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Advent 2021: Einmal um die ganze Welt: Island

02.12.2021 | 00:01 Uhr | Peter Müller

Die zweite Etappe führt uns nicht nur weiter nach Westen, sondern auch in den Norden, wo der Winter von "Game of Thrones" zu Hause ist. Und nicht nur der.

Noch ist ja nicht Weihnachten, aber nicht wenige freuten sich in der Vergangenheit schon am 2. Dezember auf ihren Urlaub auf den Kanaren "zwischen den Jahren“. Die mögen zwar so weit westlich von München liegen, dass dort zwei Stunden später die Sonne im Zenit steht – aber das können wir hier in der trüben Suppe des Voralpenlandes ohnehin nicht überprüfen. Die Weltzeituhr weist aber eine Stunde Differenz aus, in UTC ± 0 waren wir schon gestern.  

Auch die ebenso vulkanische und milde Insel Madeira liegt in der gleichen Zeitzone wie das Mutterland Portugal. Reisen wir lieber nach Island in der Zeitzone UTC-1.

So begeben wir uns nach Norden und in die Dunkelheit. In der Hauptstadt   Reykjavik wird die Sonne heute erst um 10.46 Uhr Ortszeit aufgehen und um 15.45 Uhr schon wieder unter. Es wird aber noch schlimmer: An Heiligabend dauert der lichte Tag nur von 11.23 Uhr bis 15.31 Uhr.

Island ist aber in vielerlei Hinsicht ein interessantes Land und jede Reise wert. Mitten durch die Insel verläuft ein Riss, aber nicht durch die Gesellschaft, sondern durch das Gestein. Der Westen gehört geologisch zu Amerika, der Osten zu Europa – Jahr für Jahr wird die Kluft etliche Millimeter breiter. Ab und an bricht ein Vulkan aus, um Energiepreise müssen sich Isländer wenig Gedanken machen, die Wärme kommt direkt aus der Erde.

Kein Wunder, dass die lange Dunkelheit des Winters die Menschen zu allerlei Geschichten inspiriert hat. Trolle und Feen gelten in weiten Teilen der Bevölkerung als völlig real, jeder Stein als belebt. Weihnachtsmänner kennt Island gar 13 Stück.

Wobei das natürlich Trolle sind, alles missratene Söhne einer missratenen Trollfrau, die aber in aller Fürsorge ihre Burschen nur bei Dunkelheit aus der Höhle lässt – im Licht würden Trolle zu Stein erstarren. In den dreizehn langen Nächten vor Weihnachten darf aber einer nach dem anderen raus und die Welt der Menschen besuchen. Sie haben so ihre Eigenheiten, die Trolle, die etwa Schafscherer, Kesselkratzer oder Kerzenschnorrer heißen.  

Stellen hierzulande die Kinder ihre Schuhe in der Nacht des 6. Dezember vor die Türe und hoffen darin am Morgen Leckereien zu finden, besteht in Island 13 Nächte lang die Hoffnung auf kleine Geschenke. Unartige Kinder bekommen dann keine Rute, sondern etwa eine Kartoffel in den Schuh gelegt, aber nicht eine solche aus Marzipan. Wie ein paar Zeitzonen weiter westlich bietet es sich an, die Trolle mit Keksen oder Milch zu besänftigen, die man neben die Schuhe stellt. Man sieht: Weihnachtsmythen ähneln sich im Kern, finden aber immer wieder neue kulturelle Anpassung.

Unsere Frage dreht sich heute aber um eine Art isländisches Wunder. Die Fußballer der Insel haben es doch tatsächlich vor fünf Jahren zur Euro geschafft und zwei Jahre später als bisher kleinstes Land zur WM-Endrunde. Der Viking-Clap „Huh!“ genießt seither weltweit Respekt, Achtung und mancherorts sogar Angst. Vor allem wohl in dem Land, das gegen die Isländer bei der Euro 2016 im Achtelfinale überraschend ausschied. Welches?

  1. Österreich

  2. England

  3. Frankreich

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