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Advent 2019 – Türchen 22: Nachrichten und Facetime

22.12.2019 | 00:01 Uhr | Peter Müller

Nachrichten und Facetime auf dem iPhone und Mac sind aus dem Alltag der Nutzer nicht wegzudenken, dazu bringen sie eine durchgehende Verschlüsselung.

Kluge Leute wollen schon anhand der ersten Personal Computer gewusst haben, wohin das führt – behaupten sie im Nachhinein. Wobei wir dem Verleger Hubert Burda durchaus glauben, dass er schon in den Achtzigern in den diversen Heim- und Personal Computern vor allem Maschinen sah, über die sich Menschen austauschen – und denen man Informationsdienste über dieses Medium ins Haus spielen kann. Dezentral, ohne über Fernsehsender gehen zu müssen.

Im digitalen Zeitalter ist ein jeder Sender und Empfänger, das macht es für Verleger zwar schwieriger und zuletzt hat vor allem die Stimme der Vernunft sich in der großen Kakophonie der „sozialen“ Medien kaum noch Gehör verschaffen können.

Antwort auf die Frage von gestern:

Das Reality-Distortion-Field hat natürlich Douglas Adams in seinem "Hitchhikers Guide to the Galaxy" erfunden, gleich für den ersten Band. Es ist ja auch ungeheuer praktisch, wenn man ein Berg von Sorgen als Problem Anderer Leute (PAL) definiert, die Wahrnehmung für sich und andere verzerrt und der Berg plötzlich weg ist. Steve Jobs war ein Meister im Erstellen von RDFs, schon in seiner Frühzeit bei Apple. Andererseits scheint es nur so möglich zu sein, eine Vision den Leuten zu vermitteln, wenn sie nicht mehr auf all die Nebensächlichkeiten und Haken achten, die ja nun wirklich ein PAL sind. Das ist gewissermaßen das Gegenteil vom Elefanten aus Mücken machen. Terry Pratchett wäre die Erfindung von RDF und PAL in der Scheibenwelt sicher auch zuzutrauen gewesen, Tolkien hat lieber noch diverse Sprachen für seine alternativen Realitäten erfunden – auch eine hohe Kunst.

Weitere Beiträge aus unserem Adventskalender finden Sie unter macwelt.de/advent2019 .

Für die direkte Kommunikation von Mensch zu Mensch ist das Digitalzeitalter aber ein Segen – meist. Wie haben wir uns doch in unseren Science-Fiction-Phantasien vor 30 und mehr Jahren so etwas wie ein Videotelefon gewünscht – jetzt tragen wir eines in der Hosentasche herum, stets und überall einsatzbereit. Also, solange wir Netz haben. Dass das hierzulande ein Trauerspiel ist, hat Gründe, die in die Zeit zurückreichen, als wir von Videotelefonie nur träumten und der damalige Staatskonzern Telekom von neuen und besseren Exklusivgeschäften. Und wenn der Postminister bis unmittelbar vor Vereidigung an einer Kupferkabelfirma beteiligt war, braucht man sich wundern, dass wir heute von Glasfaser bis an unser Haus träumen und noch lange weiter träumen werden. ( Detaillierte Hintergründe bei Sascha Lobo ).

Aber wir schweifen ab. Was wir uns in einem (Video-)Telefonat außerhalb der Wohnung nicht leisten könnten, Sie wissen ja: Das Datenvolumen …

Einen weiteren großen Vorteil des Internets und der darauf basierenden Services wissen wir oft gar nicht zu schätzen. Zumindest diejenigen unter uns, die nicht ständig auf verdächtiges Knacken in den Telefonleitungen hören mussten, wenn sie sich mit jemanden über etwas unterhielten, das nicht für die Ohren Dritter bestimmt war: Gespräche und Chats sind Ende-zu-Ende verschlüsselt. Bei den meisten Anbietern, WhatsApp hat das als einer der ersten geboten, Apple hat gleich eine ganze Architektur abhörsicher gemacht.

Alles, was man über Nachrichten (iMessages) oder Facetime austauscht, ist nur auf den beteiligten Endgeräten zu sehen. Apple speichert nichts auf seinen Servern, über die die Kommunikation läuft und kann keinerlei Einsicht in Chatprotokolle nehmen. Freie Kommunikation für freie Bürger!

Wie jede Freiheit hat diese aber Grenzen, an denen sie die Rechte anderer einschränkt. Die Verabredung zu Straftaten oder gar das Begehen solcher in verschlüsselten Chats wird nicht dadurch legal, weil man von außen nicht so leicht Einblick bekommt. Natürlich kann das auch eine Gefährdung der Sicherheit bedeuten. Aber wie war das? Wer die Freiheit zugunsten der Sicherheit aufgibt, hat beides nicht verdient? Kluger Mann, der Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der USA. Seine späten Nachfolger sehen das wohl ein wenig anders – selbst China hat Apple laut Tim Cook noch nie damit behelligt, für das iPhone eine Hintertür zu wollen, durch die Ermittler gehen könnten, um Verdächtige zu überprüfen.

Warum brauchen wir Verschlüsselung der Kommunikation? Ein mittlerweile verstorbener Politiker hat einmal gesagt: „Ich habe nichts zu verbergen – das ist kein Argument eines Bürgers, sondern eines Untertanen!“ Natürlich haben auch wir unbescholtene Bürger etwas zu verbergen – oder würden Sie einem jedem Einblick in Ihre Konto- oder Gesundheitsdaten geben wollen? Eben.

Die heutige Frage: Wer war der deutsche Politiker, der den oben genannten Satz sprach?

1.) Helmut Kohl

2.) Hans Apel

3.) Guido Westerwelle

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