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Advent 2021: Einmal um die ganze Welt: Weihnachtsinsel

18.12.2021 | 00:01 Uhr | Peter Müller

Wenig besinnlich geht es auf einem Flecken Erde inmitten der Ödnis des Indischen Ozeans zu, trotz eines entsprechenden Namens.

Ja, ist denn heut schon Weihnachten? Nein, natürlich nicht, wir sind erst an der 18. Station unserer Reise angekommen. Und finden in UTC+7 doch tatsächlich: die Weihnachtsinsel.

Mit dem Datum des Christfestes hat es ja einige Aspekte. Es ist gewiss kein Zufall, dass Heiligabend und Sonnenwende auf der Nordhalbkugel ungefähr auf den gleichen Tag fallen. Jesu Geburt haben frühe Christen womöglich im März gefeiert, zu Frühlingsbeginn, aber um die Heiden des Nordens zu christianisieren, widmete man eben die seit Jahrtausenden dort wichtigen Feste zur Wintersonnenwende um.  

In skandinavischen Ländern ist Sankt Lucia am 13. Dezember ein wichtiger Termin, mit der Kalenderreform vom julianischen zu gregorianischen, die in Schweden erst Mitte des 18. Jahrhunderts passierte, wanderte die Wintersonnenwende zwar wieder auf das richtige Datum zwischen 21. und 22. Dezember, das Lichterfest bleib aber auf seinem Termin. Und in ehemaligen Sowjetrepubliken – die gregorianische Kalenderreform ist dort gerade mal 100 Jahre her – blieb Weihnachten auf dem angepassten Datum der Wintersonnenwende am 6./7. Januar.   Aber darüber sprechen wir noch genauer.

Und überhaupt: Sagt man bei uns „Weihnachten“, meint man in der Regel den 24. Dezember, weshalb der Adventskalender auch nur 24 Türchen hat. In England und Amerika ist hingegen der Weihnachtsmorgen der entscheidende Termin, der 25. Dezember. Und ja: Auch in hiesigen Kalendern ist der 25.12. Weihnachten – der 26.12. dann der Stephanstag, an dem auch Stefans, Stefanies und Stephanies Namenstag haben.

Die Weihnachtsinsel hat ihren Namen auch nicht von Mistelzweigen, Rentierschlitten oder bärtigen alten Männern, sondern nach dem Tag ihrer „Entdeckung“ durch Seefahrer Ihrer Majestät aus dem fernen Vereinigten Königreich von Großbritannien und Irland. Meist bekamen die „neuen“ Länder Namen von Königen oder Lords, wie etwa Südgeorgien und die Sandwichinseln, auf denen wir im dritten Teil unserer Reise waren . Irgendwann gehen aber die Namen der Blaublütigen aus, also schaut man auf den Kalender. So kamen die Osterinseln, die Whitsundays und eben die Weihnachtsinsel zu ihren Namen.

Der Außenposten Australiens liegt südlich von Java im Indischen Ozean, fast 3000 Kilometer von der nordwestaustralischen Hafenstadt Perth entfernt, in einer menschenleeren Gegend. Australien nutzt seinen Besitz als eine Art Quarantänelager. Das galt und gilt nicht nur für Flüchtlinge aus asiatischen Krisengebieten, die den Weg über das Meer wagen, sondern auch für Pandemieausbrüche. Australien ist aufgrund seiner geographischen Isolation und striktester Einreisebedingungen zu einer Art Labor für Zero-Covid-Strategien geworden, gegen die Delta-Variante indes hilft das auch nur bedingt. Alles in allem geht es auf der Weihnachtsinsel also wenig weihnachtlich zu, von wegen „Ihr Kinderlein, kommet“.   Nicht mal landschaftlich sehenswürdig ist das Eiland, weswegen wir hier wieder ablegen und uns in Richtung Weihnachten und UTC+6 aufmachen.

Die heutige Frage:

Die Europäer kannten den Felsen im Meer wohl schon Jahrzehnte früher. Am Weihnachtstag 1643 erreichte Kapitän William Mynors mit seinem Schiff das später Weihnachtsinsel genannte Eiland. Wie hieß das Schiff?

  1. Royal Mary

  2. Queen Mary

  3. Queen Elizabeth

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