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Advent 2021: Einmal um die ganze Welt: Kasachstan

19.12.2021 | 00:01 Uhr | Peter Müller

Nächstes Jahr ist und diese Jahreszeit Fußball-WM. Kasachstan ist sicher nicht dabei. Das hat einen interessanten Grund.

Heute in einem Jahr wissen wir, wer in Katar Fußball-Weltmeister wurde. Zu sagen, dass der Austragungsort   umstritten ist und war, wäre ein wenig euphemistisch. Mit dem Gastgeber von 2018   – Russland – hat das Emirat aber einiges gemeinsam: Riesige fossile Energiereserven, damit verbundenen Reichtum und Macht. Einer Weltfußballorganisation, der mehr an Geld gelegen ist als an irgendetwas anderem, kommen Spiele in diktatorisch regierten Ländern gerade Recht. Ist beim IOC nicht viel anders, kommenden Februar steigen die Olympischen Winterspiele in Peking. Sotchi war vor acht Jahren dran. In gewisser Weise darf man aber dankbar sein, dass Bürger der Stadt München und der Kreise Garmisch-Partenkirchen, Berchtesgadener Land und Traunstein im November vor neun Jahren in einem Bürgerentscheid gegen eine Olympia-Bewerbung stimmten. Man stelle sich vor, die große Sause müsste unter Pandemiebedingungen hier laufen – keine schöne Vorstellung. Kurzfristig hätte man zudem die Rodel- und Bob-Wettbewerbe vom Königssee nach Altenberg oder Winterberg verlegen müssen, nachdem im Juli die Kunsteisbahn von einer Muräne zerstört wurde.

Vermutlich hätten München, Garmisch-Partenkirchen, Ruhpolding und Königssee die Spiele auf dem Silbertablet serviert bekommen. Peking hatte nur einen Gegenkandidaten, die größte kasachische Stadt Almaty, die früher als Alma-Ata bekannt war und bis 1997 Hauptstadt der einstigen Sowjetrepublik. Almaty liegt im Südosten des größten mittelasiatischen Landes und damit in Zeitzone UTC+6, auf der wir heute bei unserer Reise haltmachen.

Wenn im Advent 2022 der Ball in Katar rollt – übrigens in UTC+3 – wird das Team aus Kasachstan zusehen. Das stand an sich schon bei der Auslosung der Qualifikationsgruppen fest, denn Frankreich, die Ukraine, Finnland und Bosnien-Herzegowina waren die erwartet unschlagbaren Gegner. Zwei Remis gegen die Ukraine und eines in Sarajevo waren eben viel zu wenig.  

Aber Moment, warum spielen die Kasachen gegen europäische Gegner und nicht gegen solche aus Mittel- oder Ostasien wie Turkmenistan, China oder Vietnam, die eher schlagbar erscheinen? Die genauen Gründe bleiben offen, aber: Kasachstan darf das, weil es auch ein europäisches Land ist. Natürlich nur unter viel Wohlwollen definiert, wo im Westen Kasachstan an das Kaspische Meer heranreicht, ist ein kleiner Teil des Landes westlich des Ural und damit in Europa.  

An längst vergangene feudale Zeiten Europas erinnert der Name der Hauptstadt: Nur-Sultan. Das ist die Stadt seit 1998, bis vor zwei Jahren hieß sie noch Astana – was so viel heißt wie Hauptstadt. Nur-Sultan hat seinen Namen nun vom ehemaligen Präsidenten Nursultan Nasarbajew, der nach wie vor die Macht im Lande hat. Das Europa der Werte, des Rechts und der Gewaltenteilung ist von Kasachstan aus noch sehr weit entfernt, selbst von seiner kleinen europäischen Ecke.

Die heutige Frage:

Für die kasachische Nationalmannschaft sind schon einige Fußballer mit deutschen Namen – und teils auch einigen Bundesligaspielen – aufgelaufen.   Welcher dieser drei Herren spielt oder spielte nie für Kasachstan, sondern für ein anderes nichteuropäisches Land?

  1. Alexander Merkel

  2. Stephan Schröck

  3. Heinrich Schmidtgal  

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