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Adventskalender: 1999 – Der Sprung in das mobile Jahrhundert

07.12.2020 | 00:01 Uhr | Peter Müller

Diesen Sprung hat Apple buchstäblich durchgeführt, indem Phil Schiller aus zehn Meter Höhe auf eine Schaumstoffmatte fiel.

Alle spannenden Geschichten aus unserem Adventskalender können Sie hier nachlesen.

Ende letzten Jahres konnten wir es kaum erwarten, dass es Freitag wurde: Endlich wieder eine neue Folge von „For All Mankind“, das in der alternativen Realität spielt, in der es der Sowjetunion im Jahr 1969 gelungen war, den ersten Mann (und bald darauf auch die erste Frau) auf den Mond zu schicken und lebend wieder von dort zurückzuholen. Der Wettlauf ins All, den in der Realität die USA haushoch gewonnen haben, wäre dann weiter gegangen – die zweite Staffel, die dann schon Mitte der Siebziger einsetzt, startet im Januar 2021 auf Apple TV+.

In der Realität aber feierte  im Sommer 1999 die Menschheit (zumindest der den USA eher gewogene Teil) 30 Jahre des Arthur-Miller-Satzes, ausgesprochen von Neil Armstrong: „Es ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein gewaltiger Sprung für die Menschheit“.

Fast auf den Tag genau 30 Jahre nach dem letzten Schritt von der Leiter auf die staubige Mondoberfläche wagte ein in Kalifornien lebender und arbeitender Bostonian in New York einen gewaltigen Sprung aus gut fünf Metern Höhe auf eine dicke Schaumstoffmatte – aber eben bei der lokal herrschenden Gravitation von fast 10 Metern pro Quadratsekunde und nicht bei einem Sechstel der Schwerkraft.

Für Apple war der nicht so kleine Schritt seines Marketingvorstandes Phil Schiller in den Abgrund über der Schaumstoffmatte zwar kein so großer Sprung wie jener, den Arthur Miller im Sinn hatte, als er den Text für die Mondfahrer schrieb, aber unterschätzen darf man diesen auch nicht.

Vor allem war er eine geniale Visualisierung dessen, was Apple mit seinem neuen Laptop im iMac-Look, dem iBook einführte: Vernetzung ohne Kabel. Hatte schon Apple mit seinen ersten tragbaren Macs den Computer vom Stromkabel emanzipiert, war nun das zum Internetmodem benötigt überflüssig geworden, und zwar – anders als das Stromkabel – im Prinzip dauerhaft.

IEEE 802.11b hieß der Standard, der schon vor dem iBook da war, doch Apple wäre nicht Apple, dem drahtlosen Netz einen Namen zu geben, der visualisierte, worum es hier ging: Airport. Einfach Daten von einem zum anderen Port durch die Luft übertragen, welche elektromagnetische Wellen ja gar nicht benötigen. So kann man beim Surfen im Internet auch vom Schreibtisch aufstehen, das iBook mitnehmen, eine Treppe hochlaufen und auf eine Matte springen, ohne dass die Verbindung unterbricht. Heute eine Selbstverständlichkeit – außer das mit dem Sprung – aber damals ungewohnt, wenn nicht gar revolutionär. Phil Schiller war gewissermaßen anderthalb Jahre vorab symbolisch in das 21ste Jahrhundert gesprungen, Airport und damit verwandte Technologien machten das iPhone und seine nahen Verwandten überhaupt erst denkbar.

Die heutige Frage lehnt an die von gestern an, denn auch dem ersten iBook fehlt 1999 etwas, das Nachfolgemodelle ab 2000 bekommen sollten, nämlich

  1. Firewire

  2. Frontkamera

  3. Ethernet-Buchse

Wenn Sie die Antwort wissen, tragen Sie diese mitsamt Ihrer Adresse bitte in das Gewinnspielformular ein. Mitarbeiter der IDG Communications AG und ihre Angehörigen dürfen nicht teilnehmen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Nicht ausgeschlossen ist aber, dass Sie gewinnen können.

Heute gibt es zu gewinnen:

Versteckdose von TCS

Doch, richtig, es geht auf Weihnachten zu und nicht auf Ostern. Dennoch hat TCS in unseren Adventskalender eine Versteckdose gesteckt: Die Lösung zur Heimsteuerung besteht aus Schaltern, der Hue-Lampen von Philips steuert, die nach oben geschoben eine herkömmliche EU-Steckdose frei geben, oder wie es der Hersteller ausdrückt:

"Sie kombiniert einen Funk-Schalter mit einer klassischen Steckdose. Innovativ daran ist, dass der Schalter die Steckdose verdeckt und nur zur Nutzung freigibt. Spannend ist, dass Sie mit der Versteckdose auch vorhandene Lichtschalter ersetzen können, indem die Kabel des zu ersetzenden Lichtschalters für die Steckdose verwendet werden. Durch einen leichten Fingerdruck auf den oberen Rand des Schalters wird die Steckdose sichtbar. Dann nämlich bewegt sich der Schalter selbsttätig nach oben und gibt so die Steckdose zur Nutzung frei."

Macwelt Marktplatz

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