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Ich verstehe, was Du schreibst

19.12.2008 | 00:01 Uhr |

Seiner Zeit voraus - und angeblich von Steve Jobs ungeliebt - war der Newton: Ein mobiler, durchdachter Organizer.

Gestern fragten wir nach dem Sinn des "i" in Steve Jobs’ einstigem Titel " iCEO ". Richtig ist "interim", Latein fĂŒr "dazwischen", "einstweilig". Allerdings dĂŒrfte Steve Jobs wohl zu keinem Zeitpunkt vorgehabt haben, doch nicht mehr CEO von Apple zu werden.

Das komplette Leben in einem kleinen MĂ€ppchen

Noch vor gar nicht so langer Zeit schleppten nicht nur Manager ihr komplettes Leben in kleinen MĂ€ppchen umher: Das Filofax war Lebensretter und -inhalt fĂŒr den modernen BĂŒromensch. Zwischen seinen ledernen Deckeln steckten NotizblĂ€tter, ein Kalender, ein mehr oder weniger komplettes Adressbuch, Visiten- und Kreditkarten oder andere "Credentials" aller Art, auch es gab tausend Hardware- und Softwareerweiterungen dafĂŒr: Von Nachschlagewerken ĂŒber Atlanten, Zeitzonenkarten, Umrechnungstabellen und Fremdsprachenlexika bis hin zu Stiften, Linealen, Laserpointern, Taschenrechnern und Lochern fĂŒr den Unternehmer-Alltag. Das Filofax war ein wahres HerrenhandtĂ€schchen fĂŒr GeschĂ€ftsleute aller Art. (Heute wird ĂŒbrigens ein Sechserpack Bierdosen unter Jugendlichen als "HerrenhandtĂ€schchen" bezeichnet.) Es gab sogar einen Film zum PhĂ€nomen: In Filofax entwendet James Belushi (ĂŒbrigens der Bruder von John " Jake Blues " Belushi) dieses wertvolle MĂ€ppchen einem Manager, es verhilft dem sympathischen Ex-Knacki vorlĂ€ufig zu einem bequemen Leben auf Kosten des anderen. Der Tenor: Wenn man seine IdentitĂ€t an einem einzigen Ort aufbewahrt, ist man dieser schnell beraubt. Auch kann man theoretisch einiges ĂŒber VerschlĂŒsselung und Datenschutz in diesen Film hineinlesen, auch wenn das damals sicher noch nicht intendiert war. Co-Autor des Films war ĂŒbrigens ein gewisser J.J. Abrams, der sich mittlerweile mit Cloverfield , Lost und Star Trek 11 hervorgetan hat.

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