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Advent 2021: Einmal um die ganze Welt: China

17.12.2021 | 00:01 Uhr | Peter Müller

Was ist die Zeit? Die Uhr gibt selten eine Antwort. Und wenn, dann ist sie manchmal verwirrend.

Zu Beginn unserer Reise durch 24 Zeitzonen hatten wir über die Notwendigkeit einheitlicher Uhrzeiten gesprochen. In Deutschland hatte sich diese Notwendigkeit erst mit dem Bahnverkehr ergeben, vorher war in Berlin zu einer anderen Zeit Mittag als in Stuttgart, nämlich immer bei Sonnenhöchststand.   In einem Land von geographisch recht überschaubarer Größe wie Deutschland ergeben sich aus einer einheitlichen Zeit wenig Probleme. In China ist das anders.

Denn das Land erstreckt sich geografisch über fünf Zeitzonen, keine Wunder, Längengrade durchziehen die Volksrepublik ungefähr so viele wie das Festland der USA (ohne Alaska). Zeit gilt jedoch eine einheitlich: Die gesetzliche Zeit in China entspricht UTC+8. Das ist in den Zentren des Landes, der nördlichen Hauptstadt Peking und der Industrie am Perlflussdelta ungefähr auch die natürliche Zeit. Weit im Westen des Landes muss man allerdings früh aufstehen, um rechtzeitig um 8 Uhr morgens auf der Behörde zu sein. Im Winter ist es dann noch bis dem Mittag auf der Uhr dunkel …  

Diese Probleme mit dr Stechuhr   hat das Werktätigenprekariat in der von Foxconn / Honhai betriebenen Fabriken also nicht, dafür ganz andere. Kritik an Apple und seinen Auftragsfertigern über die Arbeitsbedingungen in Shenzen, Guangzhou und wie die Städte auf dem Festland gegenüber von Hongkong alle heißen, ist aber ein wenig wohlfeil. Würde Apple hier nicht produzieren lassen, wären es andere Unternehmen, die in Kalifornien oder anderen reichen Teilen der Welt konzipierten Geräte hier von Billiglöhner zusammenbauen ließen. Apple legt immerhin – nach eigenen Angaben, aber auch von unabhängigen Institutionen überprüft – Wert auf eine im Rahmen der Möglichkeiten gegebene faire Behandlung der Arbeiter, was Lohn, Arbeitszeiten, Sicherheit und Unterkunft betrifft. Perfekt ist selbst Apple nicht, das behauptet niemand.

China ist für Apple (und viele andere Hightech-Unternehmen) nicht nur Werkbank, sondern längst lukrativer Absatzmarkt. Das Geld, das iPhone-Käufer über Apple nach China schicken, muss ja irgendwo den Wohlstand fördern. Auf bescheidene Weise auch in den Fabriken, denn die Alternative zu 60 Stunden in der Woche am Fließband in Shenzen ist eben gnadenlose und aussichtslose Buckelei in der Landwirtschaft der Provinz.

Mit dem Wohlstand kommen zwangsläufig höhere Löhne. Mit diesen fallenden Margen. Die auf Aktienkurse und den Renditen darauf drücken. Was für Unmut von Großaktionären führt, nicht wenige davon Rentenkasse für US-Amerikaner. Also Preise erhöhen? Das führt dann wieder zu Unmut der Kunden. Also runter mit den Löhnen.

So plant Big Tech, allmählich in andere Länder weiter zu ziehen, in denen die Löhne noch geringer sind. Indien etwa, was für Apple dereinst ähnlich lukrativ als Absatzmarkt sein könnte wie China. Oder Vietnam und Thailand, eine Zeitzone weiter nach Westen. Aber in UTC+7 sind wir erst morgen.

Die heutige Frage:

Schon an der Zahl der Apple Stores in der Volksrepublik kann man sehen, wie wichtig China für Apple als Markt ist. Wie viele sind es mit Stand: November 2021?

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