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Adventskalender: 2000 – Klein und teuer

16.12.2020 | 00:01 Uhr | Peter Müller

Apple schreckt selbst bei Emojis von der Erwähnung der Waffen ab, doch einmal in der Geschichte hat es eine "Waffe" gebaut.

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Ach, hätten Steve Jobs und Jony Ive und damit Apple insgesamt schon vor gut zwanzig Jahren die Rechner bauen können, die sie eigentlich wollten. Klein, leise und unheimlich leistungsstark. Aber es hatte nicht sollen sein, der PowerPC war einfach zu stromhungrig – und die als Erlöser begrüßten Intel-Chips sollten sich 15 Jahre später ebenso als ausgereizt in Sachen Leistungsfähigkeit pro Watt erweisen, weswegen der nächste Umstieg ansteht.

Der Traum vom lüfterlosen Mac geht also in die nächste Neuauflage, das Macbook Air zeigt bereits, dass man mit M1-Chip nur wenige Abstrichen machen muss, um auf einen Lüfter zu verzichten. Das war beim Macbook von 2015ff noch anders, nur ein recht schwacher Mobilchip fand in dem kleinen und engen Gehäuse Platz.

Den ersten lüfterlosen Traum musste Apple schon lange vor dem ersten Mac aufgeben, der Apple III bekam Probleme mit der Wärmabfuhr, Platinen verzogen sich, CPU und RAM lösten sich von ihren Sockeln. Ein Desaster! Auf den Lüfter verzichtet Apple dann nicht mehr, bis man in Cupertino auf die Idee kam, den Supercomputer zu schrumpfen.

Denn genau das war der Power Mac G4, nicht nur aus Sicht Apples: ein Supercomputer. Seine derart hohe Rechenleistung stellt ihn unter das Kriegswaffenkontrollgesetz, in mit den USA verfeindete Länder durfte der G4 zunächst nicht exportiert werden. Ein Umstand, den Apple mit einem reichlich schrägen TV-Spot feierte, in dem Panzer den unschuldigen G4 umringten.

Im Sommer 2000 wollte Apple noch eines draufsetzen: „Wir haben den Supercomputer geschrumpft!“ verkündete Apple-CEO Steve Jobs stolz auf der Macworld Expo im Juli in New York. Komponenten des G4 in einem kompakten, formschönen quadratischen Gehäuse, nur eben ohne Lüfter. Der Kamineffekt des in einem Plexiglasständer stehenden Power Mac G4 Cube sollte ausreichend Wärme abführen, und das ohne Kompromisse bei der Leistung.

In technischer Hinsicht gab es auch nichts zu meckern, in ästhetischer ohnehin nicht, die Sache mit dem Verzicht auf den Lüfter ging auf. Nur eines hatte Apple vergessen: Auch den Preis zu schrumpfen. Denn so superschön der Cube auch war, so superteuer war er. Gar erst, wenn man sich die passenden Soundsticks und den Subwoofer von Harman Karton mit dazu bestellte. Dann konnte der Cube in seiner Urfassung nicht einmal CDs brennen, das kam erst im Jahr 2001! Dabei hatte man den Kleinen schon als Toaster verspottet, denn CDs und DVDs warf das Gerät nach oben aus. Das wäre witzig gewesen, weil die seinerzeit populärste Software zum Brennen von CDs und DVDs eben Toast hieß – ab 2001 hatte Apple dann seine eigenen Brennlösungen im Finder, iTunes und iDVD.

Der Power Mac G4 wurde so zu kommerziellen Flop und da Apple beim iMac im Jahr 2000 auch nichts mehr als neue, etwas gedecktere Farben eingefallen war, geriet das Unternehmen wieder in eine Krise, die man an sich überwunden glaubte: Ende September 2000 musste Apple eine Gewinnwarnung aussprechen, sofort fiel der Aktienkurs auf die Hälfe zurück und benötigte lange Zeit, um wieder das alte Niveau zu erreichen.

Dabei korrigierte Apple auch einen lange zuvor gemachten Fehler, der laut Designer aber bei den Usern lag und nicht beim Hersteller: Die längliche Pro-Mouse löste jene Puck-Maus an, die Apple mit dem iMac 1998 eingeführt hatte und sie auch 1999 dem Power Mac G3 verpasst hatte und den ersten Ausgaben des Power Mac G4, den Apple im August auf einer Messe vorstellte, die längst vergessen ist: Seybold.

Aber wir sind im Jahr 2000 gelandet, da brachte Apple auf die Apple Expo in Paris nicht nur drei neue iBooks mit Firewire mit, sondern auch endlich die längst erwartete Public Beta von Mac-OS X, die Apple gegen eine Schutzgebühr von 29,95 US-Dollar verkaufte.

User-Feedback brachte Apple dazu, in der finalen Version, die am 24. März 2001 erscheinen sollte, einen in der Public Beta noch gemachten Fehler zu korrigieren. Was fehlte der Public Beta, was in der finalen Version Mac-OS X 10.0 dann doch erscheinen sollte?

  1. Classic-Umgebung

  2. PDF-Grafik

  3. Apfel-Menü

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