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Advent 2019 – Türchen 23: PDF, Acrobat schön

23.12.2019 | 00:01 Uhr | Peter Müller

Das PDF ist von den Rechnern der Nutzer nicht mehr wegzudenken, sogar in einer Online-Ära.

Ach, wie war es denn vordem, mit Printprodukten so bequem! Oder auch mit handgeschriebenen Notizen, handgemalten Bildern und eigenhändig in Oberflächen geritzte Zeichen. Hat man die einer anderen Person zur Betrachtung gegeben, sah das Werk noch genau so aus, wie man es geplant hat. Mag sein, dass die Augen des Empfängers etwas anderes sehen, wie generell Botschaften immer auch der Interpretation unterliegen, aber im Prinzip hat man sich mit Schrift und Bildern auf ein gemeinsames Zeichensystem verständigt.

Und jetzt? Man schreibt „Greif’ zu und genieße“ in ein digitales Dokument und alles, was der Empfänger auf seinem Endgerät versteht, lautet „Stecke deinen Kopf in ein Schwein.“ Okay, wir übertreiben hier maßlos, aber wenn wir Douglas Adams zitieren können, lassen wir keine Gelegenheit aus, das hatten wir ja schon vorgestern .

Dennoch hängt der Eindruck eines digitalen Dokuments beim Empfänger immer noch recht oft davon ab, auf welchem Gerät er es betrachtet und in welchem System. Bekommt er es überhaupt geöffnet? Wenn ja, zeigt sein Programm nur unverständlichen Zeichenwust an? Und wenn nein, sind die Zeilen und Absätze auch so formatiert, wie es der Sender beabsichtigte? Oder steht alles in Kraut und Rüben, in seltsamen Schriften, manche Worte passen nicht mehr in die dafür vorgesehenen Bereiche?

Genau dafür gibt es seit über 25 Jahren aber die Lösung: PDF. Das Portable Document Format wurde aus dem Standard für Drucker PostScript entwickelt: Die Printer mussten ja wissen, wie denn genau die Zeichen auszusehen hatten, die sie da vom Rechner bekamen. Dafür gab es feste Vereinbarungen.

Adobe liefert seit jeher die wichtigste Anwendung für das Format PDF: die Acrobat-Produktfamilie. So gut wie jeder Computeranwender ist bereits mit dem kostenlosen Basisprogramm Acrobat Reader in Berührung gekommen – die Software hieß zwischendrin auch mal Adobe Reader.

PDF ist aber viel mehr als ein Austauschformat, in dem alles so steht, wie es gemeint war. Vor allem in der Druckvorstufe spielt es die entscheidende Rolle, Druckereien können PDFs im Prinzip direkt auf die Offsetmaschine bringen.

Der gesamte Grafiklayer von macOS beruht seit der Neuerfindung des Systems als Mac-OS X auf PDF, weshalb es in jedem Programm auch im Drucken-Dialog erscheint: Man „druckt“ dann gewissermaßen in eine Datei, den eigentlichen Druck kann dann später ein anderer mit einem anderen Gerät übernehmen – und muss dafür nicht einmal die Schriften installiert haben, in der der Sender das Layout gesetzt hat.

Klar spielt PDF im Web auch eine Rolle – ist ja praktisch, wenn Seiten dort so aussehen, wie man sich das gedacht hat und nicht jeder Browser was anderes zusammenrendert.  Nun ja – nicht wirklich. Webdesign in einem beliebigen Programm, die Seite als PDF gespeichert und ins Web gestellt – das ist kein Webdesign.

Aber natürlich finden sich an allen Ecken und Enden des Webs PDF-Dokumente, mit allerlei Informationen, die man auch in eine Pages- oder Word-Datei hätte packen können, mit Infografiken, Tabellen, Links, und, und, und…

So macht da lieber ein PDF draus, nicht nur wegen der Kompatibilität, die Word ja jetzt auch schon ganz gut erreicht hat. Sondern weil man mit Adobes Acrobat-Tools verhindern kann, dass jemand im Dokument etwas ändert oder auch nur herauskopiert. Wer das aber darf und will, kann aus PDFs mit Acrobat mittlerweile auch Word- oder Excel-Dateien exportieren. Acrobat – schön!

Aber den Adobe Reader brauchen wir wirklich nicht mehr, obwohl Apples Standardlösung auf dem Mac einige Unzulänglichkeiten hat. Was kann man etwa in der aktuellen Version von Vorschau nicht erledigen?

1.) Links setzen

2.) Text hervorheben

3.) Unterschriften anhängen

Heute gibt es zu gewinnen:

Easy Mouse von LMP

Oh, Apples Magic Mouse bekommt wieder ein Kabel? Nein - aber LMP hat die Lücke erkannt, die Apple gelassen hat. Denn so praktisch kabellose Mäuse auch ein mögen, sind sie auch gerne mal in entscheidenden Momenten entladen oder mit dem falschen Rechner per Bluetooth gepaired. Kabelmäuse haben nach wie vor ihre Berechtigung.

und dazu noch zwei

Senic Smarter Schalter für Philips Hue

Der smarte "Friends of Hue"-Schalter von Senic ist ein batterieloser Funkschalter im eleganten Gira-Design, mit dem sich Philips Hue-Leuchten mit einem Klick steuern lassen. Das Besondere: Der Nutzer erzeugt die Energie für den Funkschalter selbst bei jedem Drücken der Tasten – und muss somit niemals eine Batterie wechseln oder laden. Möglich macht das ein kleiner Energiewandler von EnOcean im Inneren des Schalters, der Bewegung in Energie für ein Funksignal umwandelt, ähnlich wie ein Fahrraddynamo (Battery-free by EnOcean). Der Schalter kommt immer dann zum Einsatz, wenn kein Smartphone zur Hand ist. Damit können auch Besucher oder Kinder das smarte Hue-Licht einschalten. Der batterielose Schalter lässt sich flexibel genau dort anbringen, wo er gebraucht wird, oder kann auch als Art Fernbedienung auf dem Wohnzimmertisch liegen. Über die Philips Hue-Bridge V2 lässt er sich zudem mit dem Apple HomeKit verbinden.

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