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Advent 2021: Einmal um die ganze Welt: Kalifornien

09.12.2021 | 00:01 Uhr | Peter Müller

Apples Heimat hat ein Problem: Das Silicon Valley ist beinahe zu erfolgreich geworden.

Machen wir einen flotten Sprung über die Berge. Für den Bundesstaat Washington interessieren wir uns nicht sonderlich – was soll es da schon rund um Seattle Interessantes geben? Oregon durchfahren wir auch, auf dem Weg nach Kalifornien.

Genauer natürlich interessiert uns das Silicon Valley, jene Gegend südlich von San Francisco, in dem lange Obstanbau der prägende Wirtschaftsfaktor war. Bis die Jungs mit dem Apfel ein ganz anderes Geschäft aufzogen.

Aber das stimmt so natürlich nicht, als sich die Firma Apple im April 1976 gründete, war der Begriff Silicon Valley bereits weit verbreitet, von Obstplantagen wenig zu sehen. Steve Jobs arbeitete vor Apple auf einer Apfel(sic!)farm in einem anderen Bundesstaat, in eben jenem Oregon, das wir eben bei der Anreise so nonchalant ignoriert haben.  

Der Aufstieg des Tales zum heutigen Zentrum der High-Tech-Industrie hatte damit begonnen, dass die USA nach dem Zweiten Weltkrieg großzügig Fördermittel für im weitesten Sinne militärische Technologien verteilten. Präsident Eisenhower sah Großunternehmen – wie das an der Ostküste residierende IBM kritisch – und so kamen kleine Unternehmen, die aus Universitäten hervorgingen, in den Genuss der Fördermittel. Die Stanford Universität von San Francisco hatte für die Ansiedlung der kleinen Firmen das passende Gelände, eben hier im Santa Clara Valley, bis hoch zur San Francisco Bay. Nicht unwesentlich trug zum Aufstieg auch der „Vater des Transistors“ William Shockley bei. Zum einen, weil er die größten Köpfe seiner Zeit anzog und zum anderen, weil er viele schnell aus seiner Firma vergraulte. Ehemalige Shockley-Mitarbeiter   gründeten Firmen wie Fairchild Semiconductors, das wiederum Ableger wie Intel und viele andere hervorbrachte. Schon vor dem Krieg hatten sich zwei Herren namens Hewlett und Packard im Tal angesiedelt und in einer berühmten Garage experimentiert …

Heute platzt das Silicon Valley aus allen Nähten, aus kleinen Garagenfirmen sind Weltkonzerne geworden. Und wenn mal wieder eine Garagenfirma mit einer bahnbrechenden Idee kommt, dauert es nicht lang, bis eine der Weltfirmen sie übernimmt. Wenn es für das Start-up gut geht, dann mitsamt der Firma und ihren Angestellten, aber manchmal hat man kein Glück, es kommt noch Pech hinzu und Google, Facebook oder Apple schnappen sich das nächste potenzielle Milliardenbusiness, indem sie einfach die Idee kopieren.

Die Pandemie respektive ihr hoffentlich bald kommendes Ende hat noch eine andere Schattenseite gezeigt: Für talentierte Mitarbeiter aus aller Welt ist kaum noch Platz in Form von günstigem Wohnraum. Also nimmt man, was man kriegen kann, gerne mal zwei Autostaustunden vom Arbeitsplatz entfernt. Vollkommen verständlich, dass man nicht mehr so gerne dauerhaft ins schicke Büro im Apple Park zurück will, wenn es doch 21 Monate ganz gut von Remote geklappt hat, ohne den ständigen Stress beim Pendeln. Es ist ja nicht so, dass Apple die Not der Leute egal wäre, der Konzern legt milliardenschwere Fonds auf, mit deren Hilfe Gemeinden des Valley Wohnungen bauen könnten oder die Mitarbeiter von Big Tech günstige Kredite zum Erwerb von Wohneigentum aufnehmen können.

Andere Unternehmen brechen allmählich ihre Zelte im Valley ab, Tesla will nach Texas umziehen, wo rund um Austin ein universitärer Cluster besteht, über den man geeignete Mitarbeiter zu finden hofft. Der Erfolg des Silicon Valley hatte bei der letzten Präsidentschaftswahl interessante Auswirkungen: Nevada und Arizona gingen an Biden/Harris nicht zuletzt wegen der Exilkalifornier, die sich jenseits der Grenze angesiedelt hatten.  

Die heutige Frage:

Apple ist ja gerade erst in den Apple Park eingezogen, zu Beginn der Pandemie war der noch nicht mal vollständig in Betrieb. So bald wird der Mac-Hersteller auch nicht weiter ziehen. Und doch sind etliche Mitarbeiter des Unternehmens nicht von den Schönheiten Cupertinos zu überzeugen. Die für Apple TV+ verantwortlich Crew arbeitet natürlich in der Nähe von Hollywood. In welchem Ort genau?

  1. Culver City

  2. Santa Monica

  3. Huntington Beach

Zu unserem Gewinnspiel auf einer Extra-Seite geht es hier.

Heute gibt es zu gewinnen:

Drei Lizenzen Youdesign Photobook

Vergrößern
© Aquasoft

Wem es noch an Weihnachtsgeschenken fehlt, aber aus Gründen wenig Lust hat, durch die Stadt zu bummeln, mag die Idee schätzen, ein Buch mit eigenen Fotos zu verschenken. Diverse Anbieter tummeln sich auf dem Markt, mit mehr oder minder guten Web-Anwendungen. Eine speziell auf den Mac zugeschnittene Software ist Youdesing Photobook von Aquasoft: Die Gestaltung macht wenig Mühe, aber viel Spaß, das Ergebnis ist zudem von hoher Druckqualität, wie wir in unserem Test festgestellt haben . Die heutigen Gewinner werden wir zügig auslosen und ihnen je einen Lizenzschlüssel zukommen lassen.

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