:01 Uhr | Peter Müller

Das Terminal kann auf dem Mac alle Dienstprogramme ersetzen. Doch bei Benutzung ist Vorsicht geboten.

Auf unserer adventlichen Reise durch die Welt der Mac-Software machen wir heute an einem ganz besonderen Ordner halt. Rufen wir ihn doch gemeinsam auf, indem wir in den Finder wechseln und die Tasten command - Shift - U drücken. Wir sehen auf einem Blick die „Utilities“, die Dienstprogramme.

Hier findet man alles, was man neben den Systemeinstellungen noch so braucht, um den Mac zu pflegen. Man kann gewissermaßen sagen, die Systemeinstellungen sind die Bedienelemente an der Oberfläche, die Utilities die Werkzeuge und Maschinen, die wir unter der Motorhaube, im Sicherungsschrank und hinter den Wartungsklappen finden. Braucht man nicht immer, kann man aber mit Kenntnissen nutzen, die keinen Doktortitel in Computerwissenschaften erfordern.

Antwort auf die Frage von gestern:

Kann schon sein, dass Sie anstatt Notizen oder Evernote lieber OmniGraffle nutzen, danach war aber nicht gefragt. Auch nicht nach dem nicht existenten Programm Notizbuch, sondern nach den Notizzetteln, die noch aus der System-7-Ära des Mac stammen. Im englischen heißen sie „Sticky Notes“ und so funktionieren sie sogar noch unter Catalina: Startet man das Programm, hat man die Gelegenheit, Haftnotizen in einer von sechs Farben zu erstellen und sie an eine beliebige Stelle des Bildschirms zu „kleben“. Das Beenden des Programms lässt den oder die Zettel vom Bildschirm verschwinden, ihre Inhalte und Positionen merkt sich die Software aber. Warum Apple das Vintage-Programm nicht wie so viele andere längst gekillt hat, bleibt uns ein Rätsel.

Weitere Türchen in unserem Adventskalender finden Sie unter macwelt.de/advent2019 .

Inmitten all dieser Festplattendienstprogramme und BootCamp-Assistenten wartet noch das eine Programm auf den Nutzer, das alle anderen Programme und vor allem die Utilities überflüssig macht: Das Terminal.

Auch hierfür braucht man keinen akademischen Grad in Informatik, der würde aber nicht schaden. Denn Terminal sollte man nur benutzen, wenn man weiß, was man tut. Profis schätzen das Programm über alles, in dem sich die Unix-Basis des Mac-Betriebssystems zeigt.

Das Terminal ersetzt nicht nur sämtliche Dienstprogramme und Einstellungen, im Gegenteil sind diese nur grafische Oberflächen für Terminalbefehle – von denen bei Weitem nicht alle auf der obersten Ebene des Systems auftauchen. Warum denn einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Mit Terminal kann man also viel mehr erledigen als mit den darauf aufsetzenden Tools, aber auch viel zerstören. So gibt es etwa einen Unix-Befehl, mit dem man alles löschen kann. Daten, System, Programme – einfach alles, was da auf der Festplatte liegt. Der Redaktion ist dieser Befehl bekannt, wir schreiben ihn aber nicht hin, er hat etwas von einem unverzeihlichen Fluch. Denn das zugrunde liegende System kennt keine Rückfragen wie „Sind Sie sich sicher, dass Sie Ihren Computer komplett löschen wollen? Echt jetzt?“ - sondern löscht ohne Rückfragen und ohne Rückmeldung. Nicht einmal ein lapidares „Ok“ bekommt man noch zu sehen, bevor der Bildschirm schwarz wird.

Ehrenwort, einen Befehl wie diesen unverzeihlichen haben wir auch noch nie ins Heft gedruckt oder auf die Website gestellt. Wobei letzteres ja noch eine akzeptable Variante wäre, man kopiert den Befehl in das Terminalfenster, drückt Enter, gibt unter Umständen noch sein Passwort ein und das, was es soll, erledigt das System auch. Beim Abtippen von Papier kann man aber den ein oder anderen Fehler begehen – und sei es, dass man ein Leerzeichen irgendwo hin interpretiert, wo keines steht. Das Problem mit proportionalen Schriften und Zeichen wie / darin … So kam es, dass ein an sich harmloser Befehl auch mal zu einem tödlichen wurde.

Das ist aber lange her und wir haben danach auch weiter nützliche Terminalbefehle abgedruckt, auf der Website kommen sie in eine eigene Zeile. Und jeweils in einer nicht nichtproportionalen, also einer äquidistanten Schrift gesetzt. Sie als langjähriger Macwelt-Leser vom Fach wissen natürlich in welcher Schrift genau, andere müssen vielleicht nach dem Namen des Fonts googlen. Welchen meinen wir?

1.) Apple Chancery

2.) Courier

3.) Times New Roman

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